Urlaub zu Hause: So klappt es mit den Ferien auf Balkonien

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Auf der Anreise Stra­pazen, am Emp­fang miesepetriges Hotelper­son­al und im Badez­im­mer fremde Haare. Volle Liegen und leere Ver­sprechen. Nichts als Lärm und viel Lärm um nichts. Die schön­sten Wochen im Jahr kön­nen ganz schön scheußlich sein. Wer so etwas schon erlebt hat oder von vorn­here­in darauf verzicht­en möchte, sagt sich: „Ich bleib dann mal hier.“ Urlaub auf Balkonien nen­nen wir das salopp. Im Englis­chen gibt es die net­ten Neol­o­gis­men sta­ca­tion und holis­tay. Nach mein­er Def­i­n­i­tion muss man dafür nicht unbe­d­ingt einen Balkon, eine Ter­rasse oder einen Garten besitzen. Man ver­bringt ein­fach die Ferien zu Hause, untern­immt Aus­flüge in der näheren Umge­bung und schläft im eige­nen Bett.

5 Gründe, Urlaub auf Balkonien zu machen

Balkonien statt Bali beein­druckt im Büro und auf Face­book höch­stens ein paar Selb­st­bes­timmte. Es bedarf also etwas Mut und die eigene Überzeu­gung, dass es zu Hause genau­so schön ist. Dann spricht vieles dafür.

Balkon Kaffee Trinken
  1. Mehr Geld. Ein Monats­ge­halt geht im Urlaub für An- und Abreise, Unterkun­ft, Restau­rants, Miet­wa­gen und son­stiges schnell drauf. Wer daheim bleibt, tut etwas für seine finanzielle Frei­heit. Nur den Kon­sumpf der örtlichen Fußgänger­zo­nen und Einkauf­szen­tren gilt es zu ver­mei­den.
  2. Mehr Umweltschutz. Balkonien ist der nach­haltig­ste Urlaub­sort von allen. Der CO2-Ausstoß ist ger­ing, denn die Reisewege sind denkbar kurz und das eigene Bett existiert schon.
  3. Mehr vom Urlaub, denn Vor­bere­itun­gen wie das Buchen der Reise, das Impfen und das Kof­fer­pack­en, sowie die Hin- und Rück­fahrt fall­en kom­plett weg.
  4. Mehr Erhol­ung. Die ver­traute Umge­bung, viel freie Zeit, wenig Stress, bekan­nte Gesichter – die Chan­cen ste­hen gut, auf Balkonien zu entspan­nen und zu entschle­u­ni­gen. Das gilt beson­ders für Fam­i­lien. Kleinen Kindern ist es egal, ob sie im näch­sten Bag­gersee oder in der Süd­see plantschen.
  5. Mehr Heimatver­bun­den­heit. Die Ferien daheim lassen sich wun­der­bar dazu nutzen, die Region mit all ihren Facetten ken­nen­zuler­nen und die Kon­tak­te zu den Men­schen in der Nähe zu pfle­gen. Das wirkt langfristig auf das Wohlbefind­en im All­t­ag. Was man ken­nt und ver­ste­ht, schätzt und achtet man viel eher.

In 7 Schritten zu den Traumferien

Wie jed­er Urlaub birgt auch der auf Balkonien ein paar Risiken. Wer den Kopf nicht frei bekommt, ständig erre­ich­bar ist und den alten Trott nicht durch­bricht, wird am ersten Arbeit­stag schon wieder urlaub­sreif sein.

Relaxen Zuhause Haengematte

Die Kun­st liegt darin, die Annehm­lichkeit­en des Zuhaus­es mit der freudi­gen Aufgeregth­eit ein­er Reise zu ver­schmelzen. Die fol­gen­den Schritte und Tipps helfen dabei:

  1. Vor dem Urlaub Woh­nung, Balkon und Garten in Schuss bekom­men. Je weniger auf Balkonien aufzuräu­men, zu putzen und zu waschen ist, desto eher kommt Urlaub­s­feel­ing auf.
  2. Lagerser­vice der Post ein­richt­en. Dabei sam­melt die Post Rech­nun­gen, Wer­be­briefe und all den Rest und stellt sie gebün­delt nach Ende des Balkonien-Urlaubs zu.
  3. Arbeit­en ist tabu und man sollte dafür nicht erre­ich­bar sein – wed­er tele­fonisch noch per E-Mail und schon gar nicht per­sön­lich.
  4. Pri­vate Verpflich­tun­gen so weit wie möglich reduzieren. Auf Balkonien jagt endlich kein Ter­min den anderen und man darf sich rar machen. Wem das schw­er fällt, notiert sich Regeln wie z. B. „Kein Ter­minkalen­der“ oder „E-Mails nur ein­mal am Tag check­en“.
  5. Ein­fach mal nichts tun. Natur­bad oder Hänge­mat­te, Eis­tee oder Weißwein­schor­le, das sind hier die Fra­gen.
  6. Den Lieblings­beschäf­ti­gun­gen nachge­hen, die son­st oft zu kurz kom­men. Dazu zählt auch, sich zu verabre­den – mit Men­schen, die einem wichtig sind und gut tun.
  7. Neues sehen, aus­pro­bieren und ler­nen. Dieser Tipp ist vielle­icht der wichtig­ste, damit Balkonien als unvergesslich­er Urlaub in Erin­nerung bleibt. Still­stand und Rou­tine tun auf Dauer nicht gut. Es gibt vor jed­er Haustüre unendlich viel zu unternehmen und zu ent­deck­en. Wie wäre es hier­mit: Den eige­nen Kiez mit anderen Augen sehen, sich in der Nach­barschaft engagieren, das Umland erwan­dern, die fünf inter­es­san­testen Museen der Stadt besuchen, sich eine neue Fer­tigkeit aneignen…
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Fazit

