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Spielekonsolen

Play­Sta­ti­on 5: Alle Infos zu Sonys Next-Gen-Konsole

Die PlayStation 5 hebt sich optisch stark von ihren Vorgängern ab. Sie ist bis dato auch Sonys größte Spielekonsole.

Seit Novem­ber 2020 ste­hen mit der Play­Sta­ti­on 5 und der Xbox Seri­es S|X die aktu­el­len Next-Gen-Kon­so­len im Han­del. Die Sony Play­Sta­ti­on 5 ist dabei erst­mals direkt zum Start in zwei Vari­an­ten erhält­lich. Was die­se unter­schei­det, wie leis­tungs­stark die Hard­ware ist, für wen sich die neue Kon­so­le lohnt und alles Wis­sens­wer­te zur PS5 erfährst du hier.

Zwei Model­le: Play­Sta­ti­on 5 und Play­Sta­ti­on 5 Digi­tal Edition

Wenn du die Play­Sta­ti­on 5 kau­fen möch­test, stellt sich zunächst die Fra­ge: wel­ches Modell? Denn auf den ers­ten Blick sehen die PS5 und die Digi­tal Edi­ti­on nahe­zu bau­gleich aus. Bei genau­er Betrach­tung fällt auf, dass die Digi­tal Editi­on über ein schlan­ke­res und sym­me­tri­sches Gehäu­se ver­fügt. Grund dafür ist das feh­len­de opti­sche Lauf­werk. Wie der Name bereits andeu­tet, han­delt es sich bei der Play­Sta­ti­on 5 Digi­tal Edi­ti­on um eine rein auf Down­loads aus­ge­leg­te Kon­so­le. Medi­en, die du auf die­sem Modell nut­zen möch­test, musst du vor­ab aus dem Inter­net her­un­ter­la­den und auf der Fest­plat­te spei­chern. Aus­nah­men bil­den Strea­ming-Diens­te wie z.B. Net­flix und Play­Sta­ti­on Now.

Die „Stan­dard-PS5 ist dank Blu-Ray-Lauf­werk in der Lage, Spie­le auch von einer Disc zu star­ten. Spie­le und Fil­me musst du also nicht zwangs­läu­fig digi­tal erwer­ben. Dar­über hin­aus unter­stützt sie das Abspie­len von UHD- bzw. 4K-Blu-Ray-Fil­men.

Vor­sicht bei der Wahl der Digi­tal Edition

Wich­tig zu wis­sen: Spie­le, die du für die PS4 auf Disc besitzt, las­sen sich nicht mehr mit der PS5 Digi­tal Edi­ti­on spie­len. Bis jetzt – fast zwei Jah­re nach Erschei­nen der Kon­so­le – bie­tet Sony kei­ne Mög­lich­keit an, die­se statt­des­sen kos­ten­frei aus dem Play­Sta­ti­on Store her­un­ter­zu­la­den. Des­halb ist anzu­neh­men, dass es auch zukünf­tig kei­ne Opti­on dafür wer­den wird. Dei­ne Online-Biblio­thek bleibt hin­ge­gen erhal­ten. Alle PS4-Spie­le, die du digi­tal besitzt, kannst du auch auf der PS5 nut­zen. Dazu zäh­len auch die PS-Plus-Titel.

Das feh­len­de Blu-Ray-Lauf­werk der Digi­tal Edi­ti­on wirkt sich auch auf den Ver­kaufs­preis der Kon­so­le aus. Sie kos­tet 100 Euro weni­ger als PS5 inklu­si­ve Lauf­werk. Ende August 2022 kün­dig­te Sony eine Preis­er­hö­hung für bei­de Model­le um jeweils 50 Euro mit sofor­ti­ger Wir­kung an. Damit kos­tet die PS5 Digi­tal Edi­ti­on jetzt 449 Euro statt 399 Euro und die PS5 mit Lauf­werk 549 Euro statt 499 Euro. Den gestie­ge­nen Ver­kaufs­preis knapp zwei Jah­re nach Ver­öf­fent­li­chung der Kon­so­le begrün­det Sony unter ande­rem mit der welt­weit wach­sen­den Inflation.

