Spazierengehen: 10 gesundheitliche Benefits

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Wir bewe­gen uns zu wenig – das rächt sich, denn unser Kör­p­er wird krank. Wir erk­lären dir die zehn wichtig­sten Vorteile des Spazierenge­hens und geben Tipps, wie du es in deinen All­t­ag inte­gri­eren kannst.

Waldspaziergang

Spaziergänge tun nicht nur der Seele gut, sie haben auch viele gesund­heitliche Vorteile. Kein Wun­der, denn evo­lu­tion­stech­nisch ist unser Kör­p­er viel mehr auf Bewe­gung als aufs Rum­sitzen aus­gelegt. Ich per­sön­lich habe über die Jahre Spazierenge­hen immer mehr lieben gel­ernt und hoffe, dass ich dich auch auf den Geschmack brin­gen kann. Dabei ist es egal, ob man in der Stadt oder auf dem Land lebt. Man kann seinen Spazier­gang immer zu einem Erleb­nis machen. Im Fol­gen­den find­est du alle guten Gründe fürs Spazierenge­hen und Tipps, wie du es in deinen All­t­ag inte­gri­eren kannst.

10 Vorteile durchs Spazierengehen

Spazieren gehen in der Stadt

Viele Stu­di­en bele­gen mit­tler­weile, dass nicht nur inten­siv­er Sport zur Gesund­heit beiträgt. Auch regelmäßige kör­per­liche Aktiv­ität, in Form von Spaziergän­gen, kann den Kör­p­er gesund hal­ten. Dabei wird emp­fohlen, fünf Tage die Woche min­destens 30 Minuten zu gehen. Doch auch wenn du nicht regelmäßig spazieren gehst, kannst du mit jedem einzel­nen Spazier­gang pos­i­tive Effek­te erzie­len. Erfahre mehr in der fol­gen­den Auflis­tung von gesund­heitlichen Auswirkun­gen des Spazierengehens:

1. Spazieren verbessert die Herzgesundheit

Beim Spazieren kommt der Kreis­lauf richtig in Schwung. Die gute Durch­blu­tung im Kör­p­er stärkt das Herz-Kreislauf-System und beugt gefährlichen Gefäßverkalkun­gen vor.

2. Steigert die Kapaz­ität dein­er Lunge

Wer regelmäßig aus­dauernd spazieren geht, stärkt die Lunge und kann sog­ar das Lun­gen­vol­u­men ver­größern. Die erhöhte Leis­tungs­fähigkeit trägt dazu bei, dass die Zahl der roten Blutkör­perchen steigt und mehr Sauer­stoff durch den Kör­p­er trans­portiert wird.

3. Fördert den Muskelaufbau

Muskeln sind wichtig, um Knochen und Gelenke zu schützen. Doch es muss nicht immer das Fit­nessstu­dio sein, um Muskeln aufzubauen. Schon das regelmäßige Spazierenge­hen trägt zu einem gesun­den Muske­lauf­bau bei und hält deine Gelenke geschmeidig.

4. Verbessert Ver­dau­ung und Stoffwechsel

Das Spazierenge­hen bringt nicht nur den Kreis­lauf in Schwung, auch andere wichtige Kör­per­funk­tio­nen wie die Ver­dau­ung und der Stof­fwech­sel wer­den aktiviert.

5. Reduziert Stress und ent­lastet die Psyche

Ob Depres­sio­nen, Schlaf­störun­gen oder Burn-Out – Spazieren hil­ft dem Kopf beim Abschal­ten. Schon nach kurz­er Zeit begin­nt der Kör­p­er, Stresshormone abzubauen. Um einen noch besseren Effekt zu erzie­len, sollte man ver­suchen, im Grü­nen zu gehen. Ein Spazier­gang in der Natur erhöht nach­weis­lich den Effekt der Stressre­duk­tion und entspannt.

Taschentuecher

6. Stärkt das Immunsystem

Bei Regen, Sonne oder Schnee – wer regelmäßig Spaziergänge an der frischen Luft macht, stärkt auch sein Immun­sys­tem und wirkt so beispiel­sweise aktiv Erkäl­tungskrankheit­en ent­ge­gen. Der Kör­p­er ist fit genug, sich gegen Krankheit­ser­reger zur Wehr zu setzen.

7. Hellt die Stim­mung auf

Spazieren reduziert nicht nur die Stresshormone im Kör­p­er, son­dern regt zudem die Pro­duk­tion von Glück­shormo­nen (Endor­phi­nen) an. Das macht gute Laune und vertreibt schlechte Stimmung.

