Gesichtspeeling selber machen | So bekommt ihr streichelzarte Strahlehaut

Gesichtspeeling selber machen mit Mandeln und Honig
Mittwoch, 11. April 2018, 9:36

Gesichtspeelings sind aus unserer Pflegeroutine mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Warum? Nun ja, keine noch so teure Creme, kein Serum, keine Foundation und kein Puder können ihre volle Wirkung entfalten oder gut aussehen, wenn sie auf fahler, schuppiger Haut aufgetragen werden. Daher greifen wir mindestens ein Mal die Woche zu einem Gesichtspeeling und befreien damit die Haut von abgestorbenen Hautschüppchen und anderen Rückständen. Sie wird dann so richtig schön rosig und kann Pflegeprodukte optimal aufnehmen. Am liebsten machen wir unsere Gesichtspeelings selber, denn dann wissen wir ganz genau, dass sie aus rein natürlichen Inhaltsstoffen bestehen und können so besonders gut auf die individuellen Bedürfnisse unserer Haut eingehen. Im Folgenden möchten wir euch nicht nur unsere Lieblingsrezepte vorstellen, sondern auch erklären, worauf es bei Gesichtspeelings ankommt und wie ihr sie am besten anwendet. Peel yourself beautiful, girls!

Haende mischen ein Gesichtspeeling

Gesichtspeeling: Warum ist es so wichtig?

Die Hautzellen unseres Körpers erneuern sich ständig. Nach ungefähr 28 Tagen ist unsere Haut rundum erneuert. Peelings helfen, diesen Erneuerungsprozess zu unterstützen. Abgestorbene Hautschüppchen, die unsere Haut stumpf und farblos aussehen lassen, werden dabei entfernt. Raue Stellen haben so keine Chance und die Haut wirkt schön rosig und frisch. Das Tolle: Ein Gesichtspeeling glättet nicht nur unsere äußere Hülle, sondern regt zusätzlich die Durchblutung der Haut an. So ist sie viel aufnahmefähiger für anschließend aufgetragene Pflegestoffe. Wichtig ist, dass das Peeling die feine Haut im Gesicht nicht reizt und daher auf den jeweiligen Hauttyp abgestimmt sein sollte.

Gesichtspeeling: so oft solltet ihr euer Gesicht peelen

Achtung Achtung: Auch, wenn es verlockend ist, benutzt ein Peeling auf keinen Fall zu oft. Es ist ein absoluter Irrtum, dass ein tägliches Gesichtspeeling die Haut extrazart macht. Eher schadet ihr eurer Haut, da ihr viel zu viel Haut wegpeelt, was zu einem gereizten, geröteten Gesicht führt. Dadurch, dass ihr den Erneuerungsprozess beschleunigt, kann es sogar zur frühzeitige Alterung der Haut kommen. Und das, Ladies, wollen wir ja wohl auf keinen Fall, oder? Das perfekte Maß ist individuell, startet mit einem Peeling pro Woche und seht, wie eure Haut reagiert. Wenn sie keinerlei Empfindlichkeiten zeigt, dann steigert die Dosis auf zwei Peelings pro Woche. Aber auf keinen Fall mehr!

Honig und Mandel Peeling in einer Schuessel

Gesichtspeeling: individuell für jeden Hauttyp

Besonders wichtig ist, dass ihr das Gesichtspeeling auf euren ganz individuellen Hauttyp abstimmt. Beim klassischen Peeling mithilfe von feinsten Reibekörpern ist zu beachten, dass trockene und sensible Haut besser mit einem sehr feinkörnigen Peeling zurecht kommt und normale bis schnell fettende Haut ruhig mit einem etwas gröberen Peeling behandelt werden kann. Vor allem feine, abgerundetete Peelingkörner aus Kunststoff haben eine gleichmäßige Schmirgelwirkung und sind daher für sehr sensible Haut geeignet. Peelingkörner aus natürlichen Materialien, wie zum Beispiel aus gemahlenen Mandeln, sind hingegen gröber und ungleichmäßiger und daher insbesondere für schnell-fettende und unempfindliche Haut geeignet. Achtet unbedingt auf euer Bauchgefühl: Nach dem Peeling sollte sich die Haut angenehm frisch und rein anfühlen. Eure Alarmglocken sollten hingegen läuten, wenn das Gesicht nach dem Waschen spannt, juckt oder gerötet ist. Dann ist das Peeling definitiv nicht für euren Hauttyp geeignet! Seid ihr euch unsicher, geht am besten zu einer Kosmetikerin oder fragt bei eurem Hautarzt nach. Sie können eure Haut und ihre Bedürfnisse genau Analysieren und euch dementsprechend beraten.

