Körperöle selber machen: Step by Step zu gepflegter Haut

Körperöle selber machen
Donnerstag, 16. November 2017, 10:38

Ladys, macht in eurer Beauty-Routine Platz für Körperöle! Dass wir unserer Haut etwas Gutes tun, wenn wir sie von Zeit zu Zeit mit Öl einmassieren, haben wir schon oft gehört – Feuchtigkeitscremes und Bodylotions aber gänzlich aus der täglichen Beauty-Routine wegzulassen und nur noch Öle zu verwenden, ist neu. Besonders Gesichtsöle sind der neueste Beauty-Trend – sie ersetzen mittlerweile seit Langem geschätzte Tages- und Nachtpflege vieler erleuchteter Beauty-Gurus. Warum auch ihr über diesen Schritt nachdenken solltet, verraten wir euch in diesem Artikel …

Welche Öle gibt es und welche Vorteile bringen sie?

Ölbasierte Hautpflegeprodukte wie Körper-, Gesichts- und Massageöle sind mittlerweile weit verbreitet und aus der heutigen Beauty-Welt nicht mehr wegzudenken. Ihr Vorteil: Sie enthalten simple, reine und natürliche Inhaltsstoffe, die unsere Haut pflegen, ohne sie mit künstlichen Inhaltsstoffen zu verunreinigen. Reine Öle – wie beispielsweise Kokosnussöl, Sheabutter, Hanfsamen- und Mandelöl sowie viele andere Öle – enthalten große Mengen an Vitaminen, Fettsäuren und Antioxidantien, allesamt feuchtigkeitsspendend und regenerierend. Deshalb verhelfen Gesichts- und Körperöle dabei, unterschiedlichste Probleme der Haut zu reduzieren, diese vor schädlichen Umwelteinflüssen zu schützen sowie die Zellerneuerung anzukurbeln. Kurz gesagt: Die Wunderöle können so gut wie alles!

Wasserbasierte versus ölbasierte Pflegeprodukte

Zum Verständnis: Feuchtigkeitscremes basieren auf Wasser und enthalten oft zig verschiedene Konservierungsstoffe, die meist nur die Chemiker unter uns kennen. Diese Konservierungsstoffe sind zwar notwendig (Wasser und Öl können keine stabile Verbindungen miteinander eingehen können, und Emulgatoren müssen zugegeben werden, damit sich diese nicht mehr trennen), jedoch schaden sie unserer Haut mehr, als dass sie ihr nützen.

Gesichtsöl selber machen

Das richtige Gesichtsöl für euren Hauttyp!

Bei der Wahl des richtigen Gesichtsöls (sowie des geeigneten Körperöls) müsst ihr euren Hauttyp beachten – nicht jedes Öl ist für jedermann geeignet. Das Gute: Mit der richtigen Ölmischung könnt ihr eurer Haut die entsprechende Pflege liefern und möglichen Hautproblemen entgegenwirken. Achtet bei den Ölen immer darauf, dass sie von hoher Qualität und unraffiniert sind.

Gesichtsöl für trockene Haut

Wenn ihr eine trockene bis sehr trockene Haut habt, dann sind sehr fettreiche Gesichtsöle mit heilender Sheabutter das Passende für euch. Noch besser als Sheabutter ist Mangobutter – auch Mangokernöl genannt. Dieses enthält eine noch größere Menge an Fettsäuren und spendet umso mehr Feuchtigkeit.

Gesichtsöl für Mischhaut und normale Haut

Für diesen Hauttyp könnt ihr so gut wie jedes Gesichtsöl verwenden. Unser Liebling unter den Gesichtsölen für Mischhaut und normale Haut: Wassermelonenkernöl – es zieht sehr schnell ein, spendet Feuchtigkeit und kann die Haut fest, prall und frisch aussehen lassen. Ein weiteres Wunderöl ist das Kürbiskernöl: Es ist reich an Vitamin E, Zink, Antioxidantien sowie Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Entsprechend kann es Feuchtigkeit in eure Haut einschließen, freie Radikale bekämpfen und eurer Haut einen frischen und strahlenden Teint geben.

Gesichtsöl für fettige und unreine Haut

Habt ihr fettige und/oder unreine Haut? Dann solltet ihr euch erst recht ein Gesichtsöl zulegen. Schaut euch nach einer Mischung mit Marula- oder Hanfsamenöl um: Beide ziehen sehr schnell ein, sind antibakteriell und entzündungshemmend. Außerdem können sie die Ölproduktion eurer Haut – bei längerer Anwendung – ausbalancieren. Darüber hinaus empfiehlt sich Schwarzkümmelöl, das bei unreiner Haut Wunder bewirken kann: Es ist reich an Omega-3-Fettsäuren, B-Vitaminen, Vitamin C, Zink, Kalzium und Kalium, die allesamt die Haut heilen können und sie einfach nur strahlend schön machen.

