Praktisches

Stauraum schaffen: Tipps für Schlafzimmer, Bad, Kinderzimmer und mehr

Stauraum ist nicht nur in kleinen Wohnungen ein Thema. Aber insbesondere in den kleinen und verwinkelten Räumen, macht er den entscheidenden Unterschied zwischen „Rumpelkammer“-Atmosphäre und einem echten Wohlfühlzimmer. Wir haben Stauraum-Ideen, die du auch in deiner Wohnung umsetzen kannst.

1. Stauraum im Schlafzimmer

In schmalen Schlafzimmern und in Räumen mit Dachschräge ist oft kein Platz für einen großen Kleiderschrank. Hier musst du ein bisschen kreativ werden, um Stauraum für Kleidung und Bettzeug zu schaffen. Maßgefertigte Schränke nutzen den vorhandenen Raum optimal aus – sind aber leider planungs- und kostenintensiv.

Schlafzimmer mit maßgefertigtem Kleiderschrank unter der Dachschräge

Mehrere kleine Möbelstücke statt einem großen

Eine Kommode mit Kleiderstange ist eine gute Alternative zum Kleiderschrank. Noch weniger Stellfläche brauchen Kleiderstangen, die du an der Decke hängend montierst. Solche Kleiderstangen kannst du mit etwas Geschick sogar selber bauen.

Lust auf Basteln? In unserem Beitrag: „Kleiderstange selber bauen: DIY-Anleitung und Ideen“ findest du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für eine coole Kleiderstange aus Kupferrohren.

Helles Schlafzimmer mit Dielenboden, Holzschrank, weißer Kommode und hängender Kleiderstange

Stauraum unter dem Bett

Wenn dir Platz für Bettzeug, Decken und Winterkleidung fehlt, ist ein Stauraum-Bett eine gute Lösung. Wem die hohen Betten mit den Schubkästen zu wuchtig sind, der entscheidet sich am besten für ein Bett auf Füßen: Darunter finden meist ein paar flache Boxen oder Unterbettkommoden Platz.

Unterbettkommode unter weißem Bett
Unterbettkommode von WENKO bei OTTO

2. Stauraum in der Küche

In der Küche sollte der Stauraum nicht nur ausreichend, sondern vor allem sinnvoll geplant sein: Schließlich möchtest du nicht lange in den Schränken wühlen, sondern schnell und einfach alles erreichen, was du zum Kochen oder Tischdecken benötigst.

Kleine Küche mit geöffneten Schuladen, Schränken und Oberschränken

Aussortieren

Du kannst viel Stauraum gewinnen, indem du regelmäßig aussortierst. Wenig benutzte Küchengeräte, gesprungenes Geschirr und Tupperdosen ohne Deckel kommen weg – oder ziehen „auf Bewährung“ in den Keller um, bis du entschieden hast, ob sie gehen oder bleiben.

Du kannst viel Stauraum gewinnen, indem du regelmäßig aussortierst. Wenig benutzte Küchengeräte, gesprungenes Geschirr und Tupperdosen ohne Deckel kommen weg – oder ziehen „auf Bewährung“ in den Keller um, bis du entschieden hast, ob sie gehen oder bleiben.

Schrankflächen komplett ausnutzen

Viele Küchenzeilen verschenken Stauraum. Mit Eckschubladen und sogenannten Karussellböden nutzt du die vorhandene Fläche optimal aus. Gleiches gilt für Schubladensysteme mit vielen verschiedenen Fächern, Sockelschubladen und schmale Regalfächer, zum Beispiel in den Zwischenräumen zwischen Küchenschrank und Einbauherd.

Küchenzeile mit offenen Regalen, Gasherd, Messerleiste und Hakenleiste für Kochgeschirr

Wandflächen für Regale und Geschirrhaken nutzen

Auch in kleinen Küchen bleibt neben den Hängeschränken viel freie Wandfläche. Nutze sie, um kleine Regale oder Hakenleisten anzubringen. So schaffst du Platz für Kräutertöpfe, Kochutensilien und Gewürze. Auch an der Unterseite der Hängeschränke lassen sich Haken anbringen, um Töpfe oder Becher aufzuhängen.

Vintage-Küche mit geblümten Fronten, dunklem Holztisch, offenen Regalen und Hängegitter mit Kochgeschirr

Hängeampeln und -körbe

Wenn in Schränken und Regalen kein Platz übrig ist, kannst du die Decke nutzen: In Drahtkörben und an Metallgittern lagerst du Obst und Gemüse, Kräuter oder Kochgeschirr.

