Mandelmilch & Co: Vegane Alternativen zu Milchprodukten

| von 

Beim Kochen ist es uns wichtig, industriell hergestellte Produkte so wenig wie möglich zu verwenden. Viele Dinge sind schnell und mit wenig Aufwand zu Hause selbst gemacht und schmecken noch dazu um einiges besser als die Fabrikvariante mit ihren Zusatzstoffen. Beim Selbstmachen wisst ihr nicht nur, was in eurer Nussmilch, veganer Sahne oder eurem Joghurt drin steckt und woher die Zutaten dafür kommen, ihr könnt auch mit anfallenden Resten weiterarbeiten. Die Reste, die zum Beispiel bei der Herstellung von Mandelmilch entstehen, könnt ihr trocknen und wunderbar als Mehl zum Backen weiterverwenden.

Vegane Alternativen

Mandel-Milch selbermachen

Für einen Liter Milch braucht ihr:

  • 150-200 g rohe Bio-Mandeln
  • etwas Wasser zum Einweichen
  • einen Liter frisches Wasser
  • eine Vanilleschote

Eine tolle vegane Alternative zu tierischer Milch ist Mandel-Milch. Dafür röstet ihr die Mandeln in einer Pfanne leicht an, bis sie zu duften anfangen. Sie werden mit etwas Wasser abgelöscht (sodass die Mandeln komplett bedeckt sind) und mehrere Stunden, am besten über Nacht, ziehen gelassen.

Anschließend wird die Einweichflüssigkeit abgegossen. Die Mandeln können jetzt entweder direkt püriert oder erst von ihren Schalen befreit werden. Man kann sie einfach herausdrücken, so wird die Milch weißer.

Mandeln zusammen mit dem Vanillemark mit einem Liter frischem Wasser aufgießen. Ihr könnt die Mandelmilch mit einer Prise Meersalz und etwas Reissirup oder einem Dicksaft würzen. Wir verfeinern sie jedoch erst vor dem Gebrauch, je nach Gericht. Nachdem die Mandeln fein püriert sind und eine schaumige, milchige Flüssigkeit entstanden ist, lasst ihr die Mischung noch einmal einige Minuten ruhen, damit die Mandeln ihren ganzen Geschmack abgeben können.

Danach braucht ihr die Milch nur noch durch ein Passiertuch abzuseihen und könnt sie pur genießen oder für Süßspeisen als Milchersatz benutzen. Solltet ihr die Milch nicht direkt verwenden, könnt ihr noch die ausgekratzte Vanilleschote hinzugeben, damit ihr ein noch stärkeres Vanillearoma bekommt. Die Schote ansonsten in einem Töpfchen mit Meersalz oder Blütenzucker aufbewahren.

Die Milch ist im Kühlschrank etwa drei bis fünf Tage haltbar und sollte daher frisch verbraucht werden. Am besten vor dem Benutzen noch einmal gut durchschütteln.

Kokos-Kefir Joghurt selbermachen

Schon lange haben wir nach einem pflanzlichen Ersatz für Joghurt gesucht und sind schließlich über die Fermentation mit Milchkefir zur Kokosmilch gekommen. Kokos-Kefir-Joghurt schmeckt super lecker, ist sehr vielseitig einsetzbar und stärkt aufgrund der vielen probiotischen Milchsäurebakterien und Hefenpilze die Darmflora. Außerdem soll er dem Verdauungstrakt helfen, viele Mineralstoffe und Vitamine besser aufzunehmen. Wichtig bei der Herstellung ist, dass ihr eine Kokosmilch mit hohem Kokosnussanteil (mindestens 60 Prozent) verwendet. Die Kefirknollen sollten niemals mit Metall in Berührung gebracht werden, da sie sonst zerstört werden können.

Für 300-500 Gramm Joghurt braucht ihr:

  • 500 ml Kokosmilch
  • 1,5 TL Tapiokastärke
  • ca. 10 g Milchkefirkulturen

Die Tapiokastärke mit der Kokosmilch gut verrühren und in ein Bügelglas füllen. Die Kefirknollen hinzugeben, das Glas verschließen und bei Zimmertemperatur an einen möglichst lichtgeschützten Ort stellen. Wenn sich das Wasser der Kokosmilch absetzt, gelegentlich umrühren. Nach 24-48 Stunden könnt ihr den ersten Geschmackstest machen. Die gewünschte Fermentierung ist erreicht, wenn der Kokosjoghurt leicht säuerlich schmeckt. Dann den Kokoskefir durch ein Plastiksieb abgießen.

