Kinderzimmer

Kinderzimmer Wandgestaltung: Tipps und Ideen für fröhliche Kinderzimmer

Das Kinderzimmer ist Rückzugsort und kreative Räuberhöhle in einem. Die Wände spielen dabei vielleicht nicht die Hauptrolle – und trotzdem ist die Wandgestaltung entscheidend für eine schöne Kinderzimmer-Atmosphäre. Wir verraten, welche Möglichkeiten du bei der Wandgestaltung im Kinderzimmer hast und zeigen dir Farb- und Dekobeispiele.

1. Wandfarbe oder Tapete im Kinderzimmer?

Wandfarbe

Der größte Vorteil von Wandfarben? Du hast eine nahezu unbegrenzte Auswahl beim Farbton. Deine Wunschfarbe kannst du fertig kaufen oder dir einen Farbton individuell im Fachhandel mischen lassen. Fertige Farben haben allerdings den Vorteil, dass du den Farbton später genau so nachkaufen kannst, etwa für Renovierungsarbeiten. Speziell für Baby- und Kinderzimmer gibt es Wandfarben ohne Weichmacher und Lösungsmittel. Sie sind besonders gesundheitsschonend und zudem umweltfreundlich. Eine gute Orientierung bei der Wahl der Wandfarbe bietet auch das Umweltsiegel „Der Blaue Engel“.

Wickelkommode und Sessel vor einer Kinderzimmerwand in Apricot und Beige.
Ein Anstrich in verschiedenen Farbschattierungen bringt Leben ins Kinderzimmer. So lässt sich die Wandgestaltung relativ unkompliziert verändern – manchmal reicht es schon, nur eine Wand in einer neuen Farbe zu streichen.

Schutzfarbe schont den Kinderzimmer-Wandanstrich

Nicht selten beziehen Kinder beim Malen, Spielen und Basteln auch die Wand mit ein. Stark beanspruchte Stellen, zum Beispiel in der Spielecke, am Basteltisch oder rund um den Lichtschalter, kannst du mit einem abwaschbaren, transparenten Schutzüberzug streichen. Diese spezielle Schutzfarbe, die du im Fachhandel bekommst, kostet etwas mehr. Dafür kann sie problemlos mit Seifenwasser feucht gereinigt werden.

Tapete

Gemusterte Tapeten und Motivtapeten stehen bei Kindern hoch im Kurs. Aber die fantasievollen Motive sind nicht nur schön anzusehen, sie fördern gerade bei kleinen Kindern auch die visuelle Wahrnehmung. Bei Motivtapeten ist das richtige Maß gefragt: Sehr bunte oder kleinteilige Muster lassen den Raum schnell unruhig wirken. Am besten tapezierst du nur eine Wand oder einen Wand-Ausschnitt, um einen fröhlichen Blickfang im Kinderzimmer zu schaffen. Die restlichen Wände werden in einem passenden, gedeckten Farbton gestrichen oder tapeziert.

Bett und Indianerzelt im Kinderzimmer vor Wand mit Mustertapete.
Auf dieser Mustertapete gibt es jede Menge zu entdecken: Die neutralen, auf Boden und Einrichtung abgestimmten Farben sorgen dafür, dass die Motive nicht zu unruhig wirken.

Vliestapeten erleichtern das Tapezieren

Ein kleiner Wermutstropfen bei Tapeten ist die Verarbeitung. Das gilt vor allem für Mustertapeten, bei denen die Bahnen passgenau aneinandergelegt werden müssen, damit eine makellose Optik entsteht. Grundsätzlich erfordert Tapezieren etwas Übung und im Idealfall eher vier statt zwei Hände. Wer es sich etwas leichter machen möchte, wählt eine Vliestapete fürs Kinderzimmer aus. Durch die dünne Vliesschicht auf der Rückseite der Tapete müssen die Bahnen nicht in Kleister einweichen, sondern können direkt auf die vorgekleisterte Wand aufgebracht werden. Zudem sind Vliestapeten sehr robust und je nach Hersteller sogar waschbeständig – nur für den Fall, dass dein Kind mit den Wachsmalstiften „ausrutscht“.

Babybett, Turnmatten und Spielzeug vor Weltraum-Motivtapete im Kinderzimmer
Die Herausforderung bei Motivtapeten: Das passgenaue Aneinanderfügen der einzelnen Tapetenbahnen. Vliestapeten ziehen sich nach dem Trocknen kaum zusammen – das erleichtert das Tapezieren.

