Kaufberatung Pflanzenextrakte
Heilung und Pflege mit Wirkstoffen aus der Natur
Das Wissen um die Wirkung von bestimmten Pflanzen oder Pflanzenteilen begleitet die Menschen verschiedener Kulturen schon lange Zeit. Mit immer ausgereifteren technischen Verfahren werden Pflanzenextrakte für natürliche Heilmittel und Pflegeprodukte gewonnen.
Inhaltsverzeichnis
> Was sind Pflanzenextrakte und wie werden sie gewonnen?
> Wie wirken sich Extrakte von Pflanzen auf die Gesundheit aus?
> Welche Extrakte sind gut für Immunsystem und Wohlbefinden?
> Wie verwende ich Pflanzenextrakte in der Hautpflege?
- Extrahieren bedeutet herauslösen, es werden also wirksame Bestandteile aus Pflanzen gelöst. Verwendet werden dafür ganze Pflanzen oder nur Blüten, Früchte, Blätter, Zweige, Wurzeln oder Samen.
- Für die Extraktion gibt es verschiedene Verfahren, die immer weiter entwickelt werden.
- Mazeration ist eine traditionelle Technik: Das Pflanzenmaterial wird dabei in einem Lösungsmittel eingeweicht. Häufig verwendete Auszugsmittel sind Wasser, Ethylalkohol oder Glycerin.
- Bei der Wasserdampfdestillation werden die Inhaltsstoffe durch Erhitzen und Kondensation gewonnen. Ätherische Öle können so als Pflanzenextrakte gelöst und abgeschöpft werden.
- Moderne, effiziente Verfahren sind die Extraktion mithilfe von Ultraschall-Vibration, Mikrowellen-Energie und, besonders schonend, die superkritische CO2-Extraktion.
- Pflanzenextrakte werden als getrocknetes Pulver oder als flüssige Tinktur verwendet.
- Kaufst du Pulver als Nahrungsergänzungsmittel in Kapselform, hast du eine klar definierte Konzentration und Dosierung.
- Um den internationalen GMP-Standards („Good Manufacturing Practices“) zu entsprechen, müssen Pflanzenextrakte hohe Qualitätskriterien erfüllen. Achte auf anerkannte Zertifizierungen.
- Kontrolliert werden dafür die Reinheit des verwendeten Pflanzenmaterials, das korrekte Herstellungsverfahren und die genaue Zusammensetzung der fertigen Gesundheitsprodukte.
Die Verdauung unterstützen
Mariendistel, Artischocke und Löwenzahnwurzel gelten als Extrakte für die Verdauungsgesundheit. In Kombination als Nahrungsergänzungsmittel sollen sie Völlegefühl lindern, die Fettverdauung fördern und der Leber dabei helfen, Giftstoffe wie Alkohol abzubauen.
Den Stoffwechsel anregen
Wer mit einem langsam arbeitenden Stoffwechsel abnehmen möchte, wird nicht mit viel Erfolg rechnen können. Der Extrakt Bromelain aus der Ananas ist dafür bekannt, dass er Stoffwechselvorgänge beschleunigen und damit den Abbau von eingelagertem Fett unterstützen soll.
Die Nerven beruhigen
Gegen das Gefühl von Überforderung und Stress sind Auszüge aus Lavendel ein beliebtes Mittel. Lavendelöl kann durch Destillation gewonnen und vielfältig eingesetzt werden. Wegen des angenehmen Duftes findet es auch in der Aromatherapie Anwendung.
Den Schlaf fördern
Auf botanische Extrakte von Baldrian, Hopfen, Melisse und Passionsblume setzen viele Menschen, die Schwierigkeiten mit dem Ein- und Durchschlafen haben. Verwendet werden sie in Form von Tees, Kapseln oder Badezusätzen.
Die Gefäßwände stärken
Auszüge aus Rosskastanie und rotem Weinlaub sind beliebte Mittel zur Stärkung der Beinvenen. Sowohl zum Einnehmen als auch in Form von Salbe zum Auftragen sollen sie eine gesunde Durchblutung der Gefäße unterstützen.
