Kleidung winterfest machen: 5 Lifehacks gegen Kälte

Schwarzer Wollmantel und graue Handschuhe mit Schnee bedeckt
Two for Fashion Autorin Susanna
Dienstag, 8. Dezember 2020, 9:26

Bevor der erste Schnee fällt, sollten wir uns bestmöglich auf die Kälte vorbereiten und unsere Kleidung winterfest machen. Mit Wollsocken, Zwiebellook und warmem Tee trotzen wir der düsteren Jahreszeit. Egal ob Sommer oder Winter, es gibt immer ein paar saisonale Tipps und Ideen, mit denen ihr euch auf den Wetterumschwung vorbereiten könnt, ohne direkt eine neue Garderobe kaufen zu müssen. Oft bewirken Kleinigkeiten schon Wunder. Erfahrt in unserem Beitrag, wie wir unsere Kleidung winterfest machen und uns auf die Kältesaison vorbereiten können.

Schuhe winterfest machen: So kommt ihr durch Schnee und Eis

Sowohl bei Glatteis als auch bei neu gekauften, ungetragenen Schuhen besteht häufig die Gefahr, auszurutschen. Es heißt also nicht nur, die Kleidung winterfest zu machen, sondern vor allem die Treter. Für diesen Fall gibt es Klebesohlen, die in vielen Schuhläden erhältlich sind und eure neuen Stiefel und Co. rutschfester machen. Als Alternative könnt ihr neue Stiefeletten, die eine sehr glatte Sohle haben, mit Schmirgelpapier leicht anrauen. Häufiges Tragen beschleunigt zusätzlich die Festigkeit eurer Sohle. Die Anti-Rutsch-Aufkleber garantieren euch natürlich ebenso wenig wie die Anwendung mit Schmirgelpapier, dass ihr nicht doch das eine oder andere Mal im Winter ausrutscht. Für diesen Fall: aufstehen, Krone richten und weitergehen.

Um auch an besonders regnerischen Tagen das Haus verlassen zu können, ohne dass eure neuen Schuhe direkt ruiniert werden, empfehlen wir euch das Imprägnieren eurer Schuhe. Dies gilt nicht nur im Winter, sondern für das ganze Jahr und hilft wirklich gegen nasse Füße. Die Verkäuferin möchte nicht einfach nur Geld verdienen, wenn sie euch an der Kasse ein Imprägnierspray empfiehlt, sondern, dass ihr möglichst lange Freude an euren neuen Lieblingsstücken habt.

Kleidung winterfest machen: Winter-Outfits:Stiefel mit Schlangenmuster und verstecktem Keilabsatz

Übrigens: Wenn ihr bei Schnee und Eis zu sehr ins Schlingern geratet, könnt ihr zu Spikes greifen. Diese zieht ihr ganz einfach über eure Winterschuhe, sodass die Sohlen mit den Spitzen versehen sind. Diese Schuhkrallen greifen fest ins Glatteis und geben euch Halt. Ihr bekommt sie in Sport- und Fachgeschäften.

Nicht nur Glätte macht uns im Winter zu schaffen. Auch die Kälte des Bodens kann unangenehm in die Stiefel dringen. Ich rate euch dazu, unbedingt Thermosohlen oder Einlegesohlen aus Lammfell in eure Treter zu legen. Da es sie in sämtlichen Größen gibt, sind sie unter euren Füßen kaum zu spüren. Sie halten die Kälte wunderbar von euren Fußsohlen ab. Und wenn die Füße warm sind, ist das schon mal die halbe Miete.

Kleidung winterfest machen: Es muss zwiebeln

Ein wichtiger Tipp ist hier der Layering-Look, und damit meinen wir nicht unser geliebtes Ketten-Layering. Das Prinzip ist aber dasselbe. Es geht darum, möglichst viele Kleidungsstücke stylish übereinanderzuziehen. Das Tolle daran: So könnt ihr sogar eure liebsten Kleider im Winter tragen, und wenn euch im Café oder Restaurant doch zu warm wird, zieht ihr die oberste Lage vom Zwiebellook einfach aus.