Sieht gut aus: Tapete und Wandfarbe im Mix

Wandfarbe und Tapeten lassen sich im Kinderzimmer wunderbar kombinieren, um die verschiedenen Bereiche des Raums voneinander abzugrenzen. Meist wird die Tapete dabei als Highlight eingesetzt: Eine fröhliche Motivtapete als Hintergrund für den Mal- und Basteltisch regt die Fantasie an. An der Wand hinter dem Bett oder der Kuschelecke lädt eine Tapete mit ruhigen, freundlichen Motiven zum Träumen ein. Die übrigen Wände kannst du weiß oder in einem ruhigen Farbton streichen. Wenn du keine neutrale Wandfarbe verwenden möchtest, wähle am besten einen Farbton, der zu den Tapeten-Motiven passt.

Gestreifte und gemusterte Tapete im Kinderzimmer
Blockstreifen und Waldtiere – ein ungewöhnlicher Tapeten-Mix, der dank der ähnlichen Farbtöne aber gut funktioniert.
Farben und Tapeten für ein fröhliches Kinderzimmer:

2. So wirken die verschiedenen Farben im Kinderzimmer

Wenn sich Kinder die Farben in ihrem Zimmer selbst aussuchen dürfen, dann wird es meist ziemlich bunt. Damit dir und deinem Kind die Wände aber auch nach der ersten Woche noch gefallen, solltet ihr genau überlegen, wie viel Farbe im Kinderzimmer sein muss. Dabei spielt nicht nur der persönliche Geschmack eine Rolle, sondern auch die Wirkung der unterschiedlichen Farben.

Blaustichige Grün- und Rottöne für Ruhe und Entspannung

Helles Lindgrün und frisches Hellblau fördern Entspannung und Erholung im Kinderzimmer. Grüntöne ohne Gelbanteil – also eher blaustichige Töne wie Petrol und Tannengrün – wirken sehr harmonisch, vor allem in Kombination mit Weiß und Grautönen. Auch Rottöne mit Blaustich, etwa ein helles Rosa oder Flieder, sorgen für eine ruhige, ausgeglichene Atmosphäre.

Indianerzelt vor einer hellgrünen Wand im Kinderzimmer.
Ein helles Grün im Kinderzimmer wirkt ausgeglichen. Von Grüntönen sagt man, dass sie Konzentration und Kreativität fördern.

Grün und Blau für die Konzentration

Himmelblau und helles Blaugrau macht den Kopf frei und beflügelt die Gedanken. Mittelblau dagegen fördert Sachlichkeit und Präzision – ideal als Wandfarbe für den Arbeitsplatz im Kinderzimmer. Auch Grüntöne fördern die Konzentration und das strukturierte Denken. Je höher der Gelbanteil, desto inspirierender und anregender wirkt der Grünton.

Gelb für gute Laune

Gelb ist eine positive Farbe. Ihr Strahlen kann sogar eher dunkle Räume „sonniger“ wirken lassen. Im Kinderzimmer sorgen helle, freundliche Gelbtöne wie Vanille oder ein Pastellgelb für gute Laune. Ein knalliges Zitronen- oder Sonnengelb ist toll als Highlight, auf großen Flächen wird es aber schnell zu dominant und macht unruhig.

Pastelltöne vertragen sich gut mit kräftigen Farbakzenten

Im Baby- und Kleinkinderzimmer greift man meist zu soften, gedeckten Farbtönen, die eine friedliche Atmosphäre schaffen. Mit Deko und Textilien in kräftigen Farben setzt du gezielt Akzente und schaffst einen Blickfang für dein Kind. Das kann ein buntes Mobile sein, eine Schmusedecke in kräftigem Rot oder ein leuchtend blauer Teppich – schon wirkt das Babyzimmer ganz anders. Auch im Zimmer von älteren Kindern wirken solche Farbkontraste spannend – zum Beispiel, wenn du Komplementärfarben wie Blau und Orange oder Grün und Rot miteinander kombinierst. Keine Angst, es müssen nicht immer die intensiven Grundfarben sein: Sehr schön ist zum Beispiel eine Wand in zartem Wasserblau mit Möbeln Deko in einem warmen Holzton oder einem leichten Orange.

Spielküche sowie Stuhl und Leiter in Orange vor hellblauer Wand.
Wenn Komplementärfarben wie Blau und Orange miteinander kombiniert werden, bringt das die Farben zum Strahlen – und verleiht dem Raum Tiefe.

Grundsätzlich gilt: Je älter dein Kind, desto leuchtender dürfen die Farben sein. Das heißt aber nicht, dass du immer wieder komplett neu streichen musst: Wenn du in einer Farbfamilie bleibst, kannst du das vorhandene Farbschema einfach ergänzen.