Gesichtspeeling: die richtige Pflege danach

Ganz wichtig ist, dass ihr eure Haut nach einem Gesichtspeeling mit ganz viel Feuchtigkeit versorgt. Hier hilft eine auf euren Hauttyp abgestimmte Pflege. Neben der typischen Feuchtigkeitscreme helfen auch Seren und Öle, um die Haut optimal zu pflegen. Toll sind natürlich auch Cremes mit Anti-Aging-Wirkstoffen, da diese nach einem Peeling besonders gut von der Haut aufgenommen werden und die Inhaltsstoffe tiefer in die Haut eindringen können.

Peeling wird von Händen zusammen gemischt

Gesichtspeeling: drei weitere Peeling-Arten

Neben dem oben beschriebenen klassischen Peeling, gibt es noch drei weitere Peeling-Arten, die wir euch kurz vorstellen wollen:

Enzym-Peeling

Sogenannte Enzym-Peelings nutzen natürliche Enzyme, die beispielsweise in Fruchtsäure steckt, um die Haut von abgestorbenen Hautzellen zu befreien. Da es keine Peelingkörner enthält, ist es besonders mild. Es wird auf die Haut aufgetragen, einmassiert und wieder abgewaschen. Das Enzym-Peeling lässt sich sogar ganz einfach zu Hause selber machen. Papaya oder Ananas enthalten eben solche Enzyme, die die Haut super zart machen. Einfach in einer Maske auf die Haut auftragen, einwirken lassen und gründlich abwaschen.

Chemisches Peeling

Chemische Peelings enthalten Säure (AHA), die teilweise aus Früchten gewonnen wird. Daher wird hier auch von Fruchtsäure-Peelings gesprochen. Bei solch einem Peeling wird die oberste Hautschicht entfernt und eine verbesserte Struktur der Haut erreicht. Oft helfen solche Peelings auch bei Akne, Pigmentierungen oder Rosazea. Obwohl ihr chemische Peelings auch zuhause anwenden könnt, empfiehlt sich hier die Anwendung von einer professionellen Kosmetikerin oder vom Hautarzt. Peelings mit BHA sind etwas milder als Peelings mit AHA und sind vor allem zur Aknetherapie und Hilfe bei unreiner Haut geeignet. Achtung: Chemische Peelings machen die Haut sehr lichtempfindlich, daher unbedingt UV-Schutz auftragen.

Mikrodermabrasion

Auch eine Mikrodermabrasion ist eine Form des Peelings. Hierbei werden superfeine Kristalle eingesetzt, um die oberste Hautschicht abzutragen. Das Ganze tut nicht weh und reizt die Haut nur minimal. Die Behandlung macht die Haut weicher und feiner, Pflegestoffe werden besser aufgenommen. Auch die Mikrodermabrasion gibt es mittlerweile für zuhause. Jedoch sollte das Peeling eher im Herbst und Winter angewandt werden, da es die Haut lichtempfindlicher macht. Ein Sonnenschutz ist daher ratsam.

Hände mischen ein Frucht-Peeling zusammen

Gesichtspeeling: DIY-Peelings fürs Gesicht selber machen

Natürlich könnt ihr ein klassisches Peeling auch super easy Selber machen. Achtet dann aber in jedem Fall darauf, das Gesichtspeeling auf euren Hauttyp abzustimmen. Hier kommen unsere drei Lieblingsrezepte:

Mediterrane Süße fürs Gesicht

Gesichtspeeling selber machen mit Olivenöl und Zucker
Zutaten
2 EL Olivenöl
1 EL Zucker (feinkörnig)
Zubereitung

Zucker und Olivenöl mischen und die fertige Paste mit kreisenden Bewegungen im Gesicht verteilen. Gründlich abwaschen und Gesicht vorsichtig trockentupfen.

Cremiges Gesichtspeeling mit Mandeln

Gesichtspeeling selber machen mit Mandeln, Honig und Joghurt Zutaten
Zutaten
3 EL Naturjoghurt
3 EL gemahlene Mandeln
1 TL Honig
Zubereitung

Naturjoghurt, gemahlene Mandeln und Honig vermengen und auf das Gesicht geben. Vorsichtig einmassieren und gründlich mit Wasser abwaschen. Gesicht im Anschluss trocknen.

Fruchtiges Peeling mit Honig

Gesichtspeeling selber machen aus Früchten und Honig Zutaten
Zutaten
3 EL frisch gepresster Orangensaft
1/2 Banane
1 TL Honig
Zubereitung

Alle Zutaten vermischen und auf das Gesicht auftragen. Circa 10 Minuten einwirken lassen - um die Fruchtsäure wirken zu lassen - und im Anschluss gründlich abwaschen. Haut sanft trocken tupfen.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Gesichtspeeling selber machen!

XX, Die Redaktion

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