Kleine Räume groß rausbringen: Wohnideen für Tiny Apartments

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Tiny Hous­es, diese kleinen mobilen Häuser, die an eine Mis­chung aus Wohn­wa­gen und Garten­laube erin­nern, wer­den auch hier in Deutsch­land immer bekan­nter und beliebter. Nicht zulet­zt auf­grund etlich­er Berichte über die Mini-Häuser. Bes­timmt erin­nerst du dich noch an den Artikel über diese Tiny Hous­es hier auf re:BLOG. Bei der Pla­nung solch­er kleinen fahrbaren Häuschen liegt der Fokus auf der best­möglichen Nutzung des zur Ver­fü­gung ste­hen­den Raumes. Mit geschick­ten Ein­baut­en, kreativ­en Ideen und selb­st­gez­im­merten Möbeln, wer­den die rol­lende Woh­nun­gen zu einem wahren Raumwunder.

Mikroapartments optimal nutzen

Schnell kommt da natür­lich die Frage auf, ob dieses Konzept, gerin­gen Wohn­raum opti­mal zu nutzen, auch auf kleine immo­bile Woh­nun­gen oder Apart­ments anwend­bar ist. Ums kurz zu machen, die ein­fache Antwort: Na klar, selb­stver­ständlich kann man auch kleine Apart­ments so ein­richt­en, dass man auf weni­gen Quadrat­metern eine kom­plette Woh­nung unter­brin­gen kann. Oft­mals bleibt einem ja auch schlicht und ein­fach nichts anderes übrig. Denn Wohn­raum ist ger­ade in Großstädten knapp und wird in Zukun­ft mit Sicher­heit noch knap­per. Die Mieten und auch die Single-Haushalte steigen. Deshalb müssen kreative Ideen her, um solche Tiny Apart­ments so einzuricht­en, dass man auch auf kleinem Raum kom­fort­a­bel leben und wohnen kann.

Häuserwand in der Stadt

Welche Wohn-Hacks für kleine Apartments gibt es also?

Da wäre zum einen ein rel­a­tiv ein­fach­er und kostengün­stiger Trick: Mach deine Apartment-Möbel flex­i­bel und leicht ver­schieb­bar. Schraub dir ein­fach ein paar Rollen unter deinen Wohnz­im­mer­tisch, dein Bett oder vielle­icht sog­ar unter deine Couch. So kannst du die großen Teile deines Inven­tars für jede Wohn­si­t­u­a­tion schnell umstellen. Wenn du dein kleines Apart­ment zum ersten Mal beziehst und neu ein­richt­en musst, soll­test du darauf acht­en, dir Mul­ti­funk­tion­s­mö­bel zuzulegen.

Mul­ti­funk­tion­s­mö­bel

Zum Beispiel ein Sofa, das aus­geklappt zum Bett wird oder eine Truhe mit viel Stau­raum, die gle­ichzeit­ig als Sitzgele­gen­heit dient. Oder wie wäre es mit einem Klapp­bett, das im Schrank ver­schwindet, einem Tisch, der sich je nach Bedarf zu ein­er Tafel ausziehen lässt und anderen Multifunktionsmöbeln?

Mul­ti­funk­tion­stis­che

Schau dir mal die inno­v­a­tiv­en platzs­paren­den Möbel in diesem Video von fair­com­pa­nies an. Da sind viele schöne Ideen dabei, die du vielle­icht mit etwas handw­erk­lichem Geschick auch sel­ber machen kannst. Über­haupt soll­test du ein Auge auf Kirsten Dirk­sens Youtube-Channel „fair­com­pa­nies“ wer­fen. Micro Apartment- und Tiny House- Videos noch und nöch­er. Aber Vor­sicht, Suchtgefahr!

Okay, nochmal zurück zu einem weit­eren Hack. Sehr beliebt und ger­ade in Altbau-WG Zim­mern mit hohen Deck­en fast oblig­a­torisch, ist das berühmte Hochbett. Das spart eine Menge Raum und so lässt sich unter dem Hochbett der freie Platz zum Beispiel als Wohn- oder Arbeit­sz­im­mer nutzen. Also, bei entsprechen­der Deck­en­höhe eur­er Mini-Wohnung ein­fach eine zweite Ebene zum Schlafen sel­ber zim­mern oder bauen lassen. Übri­gens, Tiny Hous­es sind auch fast immer mit einem Hochbett ausgestattet.

Willst du dich in deinem Mikroa­part­ment nicht mit Mul­ti­funk­tion­s­mö­beln auf Rollen und Hochbet­ten zufrieden geben, kommt eigentlich nur noch die Königs­diszi­plin für kleinen Wohn­raum in Frage:

Das Innere der Wohnung einmal entkernen, bitte …

… und dann von Grund auf eine ganz neue Innenein­rich­tung mit vie­len Ein­baut­en und ver­steck­ten Funk­tio­nen pla­nen und umset­zen. Eventuell mit einem find­i­gen Architek­ten und einem guten Schrein­er, je nach Größe deines Geld­beu­tels. Du kannst dir das nicht so richtig vorstellen? Hier mal ein gelun­ge­nes Beispiel, wie so etwas ausse­hen kann.

Das Lego-Apartment

© http://barbaraappolloni.com/

 

Das Lego-Apartment, geplant von der Architek­tin Bar­bara Appol­loni.