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Grundrezept: Körperöle selber machen

Zutaten für selbst gemachtes Körperöl

Körperöle lassen sich ganz leicht selbst machen. Dazu benötigt ihr nur ein oder zwei Basisöle sowie nach Geschmack ätherisches Öl. Gute Basisöle sind Oliven-, Avocado-, Sonnenblumen-, Weizenkeim- oder Sesamöl. Das Schöne: Sie sind bei jedem Rezept austauschbar! Wer kein Avocadoöl zu Hause hat, kann auch einfach Sonnenblumen- oder Olivenöl – informiert euch am besten in der Apotheke, ob die Wirkung des Öls eine ähnliche ist. Für den wohltuenden Duft fügt ihr am besten noch ätherische Öle hinzu, die je nach Bedarf unterschiedlich zusammengesetzt werden. Empfehlenswert sind hier Kokos-, Zitronen-, Lavendel-, Mandel-, Salbei- oder Minzöl. Wem es zu viel Öl ist, der mischt frische Kräuter wie Pfefferminze, Thymian, Basilikum oder vielleicht auch eine Prise Zimt dazu – eurer Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt.

Grundrezept Körperöl

Selbst gemachtes Körperöl
Zutaten
100 ml oder 2x 50 ml Basisöl (wie Oliven-, Avocado-, Sonnenblumen-, Weizenkeim- oder Sesamöl)
10 bis maximal 25 Tropfen ätherische Öle (z. B. Lavendel, Zitrone, Minze, Mandel…)
1 verschließbares Fläschchen
Optional Pipette

Frau gibt Basisöle für selbst gemachtes Körperöl in eine Schüssel

Je nach Vorliebe könnt ihr ein oder zwei Basisöle verwenden. Wir haben uns für zwei verschiedene Öle entschieden und Weizenkeimöl …

Frau mischt Basisöle für selbst gemachtes Körperöl

… mit Mandelöl in einer Schüssel vermischt.

Frau mischt ätherisches Öl zum Basisöl für selbst gemachtes Körperöl

Für einen frischen Duft könnt ihr zusätzlich noch circa zehn Tropfen eines ätherischen Öls eurer Wahl – wir haben uns für die Note Zitrone entschieden – hinzugeben.

Selbst gemachtes Körperöl wird in ein Fläschchen gefüllt

Alles gut verrühren und in ein kleines Fläschchen füllen – gerne dabei eine Pipette zu Hilfe nehmen!

Tipps: Das solltet ihr beim Auftragen beachten!

Gerade für beanspruchte Haut ist Körperöl besonders wertvoll, da durch die Vitamine und den hohen Fettgehalt die Haut intensiv mit Feuchtigkeit versorgt wird, was diese gesünder aussehen lässt. Beim Auftragen des Öls auf die Haut ist allerdings Folgendes zu beachten: Tragt ihr das Gesichts- oder Körperöl nach dem Duschen oder Baden auf, solltet ihr euch nicht komplett abtrocknen – ist eure Haut noch etwas feucht, kann das Öl besser besser aufgenommen und die Haut somit besser mit Feuchtigkeit versorgt werden. Um die Wirkung noch zu verstärken, solltet ihr das Öl in die Haut einmassieren. Durch die Massage wird die Durchblutung eurer Haut angeregt, wodurch die Aufnahme zusätzlich unterstützt wird. Ihr werdet merken: Nach einer kurzen Einwirkzeit fühlt sich eure Haut gleich viel gepflegter an. 😊

Fazit: Körperöle selber machen

Ihr seht: Körperöle sind wirklich ganz leicht selbst zu machen! Wenn ihr euch an das Grundrezept und die Anwendungstipps haltet, kann gar nichts schiefgehen – und die meisten Zutaten findet ihr ohne Probleme in Reformhäusern und Bioläden. Macht euch (speziell beim Gesichtsöl) bewusst, welcher Hauttyp ihr seid, damit ihr das richtige Öl verwendet. Habt ihr sehr empfindliche Haut, testet euer Hautöl zunächst an einer kleinen Stelle, um sicherzugehen, ob ihr dieses auch wirklich vertragt – gerade im Gesicht kann das unschöne Folgen haben!

Wir hoffen, dass ihr viel Freude daran habt, euer eigenes Körperöl zu kreieren.

XX, Die Redaktion

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