Tolle Knolle: die Kartoffel

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Kartof¬≠feln sind leck¬≠er, gesund und auch noch gut f√ľrs Kli¬≠ma. Wir haben alle Infos zum nach¬≠halti¬≠gen Knol¬≠lengew√§chs f√ľr dich zusam¬≠mengestellt.

Kartoffel

Die Kartof¬≠fel ist ein heimis¬≠ches (lei¬≠der oft unter¬≠sch√§tztes) Super¬≠food und wird nicht umson¬≠st auch als tolle Knolle beze¬≠ich¬≠net. Sie punk¬≠tet mit kom¬≠plex¬≠en Kohlen¬≠hy¬≠drat¬≠en, gibt ordentlich Pow¬≠er und steckt voller N√§hrstoffe. Von Kali¬≠um √ľber Vita¬≠min B und C bis hin zu hochw¬≠er¬≠tigem Eiwei√ü ‚Äď die Kartof¬≠fel liefert einige gute Argu¬≠mente, warum sie √∂fter bei uns auf dem Teller lan¬≠den sollte. Und das Beste: Sie wach¬≠sen qua¬≠si bei uns um die Ecke. Wusstest du, dass du das Kli¬≠ma 38 Mal weniger belastest, wenn du Kartof¬≠feln statt Reis isst? Hier erf√§hrst du, was Kartof¬≠feln so nach¬≠haltig macht und was du alles aus der viel¬≠seit¬≠i¬≠gen Knolle zaubern kannst.

Deswegen sind Kartoffeln so gesund

Deswegen Sind Kartoffeln Gesund

Viel zu lange war die Kartof¬≠fel als Dick¬≠mach¬≠er ver¬≠schrien. V√∂l¬≠lig zu Unrecht, denn 100 g gekochte Kartof¬≠feln kom¬≠men ger¬≠ade mal auf 70 Kilo¬≠kalo¬≠rien. Heute wei√ü man es aber zum Gl√ľck bess¬≠er und sch√§tzt die ovale Pow¬≠er¬≠knolle vor allem als lan¬≠gan¬≠hal¬≠tenden Sattmach¬≠er und auf¬≠grund ihrer n√§hrstof¬≠fre¬≠ichen Finesse. Kartof¬≠feln enthal¬≠ten so viel Vita¬≠min C, dass sie im Volksmund auch gerne als ‚ÄěZitrone des Nor¬≠dens‚Äú beze¬≠ich¬≠net wer¬≠den. Au√üer¬≠dem zeich¬≠net sich die Kartof¬≠fel durch ihren hohen Kali¬≠umge¬≠halt aus, was nicht nur f√ľr eine entschlack¬≠ende, entw√§ssernde Wirkung sorgt, son¬≠dern sich auch pos¬≠i¬≠tiv auf den Blut¬≠druck auswirkt. Das Kali¬≠um macht die Kartof¬≠fel √ľbri¬≠gens auch zu einem basis¬≠chen Lebens¬≠mit¬≠tel. Wer unter Magenbeschw¬≠er¬≠den lei¬≠det, kann guten Gewis¬≠sens zur Kartof¬≠fel greifen. Sie kann helfen, Sod¬≠bren¬≠nen, V√∂l¬≠lege¬≠f√ľhl oder Auf¬≠s¬≠to√üen zu lin¬≠dern. Das liegt nicht zulet¬≠zt auch daran, dass Kartof¬≠feln (wie alle Nachtschat¬≠tengew√§chse) geringe Men¬≠gen Atropin enthal¬≠ten, welch¬≠es in hohen Dosen zwar t√∂dlich wirken kann, in gerin¬≠gen Dosen aber krampfl√∂sende Effek¬≠te hat. Au√üer¬≠dem: Kartof¬≠feln sind von Natur aus gluten¬≠frei und somit auch f√ľr Men¬≠schen mit Z√∂li¬≠akie gut geeignet. Je nach Kartof¬≠fel¬≠sorte und Zubere¬≠itung k√∂n¬≠nen die N√§hrstoffe nat√ľr¬≠lich vari¬≠ieren. Was sie jedoch alle vere¬≠int, ist, dass Kartof¬≠feln so gut wie gar kein Fett enthal¬≠ten. Sie liefern zwar auch nur wenig Porteine, daf√ľr aber beson¬≠ders hochw¬≠er¬≠tige. Der K√∂r¬≠p¬≠er kann es also recht ein¬≠fach in k√∂r¬≠pereigene Eiwei√üe umwan¬≠deln. Zu guter Let¬≠zt bleibt noch zu erw√§h¬≠nen, dass in der Super¬≠knolle 15 ver¬≠schiedene Min¬≠er¬≠al¬≠stoffe und Spurenele¬≠mente nachgewiesen wor¬≠den sind. Diese steck¬≠en zum Teil auch in der Schale, weshalb du diese ruhig mit ver¬≠wen¬≠den kannst. Nat√ľr¬≠lich soll¬≠test du dabei auf Bio¬≠qual¬≠it√§t acht¬≠en.

