Hausboote – Dauerhaft auf dem Wasser wohnen

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Wenn wir an die Nieder­lande und speziell an Ams­ter­dam denken, kom­men uns direkt zwei Dinge in den Sinn. Zum einen wären das die Coffeshops, die weitaus mehr in ihrem Reper­toire haben, als nur Kaf­fee, und zum anderen Haus­boote. Du weißt schon, diese tollen bun­ten Haus­boote mit ganz gemütlichen Chill Out Eckchen und vie­len Grünpflanzen an Deck, die in den Kanälen liegen, früher oft belächelt und als Wohn­sitz für Aussteiger abge­tan wur­den, heute aber sehr attrak­tiv sind und hoch gehan­delt wer­den. Wir haben mal geschaut, wie und wo man in Deutsch­land auf Haus­booten dauer­haft wohnen kann, welche Mod­elle es gibt, und ob das auch schon preis­lich ins Luxu­sseg­ment driftet oder noch halb­wegs für Otto-Normalverbraucher bezahlbar ist.

Hausboote – verschiedene Arten

Wie auch bei den Häusern an Land, kannst du mit­tler­weile auch bei Haus­booten alle erden­klichen Größen und For­men bekom­men. Natür­lich sind auch in Sachen Ausstat­tung, Autarkie und Luxus keine Gren­zen geset­zt. Wer tiny leben möchte und auch keine Unsum­men aus­geben will oder kann, ist mit einem kleinen Haus­boot bestens bedi­ent. Wenn es nicht dauer­haft an einem fes­ten Platz liegt und bewegt wer­den soll, ist ein klein­er Motor mit weniger als 15 PS und eine Länge unter 15 Metern zu empfehlen. Mit diesen Maßen fällt das Haus näm­lich unter die Kat­e­gorie „Sport­boot“ und kann ohne Führerschein bewegt wer­den. Allerd­ings musst du auch bei diesen kleinen Booten schon mit ein­er Investi­tion von 40000 Euro aufwärts für einen Neubau rech­nen. Größere Boote, die meist auf Stahl- oder Beton­pon­tons aufge­baut sind und auch nicht mehr unbe­d­ingt an die roman­tis­chen Haus­boote in Ams­ter­dam erin­nern, fall­en dann schon in die Preiskat­e­gorie eines Ein­fam­i­lien­haus­es an Land. In vie­len Städten, wie z.B. in Ham­burg, Duis­burg und Köln gibt es bere­its diese soge­nan­nten „float­ing homes“ und dort kannst du auch dauer­haft auf einem Boot wohnen.

Behördenkram – was muss man beachten?

Die bere­its erwäh­n­ten float­ing homes, die einen fes­ten Liege­platz und meist keinen eige­nen Antrieb haben, benöti­gen eine Bau­genehmi­gung, die von einem Architek­ten ein­gere­icht wer­den muss. Weit­er­hin muss ein genehmigter Liege­platz vorhan­den sein. Und das ist aus unser­er Sicht die größte Her­aus­forderung. Du kannst näm­lich nicht mal so eben mit dem Haus­boot auf einem Fluss ent­lang schip­pern, das Teil irgend­wo am Ufer fest­machen und dann dauer­haft dort wohnen. Obwohl viele Städte bere­its Liege­plätze für Haus­boote aus­gewiesen haben, ist das Ange­bot von Plätzen auf denen dauer­haftes Wohnen mit genehmigtem Erst­wohn­sitz erlaubt ist, eher ger­ing. Meist liegen diese auch nicht idyl­lisch irgend­wo im Grü­nen, son­dern oft­mals in Seit­enkanälen oder nicht mehr genutzten Häfen. Willst du nicht auf die bere­its aus­gewiese­nen Plätze zurück­greifen, son­dern einen Neuen genehmi­gen lassen, brauchst du einen lan­gen Atem und das entsprechende Kap­i­tal. Das Ver­fahren kann sich schnell über mehrere Jahre hinziehen und hohe Kosten im fün­f­stel­li­gen Bere­ich verur­sachen.

Ver- und Entsorgung, Strom, etc. – Wie funktioniert das auf einem Hausboot?