3. Kinderzimmerwände: Praktische Gestaltungstipps

Spielecke im Kinderzimmer mit einem pink gestrichenen Aufsteller an der Wand
Der Farbakzent in leuchtendem Pink trennt Spielbereich und Ruhebereich optisch voneinander ab. Anstatt die gesamte Wand zu streichen, kannst du einen Aufsteller aus Pressspan oder Pappe selber machen.

Bereiche farblich voneinander abgrenzen

Besonders harmonisch wirkt das Kinderzimmer-Farbkonzept, wenn die verschiedenen Bereiche im Raum farblich voneinander abgegrenzt sind. Einen oder zwei Bereiche – zum Beispiel das Bett oder den Basteltisch – kannst du mit einer besonderen Wandfarbe oder Tapete hervorheben. Mehr als zwei abweichende Wandfarben oder-muster sollten es pro Raum aber nicht werden, sonst wirkt das Kinderzimmer schnell unübersichtlich und unruhig.

Deko und Bilder auf Kinder-Augenhöhe

Du richtest ein Zimmer für dein Kind ein – das solltest du insbesondere bei der Wanddeko im Hinterkopf behalten. Bilder, kleine Wandregale & Co. sollten immer in „Kinder-Höhe“ hängen. Zum einen fühlt sich dein Kind dann einfach wohler in deinen vier Wänden. Zum anderen wirkt der gesamte Raum harmonischer, wenn die Höhe der Wanddeko auf die meist niedrigeren Kinderzimmermöbel abgestimmt ist.

Truhe mit bunten Kissen, gerahmte Bilder und eine Lichterkette im Kinderzimmer.
Wandbilder mit kindgerechten Motiven am besten in Augenhöhe von Kindern anbringen. Nina von Pinspiration setzt die Bilder zusätzlich mit einer Lichterkette in Szene.

Auch bei Wanddeko auf Sicherheit achten

Schön soll es natürlich sein – aber wie bei allen Dingen im Kinderzimmer spielt auch die Sicherheit bei der Deko eine große Rolle. Bilderrahmen und Spiegel sollten möglichst bruchsicher sein und keine scharfen Kanten haben. Gleiches gilt für wandmontierte Regale und Bilderleisten. Beim Befüllen der Regale gilt: Arrangiere kleine Deko-Objekte am besten auf den oberen Brettern und reserviere die unteren Regalböden für häufig benutztes Spielzeug, Bücher und Kuscheltiere. So haben deine Kinder ihre Lieblingssachen immer in greifbarer Nähe.

4. Schöne Ideen für die Wandgestaltung im Kinderzimmer

Du magst die Kinderzimmerwände lieber ganz schlicht und klassisch in Weiß? Bunt gestalten kannst du das Kinderzimmer trotzdem. Bloggerin Nina von Pinspiration zum Beispiel hat sich im Kinderzimmer richtig ausgetobt und mit Wandbildern und Deko ein fröhliches Reich für ihre zwei Kinder geschaffen.

Selbstgemaltes einrahmen

Spielzeugregal, Wandbilder und Büchertisch im Kinderzimmer.
Nina von Pinspiration hat selbstgemalte Bilder ihrer Kinder gerahmt und in einer Wandgalerie in Szene gesetzt.

Tapeten zum Ausmalen

Kinderzimmer mit Mustertapete zum Ausmalen.
Endlich auf die Tapeten malen, ohne Ärger zu bekommen! In Sachen individuelle Wandgestaltung sind ausmalbare Tapeten ganz groß – am besten als Akzent an einer der Wände oder hinter dem Basteltisch.
Ausrufezeichen
Kinder, die gern auf Tapeten malen, freuen sich über einen „leeren“ Bilderrahmen direkt auf der Wand – ihr Platz für ihr eigenes Gemälde an der Kinderzimmerwand.

Bilderbücher als Galerie

Bilderbücher auf einem offenen Wandregal über einem großen Sitzsack.
In dem kleinen Wandregal über der Leseecke hat Nina von Pinspiration die schönsten Bilderbücher ihrer Kinder ausgestellt. So kann man sich jederzeit ein Buch greifen und es sich gemütlich machen.

Leuchtende Wandtattoos

Leuchtende Klebesterne an einer dunkelblauen Wand im Kinderzimmer.
Die leuchtenden Sternchen an Wand und Decke sind ein echter Kinderzimmer-Klassiker und fallen bei Tageslicht kaum auf.
Goldene Konfetti-Sticker an einer hellblauen Wand über Kommode
Wandsticker im Konfetti-Look sorgen für Abwechslung an der Kinderzimmerwand – und ein bisschen Glitzer hat sowieso noch nie geschadet.
Möbel und Accessoires für ein fröhliches Kinderzimmer: