Nachhaltiger leben: 9 Tipps für einen grünen Alltag

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Mit den ein­fach­sten Maß­nah­men kannst du deinen All­t­ag ganz ein­fach und schnell nachhaltig(er) gestal­ten. Hier find­est du 9 prak­tis­che Tipps, die zeigen, wie es geht.

Blumekranz Basteln

​Umwelt­be­wusst zu leben bedeutet nicht nur, im Super­markt auf eine Plas­tik­tüte zu verzicht­en. Um das Kli­ma zu schützen und unserem Plan­eten helfend unter die Arme zu greifen, soll­test du ganz ver­schiedene Lebens­bere­iche betra­cht­en und das eigene Ver­hal­ten verän­dern. Doch keine Sorge! Das bedeutet nicht, dass du von jet­zt an zum Hardcore-Öko mutieren musst. Wir zeigen dir, an welchen Stellschrauben du drehen kannst, um Nach­haltigkeit in deinen All­t­ag zu inte­gri­eren. Ganz ein­fach und für jeden umsetzbar. 

Einwegprodukte ersetzen 

Mehrwegbesteck Statt Plastikgeschirr

Der erste Schritt in Rich­tung Nach­haltigkeit lautet: Weniger Müll pro­duzieren. Das ist allerd­ings leichter gesagt als getan. Wer allerd­ings ver­sucht, in Zukun­ft auf Ein­weg­pro­duk­te weitest­ge­hend zu verzicht­en, wird schnell merken, wie der eigene Müll­berg von ganz alleine klein­er wird. Denn hin­ter Ein­weg­pro­duk­ten steck­en, wie der Name schon sagt, Dinge, die wir nach dem ein­ma­li­gen Benutzen nicht mehr brauchen und weg­w­er­fen. Doch keine Sorge: Ob für Kaf­feekapseln, Plas­tikgeschirr, Coffee-togo-Bech­erKüchen­rolle oder Ein­we­grasier­er – für jedes der unzäh­li­gen Weg­w­erf­pro­dukte gibt es eine prak­tis­che Alter­na­tive. Du musst also auf nichts verzicht­en, son­dern lediglich das eigene Ver­hal­ten verän­dern.  

Gemüsegarten anlegen 

Garten Anlegen

Eigenes Gemüse anzubauen, macht Spaß und ist gesund. Schließlich bist du dadurch viel an der frischen Luft und ern­test mit dem richti­gen Saatgut und Pflege hin­ter­her – im besten Fall – reines Bio-Gemüse. Doch damit nicht genug: Auch der Umwelt tust du als Selb­stver­sorg­er einen Gefall­en. Durch einen richti­gen Natur­garten förder­st du schließlich die Arten­vielfalt, denn du schaffst gle­ichzeit­ig Leben­sräume für (bedro­hte) Tiere und Pflanzen. Aber: Nicht jed­er ver­fügt über einen Garten. Wenn du trotz­dem von einem grü­nen Paradies und eigen­em Gemüse träumst, gibt es, auch in ein­er Stadt­woh­nung, Möglichkeit­en: Ob auf der Fen­ster­bank, auf dem Balkon oder im angemieteten Schre­ber­garten – Gärt­nern geht auch ohne eige­nen Garten 

Essen nach dem Saisonkalender 

Essen Nach Dem Saisonkalender

Wer kein Selb­stver­sorg­er ist, kann trotz­dem einen Beitrag in Sachen Nach­haltigkeit leis­ten: Näm­lich nur saison­al und – so gut es eben geht – region­al einkaufen. Ein Blick auf den Saisonkalen­der ver­rät, welche Gemüse- und Obst­sorten ger­ade wach­sen und geern­tet wer­den kön­nen. Im regionalen Frei­lan­dan­bau ist die Klima­belas­tung deut­lich geringer als in einem beheizten Gewächshaus. Deswe­gen essen wir Rhabar­ber im Früh­ling, im Som­mer knack­ige Radi­eschen und im Herb­st gibt es Kür­bis. Saisonales Obst und Gemüse hat aber nicht nur eine deut­lich bessere Klima­bi­lanz, es schmeckt auch bess­er als Pro­duk­te, die um die halbe Welt geschifft wor­den sind. Klar, es darf auch manch­mal Avo­ca­do zum Früh­stück geben. Ver­giss aber nie: Avo­ca­dos wach­sen nur in wärmeren Gefilden und müssen einen lan­gen Weg zu uns zurück­le­gen – Trans­porte­mis­sio­nen inklusive. 