8. Spazieren reduziert Heißhunger auf Süßes

Stu­di­en bele­gen, dass schon ein flot­ter Spazier­gang von 15 Minuten das Gehirn ver­an­lasst, Süchte und Gelüste einzudämpfen. Zusät­zlich stärkt man durch den erhöht­en Stof­fwech­sel seine Energiebi­lanz. Win-win!

9. Fördert die Kreativität

Wenn du mal gedanklich fest­steckst, hil­ft ein Spazier­gang unge­mein dabei, deinen Kopf wieder frei zu machen und Raum für neue Ideen zu schaf­fen. Dazu trägt nicht nur die erhöhte Dosis Sauer­stoff im Gehirn bei, son­dern auch die neuen Reize und Impres­sio­nen, die man auf einem Spazier­gang sammelt.

10. Fördert die Knochendichte

Mit zunehmen­dem Alter wer­den unsere Knochen porös­er. Um sie zu stärken, müssen wir unter anderem auf eine gesunde Ernährung und aus­re­ichend Vitamin-D acht­en. Regelmäßige Spaziergänge helfen, die Zufuhr von Vitamin-D zu steigern. Achtung: Hier­bei sollte trotz­dem immer auf aus­re­ichend Son­nen­schutz geachtet werden!

Wie man Spazierengehen in den Alltag einbauen kann

Bewegung an der frischen Luft

Am schön­sten ist es natür­lich, wenn man sich aus­re­ichend Zeit für einen aus­gedehn­ten Spazier­gang an einem schö­nen Ort nehmen kann. Doch es gibt auch viele weit­ere Möglichkeit­en, Spazieren in deinen All­t­ag einzubauen. Dabei lässt sich oft sog­ar das Schöne mit dem Prak­tis­chen verbinden. Hier sind ein paar Ideen für deine neue tägliche Spazier-Routine:

  • Erset­ze kurze Autostreck­en mit einem Spaziergang

Mal eben zum Bäck­er oder zur Post – das ist eine super Gele­gen­heit, das Auto mal ste­hen zu lassen und ein­fach hin zu spazieren. Das tut nicht nur dir gut, son­dern schont zugle­ich die Umwelt und ver­ringert deinen ökol­o­gis­chen Fußab­druck.

  • Ent­decke deine Nachbarschaft

Spazieren ist die per­fek­te Möglichkeit, deine Nach­barschaft bess­er ken­nen­zuler­nen. Gehe neue Wege und ent­decke neue Cafés, Läden, Parks, Wasser­läufe … Du wirst über­rascht sein, was du bish­er alles ver­passt hast.

  • Mach eine kreative Pause an der frischen Luft

Du steckst mit deinen Gedanken fest oder willst aus­giebig brain­stor­men? Statt zuhause zu sitzen, kannst du deinen Kopf auch an der frischen Luft „durch­pusten“, neue Ideen sam­meln oder ein­fach mal abschal­ten, um wieder neu durchzus­tarten. Es reicht auch schon etwas Bewe­gung in der Mit­tagspause, egal ob im Home­of­fice oder auf der Arbeit.

  • Steige ein paar Sta­tio­nen früher aus

Wenn du mit den öffentlichen Verkehrsmit­teln unter­wegs bist, kannst du ein­fach mal früher aussteigen und den Rest der Strecke zu Fuß gehen. Kalkuliere vorher ein­fach ein biss­chen mehr Zeit ein und schon hast du einen kleinen Spazier­gang in deinen All­t­ag eingebaut.

  • Motiviere dich mit einem Schrittzähler

Manch­mal hil­ft es, sich für kör­per­liche Aktiv­ität zu motivieren, indem man seine Leis­tung misst. Mit einem Schrittzäh­ler kannst du dir tägliche Ziele set­zen und dich so motivieren, mehr zu gehen. Ob und was du dir als Beloh­nung set­zt, bleibt dir über­lassen. Fest ste­ht, dass unser Kopf mit dem Beloh­nungssys­tem bess­er funk­tion­iert und sich eher motivieren lässt.

  • Mach den Spazier­gang zum Ritual

Wer einen Hund hat, weiß, wie schön das tägliche Rit­u­al des Spazierenge­hens ist. Aber auch ohne Hund kann man eine solche Rou­tine entwick­eln. Stelle dir z. B. jeden Tag den Weck­er etwas früher und gehe eine kurze Runde spazieren. Oder mach es zum Aben­dritu­al vorm Schlafenge­hen. Schon nach kurz­er Zeit willst du es nicht mehr missen.