Nachhaltigkeit im Kartoffelanbau

Kartoffelfeld

Sowohl der Anbau als auch die Lagerung von Kartof¬≠feln ver¬≠brauchen weniger Energie als bei Nudel- oder Reis¬≠pro¬≠duk¬≠ten. Nat√ľr¬≠lich nur, wenn man zu regionalen und keinen importierten Knollen greift. Denn genau das zeich¬≠net Kartof¬≠feln in Sachen Nach¬≠haltigkeit aus: Sie geh√∂ren zu den regionalen (und saisonalen) K√∂stlichkeit¬≠en. Und auch ihr Wasserver¬≠brauch h√§lt sich in Gren¬≠zen. Heimis¬≠che Fr√ľhkartof¬≠feln (erh√§ltlich ab Juni) kom¬≠men fast kom¬≠plett ohne k√ľn¬≠stliche Bew√§sserung aus. Bis in den Okto¬≠ber k√∂n¬≠nen wir auf regionale Kartof¬≠feln zur√ľck¬≠greifen. Danach kommt es dann auf die richtige Lagerung an. Sie brauchen ein trock¬≠enes, gut durch¬≠l√ľftetes Kli¬≠ma, anson¬≠sten wer¬≠den sie feucht und fan¬≠gen an zu schim¬≠meln. Au√üer¬≠dem soll¬≠ten die Knollen dunkel gelagert wer¬≠den, da sie bei Licht anfan¬≠gen zu keimen und das giftige Solanin bilden. Das erken¬≠nt man an gr√ľn gef√§rbten Stellen, die vor dem Verzehr unbe¬≠d¬≠ingt her¬≠aus¬≠geschnit¬≠ten wer¬≠den soll¬≠ten. Ganz im Sinne der Nach¬≠haltigkeit soll¬≠test du √ľbri¬≠gens unbe¬≠d¬≠ingt zu Bio-Kartoffeln greifen. Beim Anbau wird auf giftige D√ľnge- bzw. Pflanzen¬≠schutzmit¬≠tel verzichtet.

Kartoffel als Hausmittel

Kartoffel Als Alleskoenner

Die Kartof¬≠fel ist ein Mul¬≠ti¬≠tal¬≠ent: Man kann aus ihr nicht nur unz√§h¬≠lige Gerichte zaubern, son¬≠dern sie auch uni¬≠versell im Haushalt ein¬≠set¬≠zen. Auf¬≠grund ihrer tollen Inhaltsstoffe ist die Kartof¬≠fel qua¬≠si ein nat√ľr¬≠lich¬≠es Heilmit¬≠tel. Wer unter Sod¬≠bren¬≠nen oder Magen¬≠schmerzen lei¬≠det, kann die Beschw¬≠er¬≠den mit rohem Kartof¬≠fel¬≠saft bek√§mpfen. Ein¬≠fach Kartof¬≠feln mit einem Entsafter aus¬≠pressen und t√§glich 200 Mil¬≠li¬≠liter zu sich nehmen. Aber auch Kartof¬≠fel¬≠brei kann akute Magen-Darm-Beschwerden lin¬≠dern: Auf¬≠grund seines hohen St√§rkean¬≠teils bindet der Brei √ľber¬≠sch√ľs¬≠sige S√§ure und wirkt so beruhi¬≠gend. Doch Kartof¬≠feln helfen nicht nur bei Bauch¬≠schmerzen: Rheuma¬≠tis¬≠che Beschw¬≠er¬≠den, M√ľck¬≠en¬≠stiche und Prel¬≠lun¬≠gen k√∂n¬≠nen mit kalten Wick¬≠eln aus rohen gewasch¬≠enen Kartof¬≠feln gelin¬≠dert wer¬≠den. √úbri¬≠gens in fein¬≠ster Zero-Waste-Marnier l√§sst sich auch das Wass¬≠er, in dem Kartof¬≠feln gekocht wur¬≠den, weit¬≠er¬≠ver¬≠wen¬≠den. Das √ľbrige Kartof¬≠fel¬≠wass¬≠er reinigt, kl√§rt und ent¬≠giftet und ist so das per¬≠fek¬≠te Haus¬≠mit¬≠tel bei Hau¬≠tun¬≠rein¬≠heit¬≠en. Wer seine H√§nde in dem abgek√ľhlten Wass¬≠er badet, kann sich nach rund 15 Minuten √ľber traumhaft, zarte H√§nde freuen. Und damit nicht genug: Hei√ües Kartof¬≠fel¬≠wass¬≠er macht auch eine her¬≠vor¬≠ra¬≠gende Fig¬≠ur in der Unkrautbe¬≠sei¬≠t¬≠i¬≠gung im Garten. Daf√ľr ein¬≠fach das l√§stige Gr√ľnzeug mit dem Wass¬≠er √ľbergie√üen. Wusstest du, dass Kartof¬≠feln im Haushalt zum nach¬≠halti¬≠gen Weich¬≠sp√ľlerersatz wer¬≠den? Ein¬≠fach ein paar Kartof¬≠felschalen in eine Socke pack¬≠en und mit in die Waschmas¬≠chine geben. Mit den Schalen bekommst du √ľbri¬≠gens auch dein Tafel¬≠sil¬≠ber wieder sauber. Ein¬≠fach das Besteck mit der Innen¬≠seite der Schale putzen, bis es gl√§nzt.