Übri­gens las­sen sich bei­de Model­le sowohl ste­hend als auch lie­gend platzie­ren. Der dafür not­wen­di­ge Stän­der ist bereits Teil des Lie­fer­um­fangs und muss nicht wie bei den frü­he­ren Kon­so­len sepa­rat erwor­ben werden.

Die Play­Sta­ti­on 5 ist drau­ßen – oder auch nicht

Seit dem 19. Novem­ber 2020 ist die Sony Play­Sta­ti­on 5 hier­zu­lan­de offi­zi­ell erhält­lich. Damit star­tete sie in Euro­pa eine Woche spä­ter als in den USA und Japan, wo sie bereits seit dem 12. Novem­ber ver­kauft wird. Micro­soft ist die­ses Mal sogar noch schnel­ler: Die bei­den neu­en Kon­so­len, Xbox Seri­es X und Seri­es S, erschienen welt­weit zeit­gleich am 10. Novem­ber. 

Sony und Micro­soft machen es ihren Fans die­ses Mal aller­dings nicht leicht. Obwohl der Ver­kaufs­start der neu­en Kon­so­len inzwi­schen bei­na­he zwei Jah­re zurück­liegt, ist es wei­ter­hin nicht mög­lich, sie regu­lär im Han­del zu kau­fen. Das Kon­tin­gent an ver­füg­ba­ren Kon­so­len deckt kaum die Nach­fra­ge. Sobald Händ­ler wie­der einen Schwung neue PS5 oder Xbox Seri­es X anbie­ten, sind die­se bin­nen Sekun­den ausver­kauft. Ein Grund für den anhal­ten­den Eng­pass sei­en unter ande­rem die ver­än­der­ten Pro­duk­ti­onsbedin­gun­gen durch Covid-19, sag­te Sony-CEO Jim Ryan in einem Inter­view mit GQ Ende Febru­ar 2021.

Play­Sta­ti­on 5PS5 Digi­tal Edi­ti­onXbox Seri­es X* 
Ter­min19. Novem­ber 2020 19. Novem­ber 2020 10. Novem­ber 2020 
Preis549 Euro (vor­her: 499 Euro)449 Euro (vor­her: 399 Euro)499 Euro
Gewicht4,5 kg3,9 kg4,46 kg
Maße (Brei­te x Höhe x Tiefe)39 cm x 10,4 cm x 26 cm 39 cm x 9,2 cm x 26 cm 15 cm x 15 cm x 30 cm 
Far­benWeiß/SchwarzWeiß/SchwarzSchwarz
Opti­sches Laufwerk 4K UHD Blu-Ray -4K UHD Blu-Ray 
Fest­plat­te825 Giga­byte SSD 825 Giga­byte SSD 1 Tera­byte SSD 
Pro­zes­sorAMD Ryzen „Zen 2”, 8 Ker­ne, bis zu 3,5 GHz Taktung AMD Ryzen „Zen 2”, 8 Ker­ne, bis zu 3,5 GHz Taktung AMD Ryzen „Zen 2”, 8 Ker­ne, bis zu 3,8 GHz Taktung 
Gra­fik­kar­teAMD RDNA-2-GPU, 36 Com­pu­te Units auf 2,23 GHz, 10,28 Teraflops AMD RDNA-2-GPU, 36 Com­pu­te Units auf 2,23 GHz, 10,28 Teraflops AMD RDNA-2-GPU, 52 Com­pu­te Units auf 1,82 GHz, 12,15 Teraflops 
Arbeits­spei­cher16 Giga­byte DDR6 16 Giga­byte DDR6 16 Giga­byte DDR6 
Erwei­ter­ba­rer SpeicherSSD-Slot (NVMe)SSD-Slot (NVMe)Ja, über soge­nann­te Expan­si­on Cards 
Exter­ner SpeicherFest­plat­te per USB Fest­plat­te per USB Fest­plat­te per USB 
Video-Out­putHDMI-Unter­stüt­zung von 4K bei 120 Hz, 8K und varia­ble Bild­wie­der­ho­lungs­ra­te (bei HDMI 2.1)HDMI-Unter­stüt­zung von 4K bei 120 Hz, 8K und varia­ble Bild­wie­der­ho­lungs­ra­te (bei HDMI 2.1)HDMI-Unter­stüt­zung von 4K bei 60 Hz, bis zu 120 Hz, 8K und varia­ble Bild­wie­der­ho­lungs­ra­te (bei HDMI 2.1)

