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Motorradhelme

 

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Jethelm, Germot, »GM 146«
Jethelm, Germot, »GM 630«

Jethelm, Riviera V2+, Caberg, »ITALIA«

Integralhelm, Germot, »GM 206«



















Kaufberatung Motorradhelme

Hochwertige Helme schützen Ihren Kopf

Übers lange Wochenende steht ein Kurzurlaub an. Endlich wieder das Motorrad startklar machen und sich auf gemütliche Ausfahrten mit Freunden freuen. Dieses Mal ist eine Tour in den Bergen geplant. Ganz oben auf der Liste steht da ein passender Motorradhelm, der den Kopf vor Verletzungen schützt. Im folgenden Ratgeber lesen Sie, welche Varianten von Motorradhelmen es gibt und was Sie beim Kauf beachten sollten.

 

Inhaltsverzeichnis

Mehr Schutz auf dem Motorrad
Helme für Ihr Fahrerlebnis – diese Arten gibt es
So klappt die Auswahl
So bleibt Ihr Helm lange funktionstüchtig
Fazit: Gut geschützt zum nächsten Ausflug

 

Mehr Schutz auf dem Motorrad

Motorradhelme sind ein wichtiger Teil der Motorrad-Schutzkleidung für Motorradfahrer. Auf dem Motorrad sind Sie höheren Gefahren ausgesetzt als etwa im Auto. Hier gibt es keine Knautschzone und bei ungünstigen Bodenverhältnissen wie Nässe oder Schmutz erhöht sich die Sturzgefahr. Zudem werden Motorradfahrer leicht übersehen. Um Ihren Kopf bei einem Sturz zu schützen, ist ein Motorradhelm vorgeschrieben.

 

Helme für Ihr Fahrerlebnis – diese Arten gibt es

Je nach Fahrstil und Einsatzzweck finden Sie unterschiedliche Helmarten. Lesen Sie hier, welche Vorteile die jeweiligen Motorradhelme haben.

Integralhelme

Integralhelme sind nicht nur die bekanntesten unter den Helmarten, sie gelten im Straßenverkehr auch als besonders sicher. Sie besitzen ein festes Kinnteil und ein aufklappbares Visier. Dem oftmals kritisierten hohen Gewicht setzen Hersteller heute innovative Konstruktionen aus besonders leichten Materialien entgegen, die meist weniger als 1.500 g wiegen.

Die sportliche Variante dieser Helmart ist der sogenannte Sport-Integralhelm, der häufig einen oder mehrere Spoiler, ein getöntes oder verspiegeltes Helmvisiere und eine aufwendigere Lackierung besitzt. Integralhelme sind so konstruiert, dass der Wind auch bei hohen Geschwindigkeiten gut vorbeigleiten kann. Der geringe Windwiderstand sorgt dafür, dass der Nacken des Fahrers entspannt bleibt.

Klapphelme

Rein äußerlich ähneln Klapphelme den Integralhelmen, allerdings ist das Kinnteil klappbar. Der Kinnschutz inklusive Visier lässt sich bequem nach oben schieben und fixieren. Das ist besonders während kurzer Trink- oder Raucherpausen oder beim Tanken vorteilhaft, weil es dann nicht notwendig ist, den gesamten Helm abzusetzen. Für Brillenträger sind Klapphelme besser geeignet. Sie bieten der Sehhilfe beim Auf- und Absetzen den notwendigen Raum. Klapphelme schneiden in Produkttests regelmäßig fast genauso gut ab wie Integralhelme.

Cross- und Endurohelme

Diese Art von Motorradhelmen ist speziell für das Fahren von Motocross-Rädern und Enduromaschinen konzipiert. Der Unterschied zum Integralhelm besteht drin, dass Kinn- und Stirnpartie weit nach vorn gezogen sind, was für eine bessere Belüftung sorgt und den Fahrer in gewissem Maß vor aufgewirbeltem Dreck schützt. Im Vergleich zu Crosshelmen sind Endurohelme für längere Fahrten besser geeignet. Ihre Kinnpartie ist nicht ganz so weit nach vorn gezogen. Der windanfällige Schirm lässt sich zumeist abnehmen. Der Fahrer hat dann die Wahl, ob er mit Schirm inklusive Visier oder mit Motorradbrille fahren möchte.

