Glass Skin – so geht der neueste K-Beauty-Trend

Glass Skin: Close-up auf Frauengesicht
Donnerstag, 26. März 2020, 9:32

Die Koreanerinnen sind weltweit dafür bekannt, echte Nerds in Sachen Hautpflege zu sein. Es wird gecremt und die zarte Gesichtshaut mit allerlei Seren und Ampullen verwöhnt – schon eine leichte Sonnenbräune gilt als absolutes No-Go! Irgendwie also kein Wunder, dass der neueste Beauty-Trend Glass Skin, also eine gläserne Haut, ebenfalls aus Asien zu uns herübergeschwappt ist. Damit auch eure Haut ab sofort makellos glänzt, haben wir einige Tipps für euch aufgelistet und zeigen euch, wie die perfekte Glass-Skin-Routine genau funktioniert.

Was ist eigentlich Glass Skin?

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer hat die schönste Glashaut im ganzen Land? Das, meine lieben Ladys, hat definitiv Ellie Choi! Die Make-up-Artistin aus L. A. ist für den Hype rund um die gläserne Haut verantwortlich und hat das Netz im Sturm mit ihrer geteilten Glass-Skin-Routine erobert. Typisch für den Trend ist eine extrem glänzende Haut, die fast transparent wirkt. Poren, Pickelchen oder Pigmentflecken sucht man hier vergeblich. Stattdessen ist der Teint sehr hell und makellos – nahezu perfekt.

Das Geheimnis liegt in einer Pflegeroutine, die sich in mehreren Schichten aufbaut und darauf abzielt, die empfindliche Haut im Gesicht optimal mit Feuchtigkeit zu versorgen. So wirkt sie aufgepolstert und kann das Licht besser reflektieren, wodurch der fast elfenhafte Glow entsteht.

Die ultimative Glass-Skin-Pflegeroutine

1. Reinigung – denn Vorbereitung ist alles

Was generell immer wichtig ist, ist die schonende Reinigung eurer Haut. Und zwar auch nach einer langen Partynacht! Befreit ihr eure Haut nicht regelmäßig von Schmutz, abgestorbenen Hautzellen und Make-up-Resten, entstehen Unreinheiten und Pickelchen, und das gilt es für die perfekte Glass Skin zu vermeiden. Also schminkt euch am Abend gründlich ab. Ellie Choi herself nutzt dafür zunächst getränkte Reinigungstücher. Mizellenwasser oder Kokosöl bieten sich hier aber ebenso gut an.

Anschließend solltet ihr euer Gesicht noch mit einem Waschgel, einem Cleansing Mousse oder einer Reinigungsmilch waschen. Achtet darauf, in kreisenden Bewegungen das ganze Gesicht sanft abzureiben, sodass wirklich alle Rückstände entfernt werden. Danach wascht ihr alles mit lauwarmem Wasser ab und tupft euer Gesicht mit einem sauberen Handtuch trocken. Besonders die Haut um die Augen herum ist sehr zart und wird durch das Tupfen weniger beansprucht. Achtet außerdem darauf, eure Handtücher regelmäßig zu wechseln. Auch hier lauert die Gefahr, dass Bakterien und Schmutz im Handtuch selbst zu Unreinheiten in eurem Gesicht führen.

2. Feuchtigkeit spenden folgt als Nächstes

Toner werden in ihrer Wirkung oft unterschätzt – Ellie Chois Pflegeroutine kommt ohne sie nicht aus. Die Idee hinter den meist wässrigen Emulsionen ist es, die Haut nach der zweistufigen Reinigung wieder mit ein wenig Feuchtigkeit und pflegenden Inhaltsstoffen zu versorgen. Einen ausgetrockneten, spröden Teint wollen wir nämlich vermeiden. Im Gegensatz zu einem Gesichtswasser sollte ein Toner wirklich erst auf die gründlich gereinigte Haut aufgetragen werden, weil sie dann die feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffe am besten aufnehmen kann.

Zusätzlich zu den anderen Glass-Skin-Produkten darf ein reichhaltiger Moisturizer nicht fehlen. Dieser sorgt für den typischen Glow und polstert die Haut wieder ein wenig auf. Inhaltsstoffe wie Hyaluronsäure können hier wahre Wunder bewirken – sie hilft, das Wasser in den Zellen zu speichern. Übrigens: Viele denken, dass man eine eher ölige Haut oder eine Mischhaut nicht mit Moisturizer pflegen sollte. Das stimmt nicht! Ganz im Gegenteil: Entzieht ihr eurer öligen Haut Feuchtigkeit, wird die Produktion von Talg zusätzlich stimuliert.

