Babyboom Nails: Hier kommt die French Maniküre 2.0

Babyboomer Nails: Frauen Hand sucht Kunstnägel aus
Montag, 20. Juli 2020, 12:32

Auch wir staunen manchmal nicht schlecht, wenn wir die Namen der neuesten Beautytrends hören. Babyboom Nails? Was ist das denn schon wieder Abgefahrenes? Im ersten Moment haben wir auf pastellige Farben getippt. Oder verewigt man jetzt etwa den Namen seines Babys auf den Nägeln?

Nope! Babyboom-Nägel sind nichts anderes als eine neue Variante der French Nails – ahaaa! Und warum die zartrosafarbenen Nägel so heißen, erfahrt ihr heute bei uns.

Das macht die Babyboom Nails aus

O. K., Babyboomer Nails sind also eine moderne Variante der French Nails, die mit einem zarten Ombré-Look begeistern. Ein zartes Rosé geht hier fließend in weiße Spitzen über und sorgt so für ein besonders natürliches Erscheinungsbild. Aber was hat der Nageltrend der Stunde denn mit einem Babyboom zu tun? Ganz einfach: Extra gepflegte und natürlich aussehende Nägel waren eines DER Schönheitsideale in den 50er-Jahren, die ganz nebenbei auch als Babyboom-Jahre bezeichnet werden.

Auf einen Farbverlauf haben die Damen damals natürlich verzichtet. Dieser sorgt aber heute für die perfekte Mischung aus Retro-Flair und einem modernen Nageldesign. Wenn euch die All-Natural-Variante zu öde ist, könnt ihr eure Babyboomer Nails auch pimpen. So gibt es Varianten mit Glitzer, mit farbigen Spitzen, und sogar Babyboom-Nägel in Matt sind möglich. Letztere wirken besonders natürlich, da sie dem unlackierten Nagel am ähnlichsten sehen, eben nur ein wenig optimiert und geglättet.

Natürlich gelingen die Nails im Balayaga-Look am einfachsten, wenn ihr euch von einem Profi helfen lasst. Für den originalen Look braucht es nämlich einen Nagelaufbau mit Gel. Wenn ihr möchtet, gibt es aber auch die Gelvariante, die durch UV-Strahlen gehärtet wird, für den Hausgebrauch. Dann wollen wir uns mal als Nächstes ansehen, wie die Gelvariante funktioniert und was ihr sonst noch für Möglichkeiten habt, damit eure Nägel à la Babyboom gelingen.

Babyboom Nails selber machen – so gehts

1. Die Maniküre

Jedem gelungenen Nageldesign liegt eine ordentliche Maniküre zugrunde. Hierfür werden die Nägel in eure gewünschte Form gebracht. Da es die Babyboom Nails in allen Varianten gibt, könnt ihr hier frei zwischen kurz, lang, eckig, rund oder spitz entscheiden.

Nachdem die Nägel gefeilt wurden, ist die Nagelhaut an der Reihe. Ihr könnt sie beispielsweise mit einem speziellen Cuticle-Öl weicher machen, um das Zurückschieben zu erleichtern. Wenn ihr eure Nagelhaut kürzen wollt, solltet ihr bitte sehr vorsichtig vorgehen, um Verletzungen zu vermeiden.

Vergesst nicht, zum Schluss eine feuchtigkeitsspendende Handpflege zu verwenden, damit eure Haut schön geschmeidig wird. Seid ihr damit fertig, folgt die Vorbereitung der Nägel an sich. Diese unterscheidet sich je nach Anwendung ein wenig.

2. Babyboomer Nails mit Gel

Wie schon gesagt, der Ombré-Look mit Gel sorgt für das beste Ergebnis, ist aber auch am aufwendigsten. Möchtet ihr euch trotzdem an diese Variante heranwagen, solltet ihr vorgehen, wie im Folgenden beschrieben.

Das braucht ihr:

  • Einen Buffer
  • Eine Nagelfeile
  • Eine UV-Lampe zum Härten
  • Gellack in Weiß
  • Gellack in Rosa
  • Grundier- und Übergel
  • Einen speziellen Gelpinsel

Die Vorbereitung:

Zunächst befreit ihr eure Nägel von eventuellen Lackrückständen und Fett. Nehmt im Anschluss den Buffer zur Hand und raut hiermit in sanften Bewegungen eure Nägel leicht an. Dies ist notwendig, damit die Gellacke besser haften können. Streicht hierfür locker vom Nagelbett in Richtung Nagelspitze und achtet darauf, nicht die Richtung zu wechseln!