3. Stauraum im Bad

Das klassische Badezimmer ist eher klein, und neben Waschbecken, Dusche und WC bleibt wenig Platz für Schränke und Regale. Unter dem Waschbecken ist allerdings fast immer Platz für Stauraum.

Weiß gefliestes Bad mit weißem Waschtisch, rundem Spiegel und schwebend montierten Regalfächern

Einige Waschbecken sind aufgrund ihrer Form allerdings nicht mit Einbau-Waschtischen kombinierbar. In diesem Fall funktionieren kleine Standregale oder Wandregale unter oder direkt neben dem Waschtisch.

Metall-Wandregal mit Deko und Accessoires über WC im Badezimmer

Auch über der Toilette ist häufig Platz für ein Wandregal oder einen kleinen Wandschrank. Hier finden alle Dinge Platz, die du nicht täglich brauchst, aber auch Schmuck oder Kosmetik.

badezimmer-aufbewahrung-korb
Zwei gestapelte Holztabletts mit Vase und Hygrometer auf Fensterbank im Bad

Die größte Stauraum-Herausforderung im Badezimmer ist ohnehin der viele Kleinkram: Zahnputzzeug, Kosmetik, Schmuck und Co. lassen das Bad schnell unordentlich wirken. Dekorative Schalen und Tabletts bringen Ordnung ins Bad – und ein großer Korb bietet Platz für frische Handtücher.

Ausrufezeichen
Lagere deine Handtücher bei Platzmangel außerhalb des Badezimmers, zum Beispiel im Schlafzimmer-Schrank oder in einer Flurkommode.

4. Stauraum im Kinderzimmer

Im Kinderzimmer Platz zu schaffen, ist gar nicht so leicht: Zum einen gibt es jede Menge Spielzeug und Kleidung zu verstauen, zum anderen müssen Möbel und Stauraumlösungen kindgerecht sein. Regale bis unter die Decke sind zwar praktisch, aber gerade kleine Kinder können mit stabilen, leicht zu erreichenden Schränken und Boxen mehr anfangen.

Schmales Kinderzimmer mit Hochbett, schwebend montiertem Kinderschrank und flachem Bücherregal an der Wand

Ein Hochbett schafft zusätzlichen Platz

Auf den ersten Blick nimmt ein Hochbett viel Raum im Kinderzimmer ein. Dafür lässt sich der Platz unter dem Bett für eine Spielecke oder als Stauraum für Spielzeug nutzen. In schwierig geschnittene Räume passt oft nur ein maßgeschneidertes Hochbett. Für quadratische oder rechteckige Grundrisse kannst du ein fertiges Hochbett oder Funktionsbett kaufen.

Flache Wandborde mit Büchern neben Tür im Kinderzimmer
Leseecke im Kinderzimmer

Bücherregale mit geringer Tiefe

Wenn kein Platz für ein Bücherregal ist, kannst du stattdessen Regalbretter mit geringer Tiefe an der Wand anbringen und die Bücher parallel zur Wand arrangieren. Die flachen Bücherregale sind nicht nur platzsparend, sie setzen die Kinderbücher auch wie eine Wanddekoration in Szene.

Offenes Regal mit Büchern und Körben im Kinderzimmer
Schwebend montierter Holzschrank im Kinderzimmer, darunter Körbe und Boxen mit Spielzeug

Körbe und Boxen für Spielzeug

Mit dekorativen Körben schaffst du Ordnung im Kinderzimmer, auch wenn kein Platz für ein weiteres Regal ist. Oft kannst du stabile Körbe und Boxen auch oben auf dem Schrank oder unter dem Bett verstauen – so nutzt du den vorhandenen Platz aus und das Aufräumen geht ganz leicht.

5. Stauraum im Wohnzimmer

Plaids, Spiele, Bücher – im Wohnzimmer sammeln sich viele Dinge, die ihren Platz brauchen. Der Trick ist, ausreichend Stauraum zu schaffen, ohne dass das Wohnzimmer vollgestellt aussieht.

Wohnzimmer mit buntem Teppich, Pflanzen, hellblauem Sofa mit Deko-Regal und Bildern dahinter

Wand hinter dem Sofa nutzen

Die Wand, an dem dein Sofa steht, bietet zwar keine Stellfläche mehr – aber dafür umso mehr Wandfläche. Mit einem Hängeregal über dem Sofa gewinnst du viel Platz für alles, was du nicht täglich brauchst.

Stauraummöbel

Viele moderne Möbelstücke haben versteckten Stauraum – und sehen gar nicht nach Funktionsmöbeln aus. Welche Möbel du wählst, richtet sich nach deinem Stauraumbedarf: Das kann ein kleiner Polsterhocker mit abnehmbarem Deckel sein, ein Couchtisch mit Innenraum oder ein Sofa mit Staufach unter der Sitzfläche.