 Reste verwerten 

Resteverwertung Von Lebensmitteln

Ob abge­laufenes Min­desthalt­barkeits­da­tum, weich­es, braunes Gemüse oder ver­meintlich­er Müll: In Deutsch­land wer­den viel zu viele Lebens­mit­tel wegge­wor­fen. Und das in den meis­ten Fäl­lig völ­lig unnötig. Doch Lebens­mit­telver­schwen­dung ist nicht nur ethisch beden­klich, son­dern auch umwelt­tech­nisch. Schließlich wer­den für die Pro­duk­tion jede Menge Rohstoffe, Energie und Wass­er ver­wen­det. Wer also Lebens­mit­teln etwas Wertschätzung ent­ge­gen­bringt, kann seinen All­t­ag im Nu nach­haltiger gestal­ten. Viele Reste sind viel zu gut für die Tonne. Wusstest du zum Beispiel, dass Glat­tled­er­schuhe blitze­blank wer­den, wenn man sie mit Bana­nen­schalen ein­reibt? Die Ver­wen­dungsmöglichkeit­en für Reste sind zahlre­ich. Alles was du machen musst? Ein biss­chen recher­chieren und kreativ sein.  

Nachhaltigen Kaffee trinken 

Nachhaltiger Kaffee Genuss

Ein Mor­gen ohne Kaf­feetrinken? Unvorstell­bar. Nichts trinken die Deutschen so gerne und viel wie Kaf­fee. Jährlich kom­men wir auf sage und schreibe 164 Liter pro Kopf. Wir lieben unseren heißen, schwarzen Wach­mach­er. Der einzige bittere Beigeschmack: Die schock­ieren­den Arbeits­be­din­gun­gen auf Kaf­feeplan­ta­gen, der Ein­satz von Pes­tiziden und natür­lich der CO2-Fußabdruck, der durch den Kon­sum entste­ht. Schließlich müssen die Kaf­fee­bohnen erst ein­mal nach Deutsch­land trans­portiert wer­den und auch der Energie­ver­brauch von Kaf­feemaschi­nen ist nicht unbe­den­klich. Eine nach­haltige Form der Zubere­itung ist deswe­gen ganz old­school der gute, alte Fil­terkaf­fee. Für einen nach­halti­gen Kaf­fee­genuss soll­test du außer­dem darauf acht­en, dass dein Kaf­fee unter fairen und umwelt­fre­undlichen Bedin­gun­gen pro­duziert wurde. Kleine Röstereien oder Händler bieten darü­ber hin­aus oft ver­pack­ungs­freie Lösun­gen an. Wer auf Zero Waste achtet, verzichtet selb­stver­ständlich außer­dem auf Kaf­feeEin­weg­bech­er! 

 Nachhaltig putzen 

Natuerliche Putzmittel
Natuerliche Umweltfreundliche Haushaltsreiniger

Kon­ven­tionelle Haushalt­sreiniger aus der Drogerie sind meis­tens Chemiekeulen. Zudem gibt es fast für jedes einzelne Putzvorhaben ein ganz spezielles Mit­tel: Ob Reiniger für Glas, für das Par­kett, gegen Kalk oder Schim­mel – die Palette ist riesig. Dabei braucht es gar nicht viel, um das Zuhause sauber zu hal­ten. Mit Hil­fe von natür­lichen Haus­mit­teln wie Zitro­nen­saft, Essig oder Natron wird alles pico­bel­lo und gle­ichzeit­ig tust du der Natur einen großen Gefall­en. Kon­ven­tionelle Reini­gungsmit­tel gelan­gen näm­lich über unser Abwasser­sys­tem in die Natur und richt­en dort einen großen Schaden an. Auch für unsere Gesund­heit sind die syn­thetis­chen Inhaltsstoffe oft prob­lema­tisch. Also: Lieber nach­haltig putzen mit natür­lichen Basics. Das ist übri­gens auch viel gün­stiger, schließlich hat man die meis­ten Haus­mit­tel sowieso daheim und muss nichts kaufen. 

