Mehr Qualität: Tipps für ein minimalistisches Leben (Teil 2)

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Bald ist es wieder soweit, für viele ist ein neues Jahr der Startpunkt für die guten Vorsätze, die man dieses Mal unbedingt einhalten will. Im November habe ich euch bereits ein paar Tipps gegeben, die ihr in den Alltag integrieren könnt, um somit einem minimalistischerem Lebensstil einen Schritt näher zu kommen. Wie angekündigt, findet ihr hier meinen zweiten Teil mit Tipps für ein minimalistisches Leben. Egal, ob ihr sie als Vorsätze für das neue Jahr mitnehmen wollt oder nicht – wie auch schon beim ersten Teil gilt hier: Vieles lässt sich im Alltag ganz leicht umsetzen – viel Spaß dabei!

Digital Detox

  1. Zieht den Stecker eures Fernsehers und verstaut das Gerät für einen Tag, eine Woche, einen Monat, ein Jahr oder sogar für immer auf dem Dachboden.
  2. Lest mal wieder ein Buch. Besonders, wenn es eins gibt, das ihr schon seit Ewigkeiten lesen wolltet. Wenn eurer Bücherregal nichts hergibt: Ihr werdet erstaunt sein, was eure Bibliothek vor Ort so alles hat.
  3. Räumt die Benutzeroberfläche eures PCs oder Laptops auf. Es stimmt wirklich: Wer seine Umgebung ordnet, ordnet auch seine Gedanken.
  4. Entkoppelt euch ab und zu von Technik – vom Internet, vom Handynetz, von der Telefonleitung, vom Knopf im Ohr. Am besten geht das in der Natur.

Arbeit und Alltag

  1. Sagt „ja“ oder „nein“. Nicht „vielleicht“, „jein“ oder „mal sehen“.
  2. Arbeitet weniger. Sucht das Gespräch mit euren Vorgesetzten. Es gibt viele Möglichkeiten, weniger zu arbeiten: Überstunden vermeiden, statt einer Gehaltserhöhung die Arbeitszeit reduzieren, unbezahlten Urlaub nehmen, ein Sabbatical einlegen.
  3. Sagt alle unnötigen geschäftlichen und privaten Termine ab. Wenn ihr im Vorfeld merkt, dass eine Verabredung euch und euer Gegenüber nicht weiterbringt, hilft es, ehrlich zu sein. Verbringt stattdessen Zeit mit den Menschen und Dingen, die euch wichtig sind.
  4. Jagt nicht dem Perfekten hinterher, sondern strebt lieber nach eurem persönlichen Optimum. Das macht euch glücklicher, versprochen!
  5. Verzichtet für alle Strecken bis zu zwei Kilometern auf das Auto und auf öffentliche Verkehrsmittel. Geht stattdessen zu Fuß (oder nehmt das Fahrrad). Dies ist die minimalistischste Art der Fortbewegung, schont die Umwelt und euren Geldbeutel und hält euch fit.

Freizeit und Urlaub

  1. Genießt euer Wochenende. Wenn ich an Samstagen durch die Fränkische Schweiz wandere, wundere ich mich oft, dass ich die Wege für mich alleine habe. Ich genieße diese Ruhe, während sich andere Menschen im Gedränge von Fußgängerzonen und Kaufhäusern aufhalten.
  2. Macht in unseren Breitengraden Urlaub. Ihr müsst nicht um die Welt reisen, um einen Traumurlaub zu erleben. Habt ihr schon einmal daran gedacht, per Interrail-Tour Europa zu erkunden oder, noch viel einfacher, wandern zu gehen?

Sind einige dieser Tipps vielleicht schon längst Teil eures Alltags? Lasst mich per Kommentar gern wissen, wie ihr euren Alltag minimalistischer gestaltet.