Infektionen vorbeugen
Um häufig wiederkehrenden Harnwegsinfektionen vorzubeugen, zählen viele Frauen auf eine reichliche Flüssigkeitszufuhr sowie die Pflanzenkraft von Cranberries in Form von Saft, Tabletten oder Kapseln.
Erkältungen behandeln
In Medikamenten zur Schleimlösung sind häufig Extrakte von Thymian, Eukalyptus, Anis, Süßholz oder Efeu enthalten. Die Phytotherapie, also die Verwendung pflanzlicher Heilmittel, ist im Fall von Erkältungen auch in der Schulmedizin oft die erste Wahl.
Frauenleiden lindern
Kräutertherapie und Pflanzenextrakte kommen bei vielen Frauenleiden zum Einsatz: zum Beispiel Mönchspfeffer gegen das prämenstruelle Syndrom, Traubensilberkerze als Östrogen-Ersatz oder Salbei-Auszüge gegen Schweißausbrüche und Hitzewallungen während der Menopause.
Die Energie steigern
Eine energie- und leistungssteigernde Wirkung wird dem Maca-Wurzelextrakt aus Südamerika zugeschrieben. Seine Inhaltsstoffe sollen unter anderem den Muskelaufbau unterstützen.
Moringa oleifera
Die Blätter des Meerrettichbaums werden als wahres Superfood gehandelt, denn sie enthalten nicht nur eine Vielzahl an Vitaminen und Mineralstoffen, sondern auch sekundäre Pflanzenstoffe und zellschützende Antioxidantien.
Ashwagandha
Als umfassendes Stärkungs- und Heilmittel gilt in der ayurvedischen Medizin Ashwagandha als Nahrungsergänzungsmittel. Die Wurzel der traditionellen indischen Heilpflanze, auch als Schlafbeere bekannt, soll für Gelassenheit, bessere Blutwerte und ein gestärktes Immunsystem sorgen.
Hanfsamenöl
Fettsäuren spielen eine wichtige Rolle für zentrale Vorgänge im Organismus. Dabei kommt es vor allem auf ein optimales Verhältnis zwischen verschiedenen Omega-3-, Omega-6- und Omega-9-Fettsäuren an. Wenn du nur selten Fisch isst, empfehlen Fachleute eine Nahrungsergänzung. Hanfsamenöl bietet eine gute Versorgung mit essenziellen Fettsäuren für Menschen, die kein Fischöl zu sich nehmen möchten.
Johanniskraut
Auch die psychische Gesundheit kann mit Pflanzenextrakten unterstützt werden. Der Übergang von schlechter Stimmung hin zu einer leichten Depression kann schleichend verlaufen. Johanniskraut-Extrakt soll dabei helfen, aus dem Stimmungstief herauszufinden und wieder mehr allgemeines Wohlbefinden zu erlangen.
- Hersteller von Kosmetikprodukten nutzen die unterschiedlichen Eigenschaften verschiedener Pflanzenextrakte auch bei der Komposition bedarfsgerechter Hautpflege.
- Aloe-vera-Extrakt ist auch bei empfindlicher Haut gut verträglich, spendet Feuchtigkeit und hat hautberuhigende und regenerierende Eigenschaften.
- Die entzündungshemmende Wirkung der Kamille wird bei der inneren wie der äußeren Anwendung seit Generationen geschätzt.
- Die hautpflegenden und heilenden Eigenschaften der Ringelblume werden gern für Cremes und Salben für den ganzen Körper genutzt und speziell auch für Handcremes bei trockenen Händen.
- Als Pflanzenextrakte, die den Hautalterungsprozess verzögern sollen, sind zum Beispiel grüner Tee und Schachtelhalm beliebt.
- Gegen unreine Haut werden Fruchtextrakte wie Ananas und Himbeersamen oder Teebaumöl eingesetzt.
- Rosen-Extrakt zur Gesichtspflege harmonisiert und stärkt die Haut und ist besonders wegen seines Dufts beliebt.
- Wenn du deine eigene Naturkosmetik zur Hautpflege herstellen möchtest, kannst du Pflanzenextrakte in flüssiger Form kaufen und ganz nach Wunsch deiner Rezeptur beimischen. Im Internet findest du dazu viele Anwendungstipps.