* Für den Ver­gleich der Hard­ware-Kom­po­nen­ten haben wir die Xbox Seri­es S hier nicht genannt, da Micro­soft sie bewusst als tech­nisch schwä­che­re Kon­so­le zu einem gerin­ge­ren Preis vermarktet.

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Die wich­tigs­te tech­ni­sche Neue­rung: Die SSD-Festplatte

Mit 825 Giga­byte (GB) ver­fügt die ver­bau­te Fest­plat­te über eine sehr unge­wöhn­li­che Spei­cher­ka­pa­zi­tät. Die Xbox Seri­es X hat 1 TB (Tera­byte) ver­baut, von dem du 802 GB zum Spei­chern von Spie­len und Medi­en nut­zen kannst. Auf­grund der gerin­ge­ren Spei­cher­grö­ße ist die Sor­ge nicht unbe­rech­tigt, dass die Fest­plat­te der PS5 schnell voll sein könn­te. Denn von den 825 GB ste­hen dir nur 667 GB zur Ver­fü­gung, den Rest belegt bereits das System.

Allein Call of Duty: Black Ops Cold War bean­sprucht über 130 Giga­byte Spei­cher­platz. Doch Jim Ryan, CEO von Sony, gibt Ent­war­nung. In einem Inter­view mit der bri­ti­schen Tages­zei­tung The Tele­graph sag­te er Mit­te Novem­ber, dass Sony bei der PS4 in der Lage gewe­sen sei, das Spei­cher­ver­hal­ten und die Spie­le­ver­wal­tung der Nut­zer genau zu beob­ach­ten. Dabei sei man zu dem Schluss gekom­men, dass die der­zeit 825 GB gro­ße Fest­plat­te der PS5 den Ansprü­chen genü­gen werde.

Dar­über hin­aus bie­ten eini­ge Titel die Opti­on, Spiel­mo­di par­ti­ell zu deinstal­lie­ren. Bei Call of Duty: Black Ops Cold War kannst du im Haupt­me­nü des Spiels ent­schei­den, wel­che Tei­le du spie­len möch­test, zum Bei­spiel nur den Ein­zel­spie­ler- oder nur den Mehr­spie­ler­mo­dus. Den Rest kannst du pro­blem­los wie­der löschen – aller­dings bie­tet das Spiel die­se Opti­on erst nach ein­ma­li­ger Instal­la­ti­on des gesam­ten Spiels an und nicht schon vorab.

Bei der Spei­cher­er­wei­te­rung der PS5 gilt zu beach­ten, dass Sony auf einen pro­prie­tä­ren Auf­bau des inter­nen Spei­chers setzt. Für dich als Nut­zer heißt das vor allem, dass nicht jede SSD-Fest­plat­te auto­ma­tisch mit der neu­en Kon­so­le kom­pa­ti­bel ist. Statt­des­sen muss Sony vor­ab über­prü­fen, wel­che ver­füg­ba­ren Pro­duk­te infra­ge kom­men.   

