Sternstunden: Wenn kleine Wunder im Alltag passieren

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„Ihr Volvo steht jetzt für Sie bereit“.

Anne und ich standen in einer Hotellobby in der finnischen Stadt Tampere und zwinkerten uns vergnügt zu. Die Vorfreude ließ sich kaum noch verbergen. Betont lässig nahm ich die Autoschlüssel entgegen. Vor dem Hotel wartete ein silberfarbener Volvo-Flitzer, der die nächsten Tage uns gehören sollte. Die Autotür war noch nicht ganz geschlossen, da platzte die Freude aus uns heraus. Wie Teenager kicherten wir: „Krass, wie abgefahren, oder?“ Und die Fahrt ging los.

Was vorher geschah

Einige Zeit vorher erzählte mir eine Freundin, sie würde nach Finnland fliegen, genauer gesagt nach Tampere, denn sie war auf einer Hochzeit eingeladen. Tampere – wo genau liegt denn das? Ich schaute im Internet nach und landete auf der Homepage der örtlichen Tourist-Information. Eine Reise konnte man dort gewinnen. Man musste nur den Namen eines bestimmten Turms eingeben, in dessen Spitze sich ein Restaurant befindet. Halbherzig füllte ich das Gewinnspiel-Formular aus. Einfach so, ohne weiter darüber nachzudenken.

„Ich freue mich, Ihnen mitzuteilen …

… dass Sie das Gewinnspiel von VisitTampere gewonnen haben.“ Das war der erste Satz einer E-Mail, die wenige Wochen später in meinem Posteingang landete. Anfängliche Verwirrung, dann wurde es Gewissheit: Ich hatte einen fünftägigen Aufenthalt gewonnen. Für zwei Personen, inkl. An- und Abreise. Zwei Nächte im Hotel und drei weitere in einem typisch finnischen Ferienhaus am See – und dazu der Mietwagen vor Ort.

Ich rief meine Freundin Anne an: „Du, also, mit der Interrail-Tour diesen Herbst wird es nichts, ich hab‘ gerade echt keine Kohle am Start. Aber hättest du Lust, auf fünf Tage Finnland? For free?“ So ganz konnten wir es eigentlich immer noch nicht glauben, als wir im Oktober 2013 dann mit gepackten Koffern am Hamburger Flughafen standen. Aber es war real. Sämtliche Tickets und Unterlagen hatte ich im Vorfeld zugeschickt bekommen, es war sich um alles gekümmert worden.

Fünf Tage völlige Entspannung

Die fünf Tage, von denen wir drei in einem typisch finnischen Ferienhaus am See verbrachten, waren unglaublich entspannend. Wir befeuerten den Kamin, heizten abends die Saunahütte an, die direkt am Wasser stand und gingen tagsüber im Wald spazieren. Mobil und unabhängig durch den Mietwagen machten wir eine Tagestour in den Helvetinjärvi Nationalpark. Wir hatten unseren Zeitpunkt der Reise, absolute Nebensaison, selbst gewählt. Und so begegneten wir in dem atemberaubenden Nationalpark den ganzen Tag lang nicht einem einzigen Menschen. Wir genossen die absolute Stille und gute Gespräche.

Warum ich?

Diese Frage stellen sich viele, wenn sie von einem schlimmen Schicksal getroffen werden. Ich fragte mich, warum gerade ich diese Reise gewonnen hatte. Und kam zu dem Schluss: Weil ich es in dem Moment einfach verdient hatte, eine Auszeit zu bekommen. Eine Auszeit von der Bewerbungsphase nach dem Studienabschluss. In der man sich häufig fragt: Wo lande ich? Was will ich überhaupt machen? War mein Studienfach die richtige Wahl? Unsere Generation zweifelt gerne. Ich bin da keine Ausnahme.

Man muss dem Glück die Tür öffnen

Durch diese Reise habe ich gelernt, dass man seinem Glück auch mal die Tür öffnen muss. Nein, ihr müsst jetzt nicht zwanghaft jedes Gewinnspiel mitmachen. Es fängt bei viel kleineren Dingen im Alltag an. Sei es, dass der Parkplatz direkt vor der Haustür für euch frei ist, oder das Lieblingslied im Radio gespielt wird, wenn es euch mal nicht so gut geht. Denn, der Gewinn der Reise war auch ein bisschen ein erhobener Zeigefinger, der mir sagen sollte: „Hey Christina, chill’ mal ne Runde. Das wird sich schon alles fügen. Lehn dich mal kurz zurück und atme tief durch.“

Auch heute, zwei Jahre nach der Reise, schließe ich manchmal die Augen und denke mich zurück an diesen Ort, in dieses idyllische Ferienhaus, in dem der Kamin knisterte und in dem ich mit meiner lieben Anne eine wunderschöne Zeit hatte. Und ich erinnere mich an das Gefühl, das ich dort hatte. Ein Gefühl der inneren Ruhe, Zufriedenheit und Zuversicht.

Kann jeder: Tipps zum Energie sparen im Alltag

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Christina
Freitag, 11. Dezember 2015, 9:11 Uhr

Danke liebe Vera! 🙂 Das war auch wirklich ein wunderschöner Kurzurlaub. Ich kann noch eine ganze Galerie mit Fotos davon füllen. Liebe Grüße! Christina

Dienstag, 8. Dezember 2015, 9:53 Uhr

So tolle Fotos! Den Artikel hab ich irgendwie ganz verpasst bisher 😉