Leicht aber massiv: Möbel aus Pappe von ROOM IN A BOX

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„Duu­uu, kannst du mir beim Umzug helfen? Ist dieses Mal auch gar nicht so viel.“ Meine Fre­unde kön­nen diesen Satz längst nicht mehr hören. Eine gehörige Por­tion Hum­meln im Mors bescherte mir Stu­di­en­platzwech­sel, Aus­landsse­mes­ter und Prak­ti­ka an den unter­schiedlich­sten Orten – und somit auch eine gute Hand­voll Umzüge. Umziehen an sich ist schon eine Anstren­gung für alle Beteiligten. Bei mir kom­men noch erschw­erend meine Lieblingsstücke hinzu: das große Segelschiff-Gemälde vom Flohmarkt, die gute Florentiner-Lampe und ein paar antike Stücke von Oma’s Dachbo­den. Hier nenne ich stel­lvertre­tend mal den riesi­gen Klei­der­schrank mit mas­sivem Unter­bau (nein, man kann ihn nicht auseinan­der nehmen!), den Esstisch mit den geschwun­genen Beinen, und meinen Nacht­tisch, mit Mar­mor­plat­te. Sor­ry, Fre­unde! Aber mir ist es nun mal wichtig, mich in meinem Zuhause wohlzufühlen.

Möbel aus Pappe – Umziehen leicht gemacht

Für die näch­sten Jahre ist der Heimath­afen Ham­burg erst­mal safe; für meine Fre­unde ist also erst­mal Dur­chat­men ange­sagt. Aber viel Schweiß hätte ges­part wer­den kön­nen, wenn es dieses junge Unternehmen schon ein paar Jahre eher gegeben hätte: ROOM IN A BOX. Alle Men­schen mit ähn­lich mobilen Lebens- bzw. Studienzeit-Entwürfen wie ich, soll­ten sich die drei Jungs, die hin­ter ROOM IN A BOX steck­en, mal näher anse­hen.

Roominabox_Team

© ROOM IN A BOX

Die Idee hinter Room in a Box

Denn, Lionel Palm, Ger­ald Dis­sen und Chris­t­ian Hilse (s. o.) pro­duzieren: Papp­mö­bel. Papp­mö­bel? Möbel aus Pappe? Ja genau. Die über­leben ja nur eine Par­ty, habe ich gedacht, als ich davon las. Das geht wohl den meis­ten Leuten so, die keine Ahnung davon haben, wie mas­siv Pappe sein kann; beson­ders wenn sie in Form von Well­pappe oder Wabenkar­ton daher kommt. Sie ist so sta­bil, dass man daraus sog­ar ein Bett bauen kann, so wie das Team von ROOM IN A BOX, das die Idee dazu hat­te, als sie vor gut drei Jahren auf ein­er Nach­haltigkeitsmesse in Berlin unter­wegs waren. Dort sahen sie ein Konzept­mö­bel der Berlin­er Stadtreini­gung, einen Ses­sel aus Pappe – das hat nach­haltig beein­druckt und unternehmerische Energie freige­set­zt. Los ging es dann erst­mal mit Outofthebox-Whiteboards, kurz darauf wurde ein eigen­er Schnei­d­plot­ter angeschafft, um pro­fes­sioneller arbeit­en zu kön­nen.

Roominabox_Bett_hochkant

© ROOM IN A BOX

Mein Bett aus Pappe

Und dann war er da: der erste Entwurf für ein Bett aus Pappe! Dieses Bett lässt sich wie eine Ziehhar­moni­ka auseinan­der­fal­ten, wieder ver­pack­en und sog­ar per Post ver­schick­en. Crowd­fund­ing macht es heutzu­tage möglich, schnell Unter­stützer für sein eigenes Pro­jekt zu find­en und das ermöglichte auch ROOM IN A BOX, mit dem Bett in Pro­duk­tion zu gehen.

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© ROOM IN A BOX

Ein weit­eres High­light sicher­lich: Die Ausze­ich­nung zum Kultur- und Kreativpi­loten 2014 im Namen der Bun­desregierung. Mit der Ausze­ich­nung wer­den junge Unternehmer (und solche, die es wer­den wollen) gefördert und bekom­men ein Men­tor­ing und medi­ale Aufmerk­samkeit. Hat funk­tion­iert! Es ist nicht bei einem Bett geblieben. ROOM IN A BOX pro­duzieren mit­tler­weile unter­schiedlich­ste Möbel, Lam­p­en und sog­ar Son­der­an­fer­ti­gun­gen.

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© ROOM IN A BOX

Pappe als nachhaltiger Werkstoff

Aber wie war das noch mal genau mit der Pappe? Was ist daran jet­zt so beson­ders und prak­tisch? Mir per­sön­lich wichtig: Die Pappe ist ein nach­haltiger Werk­stoff. Sie beste­ht zu 85 Prozent aus recycel­ten Papier­fasern und ist mit Mais­stärke verklebt. ROOM IN A BOX stellt seine Möbel außer­dem kom­plett in Deutsch­land her, auch die Well­pappe.

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© ROOM IN A BOX

Bei jedem Möbel­stück im Shop von ROOM IN A BOX kann man außer­dem ganz genau den „Umwelt­beitrag“ nach­le­sen – und zwar die Höhe der CO₂-Emissionen ver­glichen mit denen eines gle­ich schw­eren Möbel­stücks. Und wenn der näch­ste Umzug anste­ht, muss man keine Hem­mungen mehr haben, die Fre­unde um Hil­fe zu bit­ten: Sind die Möbel zusam­menge­fal­tet, kann selb­st der unsportlich­ste Men­sch das Ziehharmonika-Bett lock­er unter dem Arm tra­gen. Und vielle­icht sind die leicht­en und mobilen Papp­mö­bel auch genau das Richtige für Tiny Hous­es?

Meine per­sön­lichen Favoriten: Die Hock­er mit den neon-farbigen Druck­en in grün, orange, blau und magen­ta. Entwed­er als zusät­zliche Sitz­plätze auf der näch­sten (Einweihungs-) Par­ty oder als Kon­trast zum antiken Esstisch mein­er Oma.

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© ROOM IN A BOX

Titel­bild: © ROOM IN A BOX

Fashion Week Berlin: Der Guide für grüne Mode

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Fashion Week klingt nach Glanz und Glamour. Öko oder grüne Mode dagegen klingt für viele immer noch ein wenig nach Strenge und Stilverlust. Dass dem aber nicht so ist, kann man im Januar wieder einmal in Berlin sehen, denn dort findet vom 19. bis 22. Januar 2015 die Fashion Week statt. Mit dabei und mit stetigem Zuwachs an neuen Marken: Eco-Fashion. Wo es nachhaltige Mode zu sehen gibt, habe ich euch hier zusammen gestellt. Die meisten Messen und Schauen sind zwar Fachbesuchern vorbehalten, aber für euch habe ich zwei Laufstege gefunden, die Eco-Fashion für alle zeigen. Happy (Eco) Fashion Week!…

Hallöchen, ich bin Christina. Ich wollte schon von klein auf die Welt retten. Und zwar die ganze. Zugegeben, das grenzt an Größenwahnsinn. Als ich älter wurde, beschloss ich, erstmal bei...

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