Die kleinen Haus­boote mit eigen­em Antrieb wer­den meist mehr oder weniger autark gebaut und betrieben, ver­gle­ich­bar mit Tiny Hous­es oder Wohn­wa­gen und Wohn­mo­bilen. Mit ein­er eige­nen Solaran­lage, Wasser­spe­ich­er, Kom­post­toi­lette und eventuell einem Hol­zofen als Heizung benöti­gen kleine Haus­boote nicht zwin­gend einen Hafen mit Infra­struk­tur, um an Wass­er und Strom angeschlossen zu wer­den. Die größeren fes­tliegen­den float­ing hous­es mit fes­tem Liege­platz wer­den meist über die dort vorhan­de­nen Anschlüsse ver­sorgt. Natür­lich kön­nen auch diese Häuser mehr oder weniger autark gebaut wer­den. Das hängt immer davon ab wie viel du investieren möcht­est.

Fazit:

Willst du mit einem Haus­boot dauer­haft und mit fes­tem Wohn­sitz auf dem Wass­er wohnen, soll­test du dich damit anfre­un­den, dass das kein gün­stiges Vergnü­gen ist und oft­mals mit vie­len Hür­den und Genehmigungs-Kram ver­bun­den ist. Willst du dir „nur“ ein kleines mobiles Haus­boot zule­gen oder sel­ber bauen, ähn­lich einem Tiny House an Land, wird es schw­er einen dauer­haften und roman­tis­chen Liege­platz zu find­en. Trotz aller Hür­den haben Haus­boote natür­lich ihren Reiz. Wenn dich der Gedanke nicht mehr loslässt, so ein Haus­boot dein Eigen zu nen­nen, kön­ntest du ja auch erst­mal für die Urlaub­szeit solch ein Haus auf dem Wass­er mieten und ganz bequem „abcheck­en“, ob das für dich auch als Dauer­wohn­sitz passen würde. Guck mal, neulich haben wir dir schon so ein tolles Hausboot-Feriendomizil vorgestellt.

Wenn du dann nach dem Urlaub fest­stellst, dass Haus­boote genau dein Ding sind, kannst du ja auch mal bei den ein­schlägi­gen Online-Kleinanzeigen-Portalen eine Suche nach gebraucht­en Haus­booten starten. Wir haben das auch mal spaße­shal­ber gemacht und ein paar nette kleine bezahlbare Haus­boote ent­deckt. Da find­et sich dann vielle­icht mit ein biss­chen Glück auch ein älter­er „Kahn“, der im Ausse­hen an die ein­gangs erwäh­n­ten Ams­ter­damer Haus­boote erin­nert.

Upcycling: Ideen für den Garten

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Blumenhandlungen und Gartencenter sind voll mit “alter” Deko im Shabby-Chic-Stil. Aber warum für teures Geld kaufen? Die Originale gibt es auf dem Sperrmüll, Bauschutt oder beim Trödelhändler: Alte Fahrräder, Stühle mit abblätterndem Lack, Altholz, Fliesenbruchstücke oder rostige Schaufeln und Sägeblätter. Alte Dinge verleihen mit ein paar Kniffen dem Garten einen besonderen Vintage-Charakter. Hier habe ich ein paar meiner Favoriten zusammengestellt.

Upcycling Ideen für den Garten: Kaputte Fliesen, Dachziegel und Backsteine Alte Fahrräder Alte Töpfe und Gießkannen Altes Holz  Schuhe als Blumentöpfe Schilder aus Rost und Metall

Kaputte Fliesen, Dachziegel und Backsteine

Mosaik Gartenweg DIY
Mit ausrangierten, kaputten Fliesen, Dachziegeln oder anderen…

Wir sind Sig und Sven und schreiben seit 2009 auf unserem Blog wohn-blogger.de über nachhaltige und alternative Wohnkonzepte gemixt mit DIY- und Upcycling-Ideen. Tiny Houses, umgebaute Schiffscontainer und Earthships haben...

Zum Autor

Henrik
Dienstag, 20. Februar 2018, 11:58 Uhr

Das nenn ich einen guten und sin­nvollen Artikel! Und ich kann sagen: ihr habt es geschafft, in mir einen Wun­sch zu weck­en, von dem ich nicht wusste, dass ich ihn habe… hihi erst mal wird es wohl ein Traum bleiben, aber momen­tan suchen wir ein neues Dom­izil in Leipzig. Es ist nicht so leicht, weshalb wir auch schon einen Mak­ler haben. Dem kön­nte man ja vielle­icht mal in die Gedanken spie­len und nach einem Spot am Kanal fra­gen, wo man ein Boot haben kön­nte…? Nur so ein Gedanke. 🙂
Ein beson­der­er Traum wäre für mich tat­säch­lich, ein Gebraucht­es zu kaufen und dann nach eige­nen Vorstel­lun­gen genau so zu bauen, wie ich es mir wün­sche…
hach­ja, im Som­mer muss das her­rlich sein!

Liebe Grüße,
Hen­rik