Alter­na­tiv kannst du über einen der hin­te­ren USB-Ein­gän­ge eine exter­ne SSD- oder HDD-Fest­plat­te anschlie­ßen, um den Spei­cher zu erwei­tern. Die Sache hat aller­dings einen Haken: Auf der extern ange­schlos­se­nen Fest­plat­te las­sen sich PS5-Spie­le nur archi­vie­ren. Heißt, du kannst PS5-Spie­le, die du aktu­ell nicht spielst, dort par­ken und zu einem spä­te­ren Zeit­punkt wie­der zurück auf die inter­ne SSD kopie­ren. Das Kopie­ren der Daten zwi­schen den Fest­plat­ten nimmt weni­ger Zeit in Anspruch, als das Spiel erneut her­un­ter­zu­la­den.  

Falls du wis­sen möch­test, wie du den Spei­cher dei­ner PS5 sinn­voll nutzt, auf­räumst oder erwei­tern kannst, hilft dir unser Rat­ge­ber dabei weiter:

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So schnell ist die SSD der Play­Sta­ti­on 5

Durch die hohe Geschwin­dig­keit der ver­bau­ten SSD ver­kür­zen sich die Lade­zei­ten bei Spie­len teil­wei­se immens. Benö­tigt die PS4 für 1 Giga­byte (GB) Daten rund 20 Sekun­den, schafft die PS5 gleich 2 GB in unter einer Sekunde.

Aber wie schnell ist die PS5 denn nun genau? Die Kolleg*innen von PC Games haben den Ver­gleich gemacht und die PS5 gegen die PS4 Pro antre­ten las­sen. Das sind die Lade­zei­ten für ver­schie­de­ne Spie­le auf bei­den Konsolen:

TitelPS5PS4 Pro
Assassin’s Creed Odyssey0:43 Minu­ten1:37 Minu­ten
Fall­out 40:14 Minu­ten0:37 Minu­ten
GTA 50:25 Minu­ten1:41 Minu­ten
Final Fan­ta­sy XV0:27 Minu­ten1:22 Minu­ten
Watch Dogs Legion0:36 Minu­ten1:46 Minu­ten
Red Dead Redemp­ti­on 20:52 Minu­ten1:40 Minu­ten
Mons­ter Hun­ter World0:22 Minu­ten1:18 Minu­ten
Desti­ny 21:52 Minu­ten4:07 Minu­ten
The Wit­cher 3: Wild Hunt0:22 Minu­ten0:33 Minu­ten

Abge­se­hen von der gespar­ten Lebens­zeit beim War­ten auf das Spiel, berei­chert die SSD auch das Spiel­de­sign. So dürf­ten zukünf­ti­ge Spie­le, die spe­zi­ell für die neue Kon­so­len­ge­nera­ti­on ent­wi­ckelt wur­den, auch über mehr Details, grö­ße­re und abwechs­lungs­rei­che­re Spiel­wel­ten, flüs­si­ge­re Über­gän­ge und ein höhe­res Bewe­gungs­tem­po ver­fü­gen. 

Die hohe Lese- und Schreib­ge­schwin­dig­keit der PS5 hat bereits zu einem Kurio­sum geführt: Das im Febru­ar 2022 erschie­ne­ne Hori­zon For­bid­den West lädt so schnell, dass sich die Tipps und Hil­fe­stel­lun­gen in den Lade­bild­schir­men nicht mehr lesen las­sen. Des­halb hat der Ent­wick­ler Gue­ril­la Games die Opti­on inte­griert, die Lade­zeit manu­ell anzupassen.

Ray­t­ra­cing, 4K und 120 fps: Auf Augen­hö­he mit dem PC

Tech­nisch erlaubt die Hard­ware der PS5 Auf­lö­sun­gen bis zu 8K – den ent­spre­chen­den Fern­se­her vor­aus­ge­setzt. Aber auch ech­tes 4K mit bis zu 120 Bil­dern pro Sekun­de (fps: frames per second) sind ein enor­mer Sprung gegen­über der alten Kon­so­len­ge­nera­ti­on. Das dürf­ten vor allem die­je­ni­gen unter euch wis­sen, die sowohl auf der tech­nisch ver­al­te­ten Play­Sta­ti­on 4 oder Xbox One als auch auf dem PC spie­len und daher den Unter­schied kennen.