3. Hin und wieder ein Peeling und eine Maske helfen

Zu oft solltet ihr eure Haut nicht peelen, denn so neigt sie eher dazu auszutrocknen, und einen gesunden Glow sucht man dann vergeblich. Versucht stattdessen, ein Gefühl dafür zu entwickeln, wann eure Haut ein wenig uneben wirkt. Oft könnt ihr diese Unebenheiten mit euren Fingern ertasten, oder die abgestorbenen Hautzellen sind sogar optisch sichtbar.

Gleiches gilt für Masken. Überpflegen könnt ihr eure Haut nämlich genauso schnell, was ebenfalls zu verstopften Poren führen kann. Auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht, geht es beim Trend Glass Skin nicht um einen öligen Look. Stattdessen soll der Glanz eher von innen kommen, die Haut strahlen und gesund wirken. Achtet bei der Wahl der Maske entweder auf eine feuchtigkeitsspendende Variante oder sucht euch eine mit aufhellendem Effekt aus.

In 3 Schritten zum idealen Glass-Skin-Make-up

Glass Skin: Concealer verblenden

1. Primer sind die optimale Basis

Primer wirken wahre Wunder, wenn es um die Optimierung des Teints geht. Sie können die Färbung der Haut korrigieren und das Erscheinungsbild von Poren verringern. Dunkle Augenringe könnt ihr mit einem rötlich getönten Primer ausgleichen. Wirkt eure Haut beispielsweise sehr gerötet, ist ein grünlicher Primer die richtige Wahl. Unser Favorit: der Pore Minimizer. Dieser füllt zu große Poren kurzzeitig ein wenig auf und mattiert gleichzeitig eine eher ölige T-Zone. So schafft ihr die optimale Basis für euer Glass-Skin-Make-up.

2. Foundation, BB- oder CC-Creams grundieren perfekt

Das Wichtigste vorweg: Bei der trendy Glashaut geht es nicht darum, eine volle Deckkraft des Make-ups zu erreichen, sondern einen möglichst natürlichen Look zu erzielen. Hierfür ist es besonders wichtig, dass die eigentliche Struktur der Haut noch sichtbar ist und nicht unter mehreren dicken Schichten Foundation und Co. verschwindet.

Wählt stattdessen eine leichte Foundation auf Wasserbasis und mit reflektierenden Partikeln. So könnt ihr den Ellie-Choi-Glow am besten imitieren. Auch BB- oder CC-Creams sind eine prima Wahl. Sie optimieren ganz dezent das Hautbild und pflegen gleichzeitig durch die cremige Basis.

3. Concealer und Highlighter sorgen fürs Finish

Als Letztes folgen ein wenig Glanz und Gloria – natürlich trotzdem ganz dezent. Betont hierfür mit einem schimmernden Concealer oder einem Highlighter die folgenden Punkte in eurem Gesicht: auf dem Nasenrücken, auf der höchsten Stelle der Wangenknochen, unter den Augenbrauen, über dem Lippenherz und auf eurem Kinn.

Cremige Produkte werden hierfür mit den Fingerspitzen eingeklopft, damit Übergänge gut verblendet werden. Puder werden mit einem luftigen Pinsel nur partiell in der T-Zone aufgetragen. Startet in beiden Fällen mit einer kleinen Menge und legt lieber noch ein wenig nach, wenn euch das Ergebnis zu unauffällig ist.

Das sind die Dos und Don’ts

Dos

  • Beim Make-up gilt: Je weniger, desto besser. Außer bei der Pflege, die darf reichhaltig sein.
  • Verwendet Produkte, die an eure Hautbedürfnisse angepasst sind.
  • Foundation, Concealer und Co. müssen perfekt zu eurem Teint passen, ansonsten geht der Glashaut-Effekt verloren.
  • Das Geheimnis liegt in den einzelnen Schritten, die aufeinander aufbauen. Also immer schön an die Reihenfolge halten.

Don’ts

  • Zu viel Make-up und ein mattes Finish sind ein No-Go. Der Kim-K.-Look hat hier nichts zu suchen.
  • Seid sorgfältig, aber übertreibt es mit der Pflege nicht. So könnt ihr eurer Haut auch schaden und Unreinheiten begünstigen.
  • Pinsel und Waschlappen wochenlang nicht waschen geht gar nicht und kann euer Hautbild verschlechtern.
  • Achtet auf die Menge des Highlighters, ansonsten droht Lametta-Alarm.

Mattes Finish war gestern – wir wollen jetzt alle Glass Skin à la Ellie Choi! An dem K-Beauty-Trend gefällt uns übrigens die Natürlichkeit am besten. Wenn ihr euch regelmäßig an die Pflegeroutine haltet, könnt ihr komplett auf Make-up verzichten, worüber sich eure Haut bestimmt freuen wird. Und Natürlichkeit ist doch eh immer am schönsten.

XX, Die Redaktion

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