Selbstgemachte Fruchtröllchen aus heimischen Erdbeeren

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Endlich gibt es wieder frische Erd­beeren, Johan­nis­beeren, Him­beeren… Als Fruchtröllchen wird die Ernte halt­bar und mit­nah­metauglich. Viel bess­er als Gum­mibärchen! Denn die Nascherei ist 100 % natür­lich – und schmeckt ein­fach himmlisch.

Ihr braucht

  • 500 g frische Erd­beeren (oder andere Früchte, etwa Rhabar­ber, Him­beeren, Johan­nis­beeren oder Pfir­siche), am besten Bio-Qualität und regional
  • Zuck­er, Agaven­dick­saft oder Honig nach Geschmack

So geht´s

Die Erd­beeren putzen, klein schnei­den und püri­eren. Wer die kleinen Kerne nicht mag, stre­icht den Frucht­brei anschließend noch durch ein feines Sieb. Und wer es gern extra süß hat, gibt noch etwas Zuck­er, Honig oder Agaven­dick­saft hinzu. Doch aufgepasst: Son­nen­gereifte Früchte vom Feld nebe­nan sind oft schon von alleine sehr süß. Durch das Trock­nen gewin­nt die Masse außer­dem auch noch ein wenig an Süße.

Ein Back­blech mit Bach­pa­pi­er ausle­gen und die Masse dünn (max­i­mal fünf Mil­lime­ter) darauf ver­stre­ichen. Kön­ner bere­it­en eine zweite Frucht­masse z.B. aus Pfir­sichen zu und set­zen far­bige Akzente durch gelbe Tupfen auf rotem Hin­ter­grund – der Phan­tasie sind keine Gren­zen gesetzt.

Den Ofen auf 50-60 Grad heizen (Umluft oder nor­mal), das Blech hinein schieben und die Tür mit einem Hol­zlöf­fel einen kleinen Spalt offen hal­ten. So kann die Feuchtigkeit ver­dun­sten. Der Back­ofen trock­net nun in mehreren Stunden aus dem frischen Frucht­mus eine ganz dünne Fruchtschicht. Zwis­chen­durch immer mal guck­en, wie die Kon­sis­tenz ist und dass nichts verbrennt.

Mein­er Erfahrung nach dauert es ca. vier Stunden, bis die Riesen­schnitte fer­tig (d.h. trock­en genug) ist. Dann aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen (ich schiebe an der Stelle immer ein Git­ter zwis­chen Back­pa­pi­er und Back­blech, damit die Feuchtigkeit auch unten trock­nen kann).

Wenn alles kalt und trock­en ist, mit einem schar­fen Mess­er oder einem Piz­za­schnei­der in ca. sieben Zen­time­ter bre­ite Streifen schnei­den und die noch dreimal der Länge nach unterteilen. Die Stücke soll­ten ca. sieben mal zehn Zen­time­ter groß sein. Dann vor­sichtig die einzel­nen Teile vom Back­pa­pi­er abziehen und aufrol­len. Die Kon­sis­tenz sollte richtig zäh und ledrig sein. Nur so löst sich alles auch gut vom Back­pa­pi­er. Wenn die Masse noch zu feucht ist, muss sie ggf. nochmal in den Ofen zurück.

Wer mag, wick­elt nun noch eine deko­ra­tive Schnur um die roten Röllchen – fer­tig. In ein­er ver­schlosse­nen Dose im Kühlschrank hal­ten sich die Erd­beer­rollen zwei Wochen. The­o­retisch. Denn meis­tens wer­den sie nicht so alt. Das ist näm­lich ihr einziger Nachteil: Die fruchti­gen Röllchen sind so leck­er, dass sie inner­halb kürzester Zeit ver­nascht sind. Dafür lassen meine Kinder sog­ar Gum­mibärchen links liegen. Und das will was heißen.

Ihr habt am Ende noch ein paar oder sog­ar viele Erd­beeren übrig? Dann pro­biert mal dieses Rezept für ein köstlich­es Erdbeer-Kokos-Dessert oder ver­sucht euch an selb­st­gemachter Marme­lade.

Frühling auf der Zunge: Pesto aus Wald und Wiese

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Endlich Frühling! Endlich wieder raus ans Licht, raus in die Natur, die sich überall in frisches Grün und bunte Blüten wirft. Was gibt es Schöneres, als das Neuerwachen des Lebens mit allen Sinnen zu feiern… also auch auf dem Teller. Denn jetzt wachsen im Wald wieder ganze Bärlauchfelder, zeigt sich der erste junge Löwenzahn auf der Wiese. Und das frische Grün der jungen Möhren vom Markt ist auch viel zu schmackhaft, um es auf den Kompost zu werfen. Hier kommen drei Basisrezepte für leckere, frische Pestos mit Zutaten aus der Natur – mit unzähligen Variationsmöglichkeiten. Etwas gerieben Zitronenschale dazu, frische…

Seit mehr als zehn Jahren arbeitet das Redaktionsteam Reisefeder unter anderem für Magazine wie Brigitte, Onlineportale wie Spiegel Online oder Reisebücher wie Merian. Anke hat Ökologie und Kommunikation studiert und...

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