Trigema: So geht faire Mode aus Deutschland

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Die Fashion-Industrie ist ein hartes Busi­ness. Pro­duk­tion­sstät­ten im Aus­land, fragliche Arbeits­be­din­gun­gen, Dumping-Preise und Qual­ität­sein­bußen sind lei­der keine Sel­tenheit. Eine große Aus­nahme ist da Trige­ma. 1919 gegrün­det ist das Fam­i­lienun­ternehmen heute Deutsch­lands größter Her­steller von Sport- und Freizeit­mode. Der alleinige Geschäfts­führer Wolf­gang Grupp, der dieses Jahr 75 gewor­den ist, wird die Fir­ma langfristig einem sein­er bei­den Kinder übergeben, die schon jet­zt bei Trige­ma tätig sind – immer darauf bedacht, dass die Werte des Unternehmen weit­er getra­gen werden.

Es wird ausschließlich in Deutschland produziert

Trige­ma sind näm­lich nicht nur der Stan­dort Deutsch­land und eine nach­haltige Pro­duk­tion wichtig, auch jed­er einzelne der rund 1200 Mitar­beit­er zählt. Betrieb­s­be­d­ingte Kündi­gun­gen gibt es hier seit 1969 nicht mehr, genau­so wenig Kurzarbeit. Die Arbeit­sat­ti­tude hier ist eben­so wie die Qual­ität auf Langfristigkeit ausgelegt.

Alle Pro­duk­tion­sstufen – vom Garn bis zum fer­ti­gen Pro­dukt – wer­den im Unternehmenssitz im schwäbis­chen Burladin­gen aus­ge­führt. Die Arbeit­sprozesse gehen Hand in Hand. Am Ende ste­ht ein Pro­dukt, das durch mod­ern­ste Wasch- und Ble­ichan­la­gen umweltscho­nend hergestellt wurde und den Richtlin­ien des Öko-Tex-Standards 100 entspricht. Die Klei­dung ist also abso­lut schadstofffrei.

Kleidung, die sich kompostieren lässt

Seit 2006 bringt das Unternehmen mit Trige­ma Change eine beson­ders ökol­o­gis­che Lin­ie auf den Markt. Aus 100 % Biobaum­wolle und nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip. Konkret bedeutet das, dass alle Pro­duk­te auf einem geschlosse­nen, abfall­freien Kreis­lauf basieren – sie kön­nen also zu 100 % kom­postiert wer­den, sodass am Ende von einem Tshirt, ein­er Hose, abso­lut keine Rück­stände übrig bleiben.

Für Vielfalt und Solidarität

Und nicht nur für den Umweltschutz, son­dern auch in Sachen Diskri­m­inierung set­zt sich Trige­ma offen ein, denn schließlich sind über 20 Nation­al­itäten Teil der Trigema-Betriebsfamilie. Und nach einem Facebook-Post auf der Unternehmens­seite, auf den Men­schen mit frem­den­feindlichen und ras­sis­tis­chen Kom­mentaren reagierten, set­zt das Unternehmen eine deut­liche Mes­sage für Vielfalt und Sol­i­dar­ität in Deutsch­land. Sehr vor­bildlich, find­en wir!

Titel­bild: Trigema

re:MIND: Was bedeutet Nachhaltigkeit für Dich?

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Ab und zu brauchen wir alle einen kleinen „Reminder“: Was bedeutet eigentlich Nachhaltigkeit für mich persönlich? Wie kann ich mein Leben in den unterschiedlichsten Bereichen nachhaltig gestalten und achtsam mit mir und meiner Umwelt umgehen? Was machen andere und was kann ich davon für mich übernehmen? Wir vom re:BLOG-Team und die Kollegen von OTTO treten mit Bloggern der Nachhaltigkeitsszene in den Dialog, um genau darüber zu diskutieren. Um über die Themen zu sprechen, die euch bewegen, um Anstöße und Impulse zu geben, die uns zum Nachdenken anregen und die jeder für sich ganz persönlich und individuell umsetzen kann. Für mehr…

Ich bin Henrietta und ich bin Nachhaltigkeits-Anfängerin. Nicht, dass ich früher Müll in die Natur geschmissen hätte, stundenlang mit dem Auto um den Block gefahren wäre oder kiloweise Billigfleisch gegessen...

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Donnerstag, 2. November 2017, 17:25 Uhr

Seit Jahren trage ich sehr gerne Trigema-Kleidung. Sie ist qual­i­ta­tiv gut, in Deutsch­land unter men­schen­würdi­gen Bedin­gun­gen produziert.
Was ich sehr schade und sehr bedauer­lich finde ist, dass die Far­bauswahl seit einiger Zeit sehr viel schwieriger gewor­den ist. Schwarz, weiß, grau, dunkel­bau – die Far­ben finde ich immer bei Trige­ma. Aber darü­ber hin­aus? Rosa- und Pink­töne ste­hen mir als Rothaarige nicht, irgendwelche Glitzer­steinchen und bunte Muster mag ich nicht. Bei rot geht nur ein ganz dun­kles rot. Ich bin Fan der Farbe grün und da ist es schwierig bis unmöglich etwas passendes zu finden.