Wäh­rend Sony zwar 4K mit bis zu 120 fps ver­spricht, dürf­te die Rea­li­tät eine ande­re sein. Rea­lis­tisch sind eher Auf­lö­sun­gen, die sich zwi­schen Full HD und 4K ein­pen­deln und dafür sta­bi­le 60 fps bie­ten. Weil eben nicht alle Spie­le 4K und 60 fps gleich­zei­tig erlau­ben, kannst du bei vie­len Spie­len auf der Play­Sta­ti­on 5 aus­wäh­len, was dir wich­ti­ger ist: Per­for­mance oder Gra­fik. Ent­spre­chend dei­ner Wahl genießt du dann das flüs­si­ge­re oder hüb­sche­re Spielerlebnis.

Die Krux mit der Auflösung

4K und erst recht 8K klin­gen fast zu schön, um wahr zu sein. Zumal bei 60 fps. Dafür bedarf es aber zum einen eines pas­sen­den Fern­se­hers und zum ande­ren eines Spiels, das die Auf­lö­sung unter­stützt. Weil man­che Spie­ler*innen die Kon­so­le bevor­zugt an einem Moni­tor anschlie­ßen, will Sony dessen typi­sche Auf­lö­sung von 1440p mit einem Firm­ware-Update der PS5 nach­rei­chen. Denn im Gegen­satz zur Xbox Seri­es X und S beherrscht die Play­Sta­ti­on 5 bis­lang kein 2K. Die im Ver­gleich zu 4K erst ein­mal nied­ri­ge­re Auf­lö­sung bringt aber eini­ge Vor­tei­le mit sich: Moni­to­re, bei denen 2K häu­fig Stan­dard ist, haben vor allem im Ver­gleich zu 4K-Fern­se­hern eine spür­ba­re nied­ri­ge­re Reak­ti­ons­zeit. Zudem bedeu­tet eine Redu­zie­rung der Auf­lö­sung einen Boost für die Per­for­mance. 60 oder gar 120 Bil­der pro Sekun­de sind bei 1440p rea­lis­ti­scher als bei 4K. Gera­de für Shoo­ter-Fans geht es da um jedes ein­zel­ne Frame. Noch ist nicht bekannt, wann Sony die zusätz­li­che Auf­lö­sung unter­stüt­zen wird – für Betatester*innen ist sie seit Ende Juli 2022 ver­füg­bar.

Erst­mals ermög­li­chen die PS5 und die Xbox Seri­es auch hard­ware-berech­ne­tes Ray­t­ra­cing. Die bis­lang nur dem PC vor­be­hal­te­ne Ren­der-Tech­nik erlaubt rea­lis­ti­sche Licht- und Refle­xi­ons­be­rech­nun­gen. Indem das Sys­tem im Hin­ter­grund immer mit­be­rech­net, von wo das Licht ein­fällt und wie es mit Objek­ten im Bild inter­agiert, erge­ben sich in Echt­zeit berech­ne­te Schat­ten­ef­fek­te und Spiegelungen.

Ray­t­ra­cing fin­det aber nicht auto­ma­tisch in allen PS5-Spie­len Ein­zug. Viel­mehr müs­sen die Ent­wick­ler es spe­zi­ell in ihre Spie­le ein­bau­en. Eini­ge Titel wie zum Bei­spiel Cyber­punk 2077 oder Ghostrun­ner haben ihr PS5-Upgrade und damit auch die Ray­t­ra­cing-Unter­stüt­zung erst nach Erschei­nen des eigent­li­chen Spiels erhal­ten – im Fall von Cyber­punk 2077 sogar mehr als ein Jahr spä­ter. Willst du die­se Titel in Next-Gen-Optik erle­ben, soll­test du also lie­ber auf das Upgrade warten.