Jethelme

Diese Motorradhelme besitzen kein Kinnteil, dafür häufig ein größeres Visier. Kiefer, Zähne und Kinn sind demnach nicht geschützt. Aufgrund ihrer Konstruktion sind sie nicht für hohe Geschwindigkeiten geeignet. Dafür umweht viel Frischluft das Gesicht. Jethelme sind besonders bei Chopper- und Rollerfahrern beliebt, weshalb sie oft auch als Mopedhelme bezeichnet werden. Jethelme gibt es sowohl in modernen Designs als auch in zahlreichen Retrovarianten zu kaufen.

Multihelme

Falls Sie sich für einen Multihelm entscheiden, kaufen Sie ein Produkt, das die Eigenschaften eines Integral- und eines Jethelmes in sich vereint. Diese Helme lassen sich nämlich umbauen, indem sich beispielsweise das Kinnteil abmontieren lässt. Je nach Witterung können Sie wählen, ob Sie geschlossen und trocken oder doch lieber luftig fahren möchten. Nachdem das Kinnteil abgenommen ist, passt ein Multihelm gut in einen Koffer oder ins Helmfach.

 

So klappt die Auswahl

Nachdem Sie sich für die Art des Helmes entschieden haben, der zu Ihrem Motorrad, Moped oder Mofa sowie zu Ihrer Fahrweise passt, sollten Sie auf folgende Punkte achten:

Die richtige Passform

Ihr neuer Helm sollte in erster Linie richtig sitzen. Er soll eng anliegen, ohne zu drücken oder gar Schmerzen zu verursachen. Um Ihre Helmgröße zu bestimmen, legen Sie ein Maßband um die dickste Stelle Ihres Kopfs. Dieser Bereich liegt meistens oberhalb der Ohren. Lesen Sie in den Produktbeschreibungen, welche Größe welchem Kopfumfang zugeordnet ist – sie können von Hersteller zu Hersteller variieren.

Mit dem Zweifingertest können Sie prüfen, ob Ihr neuer Helm passt: Dazu sollten noch zwei Finger unter den Helm passen. Falls Sie eine Brille tragen, sollten Sie Ihren neuen Helm mit Brille anprobieren. Lassen Sie den Helm ruhig einige Zeit zum Testen auf. So lassen sich mögliche Druckstellen schneller finden.

Innenpolster und Riemen

Weiche Helmpolster, die sich aus der Helmschale herausnehmen lassen, sind nicht nur komfortabel, sondern auch hygienisch. Die meisten herausnehmbaren Polster lassen sich waschen. Damit sie nicht drücken, sollten die Kanten der Kinnriemen gepolstert sein. Außerdem sollten sich sowohl der Verschluss am Kinn als auch das Visier und andere Belüftungsmöglichkeiten auch mit Handschuhen öffnen lassen.

Tipp: Immer mehr Hersteller gehen dazu über, neben den Ohren Platz für nachrüstbare Lautsprecher oder Bluetooth-Geräte zu lassen. Falls Sie an derartiger Technik interessiert sind, lohnt es sich, gezielt hinzuschauen und darauf zu achten.

Das Visier

Bei der Auswahl des richtigen Motorradhelmes spielt das Visier eine entscheidende Rolle. Schließlich schützt es Augen, Nase und Mund vor Insekten, Wind, Regen und Sonne. Wichtige Qualitätsmerkmale sind die optische Beschaffenheit, Entspiegelung, Beschlagneigung sowie der Komfort und das Rasten beim Öffnen und Schließen.

Der Schutz

Von außen können Laien nur schwer erkennen, welche Sicherheit ein Motorradhelm bietet. Es empfiehlt sich deshalb, Berichte von Verbraucherorganisationen oder vom ADAC zu lesen oder sich über Kundenmeinungen zum favorisierten Produkt genauer zu informieren. Eine gewisse Sicherheit bieten diverse ECE-Regelungen, die eine Reihe von Normen umfassen. Ein ECE-geprüfter Helm garantiert unter anderem ausreichend Stoßfestigkeit, eine gewisse Innenausstattung und ein Visier, das genügend Sicht bietet. Geprüfte Sicherheit bieten Motorradhelme mit der Kennzeichnung ECE R 22.05.

