Stop freezing | So werden eure Sommerkleider wintertauglich

Dienstag, 27. März 2018, 11:38

Ich war schon immer ein Kleidermädchen. Im Kindergarten und in der Grundschule war ich bekannt dafür, ausschließlich Kleider zu tragen. Hosen mochte ich nicht und wollte auch beim Auf-die-Bäume-klettern keine anziehen. Auch wenn meine Mama nicht wirklich begeistert war, wenn ich im Sommerkleid durch den Schnee stapfte, ich wurde deswegen nicht häufiger krank. Denn: Ich wusste schon als braves Kind, wie ich meine Sommerkleider wintertauglich machen kann. Meine Tipps dazu bekommt ihr jetzt.

Mit diesen easy Tricks macht ihr eure Sommerkleider wintertauglich

Ganz klar, der naheliegendste Trick ist das Tragen von mehreren Schichten. Damit es obenrum luftig sein darf, muss die Kleidung darunter muckelig warm sein. Schichtet, was das Zeug hält. Tragt die guten alten Unterhemden. Und darüber am besten noch einen feinen Rolli mit dem ihr zeigt, dass ihr fashiontechnisch ganz weit vorne seid. Denn am Rollkragen kommen wir diesen Winter einfach nicht vorbei. Richtig fashionable wird’s, wenn ihr ihn zu einem Slipdress kombiniert und so eure liebsten Sommerkleider wintertauglich macht. Am schönsten wirken hier dunkle – bestenfalls schwarze – Rollis zu bunten Kleidern.

Bloggerin zupft an Rollkragen

Material Girl | Greift zu wärmenden Materialien

Auch bei der Wahl des richtigen Materials könnt ihr wärmende Punkte sammeln. Bei der obersten Lage in Form von Strickjacken oder auch Pullovern greife ich am allerliebsten zum kuschligen Kaschmir. Das feine Garn sieht nicht nur edel und classy aus, es hält auch anständig warm. Schließlich müssen die kleinen Kaschmirziegen, die es uns in Form ihrer Unterwolle liefern, eisige Winter in den Höhen der Mongolei und ähnlichen unwirtlichen Gebieten dieser Welt überstehen.

Shirt asu Merinowolle unter Baumwollshirt

Bei der untersten Schicht habe ich mich von Wintersportlern inspirieren lassen. Ich trage in letzter Zeit wahnsinnig gern Shirts aus Merinowolle, einem Material auf das immer mehr und mehr Sportler setzen. Die Leibchen sind so fein wie Baumwoll-Shirts, aber viel wärmender, bzw. wärmeausgleichender. Merinowolle wärmt uns bei Kälte und kühlt uns bei Hitze. Ist das nicht toll? Zudem wirken die Fasern durch ihre Struktur – vielfach gekräuselt – auf der einfach kein Bakterium halten will, antibakteriell. So entwickeln sich auch bei Schweißbildung keine Gerüche. Ein Wunderwerk der Natur, das ich euch, im wahrsten Sinne, nur wärmstens empfehlen kann.

Den Lauf stoppen | So rutschen Kleider nicht mehr hoch

Wenn ihr öfters mal ne dicke Strumpfhose zum leichten Kleidchen getragen habt, kennt ihr das Problem vielleicht. Der Stoff des Kleidchens schiebt sich beim Gehen so nach und nach, klammheimlich, nach oben. Als ich irgendwann mal komplett entblößt mit einem Kleidersaum, der sich unter die Brust geschoben hatte, in der Redaktion stand, wusste ich: Das Hochlaufen muss gestoppt werden. Die Lösung hierfür ist ziemlich simpel. An einem Unterkleid oder -rock aus glattem Stoff kann sich auch ein Sommerkleid nicht hochschieben. Wenn der Saum noch dazu mit feiner Spitze versehen ist, darf er ganz im Sinne des Dessous-Layering auch frech hervorblitzen.

Streetstyle: Lammfellmantel, Sommerkleid im Winter, hohe Stiefel, blaue Tasche

Wärme von unten macht Sommerkleider wintertauglich

Ich finde, wenn die Füße erst einmal kalt sind, ist der Rest auch nicht mehr zu retten. Greift daher zu richtig warmen Schuhen. Oder macht diese durch isolierende Einlegesohlen warm. Toll sind auch, wie bei meinem Look, Stiefel mit Plateau-Sohle. Da hat Kälte von unten keine Chance.