Zu wel­chen gra­fi­schen Höhen­flü­gen die PS5 theo­re­tisch mög­lich sein wird, demons­triert die Demo zur Unre­al 5 Engine:

Next-Gen-Sound mit Tem­pest 3D

Für die Play­Sta­ti­on 5 hat Sony eine neue Sound­tech­no­lo­gie ent­wi­ckelt. Die­se hört auf den Namen „Tem­pest 3D Audio­Tech“ und soll, ähn­lich wie Dol­by­At­mos, für atmo­sphä­ri­schen 3D-Klang sor­gen. Das Beson­de­re an dem 3D-Sound ist die räum­li­che Ver­or­tung: Die Tem­pest Engi­ne erkennt, wo du dich als Spie­ler in der Spiel­welt befin­dest und rich­tet die Akus­tik dar­auf aus, anstatt nur die Laut­stär­ke zu heben oder zu senken.

Damit du die neue räum­li­che Akus­tik auf der PS5 genie­ßen kannst, setzt das Sys­tem ange­schlos­se­ne Kopf­hö­rer vor­aus. Idea­ler­wei­se Sonys eige­nes Pul­se 3D-Wire­less-Head­set, das laut eige­ner Aus­sa­ge opti­mal für 3D-Tem­pest aus­ge­legt ist. Aber auch Kopf­hö­rer ande­rer Her­stel­ler sol­len mit der Tech­no­lo­gie kom­pa­ti­bel sein.

Aller­dings schränkt Sony den drei­di­men­sio­na­len Hör­ge­nuss etwas ein: Um Tem­pest 3D über ein Dritt-Head­set nut­zen zu kön­nen, muss der Kopf­hö­rer ent­we­der per USB an die Kon­so­le oder über den 3,5‑mm-Anschluss an den Dual­Sen­se Wire­less-Con­trol­ler ange­schlos­sen sein. Kabel­los unter­stützt bis­lang nur Sonys eige­nes Head­set die neue Audio-Tech­no­lo­gie. Dar­über hin­aus lässt die Lis­te der Spie­le, die Tem­pest 3D nut­zen, auf­hor­chen. Sie besteht näm­lich nahe­zu nur aus First-Par­ty-Spie­len, die exklu­siv für die PS5 ent­wi­ckelt erschei­nen. Da die Imple­men­tie­rung der Tem­pest Engi­ne zusätz­li­chen Ent­wick­lungs­auf­wand bedeu­tet, bleibt abzu­war­ten, wie vie­le Spie­le den exklu­si­ven 3D-Sound letzt­lich unter­stüt­zen werden.

PS5: Abwärts­kom­pa­ti­bel zur Play­Sta­ti­on 4

Auf­grund ihrer PC-nahen Archi­tek­tur, die in ähn­li­cher Form bereits in der PS4 zum Ein­satz kam, ist die Play­Sta­ti­on 5 abwärts­kom­pa­ti­bel. Sony bestä­tig­te schon vor Ver­kaufs­start der Kon­so­le, dass nahe­zu alle PS4-Spie­le pro­blem­los auf der PS5 lie­fen. Das gilt sowohl für Spie­le auf Disc als auch für digi­ta­le Kopien. Die Abwärts­kom­pa­ti­bi­li­tät beschränkt sich jedoch auf die vor­an­ge­gan­ge­ne Genera­ti­on. Spie­le älte­rer Sys­te­me wer­den aktu­ell nicht unter­stützt und las­sen sich ledig­lich über Sonys Strea­ming-Ange­bote abru­fen und her­un­ter­la­den. 