Zusätzlich sollten Sie auf eine gute Verarbeitungsqualität achten, weil diese bereits Rückschlüsse auf die Lebensdauer des Helmes zulässt. Sich bereits lösende Klebepunkte oder Mängel am oberen Visierabschluss sind nicht nur unschön, sondern wirken sich auch negativ auf die Sicherheit aus.

Die Lackierung

Ist Ihnen die Optik wichtig? Kein Problem – Motorradhelme gibt es mit verschiedensten Dekoren, matt oder glänzend. Falls Sie eine individuelle Gestaltung wünschen, sollten Sie einen Helm wählen, dessen Schale zum Lackieren geeignet ist. Außerdem können bestimmte Schalen oft nur mit speziellen Lacken gestrichen werden, sodass es besser ist, eine Fachwerkstatt mit dem Lackieren zu beauftragen, als selbst Hand anzulegen. Eine gute Alternative zum Lackieren ist das Folieren, das inzwischen zahlreiche Werkstätten und Werbeunternehmen beherrschen. Falls Sie auf Sicherheit setzen, sollten Sie helle, auffallende Lackierungen bzw. Folien wählen. Damit werden Sie von anderen Verkehrsteilnehmern besser wahrgenommen.

Für Brillenträger

Sofern Sie auf eine Sehhilfe angewiesen sind, sollten Sie darauf achten, dass der von Ihnen favorisierte Motorradhelm auch für Brillenträger geeignet ist. Pauschale Aussagen sind hier leider nicht möglich. Allerdings funktionieren Klapphelme in aller Regel am besten, weil sie der Brille mehr Platz bieten. Laut ADAC eignen sich Brillen mit schmalen Fassungsrändern und höheren Bügeln besser zum Zweiradfahren, weil sie das seitliche Blickfeld weniger stark einschränken. Zudem empfehlen sich Kunststoffgläser. Sie bieten im Falle eines Unfalls den Augen gewissen Schutz, während Glas zersplittert und die Augen verletzen kann.

 

So bleibt Ihr Helm lange funktionstüchtig

Im Folgenden ein paar Tipps zu Lebensdauer und Pflege Ihres Helms, damit Sie lange Freude an ihm haben.

  • Saisonstart: Prüfen Sie Visier, Kinnriemen und Gurtschloss. Wenn das Visier zerkratzt ist, sollten Sie es austauschen.
  • Reinigen: Milde Seifenlauge und ein weiches Tuch sind vollkommen ausreichend. Verwenden Sie niemals Lösungsmittel oder aggressive Putzmittel, weil sie den Lack angreifen könnten.
  • Lebensdauer: Kein Helm hält ein Leben lang. Sowohl die Schale als auch das Polster altern und verlieren somit an Stabilität. Experten empfehlen, einen regelmäßig genutzten Motorradhelm nach rund fünf Jahren durch einen neuen zu ersetzen.
  • Austauschen: Nach einem Sturz sollten Sie den Helm entsorgen und sich einen neuen kaufen. Selbst wenn keine Schäden sichtbar sind, können feine Haarrisse entstanden oder kann die Innenschale gestaucht sein.

 

Fazit: Gut geschützt zum nächsten Ausflug

Mit einem passenden Motorradhelm ist Ihr Kopf auf dem Motorrad geschützt. Da es beim Motorrad keine Knautschzone gibt und Sie damit leichter übersehen werden, ist die Verletzungsgefahr bei einem Unfall höher als beim Autofahren. Lesen Sie in der Zusammenfassung, welche Motorradhelme empfehlenswert sind und auf welche Prüfsiegel Sie achten sollten:

  • Integralhelme mit geschlossenem Kinnelement gelten als besonders zuverlässig und eignen sich daher für alle Motorradfahrer, die sich sicher durch den Straßenverkehr bewegen wollen.
  • Roller- und Mopedfahrer, die sich nur für kurze und langsame Strecken auf ihren Roller schwingen, bevorzugen häufig den etwas luftigeren Jethelm, der jedoch keinen Kinnschutz hat.
  • Für Brillenträger haben sich Klapphelme bewährt.
  • Bei Multihelmen können Sie das Kinnteil abmontieren und den Helm sowohl als Integral- als auch als Jethelm verwenden.
  • Achten Sie beim Kauf eines Motorradhelms auf das ECE-Zeichen: Die aktuelle Norm lautet ECE-R 22.05.
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