Balkonien ist das min­i­mal­is­tis­chste, nach­haltig­ste und gün­stig­ste Urlaub­sziel über­haupt. Hat man den Dreh raus, eröffnet das eine inter­es­sante Möglichkeit: Balkonien ist der­art leicht zu erre­ichen, dass man sich dor­thin auch über ein Woch­enende oder über die Feiertage zurückziehen kann – und das nicht nur im Som­mer, son­dern zu allen Jahreszeit­en.

Balkon Terrasse Relax

Camping & Van Life: 10 Must-haves

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Es sind die kleinen Dinge, die das Leben ausmachen. In unserem Fall: Camping-Zubehör. Denn gerade während eines Roadtrips kommt es auf ein paar Kleinigkeiten an, die das Van-Life-Abenteuer gleich viel angenehmer machen. Aber nicht vergessen: In einem Campervan sind die Stauraummöglichkeiten immer begrenzt. Es gilt also nach wie vor die Regel "weniger ist mehr". Lass überflüssige, unnütze Gegenstände zu Hause und denk lieber an diese 10 Van Life Must-haves für deinen Campingtrip.

Diese 10 Van Life Must-haves solltest du einpacken: Tisch & Stühle Camping-Geschirr Camping-Kocher Stirnlampe Powerbank Kaffeekanne Werkzeug Schlafsack Beleuchtungsmöglichkeiten Aufbewahrungsboxen & Organizer

1. Tisch & Stühle

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Hallo, ich heiße Christof und schreibe auf meinem Blog über Minimalismus und Nachhaltigkeit. Ohne materiellen Überfluss, negative Beziehungen und unnötige Verpflichtungen zu leben, führt zu persönlichem Glück und gesellschaftlichem Gewinn....

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Dienstag, 1. Januar 2019, 11:43 Uhr

Danke für diese tollen Tipps, lieber Christof. Sie sprechen mir aus dem Herzen, auch die anderen Kom­mentare!

Ich habe früher bei ein­er Flugge­sellschaft gear­beit­et und kon­nte für wenig Geld in der Welt herum­fliegen. Das ökol­o­gis­che Bewusst­sein fehlte mir damals. Heute fliege ich so gut wie gar nicht mehr. Es ist kein Verzicht, son­dern hat sich ein­fach so ergeben – mich zieht es nicht mehr so viel weg, weil mein soge­nan­nter All­t­ag so schön ist (viel Muße, Ein­fach­heit, Freude). Außer­dem finde ich Bah­n­fahren so viel schön­er, als die Reisezeit auf see­len­losen Flughäfen und einge­quetscht in Flugzeu­gen zu ver­brin­gen. Bester Vorteil für mich: Es reicht, fünf Minuten vorher am Bahn­hof zu sein, die Reisegeschwindigkeit ist langsamer/angenehmer, und man kann unter­wegs die Land­schaft betra­cht­en, was zu jed­er Jahreszeit inter­es­sant ist.

Wie Gabi schreibt: Das Wie ist wichtiger als das Wo. Finde ich auch! Und: Das Jahr hat 365 Tage – es wäre doch schade, wenn davon nur die Woch­enen­den und Urlaube lebenswert wären …

Zwei ergänzende Tipps für die Balkonien-Auszeit:
1) Ich habe schon ein paar Mal in der eige­nen Stadt oder der näheren Umge­bung ein paar Nächte in einem schö­nen Hotel oder ein­er Woh­nung ver­bracht. Erhol­ung und Tapetenwechsel-Feeling garantiert! Das kostet zwar im Ver­gle­ich zum eige­nen Bett Geld, aber Anreisezeit, eventueller Reises­tress und Emis­sio­nen wer­den auch hier­bei ver­mieden.
2) Ins Kino gehen und Dokus oder Spielfilme über Reisen/Abenteuer/Selbstfindung anschauen (alter­na­tiv im TV bzw. auf dem Lap­top). Die Erleb­nisse virtuell genießen und sich hin­ter­her freuen, dass es zuhause genau­so schön ist 🙂 (und die Innen­schau ist im Grunde über­all möglich). Spon­tan fall­en mir diese Filme ein: Weit (Wel­treise per Anhal­ter), Wild – Der große Trip (Pacif­ic Crest Trail), Spuren (Aus­traliens Wüste), Ander­swo – Allein in Afri­ka.