Play­Sta­ti­on Now und PS Plus sind auch bei der PS5 zen­tra­ler Pfei­ler der Digi­tal­stra­te­gie. Im Juni 2022 änderte Sony das ursprüng­li­che Abo-Modell: Statt wie bis­her zwei unter­schied­li­che anzu­bie­ten, inte­griert der Play­Sta­ti­on-Her­stel­ler den Strea­ming-Ser­vice PS Now in PS Plus. Seit­her gibt es drei PS-Plus-Vari­an­ten: Essen­ti­al, Extra und Plus. Essen­ti­al ent­spricht in Preis (8,99 Euro) und Umfang dem ehe­ma­li­gen PS-Plus-Ange­bot: monat­lich zwei kos­ten­lo­se Spie­le, Cloud-Spei­cher, Rabat­te im PS Store und Online-Mehr­spie­ler. PS Plus Extra erwei­tert das Ange­bot um rund 400 PS4- und PS5-Spie­le, auf die du bei lau­fen­dem Abon­ne­ment zugrei­fen kannst. Hier erhöht sich der Preis auf 13,99 Euro monat­lich. PS Plus Pre­mi­um kos­tet 16,99 Euro im Monat, bie­tet aber noch­mals rund 340 Spie­le aus dem Play­Sta­ti­on-Kata­log an, ein­schließ­lich Play­Sta­ti­on 1, PS Por­ta­ble, PS2 und PS3. Außer­dem will Sony Premium-Kund*innen zeit­ex­klu­si­ve Test­ver­sio­nen zu neu­en Spie­len anbieten.

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Upgrade: PS4-Spie­le wer­den zu PS5-Spielen

Spie­le von Drit­ther­stel­lern, wie zum Bei­spiel das 10. Dezem­ber 2020 erschie­ne­ne Cyber­punk 2077, kannst du dank der Abwärts­kom­pa­ti­bi­li­tät eben­falls direkt auf der PS5 nut­zen. Von der zusätz­li­chen Leis­tung der Hard­ware pro­fi­tierst du anfangs aber nur ein­ge­schränkt, zum Bei­spiel in Form von kür­ze­ren Lade­zei­ten. Denn dafür müs­sen die Her­stel­ler ent­spre­chen­de Upgrades ent­wi­ckeln, die dann zum Bei­spiel Ray­t­ra­cing unter­stüt­zen. Dabei bleibt es den Her­stel­lern selbst über­las­sen, in wel­chem Umfang das Upgrade aus­fällt, wie es bereit­ge­stellt wird, ob über­haupt und wann. Im Fall von Cyber­punk 2077 hat­te Ent­wick­ler CD Pro­jekt RED ursprüng­lich ange­kün­digt, das Leis­tungs­up­grade 2021 ver­öf­fent­li­chen zu wol­len. Letzt­lich wur­de dar­aus Febru­ar 2022.

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Peri­phe­rie: PS5 unter­stützt PS4-Zubehör

Die Play­Sta­ti­on 5 unter­stützt nicht nur PS4-Spie­le, son­dern auch deren Peri­phe­rie. Duals­hock-4-Con­trol­ler müs­sen also nicht direkt ent­sorgt wer­den, son­dern kön­nen zumin­dest noch für PS4-Titel an die neue Kon­so­le ange­schlos­sen wer­den. Um dedi­zier­te PS5-Spie­le zu spie­len, ist jedoch zwin­gend der neue Dual­Sen­se-Con­trol­ler erfor­der­lich. Auch Sonys VR-Bril­le, die Play­Sta­ti­on VR, ist mit der PS5 kom­pa­ti­bel. Dafür ist aller­dings ein zusätz­li­cher Adap­ter not­wen­dig, den du dir hier kos­ten­los bestel­len kannst. 

Auch offi­zi­ell lizen­zier­tes Zube­hör wie Lenk­rä­der oder Head­sets sol­len den Genera­tio­nen­wech­sel laut Sony pro­blem­los mit­ma­chen. Ob das tat­säch­lich für jedes Pro­dukt gilt, müs­sen aber erst Tests der jewei­li­gen Gerä­te im Ein­zel­nen bestätigen.