Energie sparen: Was die Simpsons tun können

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Mein Wecker klingelt morgens früh. Im Winter ist es dann noch dunkel. Also: Licht an. Ab in die Küche, Wasser aufsetzen, damit ich mir meinen morgendlichen Kaffee machen kann. Kühlschranktür auf, Milch herausgeholt, übers Müsli damit. Nach der Dusche föhne ich mir die Haare. Noch fix die Waschmaschine, die ich am Vorabend angestellt habe, ausgeräumt, dann geht es ab zur Arbeit. Licht, Wasserkocher, Kühlschrank, Föhn, Waschmaschine. Verbraucht alles Energie. Das wiederum kostet Geld – besonders während meines Studiums habe ich gelernt, wenig zu verbrauchen. Denn das studentische Budget war meistens knapp. Ich möchte also behaupten, dass ich relativ energiesparend lebe.…

Hallo, ich heiße Christof und schreibe auf meinem Blog über Minimalismus und Nachhaltigkeit. Ohne materiellen Überfluss, negative Beziehungen und unnötige Verpflichtungen zu leben, führt zu persönlichem Glück und gesellschaftlichem Gewinn....

Zum Autor

Neffe
Donnerstag, 28. März 2019, 15:04 Uhr

Das übliche Geschwafel. Nichts worauf man mit ein wenig Grips nicht selber käme.

Thuy Dung Le
Samstag, 9. September 2017, 10:03 Uhr

Hallo Christof, vielen herzlichen Dank für Deine sehr nützlichen Tipps für ein minimalistisches Leben! Zum Glück habe ich ein paar davon seit kurzem durchgesetzt und fühle mich seitdem deutlich besser. Ich habe versucht, unnötige Verabredungen abzusagen, wenn sie mir wohl keinen richtigen Spaß machen oder mir mehr Zeit für mich selbst zu nehmen, indem ich einfach in ein Stammcafe in meiner Nähe zu gehen und dort meine eigene Ruhe zu genießen. Ich kann meine Lieblingsmusik hören und die anderen Kunden oder die Leute auf der Straße zu betrachten und nichts Besonders machen. Saigon (Vietnam) ist eine schöne Stadt und ich möchte mir selber mehr Chance geben, sie näher kennen zu lernen – natürlich auf meine eigene Weise, die viel mit dem minimalistischen Leben zu tun hat 🙂

Ich wünsche Dir alles Gute und noch einmal danke für Deinen tollen Blog!

Liebe Grüße aus Vietnam,

Thuy

marlene
Mittwoch, 25. Januar 2017, 0:43 Uhr

Hallo, super Bericht, ich versuche schon immer minimalistisch zu leben – oft wird mir das als geizig zugeschrieben.
lediglich bei der Arbeitssituation gelang das nicht, es wurde rigoros Einsatz gefordert! Jetzt bin ich im Ruhestand und es ist egal. Liebe Grüße

BLUE-SKY
Mittwoch, 21. September 2016, 11:17 Uhr

Also wenn ich mal eine Auszeit brauche und dafür weder Bezahlten noch Unbezahlten Urlaub bekomme dann gibt es ja noch eine Alternative Die Krankschreibung. Dann gehe ich zum Arzt meines Vertrauens und da bekomme ich meine gewünschte Auszeit

theophanu
Sonntag, 18. September 2016, 9:34 Uhr

Toller Artikel, danke. Bitte schreib noch einen dritten Teil. Z.B. Plastikbeutel vermeiden usw .

Freitag, 2. Januar 2015, 15:30 Uhr

Hallo B. M. Ay,

vielen Dank für Deinen Kommentar.

Tut mir leid, dass Du bei Deinem Arbeitgeber schlechte Erfahrung bei einem unbezahlten Urlaub gemacht hast.

Ich empfehle trotzdem weiterhin, weniger zu arbeiten, wenn man sich danach fühlt. Deine Erfahrung zeigt ja gerade, wie weit wir schon sind. Die Arbeit bestimmt unser Leben (die restliche Zeit werden wir bespaßt und zum Konsumieren animiert), der Arbeitgeber nimmt sich immer mehr heraus und wir als Arbeitnehmer spielen das Spiel mit bzw. gehen schon als Lemming durch die Welt. Wer, wenn nicht wir, soll daran etwas ändern?