  • Führe Tele­fonate beim Spazieren

Wenn du weißt, dass ein Tele­fonat etwas länger dauern wird, ist das die per­fek­te Möglichkeit, es mit einem Spazier­gang zu verbinden. So nutzt du die Zeit gle­ich dop­pelt sinnvoll.

  • Verabrede dich für einen Spaziergang

Ein Spazier­gang ist eine per­fek­te Aktiv­ität zu zweit, bei der man sich gut unter­hal­ten und gle­ichzeit­ig zusam­men die Gegend erkun­den kann. Außer­dem tendierst du weniger dazu, den Spazier­gang zu ver­schieben, wenn du dafür jeman­dem absagen musst.

Meine persönliche Spazier-Routine

Zu Fuß gehen im Alltag

Ich selb­st lebe in ein­er Stadt (Ham­burg) und für mich ist Spazierenge­hen, neben Rad­fahren, eigentlich die regelmäßig­ste kör­per­liche Aktiv­ität. Da ich und mein Fre­und kein Auto haben, mache ich Einkäufe generell zu Fuß. Für die Abwech­slung gehe ich auch mal kleine Umwege durch den Park. Um mich nicht zu sehr abzuschlep­pen, habe ich mir einen “Hack­en­porsche“ zugelegt. Der kleine Shop­per mit Rollen erle­ichtert die Einkauf­s­rou­tine zu Fuß total. Aber auch son­st gehe ich oft und gerne spazieren. Ich liebe es z. B. durch die nahegele­ge­nen Schre­bergärten zu spazieren. Dank der toll angelegten Gärten kann ich hier die Jahreszeit­en beson­ders gut beobacht­en. Kür­zlich habe ich auch den Park­fried­hof Ohls­dorf für mich ent­deckt. Hier verbindet sich Natur mit Geschichte und Kun­st. Jed­er Spazier­gang ist eine kleine Ent­deck­ungs­tour. Vielle­icht gibt es solche Orte ja auch bei dir in der Nähe.

Am lieb­sten mache ich Spaziergänge zu zweit. Entwed­er als Verabre­dung mit ein­er Fre­undin und einem selb­st gemacht­en Coffee-To-go oder auch oft spon­tan mit meinem Fre­und. Wenn uns mal wieder die Decke auf den Kopf fällt, ziehen wir ein­fach unsere Schuhe an und spazieren durch die Nach­barschaft. Dabei haben wir schon so einige Schle­ich­wege und Nach­barschaft­sjuwe­len entdeckt.

Fazit zum Spazierengehen und seinen Vorteilen

Laufen und Spazierengehen im Gruenen

Bewe­gung ist etwas, wonach unser Kör­p­er ver­langt. Durch unseren beru­flichen All­t­ag kön­nen wir ihm diese aber meist nur in unzure­ichen­dem Maß geben. Möcht­est du dir etwas Gutes tun, dein Immun­sys­tem, den Kreis­lauf und die Ver­dau­ung pos­i­tiv bee­in­flussen und gle­ichzeit­ig Stresshormone reduzieren, soll­test du unbe­d­ingt regelmäßige Spaziergänge in deinen All­t­ag ein­bauen. Es müssen keine stun­den­lan­gen Hikes sein. Es reicht schon, wenn du mal eine Bussta­tion früher aussteigst oder das Auto ste­hen lässt und zu Fuß zum Einkaufen gehst. Verabre­dun­gen mit Fre­un­den, ein Schrittzäh­ler und kleine Beloh­nun­gen kön­nen dich am Anfang motivieren, die neue Rou­tine durchzuhal­ten. Schon nach kurz­er Zeit wirst du aber ganz automa­tisch mehr gehen. Ein weit­er­er pos­i­tiv­er Neben­ef­fekt: Nicht nur deine Gesund­heit prof­i­tiert von der Bewe­gung, auch die Umwelt. Denn je weniger Verkehrsmit­tel du nutzt, desto weniger Abgase gelan­gen in die Luft. Natür­lich kannst und sollst du nicht völ­lig aufs Laufen umsteigen, aber auch die kleinen Dinge haben in der Summe große Effekte.

Wo gehst du am lieb­sten Spazieren? 

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