Neben der Kon­so­le hat­te Sony auch ers­tes Zube­hör für die PS5 offi­zi­ell vorgestellt:

  • Dual­Sen­se Con­trol­ler: 69,99 Euro (Nach­fol­ger des Dualshock-4-Controllers)
  • Dual­Sen­se-Lade­sta­ti­on: 29,99 Euro (lädt zwei Con­trol­ler gleichzeitig)
  • Pul­se 3D-Wire­less-Head­set: 99,99 Euro (3D-Audio­un­ter­stüt­zung, zwei geräusch­un­terdrücken­de Mikrofone)
  • HD-Kame­ra: 59,99 Euro (mit zwei 1080p-Objektiven)
  • Medi­en­fern­be­die­nung: 29,99 Euro (Navi­ga­ti­on von Fil­men und Streaming-Diensten)
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Arbei­tet Sony an einer PS5 Pro oder PS5 Slim? 

Im Novem­ber 2013 brach­te Sony die Play­Sta­ti­on 4 in den Han­del. Bereits im Sep­tem­ber 2016 erschien mit der PS4 Slim ein deut­lich leich­te­re und klei­ne­re Modell­re­vi­si­on. Pünkt­lich zum drit­ten Geburts­tag der Play­Sta­ti­on 4, im Novem­ber 2016, kam mit der PS4 Pro eine leis­tungs­stär­ke­re Kon­so­le mit aktua­li­sier­ter Hard­ware in den Han­del. Sony selbst hat­te die­ses Upgrade bereits im Som­mer des glei­chen Jah­res ange­kün­digt. 

Die Fra­ge lau­tet also zurecht: Arbei­tet Sony an einer Play­Sta­ti­on 5 Pro und/oder einer PS5 Slim? Gerüch­te und ver­meint­li­che Infos dazu kur­sie­ren bereits seit län­ge­rem durch die ent­spre­chen­de Foren und Kanä­le. Sony äußer­te sich bis­lang aber nicht zu den kol­por­tier­ten Hin­wei­sen. Immer­hin steht fest, dass das aktu­el­le PS5-Modell eine über­ar­bei­te­te Revi­si­on bekom­men wird. Dabei han­delt sich es jedoch nur um tech­ni­sche Anpas­sun­gen im Detail. Design, Form­fak­tor und Leis­tung blei­ben von der Über­ar­bei­tung unbe­rührt. Die neue PS5-Ver­si­on mit der Bezeich­nung CFI-1200 ist vor­erst nur in Japan und Aus­tra­li­en erhält­lich. Sie wiegt knapp 200 Gramm weni­ger als die ursprüng­li­che Kon­so­le und ver­braucht rund zehn Pro­zent weni­ger Strom – wobei die­se Anga­be auf einem ein­zel­nen Test beruht. Der Gewichts­ver­lust lässt sich auf das kür­ze­re Main­board und den klei­ne­ren Küh­ler zurück­füh­ren. Von einer ech­ten PS5 Slim kann hier aber nicht die Rede sein. 

Zuletzt mach­ten Mit­te Sep­tem­ber 2022 Gerüch­te die Run­de, dass Sony eine Hybrid­kon­so­le aus den bei­den aktu­el­len PS5-Model­len vor­stel­len könn­te: eine neue PS5 Digi­tal Edi­ti­on, an die bei Bedarf ein Blu-Ray-Lauf­werk ange­schlos­sen wer­den könn­te. Dabei sol­len das Design der Kon­so­le und des Lauf­werks so auf­ein­an­der abge­stimmt sein, dass sich die exter­ne Peri­phe­rie mög­lichst naht­los inte­grie­ren lässt. Wie genau wir uns das optisch vor­zu­stel­len haben, weiß aktu­ell nur Sony – sofern die Infor­ma­tio­nen kor­rekt sind. Dabei stel­len sich unter ande­rem die Fra­gen, wel­che Nach­fra­ge Sony mit einem abnehm­ba­ren Lauf­werk erfül­len möch­te, und ob sich das Lauf­werk even­tu­ell auch mit der bereits ver­füg­ba­ren PS5 Digi­tal Edi­ti­on ver­bin­den lässt. Nach der im August 2022 statt­ge­fun­de­nen Preis­er­hö­hung bei­der PS5-Model­le bleibt auch span­nend, was eine neue Play­Sta­ti­on 5 mit optio­na­lem Lauf­werk wohl kos­ten wird.

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