 Möbel aus guten Materialien 

Nachhaltige Einrichtung

Möbel füllen unser Zuhause, sie sind sowohl Deko als auch Funk­tion­s­ge­gen­stände und sind in gewiss­er Weise auch ein Abbild unseres Lebensstils. Wer auf Nach­haltigkeit acht­en möchte, sollte also auch bei sein­er Ein­rich­tung auf Möbel­stücke set­zen, die: 1. aus “guten” oder nachwach­senden Mate­ri­alien gefer­tigt wor­den sind, 2. bei deren Her­stel­lung auf faire und umwelt­fre­undliche Pro­duk­tions­be­din­gun­gen geachtet wurde und 3. keine zu lan­gen Trans­portwege zu uns zurück­le­gen mussten. Das ökol­o­gis­che i-Tüpfelchen: Möbel aus zweit­er Hand kaufen oder sog­ar selb­st bauen. Auch ohne handw­erk­lich son­der­lich begabt zu sein, kannst du zum Beispiel aus alten Obstk­isten ein Regal bauen. Upcy­cling macht Spaß und spart eine Menge Ressourcen.  

Secondhand-Kleidung kaufen 

Secondhand Kleidung

Wir alle wis­sen: Die Mod­ein­dus­trie gehört zu den größten Umwelt­sün­dern weltweit. T-Shirts für fünf Euro oder eine Hose für weniger als einen Zehn­er kön­nen ein­fach nicht unter fairen und nach­halti­gen Bedin­gun­gen hergestellt wor­den sein. Wer den Teufel­skreis von Fast Fash­ion durch­brechen möchte, kommt nicht drum herum, auf nach­haltig pro­duzierte Klei­dung zu acht­en. Noch bess­er und auch viel gün­stiger: Secondhand-Shopping! Warum? Gebrauchte Klei­dung ist bere­its vorhan­den und muss nicht mehr pro­duziert wer­den, ergo Secondhand-Mode ent­lastet die Umwelt noch mehr als Fair Fash­ion. Auch deine Gesund­heit prof­i­tiert davon, schließlich ist die ein­stig vorhan­dene Chemie aus gebrauchter Klei­dung größ­ten­teils her­aus­ge­waschen. Und: In Vintage-Läden kannst du richtige Unikate ergat­tern. Das ist doch eine Win-win-Situation at it’s best. 

 Nachhaltiges, grünes Banking 

Ethische Nachhaltige Banken

Über Geld spricht man nicht. Sollte man aber hin und wieder! Nach­haltigkeit macht auch vor finanziellen The­men nicht Halt. Je nach­dem, wo du dein Geld anlegst, unter­stützt du vielle­icht Dinge, die du gar nicht unter­stützen möcht­est und von denen du wom­öglich gar nichts weißt. Ist dir beispiel­sweise bewusst, dass manche kon­ven­tionelle Banken in Fir­men investieren, die Atom­waf­fen her­stellen? Oder durch Lebensmittelpreis-Spekulationen für Hunger­snöte sor­gen? Wer das nicht will, sollte sich zunächst über die eigene Bank informieren und dann gegebe­nen­falls einen Kon­towech­sel in Betra­cht ziehen. Denn zu einem nach­halti­gen Leben gehört auch eine nach­haltige Bank 

Fazit: Mit einfachen Dingen etwas bewirken

Tipps Fuer Einen Nachhaltigen Alltag

Ob an der Super­mark­tkasse, beim Essen, Shop­ping oder bei Finanzfra­gen – Nach­haltigkeit zieht sich qua­si durch alle Lebens­bere­iche. Und über­all gibt es Alter­na­tiv­en für ein grüneres Leben. Das Inter­esse daran, wie man Nach­haltigkeit in das eigene Leben inte­gri­eren kann, ist qua­si der erste Schritt. Wenn du jet­zt nach und nach ein paar Ver­hal­tens­muster durch­brichst und auf nach­haltige Alter­na­tiv­en set­zt, kannst du die Welt ein kleines biss­chen bess­er machen. Ohne Verzicht oder Anstren­gung. Und ver­giss nie: Small steps are bet­ter than none 

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Was ist Greenwashing?