Kartoffel-Rezepte

Kartoffeln Zubereiten

In der K√ľche ent¬≠fal¬≠tet die Kartof¬≠fel ihre wahre Vielfalt: Ob als Auflauf, gekocht, gebrat¬≠en, gestampft, frit¬≠tiert, ger√∂stet, gef√ľllt, als Puffer oder Suppe ‚Äď aus der Kartof¬≠fel lassen sich unendlich viele Gerichte zaubern. Inspi¬≠ra¬≠tion gef√§l¬≠lig? Hier kommt eine kleine Auswahl gesun¬≠der, leck¬≠er¬≠er Rezepte.

Fächerkartoffeln (vegan)

Faecherkartoffeln MIt Rosmarin

Das brauchst du (f√ľr 2 Per¬≠so¬≠n¬≠en):

  • 500 Kartof¬≠feln (vor¬≠wiegend fes¬≠tkochend)
  • 2 Knoblauchze¬≠hen
  • Salz, Pfef¬≠fer
  • 5 EL Oliven√∂l
  • ein Zweig Ros¬≠marin

Und so geht’s:

  1. Die Kartof­feln waschen, trock­nen und anschließend mit einem Mess­er der Länge nach in gle­ich­mäßige Scheiben (als Fäch­er) ein­schnei­den.
  2. Oliven√∂l in eine Auflauf¬≠form geben, die Knoblauchze¬≠hen sch√§len, in d√ľnne Scheiben schnei¬≠den und anschlie√üend in das √Ėl geben.
  3. Die gefächerten Kartof­feln in die Auflauf­form set­zen und mit dem Olivenöl bepin­seln.
  4. Die Fächerkartof­feln im Ofen bei 200 Grad (ober-/Unterhitze) etwa 45 Minuten lang back­en.
  5. Kurz vor Garzei­t­ende den Ros­marin dazugeben und mit back­en.
  6. Die F√§cherkartof¬≠feln her¬≠aus¬≠nehmen, mit Salz und Pfef¬≠fer w√ľrzen und servieren.

Kartoffelauflauf

Kartoffel Gratin

Das brauchst du (f√ľr 4 Per¬≠so¬≠n¬≠en):

  • 1 kg Kartof¬≠feln (vor¬≠wiegend fes¬≠tkochend)
  • 1 Knoblauchze¬≠he
  • 200 ml Milch
  • 250 ml Sahne
  • Salz, Pfef¬≠fer
  • Muskat¬≠nuss
  • 60 g geriebe¬≠nen K√§se
  • 1 TL Gem√ľse¬≠br√ľhe (Bio)

Und so geht’s:

  1. Die Kartof¬≠feln sch√§len, waschen und anschlie√üend mit einem Gem√ľse¬≠ho¬≠bel in d√ľnne Scheiben hobeln. Alter¬≠na¬≠tiv mit einem Mess¬≠er in d√ľnne Scheiben schnei¬≠den.
  2. Den Knoblauch schälen und pressen.
  3. Die Sahne mit der Milch, dem Knoblauch und der Br√ľhe ver¬≠r√ľhren und mit Salz, Pfef¬≠fer und Muskat abschmeck¬≠en.
  4. Die Kartof¬≠feln in ein¬≠er Auflauf¬≠form schicht¬≠en und mit der Sah¬≠ne¬≠mis¬≠chung √ľbergie√üen.
  5. Das Gratin in Ofen geben (180 Grad, Umluft) und 40 Minuten lang back­en.
  6. Dann den K√§se auf dem Auflauf verteilen und das Ganze weit¬≠ere 10 Minuten √ľber¬≠back¬≠en.

