Orange is the new glatt | Was hilft wirklich gegen Cellulite?

Was hilft gegen Cellulite
Donnerstag, 6. April 2017, 16:21

Die einen haben sie, die anderen haben sie nicht. Viele fürchten sich vor ihr, anderen ist sie relativ egal. Manch eine tut alles, um sie nicht zu bekommen, wieder andere lassen sich nicht stressen und tun nichts, um sie aufzuhalten. Mädels, die Rede ist von Cellulite. Ja, ganz genau: Die kleinen Dellen, die sich an euren hübschen Beinchen breit machen. Am liebsten an der Rückseite eurer Oberschenkel und am allerallerliebsten an eurem süßen Po. Kann man vom Ding her ja auch verstehen – da istʼs halt echt bequem. Und eigentlich wären ein paar kleine Unregelmäßigkeiten auch gar nicht sooo schlimm, aber den Prozess des heute-noch-ein-junger-Emmentaler-morgen-schon-ne-Mondlandschaft würden wir doch ganz gerne wenigstens etwas verlangsamen. Daher haben wir ordentlich recherchiert, uns durch Erfahrungsberichte gearbeitet und selbst ausprobiert, um euch zu verraten, was wirklich gegen Cellulite helfen kann! Aber Achtung: Überteuerte Mittelchen, Mogelpackungen und vielversprechende Voodoozauber werdet ihr bei uns nicht finden. Nur echte Tipps von echten Frauen mit echten Dellen!

Was genau ist eigentlich Cellulite und wodurch entsteht sie?

Eigentlich ist Cellulite nichts anderes als verschobenes Bindegewebe. Heißt: Die Fettzellen verschieben sich nach oben, drücken sich am Bindegewebe vorbei und werden an der Hautoberfläche sichtbar. Das Ganze erinnert dann an die Haut einer Orange. Da die Haut von uns Frauen dünner und unser Bindegewebe lockerer verbunden ist als bei Männern, bekommen wir viel schneller Cellulite als die Boys. Klasse! Nun gut, Mutter Natur hat sich dabei natürlich etwas gedacht: Durch oben genannte Beschaffenheit eurer Haut kann diese sich nämlich viel besser und schneller ausdehnen und wieder zurückbilden. Ziemlich praktisch, wenn ihr zum Beispiel schwanger werdet und sich euer Bauch innerhalb kürzester Zeit auf die Größe eines halben Medizinballs vergrößert.

Ok, es stimmt schon: Schlanke Frauen haben seltener Cellulite als die, die etwas mehr auf den Hüften haben. Trotzdem werden auch sportliche oder schlanke Frauen oft nicht verschont und die doofen Dellen sichtbar. Natürlich spielt hier die genetische Veranlagung eine Rolle. Kommt dazu dann noch eine Bindegewebsschwäche, ist die Mischung perfekt und Orangenhaut vorprogrammiert. Und, wie so oft bei Beauty- und Health-Themen, ist eines ziemlich klar: Eine ungesunde Ernährung, Übergewicht, Bewegungsmangel, Zigaretten, Alkohol und Stress verschlimmern Cellulite enorm.

das hilft wirklich bei Cellulite

Was hilft wirklich gegen die blöden Dellen bei Cellulite?

Grundsätzlich gilt: Auch wenn ihr genetisch nicht gerade mit einem superfesten Bindegewebe gesegnet wurdet, könnt ihr das Durchdrücken der Fettzellen verringern und so die Dellen minimieren. Hier kommen die wichtigsten Faktoren!

Sport

Bewegung ist eindeutig der wichtigste Punkt, um Cellulite zu vermeiden. Sport beugt nicht nur Übergewicht vor, sondern fördert auch die Durchblutung. Resultat: Eure Haut wird optimal mit Nährstoffen versorgt, gestrafft und Orangenhaut hat kaum eine Chance. Besonders gut ist eine Kombination aus Cardio- und Krafttraining. Training mit Gewichten baut vor allem Muskeln auf und wo sich Muskeln befinden, kann sich weder das Bindegewebe verschieben, noch werden Fettpölsterchen an die Oberfläche gedrückt.

