Label to Watch | Back to the 90s mit ESPRIT

Männer und Frauen in unterschiedlichen Looks vom label ESPRIT
Two for Fashion Autorin Susanna
Dienstag, 30. Januar 2018, 8:29

Ende der 80er, Anfang der 90er war ein Pullover von Esprit mit möglichst großem Logo ein Must-have für coole Kids. Der Schnitt war simpel, die Buchstaben bunt. In meiner Klasse trug jedes zweite Kind ein solches Sweater. Ihr wart dabei und habt so einen Pulli aufgehoben? Dann nichts wie runter in den Keller oder ab zu Mutti. Holt das Teil wieder heraus, denn es gehört zu den absoluten It-Pieces der Saison. Warum? Humberto Leon und Carol Lim sind eine Liaison mit dem Trend-Label unserer Kindheit eingegangen! Falls euch diese beiden Namen bekannt vorkommen, liegt es wohl daran, dass sie schon dem – damals etwas eingestaubten – Label Kenzo neues Leben einhauchten und sich so in der internationalen Fashion-Szene einen Namen machten. Nun haben sie sich also ESPRIT angenommen und viele alte Klassiker neu interpretiert, was der Marke definitiv zu neuer Coolness verhilft. Aber auch die ureigene Linie von ESPRIT begeistert uns hier in der Redaktion immer wieder, weshalb wir heute mit euch einen Blick darauf werfen möchten.

Mann und Frau in Unisex-Looks von Opening Cremeny für ESPRIT, HW 16/17

Back to the Roots – die Geschichte von ESPRIT

Gegründet wurde das Label ESPRIT im Jahre 1968 von Susie Tomkins und ihrem Mann Douglas. Anfangs ging es für Susie darum, einen Ausgleich zu ihrer Rolle als Mutter von zwei kleinen Mädchen zu finden und so nähte sie Kleider für ihre Freundinnen und Bekannte. Doch ihr Gespür für Mode trieb das Business, das seine Wurzeln in San Francisco hat, schnell voran. Während zu Beginn alle Mitarbeiter wie in einer großen Familie zusammenarbeiteten, was man ruhig wörtlich nehmen kann, da auch immer viele Kinder im Headquarter herumliefen, ist das Label heute ein weltweites Unternehmen. Mittlerweile hat ESPRIT über 900 Shops in mehr als 40 Ländern. Zudem kommen um die 7800 Shops, die die Marke führen. Natürlich ist auch OTTO dabei.

Get the Spirit

ESPRIT ist ein Kind der 68er und so wurde von Anfang an Wert darauf gelegt, die Mitarbeiter fair zu behandeln und für alle ein angenehmes Arbeitsumfeld zu schaffen. Zudem war ESPRIT eines der ersten Labels, dass eine Ökokollektion aus Bio-Baumwolle fertigte. Das war Anfang der 90er Jahre, als die meisten Designer und Konsumenten noch nicht einmal wussten, was Bio-Baumwolle sein sollte. Begriffe wie Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung und Umweltbewusstsein sind für uns heute alltäglich. Doch Susie und Douglas Tomkins beherzigten diese schon von Anfang an. Auch heute versucht das Label, diesen Geist aufrechtzuerhalten. So wird zum Beispiel bei der Produktion von Jeans auf das gesundheitsschädliche Sandstrahlen verzichtet, das sonst für den Used-Look eingesetzt wird, und es gibt Bademoden aus recycelten Materialien.

#imperfect

Auch gerade auf sozialer Ebene macht ESPRIT immer wieder mit großen Kampagnen von sich reden. Die aktuelle Kampagne mit dem Hashtag #imperfect steht für den Wert des einzelnen Individuums. Es geht nicht darum, perfekt zu sein, sondern sich so zu lieben, wie man ist. Mit allen (vermeintlichen) Makeln und Macken. Ich finde, es ist eine schöne Idee in unserer Welt, die immer so sehr nach Perfektion strebt. Ihr nicht auch? Und wenn ihr euch das Bild unten einmal genau anschaut, werdet ihr feststellen, dass beide Models – also male und female – die gleichen Looks tragen. In der Coop mit Opening Ceremony hat das Label nämlich noch mal einen draufgesetzt und Unisex-Klamotten auf den Markt gebracht, die von Männern und Frauen gleichermaßen getragen werden können. Und dies beinhaltet auch Kleider und Röcke…

Mann und Frau in Unisex-Looks von Opening Cremeny für ESPRIT, HW 16/17

Mir ist das Label ESPRIT, das immer Mode machen wollte, die sich gut anfühlt und gute Laune bereitet, sehr sympathisch. Wenn es euch auch so geht, dann schaut doch mal in meine Produktgalerie. Hier habe ich euch meine liebsten Pieces zusammengestellt.

XX Susanna

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