Zeit zu zelten: Campen mit Kindern

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Seid ihr schon mal mit kleinen Kindern zelten gewesen? Wir haben es letztes Jahr zum ersten Mal versucht. Also ich als absoluter Campingverweigerer habe den Vorschlag gemacht, dass wir doch mal mit unseren Kindern auf einem Zeltplatz Urlaub machen sollten. Mein Mann hat mich nur ungläubig angeschaut. Man muss allerdings dazu sagen, dass es eine Vorgeschichte gibt, die ihn zu diesem Blick berechtigte. Kurz nach dem Abitur haben wir mit Freunden eine Kanutour auf der Warnow gemacht. Es war eingeplant, dass wir eine Übernachtung im Zelt dabei haben. Ich habe sogar mein Zelt aufgebaut und war total motiviert. Irgendwann abends wurde es mir aber zu nass (es hat übrigens nicht geregnet), zu kalt (die Temperaturen lagen im zweistelligen Bereich) und zu unbequem. Ich habe dann meinen Papa angerufen und er hat mich abgeholt, damit ich in meinem Bett schlafen kann. Ich sage nur „der liebste Papa der Welt“. Danach hatte ich nie wieder einen Gedanken an das Zelten verschwendet.

Campingfeuer

Etwa zehn Jahre später hatten wir zwei Kinder im Alter von zwei und vier Jahren. Auf einmal hatte ich das Gefühl, dass uns als Familie etwas Abenteuer und Natur ganz gut tun würden. Also bin ich auf die Idee gekommen zu zelten und habe meine bisherigen Erfahrungen verdrängt. Bevor es losging, habe ich mich auf die Suche nach der richtigen Ausrüstung gemacht.

Fast unterm Sternenhimmel: Die Wahl des passenden Zeltes für Eltern und Kinder

Bei der Auswahl des Zeltes haben wir darauf geachtet, dass es zwei Schlafkammern gibt. So hatte jedes Kind sein eigenes „Zimmer“ und hat dieses entweder mit mir oder meinem Mann geteilt. Wenn die beiden etwas größer sind, kann man auch gut eine Schlafkammer für die Eltern und eine für die Kinder nutzen. Zwischen diesen beiden Schlafbereichen gab es noch eine Art Stauraum, den wir als Wohnzimmer genutzt haben. Wir mussten beim Naschen allerdings verdammt leise sein, da es sonst immer sofort sehr vorwurfsvoll hieß „Was esst ihr da?“. Ebenfalls wichtig sind ein guter Schlafsack und eine Isomatte, die vor der Kälte von unten schützt. Auch im Sommer kann es sich plötzlich abkühlen und es ist verdammt unangenehm, wenn man vom Boden her zu frieren beginnt.

Zeltplatz

Was wir beim letzten Mal nicht dabei hatten waren Campingtisch und –stühle. Wir dachten man kann auch auf einer Picknickdecke essen. Ja, kann man. Ist aber auf Dauer echt nervig und unpraktisch, da ständig alle Schüsseln und Becher umgekippt sind. Damit ihr beim Essen nicht auf Plastikgeschirr zurückgreifen müsst, nutzt welches aus Bambus. Wir haben uns bunte Teller und Schüsseln gekauft, die wir auch so im Alltag gerne benutzen, da sie so hübsch sind. Alles andere haben wir einfach aus unserer Küche mitgenommen. Ebenfalls praktisch sind viele Kisten. Hier kommt man besser an die Sachen, als wenn alles in Taschen oder Koffern verstaut ist. Ach ja, die Wäscheleine nicht zu vergessen. Diese war bei uns ständig belegt.

Schöner Ort: Welcher Campingplatz passt zu meiner Familie?

Bei der Auswahl des Campingplatzes gibt es einige Punkte, auf die ihr achten solltet, wenn ihr mit kleinen Kindern unterwegs seid. Gebt bei der Buchung an, dass ihr in den Bereich für Familien wollt. Hier ist es leiser und es gibt keine wilden Partys von Jugendlichen. Ebenfalls wichtig ist es, dass die Toiletten nicht zu weit weg sind. Wenn ein fast Dreijähriger nachts sagt, dass er mal muss und du mit ihm über den halben Platz musst, ist das nicht lustig. Glaubt mir! Und wenn die Kinder mal einen kreativen Durchhänger haben und nicht mehr wissen, was sie mit der ganzen Natur anfangen sollen, habe ich euch hier ein paar schöne Ideen für Spiele im Freien zusammen getragen.

Blick in den Wald

Wenn ihr noch auf der Suche nach dem passenden Campingplatz seid, dann kann ich euch die Seite von Ecocamping e.V. ans Herz legen. Hier gibt es eine Übersicht von Campingplätzen, die nachhaltig Handeln und naturnah gestaltet sind. Allerdings kann ich nicht erkennen, wie aktuell die Auflistung ist. Ein toller Überblick ist es dennoch. Unsere Campingzeit geht nun in die zweite Runde und wir freuen uns darauf. Und man sieht, aus einem All-Inclusive-Fan wie mir, kann eine echte Camping-Heldin werden.

Hallo, ich bin Christiane. Auf meinem Mama-Blog StyleMom geht es seit Anfang 2014 um die Themen Mode, Lifestyle und Beauty für Mütter und ihre Kinder. Seit einigen Jahren verzichten wir weitestgehend auf Produkte, die in Kunststoff verpackt sind. Am Anfang war dies eine echte Herausforderung, aber Schritt für Schritt haben wir es geschafft, dass der gelbe Sack immer weniger gefüllt war. Außerdem essen wir am liebsten das Obst und Gemüse von unserem Bio-Bauern des Vertrauens und leben auch sonst sehr umweltbewusst. Sehen wir aus wie eine klischeehafte Ökofamilie? Nein! Auf meinem Mama-Blog für den nachhaltigen Familienalltag ist es mir wichtig euch zu zeigen, dass die schönen Dinge des Lebens mit sozialer und ökologischer Verantwortung vereinbar sind. Denn wir Eltern bringen unseren Kindern bei, Verantwortung gegenüber sich selbst, seinen Mitmenschen und der Umwelt zu übernehmen.

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