Cor­rect! Wrong!

Green­wash­ing ist eine kri­tis­che Beze­ich­nung für PR-Maßnahmen, die bewirken sollen, dass einem Unternehmen in der Öffentlichkeit ein umwelt­fre­undlich­es und ver­ant­wor­tungs­be­wusstes Image zuge­sprochen wird, ohne, dass das Unternehmen den Anforderun­gen gerecht wird.

Welches Land hat den höchsten Wasserverbrauch pro Kopf?

Cor­rect! Wrong!

In Katar wer­den pro Kopf täglich über 500 Liter verbraucht. 

Welches Produkt benötigt bei der Herstellung am meisten Wasser?

Cor­rect! Wrong!

In einem Bech­er Kaf­fee steck­en in Wirk­lichkeit 140 Liter Wass­er. So groß ist der entsprechende Wasser-Fußabdruck. Der gibt an, wie viel Wass­er für die Her­stel­lung eines Pro­duk­ts nötig ist.

Wie viele der weltweit produzierten Lebensmittel werden im Jahr weggeworfen?

Cor­rect! Wrong!

Im Jahr wer­den umgerech­net 1,3 Mil­liar­den Ton­nen Lebens­mit­tel weggeworfen.

Welches Umweltsiegel ist das älteste und bekannteste in Deutschland?

Cor­rect! Wrong!

Der Blaue Engel ist seit über 40 Jahren das Umweltze­ichen der Bun­desregierung. Das unab­hängige Umwelt­siegel set­zt sich für anspruchsvolle Maßstäbe für umwelt­fre­undliche Pro­duk­te und Dien­stleis­tun­gen ein. Der Blaue Engel ist für dich eine Ori­en­tierung beim nach­halti­gen Einkauf.

Wie viele Tier- und Pflanzen-Arten sterben täglich aus?

Cor­rect! Wrong!

Nach einem Bericht der Vere­in­ten Natio­nen zur Arten­vielfalt ster­ben täglich bis zu 130 Tier- und Pflanzenarten aus.

Welche der folgenden regenerativen Energiequellen bezieht ihre Primärenergie nicht aus der Sonne?

Cor­rect! Wrong!

Geot­her­mie gehört zu den regen­er­a­tiv­en Energien. Sie beze­ich­net die in der Erd­kruste gespe­icherte Wärmeenergie.

Wie viele Plastiktüten verbrauchen wir in Deutschland pro Jahr?

Cor­rect! Wrong!

Es gibt Grund zur Freude: Der Ver­brauch hat von 2015 bis 2018 um 64 Prozent abgenom­men. In Deutsch­land lag der Ver­brauch im Jahr 2018 bei 2 Mil­liar­den Stück.

Welches Land hat den höchsten Fleischverbrauch pro Kopf in der EU?

Cor­rect! Wrong!

2018 hat Öster­re­ich pro Kopf jährlich etwas über 100 kg Fleisch kon­sum­iert. In Deutsch­land sind es jährlich „lediglich“ 63 kg pro Kopf.

Wie gut ist dein Nachhaltigkeitswissen?
Anfangssta­di­um

Dein Wis­sen über Umwelt und Nach­haltigkeit ist noch opti­mier­bar. Doch es ist noch kein Meis­ter vom Him­mel gefallen.
Naturver­bun­den

Du leb­st bewusst und unsere Umwelt liegt dir am Herzen.
Umweltak­tivist

Wenn es um The­men wie nach­haltige Energien, Atom­ausstieg und Gletsch­er­schmelze geht, bist du ganz vorne mit dabei und willst anpacken.

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