Da find­est du ein Bett, das unter dem Balkon ver­schwindet und zur Sitzbank wird, einen Ein­bauschrank über die kom­plette Wand­fläche ein­er Zim­mer­seite, der jede Menge Stau­raum, eine Küche und die Ein­gangstür zur Toi­lette beherbergt. Die ver­glaste Dusche ste­ht direkt daneben. Okay, zugegeben, die Dusche mit­ten im Raum ist nicht jed­er­manns bzw. jed­er­fraus Sache, aber anson­sten ist die Aufteilung toll gelungen.

Eine weit­ere Vari­ante, ein kom­plett leeres Tiny Apart­ment zu füllen:

Stell dir einen Würfel rein.

The Living Cube Furniture

© http://livingcube.furniture/


The Living Cube Furniture

© http://livingcube.furniture/

Also einen Mul­ti­funk­tion­swür­fel aus Holz, wie den von Till Kön­nek­er. Der Schlaf­platz ist das Dach des Wür­fels, an den Seit­en befind­et sich Stau­raum sowie Arbeits­fläche und im Inneren kann bequem ein kleines Bad unterge­bracht wer­den. Wenn so ein Kubus geschickt in den zur Ver­fü­gung ste­hen­den Raum inte­gri­ert wird, wirkt auch das kle­in­ste Apart­ment gle­ich viel größer.

The Living Cube Furniture

© http://livingcube.furniture/

Faz­it: Es gibt jede Menge Möglichkeit­en, kleine Räume opti­mal zu nutzen. Sei es mit Low-Budget-DIYs oder einem kom­plet­ten, von Profis geplanten und umge­set­zten Um- und Aus­bau eines Tiny Apart­ments. Die Entwick­lung inno­v­a­tiv­er und kreativ­er Lösun­gen für kleine Woh­nun­gen wird in Zukun­ft noch größer und vielfältiger wer­den, da sind wir uns sich­er. Schließlich hat sich bei den Tiny Hous­es schon gezeigt, dass es sich auch in einem kleinen Häuschen recht kom­fort­a­bel wohnen lässt.

Du benötigst noch mehr Input zu Mikroapartments?

Noch ein klein­er Surf-Tipp zum Abschluss: Die Web­site von Gra­ham Hill, einem Vor­re­it­er und Vor­denker in Sachen small liv­ing. Dort find­est du auch viele Infos zum The­ma. Du wohnst bere­its klein und leb­st nach dem Mot­to „It’s not how big the house is, it’s how hap­py the home is“ und hast noch einen guten Tipp auf Lager? Dann bitte sofort in den Kom­mentaren mit­teilen. Danke.

Ab zum Geocaching: Die moderne Schnitzeljagd

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Sobald die Sonne scheint habe ich dieses Gefühl, unbedingt raus an die frische Luft zu müssen. Wenn ich dann zu meinen beiden Kindern „Komm, wir gehen spazieren!“ oder „Lass uns mit dem Hund gehen“ sage, kommt mir immer nur ein „Och nööööö, wie laaaangweilig!!!“ entgegen. Haben sie ja recht, ging mir als Kind auch nicht anders. Wenn ich aber sage, „Komm, lasst uns eine Schatzsuche machen“ klingt mir ein aufgeregtes „Yeah, wir gehen Geocachen“ in den Ohren und die beiden sind im Nu wetterfest angezogen. Anfangs kam ich mir dabei ziemlich blöd vor, da Geocachen für mich so ein Rentnerding…

Wir sind Sig und Sven und schreiben seit 2009 auf unserem Blog wohn-blogger.de über nachhaltige und alternative Wohnkonzepte gemixt mit DIY- und Upcycling-Ideen. Tiny Houses, umgebaute Schiffscontainer und Earthships haben...

Zum Autor

Leo Gucker
Montag, 3. Dezember 2018, 12:40 Uhr

Wow, ich glaub es nicht. Der Wür­fel ist echt genial. Warum ist mir das nicht sofort einge­fall­en, als ich mir meine Woh­nung aus­ge­sucht habe. Da wären höhere Deck­en schließlich auch sin­nvoll gewe­sen. Allerd­ings sind hohe Deck­en auch gle­ich eine Her­aus­forderung diese warm zu hal­ten. Naja nun kann ich mich wohl eher in die Bre­ite aus­dehnen. Danke für die mega Inspiration!

Gustav Sucher
Montag, 3. Dezember 2018, 12:39 Uhr

Wow, ich glaub es nicht. Der Wür­fel ist echt genial. Warum ist mir das nicht sofort einge­fall­en, als ich mir meine Woh­nung aus­ge­sucht habe. Da wären höhere Deck­en schließlich auch sin­nvoll gewe­sen. Allerd­ings sind hohe Deck­en auch gle­ich eine Her­aus­forderung diese warm zu hal­ten. Naja nun kann ich mich wohl eher in die Bre­ite aus­dehnen. Danke für die mega Inspiration!

Gustav Sucher
Donnerstag, 11. Oktober 2018, 9:02 Uhr

Umso klein­er das Apart­ment wird, desto schlim­mer wird die Ein­rich­tung. Wenn man wenig Platz zur Ver­fü­gung hat, so ist es sicher­lich nicht so ein­fach eine schöne und gle­ichzeit­ig voll funk­tions­fähige Ein­rich­tung ein­bauen zu kön­nen. Daher danke für den Blog!

Sophie Gerber
Donnerstag, 12. Oktober 2017, 14:40 Uhr

Danke für die guten Tipps! Durch richtige Ein­rich­tung kön­nen auch die kle­in­sten Apparte­ments sehr schön und gemütlich wer­den! Das habe ich let­ztens auch erfahren als ich in eine andere Stadt einge­zo­gen bin und da nur eine klitzek­leine Woh­nung gefun­den habe, die ich jet­zt liebe!
LG Sophie