Haarausfall: Was können wir tun?

Haarausfall: Frau hält Bürste mit Haaren
Lisa Thomsen
Montag, 2. März 2020, 11:31

Besonders für uns Frauen sind Haare enorm wichtig. Je voller, geschmeidiger und glänzender, desto besser. Leider ist die voluminöse Wallemähne für viele Frauen aber ein unerfüllter Traum – sie leiden nämlich an Haarausfall. Klar, dass dies eine große Belastung darstellt. Girls, nun kommt das Gute: Wir können etwas tun und Haarausfall vorbeugen. In diesem Artikel bin ich den Ursachen für Haarverlust auf den Grund gegangen und habe für euch Tipps zusammengetragen, wie ihr ihn bekämpfen könnt.

Was ist Haarausfall?

Uns fallen täglich Haare aus – das ist ganz normal, denn jedes Haar hat nur eine begrenzte Lebensdauer. Der gewöhnliche Haarzyklus geht dabei pro Tag von einem Haarverlust von 100 Stück aus. Klingt erst einmal enorm viel, oder? Im Verhältnis zu den durchschnittlich 90.000 bis 150.000 Haupthaaren ist der Wert aber dann gar nicht mehr so schlimm. Verliert ihr jeden Tag mehr als 100 Haare, wird dies als Haarausfall, Effluvium oder Alopezie bezeichnet. Schätzungen zufolge leiden sogar etwa 20 Prozent der Frauen daran. Seid ihr auch davon betroffen, solltet ihr einen Arzt aufsuchen, um mögliche Ursachen zu ergründen.

6 Ursachen für Haarverlust

1. Entzündung der Kopfhaut
Juckt oder brennt eure Kopfhaut, kann dies ein Symptom für eine Entzündung durch Bakterien oder Pilze sein – es kommt gegebenenfalls sogar zu Haarausfall. Sucht daher unbedingt einen Arzt auf, um mögliche Maßnahmen zu ergreifen.

2. Genetische Veranlagung
Die sogenannte androgenetische Alopezie beschreibt einen „vererbten Haarausfall“ und gilt als häufigste Ursache. Wichtig: Erst durch den Mix von genetischen Faktoren entsteht die Alopezie und wird somit nicht zwingend an die nachfolgende Generation weitergegeben. Die Haare werden hierbei hauptsächlich rund um den Scheitel dünner, und die Kopfhaut wird immer mehr sichtbar.

Besonders in der Pubertät oder in den Wechseljahren kann dieser androgenetische Haarausfall einsetzen. So bilden wir in der Pubertät nämlich neben weiblichen Geschlechtshormonen auch das männliche Geschlechtshormon Dehydroepiandrosteron. Reagieren die Haarwurzeln überempfindlich auf Dehydroepiandrosteron, kann dies zu Haarausfall führen. Es liegt hier keine hormonelle Störung vor. 

3. Hormonschwankungen
Dennoch können auch Hormonschwankungen der Auslöser für Haarausfall sein. So leiden zum Beispiel Frauen nach der Schwangerschaft besonders daran. Dies liegt an der Hormonumstellung – der Körper ist aus dem Gleichgewicht geraten. Hier gibt es keinen Grund zur Sorge: Pendelt sich der Hormonhaushalt nämlich wieder ein, verringert sich auch euer Haarverlust.

4. Vitamin- und Mineralstoffmangel
Habt ihr ein Defizit an Vitaminen oder Mineralstoffen, kann dies ebenfalls zu Haarausfall führen. Besonders, wenn ihr eine extreme beziehungsweise einseitige Diät hinter euch habt (was absolut nicht empfehlenswert ist!) oder ihr euch ungesund ernährt, kann es also sein, dass eure Haare ausfallen.

5. Stress und Störung des Immunsystems
Stress wirkt sich nicht nur negativ auf unsere Psyche aus – auch unser Körper wird extrem belastet, und es kann zu Haarausfall kommen. Ebenso bei einem gestörten Immunsystem: So kann beispielsweise ein kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata) auftreten, bei dem die Haarproduktion durch entzündete Haarwurzeln unterbrochen ist. Eine klare Ursache gibt es für den kreisrunden Haarausfall jedoch nicht. In der Regel verschwinden die kahlen Stellen von alleine wieder.

6. Strapazierende Reize von außen
Ihr tragt Tag für Tag einen superstraffen Pferdeschwanz? Klar, das sorgt für einen tollen straighten Look, ihr solltet euch aber bewusst sein, dass eure Haare dadurch extrem belastet werden und dies zu Haarausfall führen kann. Stylt also auch ruhig öfter einen Messy Bun, oder lasst eure Haare offen und setzt einen Akzent mit einem Haarreif.

Haarausfall vorbeugen und bekämpfen

Teller mit buntem Gemüse statt Diät. Vitamine be Haarausfall

Damit es gar nicht erst zu Haarausfall kommt, solltet ihr unbedingt auf eure Ernährung achten. Nehmt genügend Vitamine und Nährstoffe wie beispielsweise Zink oder Eisen zu euch – diese Mineralstoffe begünstigen nämlich das Haarwachstum. Greift außerdem zu frischem Obst, Gemüse, Milchprodukten und Proteinen (Fisch, Soja, mageres Fleisch) und füllt so euren Nährstoffhaushalt auf. Ein gesunder Lifestyle wirkt sich ebenfalls gut auf den Hormonhaushalt aus.

Zudem rate ich euch davon ab, eure Haare häufig zu färben oder anderen chemischen Prozessen auszusetzen, da die Kopfhaut dadurch sehr strapaziert wird. Was ihr bei der Haarwäsche und anschließenden Pflege auch noch beachten solltet, habe ich bereits in einem Artikel zusammengefasst. Schützt eure Kopfhaut unbedingt vor UV-Strahlung und verzichtet auf strenge Dutts oder Pferdeschwänze.

Ein weiterer Aspekt, den ihr vermeiden solltet, ist dauerhafter Stress. Zu viele Stresshormone können nämlich die Haarfollikel und somit auch die Haarwurzeln schädigen und zu Entzündungen führen. Probiert daher beispielsweise mit einer Meditation, mit Massagen oder anderen Entspannungsübungen, gegen den Stress vorzugehen. Tipp: Eine Kopfmassage bringt gleich zwei positive Effekte mit sich – zum einen könnt ihr euch dadurch entspannen, zum anderen regt dies die Durchblutung der Haarfollikel und Kopfhaut an, was sich positiv auf das Haarwachstum auswirkt.

Meditation für Anfänger: Dekoration auf einem Tisch in Form eines Elefantenbuddha, einer Sanduhr und Glasgefäßen

Ihr Lieben, Haarausfall kann wirklich total belastend sein. Achtet also darauf, dass ihr einen gesunden Lifestyle pflegt und so Haarausfall vorbeugt. Always remember: Ob mit vollen, lichten, langen oder kurzen Haaren – das Strahlen von innen kann euch auch kein Haarausfall dieser Welt nehmen!

XX, Lisa

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