Puffärmel: der Schnitt für Volumen

Fashion-Lexikon: Detailansicht von Ouffärmeln mit Blütenstickerei und Rüschen

Was sind Puffärmel?

Puffärmel sind bauschige Ärmel an Blusen und Kleidern. Durch das Raffen des Stoffes im Schulterbereich entsteht Volumen, das am Bund des Ärmels wieder zusammengenommen wird. Klassischerweise sind Dirndlblusen und Kinderkleider mit ihnen versehen, aber auch stylishe Oberteile können Puffärmel haben.

Was zeichnet Puffärmel aus?

Bei Puffärmeln handelt es sich um voluminöse Ärmel, die an der Schulter gerafft sind, von dort aus aufgebauscht werden und am Bund wieder eng zusammenlaufen. Häufig sind sie kurz, können jedoch auch eine 3/4-Länge haben oder bis zum Ellenbogen reichen. Puffärmel werden hauptsächlich aus leichten, glatten Stoffen gefertigt. Sie finden sich an Blusen und Kleidern und sind vor allem in der Trachtenmode sehr verbreitet.

Es gibt unterschiedliche Arten von Puffärmeln. Die klassischste Form sind kurze Ärmel, die am Oberarm enden und am Bund Rüschen haben können. Weiterhin gibt es längere gebauschte Ärmel, die als sogenannte Bischofsärmel bis zu den Handgelenken reichen können. Puffärmel, die in einen engen, meist geknöpften Ärmel übergehen, nennt man Gigotärmel oder Leg O’Mutton, da sie an Hammelkeulen erinnern.

Geschichte der Puffärmel

Bereits in der Renaissance trugen Männer und Frauen Puffärmel an ihrer Kleidung. Im Laufe der Geschichte nahm der Umfang der bauschigen Ärmel je nach Mode ab und wieder zu. In der Biedermeierzeit (Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts) bestimmten Puffärmel die Mode der Frauen und erreichten, passend zu extrem weiten Röcken, ihren bisher größten Umfang. Sie waren mitunter so voluminös, dass sie beim Klavierspielen und ähnlichen Aktivitäten störten. Um den bauschigen Stand zu wahren, wurde der verwendete Stoff mit Fischbeinen und Rosshaar verstärkt. In dieser Zeit kamen auch die sogenannten Keulenärmel auf: Puffärmel, die in einen eng anliegenden Ärmel übergehen.

Heutzutage werden Puffärmel ausschließlich von Mädchen und Frauen getragen. Häufig zieren sie Trachtenblusen und -kleider. Im Sommer 2018 bildeten sie laut Harper’s BAZAAR und ELLE einen der wichtigsten Microtrends und tauchten in vielen Kollektionen von Luxusmarken auf. Bei uns sind sie nach wie vor extrem angesagt.

So stylt ihr Looks mit Puffärmeln

Keine Frage: Ihr könnt Puffärmel ganz klassisch zum oder am Dirndl tragen. In der Regel wirken die aufgebauschten Ärmel sehr mädchenhaft und jung. Für den seriösen Auftritt im Büro sind sie daher eher weniger geeignet. Soll es stylish sein, tragt Kleidungsstücke dazu, die einen coolen Bruch ergeben. Eine Destroyed Jeans bildet einen guten Kontrast zu einer weißen Bluse mit Puffärmeln. Wenn ihr dann noch rockige Biker Boots dazu kombiniert, ist der Look perfekt. Betont in jedem Fall eure Taille und tragt zu Blusen mit Puffärmeln hochgeschnittene Röcke mit Gürteln. Achtet beim Haar-Styling und Make-up darauf, dass es nicht zu romantisch wirkt, weil eure Looks sonst zu mädchenhaft werden.

Das Kleid von Nike van Dinther ist ein Kontrast in sich. Die süßen Puffärmel treffen auf ultracoolen Leoprint. Ein Look, der auf jeden Fall für Aufsehen sorgt. Die spitzen Lackstiefeletten sind die idealen Begleiter.

Wenn eine weiße Bluse mit übergroßen Puffärmeln auf eine High-Waist-Jeans mit Achtzigerjahre-Waschung trifft, ergibt dies – wie ihr seht – ein tragbares und stylishes Outfit.

Das Besondere an Xenia Adonts weißer Bluse sind ganz eindeutig die Puffärmel im XXL-Format. Durch den ansonsten klassischen Schnitt des Oberteils funktioniert die Kombi mit dem asymmetrischen Polka Dot Rock und den Overknee-Stiefeln ganz wunderbar.

Dos

  • Tragt Crop Tops mit Puffärmeln zu coolen Jeans und spitzen Schuhen mit Kitten Heels.
  • Stylt eine schwarze Bluse mit extrem aufgebauschten Ärmeln zum engen Minirock im Metallic-Look, und ihr seid der Star auf der nächsten Party.

Don’ts

  • Wenn ihr Tops mit Puffärmeln tragt, verzichtet bei den restlichen Kleidungsstücken auf Volumen.
  • Kombiniert die voluminösen Ärmel nicht mit gemusterten, schweren Stoffen wie Brokat, weil das altmodisch wirkt.
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