Ernährung

Eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung ist extrem wichtig, um Cellulite zu verringern. Zu viel Zucker, Fett oder Salz fördern hingegen die Einlagerung von Fett und Wasser in der Haut und führen so zu den unbeliebten Dellen. Eigentlich ist es easy: Gemüse, Obst und Wasser verhelfen langfristig zu einer strahlenden und straffen Haut – und das am ganzen Körper. Besonders vitaminreiche Lebensmittel wie Kiwi oder Paprika sollen den Fettstoffwechsel anregen und Cellulite vorbeugen.

Cellulite-Cremes

Eines vorweg: Keine Creme dieser Welt wird die nervigen Dellen einfach so von alleine „wegcremen“. Nein, auch nicht, wenn sie super teuer ist und die tollsten Inhaltsstoffe mit den abenteuerlichsten Namen hat, die kaum zu lesen, geschweige denn auszusprechen sind. Trotzdem können Cremes in Verbindung mit Sport und einer ausgewogenen Ernährung helfen, das Erscheinungsbild von Cellulite zu verbessern. Die Haut wirkt durch sie insgesamt gleichmäßiger und praller. Wichtig ist eine konsequente Anwendung, am besten in Verbindung mit einer Massage.

Massage

Regelmäßige Massagen können Cellulite tatsächlich erheblich verringern. Wichtig ist hierbei die Technik: Nehmt einzelne Hautpartien zwischen Daumen und Zeigefinger und hebt die Haut an. Diese sogenannte Zupfmassage regt die Durchblutung an, wodurch die Haut gestrafft wird. Wer noch ein bisschen mehr tun möchte, benutzt unter der Dusche eine Noppenbürste oder Peelinghandschuhe und massiert beim Einseifen die Haut in kreisförmigen Bewegungen.

Wechselduschen

Besonders effektiv, um Orangenhaut zu minimieren, sind Wechselduschen. Auch sie regen die Durchblutung und den Fettstoffwechsel an. Am besten ihr wechselt zwei- bis dreimal hintereinander zwischen heißem und kaltem Wasser und beendet das Ganze mit einer eiskalten Dusche. Bonus: Ihr seid sofort erfrischt und wach und könnt perfekt in den Tag starten!

Oh, eins noch zum Thema Cellulite bekämpfen….

Ihr seht: Es ist zwar nicht ganz so easy, aber wenn ihr die oben genannten Dinge beachtet, könnt ihr euch sicher sein, eurer Haut nicht nur etwas Gutes zu tun, sondern auch Cellulite zu vermeiden oder sichtbar zu verringern.

Eins möchten wir aber noch loswerden…

Mädels, hört auf euren Körper zu hassen! Glaubt uns: Das lohnt sich nicht! Vor allem nicht wegen ein paar (oder ein paar mehr) Dellen. Seht euren Körper lieber als etwas Tolles, Liebenswertes und Vollkommenes – etwas, das liebevoll gepflegt wird und sanft in eine gesunde und strahlende Richtung geleitet wird. Massiert die Stellen, die Cellulite haben täglich und seht es als eine Art Ritual an. Aber nicht, um euren Körper zu bestrafen – weil er die ja ach so blöden Dellen produziert hat – sondern, um ihm etwas Gutes zu tun und ganz nebenbei das Erscheinungsbild der Haut zu verbessern. So machen wir alle einen riesigen Schritt in die richtige Richtung. Oh Yes! From Body Shaming to Self Respekt! We love it!

Bewerten
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Bitte gebe deine Bewertung ein
Loading...
Kommentiere diesen Beitrag
http://
Kommentare zu diesem Beitrag
2 Kommentare
zora
Dienstag, 18. Oktober 2016, 17:52 Uhr

Was für ein herzerfrischend ehrlicher und Mut machender Artikel. Und so unterhaltsam. Ich hab geschmunzelt. Danke!

Antworten
    Cathrin
    Freitag, 4. November 2016, 15:08 Uhr

    Liebe Zora,

    vielen Dank für deine lieben Worte. Es freut uns natürlich sehr, dass dir der Artikel gefallen hat!! :)

    Xx Cathrin