Kartoffelp√ľree (vegan)

Kartoffel Brei vegan

Das brauchst du (f√ľr 4 Per¬≠so¬≠n¬≠en):

  • 800 g Kartof¬≠feln (mehligkochend)
  • 3 EL veg¬≠ane But¬≠ter (alter¬≠na¬≠tiv: Mar¬≠garine)
  • Salz, Pfef¬≠fer
  • Muskat¬≠nuss
  • 125 Sojamilch
  • Peter¬≠silie (fein gehackt)

Und so geht’s:

  1. Die Kartof¬≠feln sch√§len, waschen und in grobe St√ľcke schnei¬≠den und anschlie√üend in Salzwass¬≠er 20-25 Minuten kochen.
  2. Dann abgießen und im offe­nen Topf aus­dämpfen lassen.
  3. Die But­ter, die Sojamilch, Salz, Pfef­fer und Muskat zu den Kartof­feln geben und die Kartof­feln anschließend stampfen.
  4. Wenn dir das P√ľree zu fest ist, kannst du ein¬≠fach noch ein biss¬≠chen pflan¬≠zliche Milch hinzugeben.
  5. Zum Servieren mit der Peter­silie bestreuen.

Doch aus Kartof¬≠feln lassen sich noch zahlre¬≠iche Gerichte zaubern: Wie w√§re es beispiel¬≠sweise mit Kartof¬≠fel¬≠waf¬≠feln mit Dill? Im Som¬≠mer passen Polen¬≠takartof¬≠feln mit warmem Salat und echte Klas¬≠sik¬≠er sind Pel¬≠lka¬≠rtof¬≠feln, Kartof¬≠fel¬≠salat oder ein Kartof¬≠fel¬≠r√∂sti. In unseren zahlre¬≠ichen Rezepten find¬≠est du bes¬≠timmt das passende Kartof¬≠fel¬≠gericht f√ľr deinen Geschmack.

Fazit

Verschiedene Kartoffeln

Sie klingt vielle¬≠icht nicht so hipp wie Quinoa oder Chi¬≠asamen, son¬≠dern irgend¬≠wie ein biss¬≠chen alt¬≠back¬≠en, aber: Die Kartof¬≠fel tr√§gt abso¬≠lut zurecht den Titel ‚Äětolle Knolle‚Äú. Unz√§h¬≠lige, leckere Gerichte lassen sich aus Kartof¬≠feln zaubern und ihre nat√ľr¬≠lichen Heilkr√§fte und guten Inhaltsstoffe machen aus ihr ein unschlag¬≠bar viel¬≠seit¬≠iges Haus¬≠mit¬≠tel ‚Äď es ist abso¬≠lut √ľber¬≠raschend, was die Kartof¬≠fel alles kann. Sie ist aus¬≠ge¬≠sprochen viel¬≠seit¬≠ig, vit¬≠a¬≠m¬≠in¬≠re¬≠ich, enth√§lt viel St√§rke und Eiwei√ü und kann sich abso¬≠lut in die Liga der regionalen Super¬≠foods ein¬≠rei¬≠hen. ‚ÄěSieh, das Gute liegt so nah‚Äú ‚Äď das wusste schon Goethe. Kartof¬≠feln kom¬≠men ohne lange Trans¬≠portwege, K√ľh¬≠lket¬≠ten und Lagerung zu uns und sind somit nicht nur f√ľr uns gut, son¬≠dern auch f√ľr die Umwelt.

Was ist ein Feretarier?

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Als Feretarier werden Menschen bezeichnet, die, wenn sie Fleisch essen, nur Wildfleisch zu sich nehmen. Wir haben uns die Ernährungsform einmal genauer angesehen.

Wildenten Auf Einer Wiese
Vegetarier verzichten auf Fleisch und Fisch, Veganer gleich auf alle tierischen Produkte. Beide Ern√§hrungsformen sind hierzulande den meisten absolut gel√§ufig. Viele kennen sogar den Begriff Pescetarier. Also Menschen, die zwar kein Fleisch essen, daf√ľr aber Fisch. Ein Vegetarier mit einer Ausnahme quasi. Aber hast du schon einmal etwas von Feretarismus geh√∂rt?¬† Feretarier ern√§hren sich zwar eigentlich auch vegetarisch, doch, wenn sie ausnahmsweise Fleisch essen, verzehren sie nur Wildfleisch. Ist diese wilde Ern√§hrungsform eine nachhaltige Alternative f√ľr…

Hej, ich bin Jasmin, frische Hamburgerin und Foodie aus Leidenschaft. Ich liebe es neue vegane und nachhaltige Caf√©s und Restaurants in Hamburg zu entdecken. F√ľr re:BLOG begebe ich mich au√üerdem...

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