Bloggerin im warmen Lammfellmantel zu blauer Tasche von Liebeskind und Plateau-Stiefeln

Mein Geheimtipp

Dass eine Strumpfhose nicht fehlen darf, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Dennoch kann es um den Unterleib schnell zu kühl werden. Wenn ihr zu Blasenentzündungen neigt, solltet ihr euch hier extra warm halten. Etwas, was mir meine Mama mitgegeben hat, ist das Anziehen von warmen Unterhosen. Nicht unbedingt sexy, aber Gold wert. Gut sind die Höschen aus Materialien wie Angora oder eben auch wieder Merino. Habt ihr ein Date, könnt ihr ja immer noch schnell ins Bad huschen und die Buxe unauffällig in der Handtasche verschwinden lassen 😉 .

Frau mit Statement-Ohrring zu schwarz-weißem Putfit
Sommerkleider wintertauglich: treetstyle-Look Black and White
Sommerkleider wintertauglich: Schwarze Tasche mit bunter Stickerei
Sommerkleider wintertauglich: Streetstyle-Details: Lammfellmantel, Sommerkleid im Winter, blaue Tasche
Streetstyle: Shearling-Coat zu Rollkragen-Pulli
blaue Tasche von Liebeskind im Details
Blaue Tasche von Liebeskind vor Lammfell-Mantel
Frau mit Statement-Ohrring zu schwarz-weißem Putfit
Sommerkleider wintertauglich: treetstyle-Look Black and White
Sommerkleider wintertauglich: Schwarze Tasche mit bunter Stickerei
Sommerkleider wintertauglich: Streetstyle-Details: Lammfellmantel, Sommerkleid im Winter, blaue Tasche
Streetstyle: Shearling-Coat zu Rollkragen-Pulli
blaue Tasche von Liebeskind im Details
Blaue Tasche von Liebeskind vor Lammfell-Mantel

Ich hoffe, ich konnte euch ein paar hilfreiche Tipps an die Hand geben und eure liebsten Sommerkleider sehen demnächst mal wieder das Tageslicht.

XX, Susanna

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Kommentare zu diesem Beitrag
3 Kommentare
Elli
Freitag, 2. März 2018, 14:48 Uhr

Kaschmir-Schäfchen? 1. Kaschmir ist Kaninchen! 2. lassen Gott sei Dank die Designer schon teilweise die Finger davon, weil die Tiere gequält werden. Es gibt keine Kaschmir-Kaninchen von natur aus. Die müssen abartig gezüchtet werden, um einen gewinnabwerfenden Betrag zu erzielen.
Und wahllos Merino kaufen ist auch abartig. Von Muling wohl auch noch nie was gehört. Fashion-Leute kaufen sowas leider selten von nachhaltigen Outdoor-Marken oder aus fairem Handel. Sondern eher schön billig im Primark. Ich krieg übrigens schon Ausschlag, wenn ich das Wort Primark schreibe.
Diese Massentierkonsumxxx ist echt was für charakterschwache ignorante Idioten. Aber sei stolz auf dich, schon im Kindergarten nur im Kleidchen rum gelaufen. Das sind die echten Werte des Lebens.
Trag du schön weiterhin Wolle vom überzüchtesten, gequälten Kaninchen und glaub daran, dass es eigentlich glückliche, kleine Schäfchen sind, die über irische Weiden hoppeln.
Sorry, soviel ignoranz macht mich echt sauer. Wenn man schon Tier trägt, dann sollte man wenigstens wissen, was genau!

Antworten
Elli
Freitag, 2. März 2018, 14:54 Uhr

Ach sorry, es sind natürlich Ziegen keine Kaninchen. Mein Fehler, an dieser Stelle sorry für die Unterstellung das man keine Ahnung hat.
Das macht es aber nicht besser, dem Kunden zu sugerieren, dass es Wolle vom kleinen süßen Zieglein ist, ist immer noch abartig genug. Liebes Otto-Team.

Antworten
    Susanna
    Donnerstag, 8. März 2018, 12:54 Uhr

    Liebe Elli,

    wie schade, dass du dich über unseren Artikel, der eigentlich als Inspiration gedacht war, so ärgern musstest. Wie du richtig erkannt hast, arbeiten wir für Otto und nicht für Primark. Im Otto-Sortiment gibt es kein Angora von gequälten Kaninchen. Zudem wird bei Otto Wert auf Mode gelegt, die zu fairen Bedingungen für Mensch und Tier hergestellt wird. Beispielsweise gibt es das Label Armed Angels im Sortiment, das sich konsequent gegen Muling ausspricht und die Gewinnung der Wolle in Patagonien persönlichen auf gute Bedingungen kontrolliert. Auch die Initiative Cotton Made in Africa findest du auf Otto.de und wenn du nach Good Product suchst, findest du im Sortiment, Kleidung, die nachhaltig produziert wurde.

    XX, Susanna