Zum Aufbewahren die Kulturen in ein kleines Gefäß geben, mit Kokosmilch (oder, wenn ihr damit nicht nur veganen Milchkefir herstellen möchtet, mit Kuhmilch) übergießen und in den Kühlschrank stellen. Die fermentierte Kokosmilch am besten einen weiteren Tag im Kühlschrank nachreifen lassen, so verbessert sich der Geschmack. Dabei setzt sich wieder das Kokoswasser ab und ihr könnt die Konsistenz eures Joghurts steuern, indem ihr den dickeren Joghurtteil abschöpft und nach Belieben mit dem abgesetzten Kokoswasser verdünnt. Von leicht eingedickter Kokosmilch bis zu einem cremigen Joghurt, ähnlich dem griechischen Joghurt, lässt sich die Konsistenz anpassen. Der Joghurt ist, gut verschlossen und im Kühlschrank aufbewahrt, mindestens zwei Wochen haltbar.

Cashewsahne selbermachen

Für 150 ml vegane Sahne braucht ihr:

  • 50 g Bio-Cashewkerne
  • 100 ml Wasser

Cashewsahne ist eine wunderbare pflanzliche Alternative zu Sahne aus Kuhmilch. Sie macht Soßen schön cremig und gibt ihnen gleichzeitig eine Bindung bzw. dickt sie direkt ein.

Die Herstellung von Cashewsahne ist kinderleicht. Die Kerne werden einige Stunden, am besten über Nacht, in Wasser eingelegt und anschließend püriert, bis die Masse eine sahnige Konsistenz bekommt. Je nach Stärke des Mixers kann man sogar auf das Einweichen verzichten. Anders als unsere Mandelmilch, die nach dem Pürieren noch abgeseiht werden muss, ist die Cashewsahne direkt gebrauchsfertig. Mit der Wassermenge könnt ihr noch variieren, um die Sahne etwas dicker oder dünnflüssiger zu bekommen.

Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt, in eurer Küche auch mal den veganen Kochlöffel zu schwingen, findet ihr bei OTTO viele nützliche Helferlein:

BUTLERS SWING »Glasflasche mit Bügelverschluss«
BUTLERS SWING »Glasflasche mit Bügelverschluss«
Weck-Glas (12 Gläser + 12 Deckel), APS
Weck-Glas (12 Gläser + 12 Deckel), APS
Kochgeschirr-Set, 6-teilig »Diadem Plus«, WMF, Cromargan®-Edelstahl, Induktion
Kochgeschirr-Set, 6-teilig »Diadem Plus«, WMF, Cromargan®-Edelstahl, Induktion
BOSCH Stabmixer MSM66120, 600 W, 600 Watt
BOSCH Stabmixer MSM66120, 600 W, 600 Watt

No need for meat: Das vegane Kochbuch von Andreas Bär Läsker

| von 
„Wat de Buer nicht kennt, dat frett he nich“ (Was der Bauer nicht kennt, das isst er nicht). So ging es mir, als ich zum ersten Mal den Begriff „vegan“ hörte. Aufgewachsen bin ich sehr ländlich – Bauernhöfe an jeder Ecke und es musste immer ordentlich Essen auf den Tisch, am besten mit viel Fleisch. Menschen, die sich vegan ernährten, aßen nach meinem Verständnis nur das, was von den Bäumen fiel. Heute, wenige Jahre, aber viele Begegnungen mit unterschiedlichsten Lebensweisen später, lebe ich vegetarisch und esse auch gern vegan. Zu meinem Geburtstag habe ich meinen ersten veganen Kuchen gebacken und…

Hi, wir sind Susann und Yannic, seit 2006 ineinander verliebt, leben und arbeiten wir als Fotografen in Berlin. Wir lieben es zu essen und zu kochen, ernähren uns seit vielen...

Zum Autor

Torsten Fleischer | Personal Trainer Berlin
Sonntag, 14. Juni 2015, 19:30 Uhr

ich liebe die Rezepte und die Bilder von Susann und Yannic. Das ist einfach immr großartig. Und die Milch ist gerade bei diesen sommerlichen Temperaturen eine wunderbare Erfrischung.

Danke dafür.

LG Torsten