Die Anwendung:

  1. Maniküren mit Gel werden schichtweise aufgebaut. Gestartet wird mit dem Unterlack. Appliziert eine dünne Schicht und lasst sie laut Verpackung unter der UV-Lampe aushärten.
  2. Nun ist das weiße Gel dran. Tragt es am oberen Nagelrand mithilfe des Pinsels auf und lasst es in Richtung des Nagelbetts auslaufen. Dies gelingt, indem ihr das Gel mit ein wenig Druck in Form bringt. Nutzt nicht zu viel Produkt, da das finale Ergebnis sonst zu künstlich wirkt. Anschließend wird auch diese Schicht wieder laut Vorgaben gehärtet.
  3. Als Drittes folgt das roséfarbene Gel. Dieses wird nun auf den gesamten Nagel, also zunächst auch über dem weißen Bereich, aufgetragen. Was folgt, ist ein erneutes Härten mithilfe der UV-Lampe.
  4. Im Anschluss wird der Nagel in Form gebracht. Dies ist wichtig, da insbesondere die Nagelspitze durch das Gel schnell aus der Form kommt. Feilt nun also eure Nägel. Achtung, wichtig: Mit der Feile wird auch die Nageloberfläche, also das Gel an sich, leicht abgefeilt. Dadurch tragt ihr sanft ein wenig des roséfarbenen Lacks wieder ab, wodurch die weiße Gelspitze, die ihr ja zunächst überlackiert habt, wieder zum Vorschein kommt und der Übergang der Farben weicher wirkt.
  5. Fertig gefeilt? Dann kommt zum Schluss noch der Überlack zum Einsatz. Auch dieser muss final noch einmal ausgehärtet werden.

3. French Maniküre 2.0 mit normalem Nagellack

Nicht ganz so fließend, dafür aber deutlich einfacher ist es, eure Nägel mit normalem Nagellack zu lackieren. Hierfür benötigt ihr außerdem weniger Utensilien. Tipp: Es gibt spezielle Peel-off-Produkte, die ihr rund um euren Nagel herum auftragen könnt. Wenn ihr nun ein wenig übermalt, ist dies kein Problem, da überschüssige Farbe am Ende einfach mit abgezogen werden kann.

Das braucht ihr:

  • Einen Buffer
  • Nagellack in Weiß. Sucht hier gerne einen mit weniger Deckkraft aus.
  • Nagellack in einem natürlichen Rosé
  • Ein Kosmetikschwämmchen
  • Einen transparenten Über- und Unterlack

Die Vorbereitung:

Sollten trotz Maniküre noch Unebenheiten zu fühlen sein, könnt ihr zu Beginn eure Nägel ganz vorsichtig mit einem Buffer anschleifen und sie dadurch ein wenig glätten. Startet nun wieder damit, eure Nägel von Rückständen zu befreien, damit die Lacke gut haften und ihr länger etwas von eurem Nageldesign im Babyboom-Look habt.

Die Anwendung:

  1. Appliziert eine dünne Schicht des durchsichtigen Unterlacks.
  2. Nun wird auf den unteren zwei Dritteln des Nagels der Rosélack aufgetragen – direkt gefolgt vom weißen Lack, den ihr auf der Nagelspitze verteilt.
  3. Jetzt kommt das Schwämmchen zum Einsatz. Tupft mit diesem mehrfach sanft von unten in Richtung Nagelspitze, um den Übergang zwischen Rosa und Weiß zu verblenden. Lasst euch hierfür nicht zu viel Zeit, da die Lacke trocknen und der Übergang sonst weniger fließend aussehen wird.
  4. Zum Schluss tragt ihr den transparenten Überlack auf. Dieser sorgt nicht nur für mehr Haltbarkeit, sondern wirkt zusätzlich wie ein Weichzeichner und trickst den Farbverlauf eurer Balayage-Nails noch ein wenig geschmeidiger.

4. Babyboom Nails zum Aufkleben

Definitiv ein echter Last-Minute-Tipp für alle, die wenig Zeit haben. Spontanes Date oder unerwartetes Meeting, und eure Nägel sehen so lala aus? Dann aufgepasst!

Das braucht ihr:

  • Nägel im Babyboom-Style zum Aufkleben
  • Je nach Produkt eventuell Nagelkleber

Die Vorbereitung:

Eure Nägel sollten wie bei allen Anwendungen frei von Fett, Fusseln und Öl sein. Mehr gibt es hier ansonsten nicht zu beachten.

Die Anwendung:

Ihr arbeitet euch Nagel für Nagel vor: Sucht die zum jeweiligen Finger gehörende Nagelgröße aus der Packung heraus und appliziert sie möglichst gerade auf eurem Naturnagel. Die meisten Klebenägel haben bereits eine haftende Schicht an der Innenseite. Manchmal müsst ihr vorher den Kleber noch selbst auftragen.

Drückt den Nagel für einige Sekunden mit ein wenig Druck an, und fertig seid ihr auch schon. Easy, oder?

Die Dos and Don’ts

Dos

  • Verwendet pastellige Töne für den perfekten Babyboom-Look.
  • Setzt auf eine ausgiebige Maniküre, um das Nageldesign abzurunden.
  • Ein kleiner Farbakzent oder Glitzer wirkt besonders.
  • Testet verschiedene Nagellängen, um unterschiedliche Looks zu erzielen.

Don’ts

  • Schlecht gemachte, zu dicke Gelnägel sind ein No-Go. Wenn ihr keine Übung habt, solltet ihr lieber einen Profi ranlassen.
  • Harte Farbübergänge stören das Bild und wirken weniger natürlich.
  • Neonfarben haben bei euren Babyboom Nails nichts zu suchen.

Cool: Die neuen French Nails aka Babyboom-Nägel haben gar nicht mehr den leicht trashigen Look, wie es in den 90er-Jahren noch der Fall war! Wir testen gleich mal eine Variante aus. Welche ist eure liebste?

XX, Die Redaktion

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