Eine kuschelige (Woll-)Strumpfhose, ein wärmendes Unterhemd und ein Turtleneck bilden die perfekte Grundlage. Darüber stylt ihr das Kleid und darüber einen Cardigan. Dazu noch eine Mütze, ein warmer XXL-Schal, und fertig ist euer Lagenlook. Mit Puffer Jacket oder -Coat wird euch auch bei langen Spaziergängen nicht kalt.

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Fusselfreie Kleidung im Winter

Das Problem kennt ihr bestimmt: Kaum getragen, hat euer neuer Kaschmirpulli oder der kuschelige Cardigan aus Schurwolle schon unschöne Knötchen. Anders, als ihr meinen würdet, ist dies kein Zeichen für mindere Qualität. Das Pilling entsteht rein mechanisch und lässt sich nicht vermeiden. Aber es lässt sich entfernen. Hierfür gibt es spezielle Kämme, die die Fusseln mit ihren Zinken aufgreifen und sanft entfernen. Noch einfacher gehts mit einem Fusselrasierer. Dieser rasiert die Knötchen, die über der Oberfläche liegen, ganz einfach ab, ohne eure Kleidung zu beschädigen.

Ihr habt immer wieder Fusseln oder auch Tierhaare auf Wollmantel und Co.? Dann hilft der Griff zur Fusselrolle. Hieran bleibt alles kleben, was nicht fest im Stoff verankert ist. Besonders praktisch sind Fusselrollen im Miniformat. Die könnt ihr in eure Handtasche stecken und so auch unterwegs unliebsame Haare und mehr entfernen.

Kleidung winterfest machen: Wollsocken helfen

Natürlich möchten wir im Winter nicht völlig auf Mode und unseren eigenen Stil verzichten. Dennoch sollte unsere Kleidung in dieser Jahreszeit überwiegend warmhalten und nach funktionalen Aspekten ausgewählt werden. Es ist kein Mythos, dass selbst gestrickte, kuschelige Socken von der Oma wirklich am wärmsten sind. Nicht nur, dass ihr euch bei gestrickten Socken beliebig Farben aussuchen könnt und später ein individuelles Paar Socken habt, auch die Größe und die Form eurer Füße kann beim Stricken berücksichtigt werden. Wie wärs – wünscht euch doch dieses Jahr von eurer Oma mal wieder etwas Warmes, Selbstgestricktes!?

Ihr habt niemanden, der euch individuelle Wollsocken strickt? Dann greift doch einfach selbst zu den Stricknadeln. Im Netz gibt es tolle Anleitungen, mit denen es gar nicht so schwierig ist. Zudem kann Stricken sehr entspannen, und ihr könnt nebenbei spannenden Podcasts oder Hörbüchern lauschen.

Kleidung winterfest machen: Fasten: Tee mit Zitrone und Löffel

Allgemeine Tipps gegen die Kälte

Wenn ihr – so wie ich – richtige Frostbeulen seid und schnell zum Frieren neigt, dann habe ich noch ein paar Extratipps für euch. Mein erster Tipp besteht ganz klassisch darin, Heißgetränke zu trinken. Hier kann ich besonders würzigen Ingwertee empfehlen. Ich trinke meinen gern mit frischem Ingwer und einer halben ausgepressten Zitrone. Da die Ingwerknolle sehr scharf ist, wärmt sie uns wunderbar von innen auf und regt die Durchblutung an. Die Erkältungsprofis unter euch wissen das vermutlich schon, aber Ingwer ist wirklich ein richtiges Wundermittel. Ihr könnt ihn auch in Form eines kickenden Ingwer-Shots trinken.

Wenn ihr trotz Handschuhen kalte Hände habt, probiert es unbedingt mal mit Handwärmern. Diese gibt es gefüllt mit einer Flüssigkeit, die hart und warm wird, sobald ihr das Metallplättchen im Inneren knickt. Nach Gebrauch müsst ihr den Wärmer einmal auskochen, und er ist wieder einsatzfähig. Kauft euch für jede Hand einen, und ihr werdet keine Eisfinger mehr haben. Alternativ gibt es Powerbanks, die gleichzeitig wärmen. Ein wahrer Jackpot, oder? Kein leerer Akku mehr und warme Hände noch dazu! Eine tolle Erfindung.

Ihr Lieben – nun wisst ihr, wie ihr eure Kleidung winterfest machen könnt, und müsst auch bei langen Spaziergängen garantiert nicht mehr frieren.

XX, Susanna

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