Wohnzimmer mit wandhohem Bücherregal neben dem Fenster, schwarzem Lehnstuhl mit Decken und weißem Sofa

Regale bis unter die Decke

In kleinen Räumen kannst du die Regale bis unter die Decke ziehen – so ist genug Platz für Bücher, Deko und Co. Wähle Regale und Sofa am besten in ähnlichen Farben, damit der Raum ruhiger wirkt. Wenn dir die offenen Regalfächer zu unordentlich aussehen, kannst du auch hohe Schränke anbringen.

Helles Wohnzimmer mit grauem Sofa, rundem Couchtisch und Polsterhocker, zwei Stehleuchten

Sparsam dekorieren

Mit zu vielen Deko-Elementen wirkt ein Raum schnell vollgestellt. Dazu kommt, dass Vasen, Schalen, Tischleuchten und Co. regelmäßig abgestaubt werden müssen. Wähle lieber wenige schöne Stücke aus, die du gezielt im Raum platzierst.

Mehr Inspiration findest du im Beitrag „Praktische Stauraummöbel schön in Szene setzen: So geht’s“.

6. Stauraum im Flur

Im Flur ist das Stauraum-Problem oft am größten – vielleicht auch deshalb, weil der Eingangsbereich bei der Einrichtung oft etwas vernachlässigt wird.

Flur mit weißer Kommode, weißem Parkettboden und hängender Kleiderstange

Ein guter Tipp, um Flur-Chaos zu vermeiden: Bringe Garderobe und Schuhschrank möglichst nah bei der Eingangstür an. So kommst du gar nicht erst in Versuchung, deine Sachen woanders abzulegen.

Langer Flur mit schwebendem Schuhschrank, grauen Paneelen und Ethno-Teppich
Geöffneter Schuhschrank mit versetzt montierten Ablagegittern und Schuhen darin

In einem schmalen Flur kannst du auf die Garderobe verzichten und stattdessen einfach Wandhaken und ein schmales, hohes Schuhregal anbringen. Dafür bietet sich zum Beispiel die Wand hinter der Eingangstür an.

Langer, heller Flur mit weißem Schuhschrank, zwei Ablagestühlen und Pflanzen

Accessoires wie Mützen und Schals finden ihren Platz in dekorativen Kisten oder Körben. Diese kannst du in eine Ecke des Flurs oder auf Regale in Überkopf-Höhe stellen. Nicht zu unterschätzen: Ablageflächen für Schlüssel und Post. Dafür eignet sich ein Wandboard, aber auch eine schmale Kommode oder ein Ablagestuhl.

Treppenaufgang im Flur mit stufenförmigem Bücherregal darunter

Stauraum schaffen unter der Treppe

Unter der Treppe befindet sich häufig ungenutzter Raum, der sich zum Beispiel für Regale oder für eine Garderobe nutzen lässt. Du kannst ein Regal für die Treppe anfertigen lassen, oft tun es aber auch ein paar Regalbretter oder schöne Garderobenhaken: So schaffst du ganz nebenbei Ordnung im Flur.

7. Die 5 besten Stauraum-Tipps

  • Alle Räume nutzen: Im Schlafzimmer ist kein Platz für einen großen Kleiderschrank? Dann kommen Bettwäsche und Wintersachen vielleicht einfach in eine Kommode im Flur. Fast jede Wohnung hat irgendwo freie Ecken, um zusätzlichen Stauraum zu schaffen.
  • Möbel an den Raum anpassen: Im schmalen Flur passen Regale unter die Decke, im engen Bad findet ein hohes Eckregal Platz und im 12-Quadratmeter-Schlafzimmer ein Stauraumbett: Für jede räumliche Herausforderung gibt es passende Möbel.
  • Regelmäßige Inventur: Es kostet ein bisschen Überwindung, aber hin und wieder solltest du dein Inventar auf den Prüfstand stellen: Wenig getragene Kleidung und nie benutzte Küchengeräte müssen weichen – so schaffst du Platz für die wichtigen Dinge.
  • Raumhöhe ausnutzen: In kleinen Räumen ist wenig Stellfläche – also nutzt du die Wände, um Stauraum zu schaffen: Wandhohe Regale bieten viel Stauraum und nehmen kaum Platz weg.
  • Eins kommt, eins geht: Das kann für Möbel und Deko gleichermaßen gelten. Wann immer du ein neues Stück anschaffst, wird dafür ein altes aussortiert. So wird es nicht zu voll in deiner Wohnung.