Ein fro­hes neues Jahr & ein schönes Leben all­seits! 🙂

Mittwoch, 30. Mai 2018, 16:31 Uhr

Hal­lo zusam­men,

vie­len Dank für Eure net­ten Kom­mentare und die tollen Ergänzun­gen!

Viele Grüße

Christof

PS: Liebes re:BLOG-Team, wäre eine „Informiere mich bei neuen Kommentaren“-Funktion nicht hil­fre­ich für uns Autoren und die LeserIn­nen?

Franziska
Donnerstag, 17. Mai 2018, 18:32 Uhr

Hal­lo Christof,

was für ein schön­er Artikel! Du sprichst mir aus der Seele! Da mich lange Reisen und der ganze Aufwand dazu nur stressen, bin ich ein großer Fan von Urlaub daheim. Bis auf eine Woche Ver­wand­schafts­be­such in der Schweiz (Anreise gemütlich mit der Bahn), geniesse ich freie Tage immer zuhause.
Ich erin­nere mich zwar auch gerne an Reisen aus der Kind­heit und Jugend zurück und sich­er werde ich irgend­wann mal wieder eine größere Reise machen, aber es ist mir ein­fach nicht so wichtig. Wenn ich sehe, was andere für Urlaube aus­geben und wie sie dafür sparen müssen, kann ich nur den Kopf schüt­teln. Das ganze Jahr Verzicht für 10 Tage Karibik? Nein danke. Lieber bleibe ich daheim und gönne mir öfter Essen gehen, Kino und Konz­erte…

Ich geniesse zur Zeit eigentlich fast jedes Woch­enende wie einen kleinen Urlaub. Fre­itags habe ich das Glück schon Mit­tags Feier­abend zu haben und so habe ich gefühlt immer langes Woch­enende. Momen­tan ent­decke ich jede Woche einen anderen „Gipfel“ im heimatlichen Mit­tel­ge­birge. Aus lan­gen Spaziergän­gen wur­den „aus Verse­hen“ richtige Wan­derun­gen und ich freue mich sehr in ein­er Region zu leben, in der man so viel tolle Natur bestaunen und bege­hen kann.
Und mein Luxus seit kurzem: ein klein­er Whirlpool im Garten! Ist zwar nicht min­i­mal­is­tisch, ich weiß, aber es ist so entspan­nend und ein traumhaftes Well­nesser­leb­nis, das man rund um die Uhr geniessen kann: Baden unterm Ster­nen­him­mel im eige­nen Garten… Herz was willst du mehr? Und dadurch spare ich mir auch wieder Schwimm­badein­tritt samt Anfahrt 😉

Liebe Grüße,
Franziska

Donnerstag, 17. Mai 2018, 7:03 Uhr

Hal­lo Christof,
her­zlichen Dank für die wun­der­baren Tipps. Ich mache gerne immer wieder Urlaub auf Balkonien. Wenn ich weg­fahre, dann nicht allzu weit. Der Urlaub­sort muss mit dem Zug in 2 oder 3 Std. erre­ich­bar sein. Urlaub auf Flughäfen oder Bahn­höfen ver­plem­pern, kommt für mich nicht in Frage. Auf die Idee, einen Lagerser­vice bei der Post einzuricht­en, bin ich aber bis­lang nie gekom­men. Entschei­dend ist nicht WO, son­dern WIE.

Arno Velo
Mittwoch, 16. Mai 2018, 20:28 Uhr

Hal­lo Christof;
Volle Zus­tim­mung zu deinen Tipps.
Hier noch weit­ere 5 ‚home­s­tay‘ Grün­den aus eigen­er, guter Erfahrung.

6.) Mit den Augen eines Urlaubers die Heimat ent­deck­en.
Hil­fre­ich dabei die Tipps der Verkehrsvere­ine.
7.) Man muss auch mal gönne könne.
Zum Beispiel das ersparte Geld für eine Über­nach­tung
in ein Menu investieren.
8.) Pick­nick­kof­fer pack­en und am Bach oder ein­er stillen
Talsperre den Tag genießen.
9.) Radtour/ Wan­derung starten in einen Bier­garten, Kur­park, Stadt­park. Ohne Zeit­druck.
10.) Mal wieder richtig auss­pan­nen mit Tageskarte Sauna.
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