Viele Grüße

Christof

B. M. Ay
Freitag, 2. Januar 2015, 8:54 Uhr

@ Monika Magg: Prima Idee. Mach es einfach. Du für dich ganz alleine. Warte nicht darauf, dass jeder damit beginnt. Ich habe gerade ein Kauf-Nix-Jahr hinter mir. Und ich bin dabei ein weiteres für 2015 zu planen. Ich ganz alleine. Trotzdem inmitten einer großen Familie. Wenn du eine gute Idee hast, die für dich stimmig ist, dann musst du niemanden davon überzeugen mitzumachen. Du kannst dein Ding für dich machen ohne dich aus deinem sozialen Umfeld zurückziehen zu müssen. Du hast die Freiheit zu tun was immer du willst – genauso wie jeder andere in deinem Umfeld. Vorausgesetzt du schränkst damit nicht die persönlichen Freiheiten deiner Mitmenschen ein. Und noch eins: Missionieren kommt nie gut. Vorleben ohne die Absicht zu missionieren ist stressfreier und erfolgreicher.

B. M. Ay
Freitag, 2. Januar 2015, 8:42 Uhr

Vielen Dank für die Anregungen. Wer will, kann sie um vieles erweitern oder modifizieren und damit FÜR SICH SELBST realisierbar machen. Alle Ideen, die nur einen selbst betreffen, sind relativ einfach und schnell umzusetzen. Mit meinem KAUF-NIX-JAHR 2014 war das genau so: auch in einer Familie können verschiedene Konzepte friedlich nebeneinander existieren solange Einzelne nicht meinen, dass sie dem Rest ihre „Ideale“ aufzwingen müssen. Bei Punkt 6: Arbeitet weniger…. kann ich nur ausdrücklich zur Vorsicht mahnen. Ich hatte 2013 – währenden der toten Sommermonate – einen Monat unbezahlten Sonderurlaub. Das zu erreichen war in 2013 schon ein ganz schöner Krampf gewesen. Weil es mir aber sehr gut getan hatte, beschloss ich mir für 2014 das gleiche nochmals zu gönnen. Nein, rundheraus abgelehnt hat man mir das nicht, aber man hat mich mit allerlei Hinhaltetaktik und dem Spiel mit der Angst um meinen Arbeitsplatz (ich ernähre mit meinem Gehalt mich, meinen Mann und eine ab und an jobbende, studierende Tochter) fast irrenhausreif geredet. Der Betriebsrat hat zwar versucht zu helfen aber letztendlich war ich mit den Nerven genau da wo sie mich offensichtlich hatten haben wollen. Ganz unten wurde ich zu einem 45-minütigen Personalgespräch zitiert, wo man mir unterstellte, dass meine Leistung unzureichend sei – wozu sonst ich wohl die Auszeit brauche ? – meine Teamfähigkeit gleich Null und dergleichen mehr. Dann legte man mir nah ich solle mich doch mal krank schreiben lassen. Kurz und gut: Ich habe das Gespräch überstanden und auch die folgenden vier Wochen in denen ich die ungeheuren Anschuldigungen verarbeitet habe ohne mich krank schreiben lassen zu müssen. Ich habe auch meinen Arbeitsplatz noch. Und interessanterweise ist der Vorgesetzte, der am meisten gegen meine Auszeit gearbeitet hat nun für zunächst drei Wochen wegen Tinnitus krank geschrieben. Also VORSICHT bei solchen Ansinnen! Sie werden u. U. völlig falsch interpretiert. Dass jemand freiwillig auf Gehalt verzichtet, ist einigen Mitmenschen mehr als suspekt. Dabei arbeitet ich (seit mehr als 10 Jahren übrgens) nicht etwa in einer kleinen Klitsche sondern bei der Tochterfirma des vielleicht größten XXX-Geräteherstellers weltweit, mit Milliardenum-sätzen und immer auf den vordersten Rängen bei Wahlen zu den besten Arbeitgebern in Deutschland zu finden. Sie sind auch nicht schlecht, aber das mit dem unbezahlten Urlaub haben sie einfach (noch) nicht drauf.