Saure Milch verwerten: Das kann deine schlecht gewordene Milch noch

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Im Kühlschrank vergessene Milch ist längst kein Fall zum Wegschüt­ten. Saure Milch schmeckt zwar nicht mehr, aber sie kann noch richtig viel. Wir zeigen dir, woran du erkennst, dass du deine Milch nicht mehr trinken soll­test und wie du saure Milch ver­w­erten kannst.

Saure Milch gehoert nicht in den Kaffee

Wer ken­nt das nicht: Noch halb schlafend greift man mor­gens in den Kühlschrank, um dem Kaf­fee einen Schuss Milch und dem Kör­p­er anschließend die nötige Por­tion Kof­fein zu ver­passen. Doch mit dem ersten Schluck ist der san­fte Ein­stieg in den Tag vergessen, die Geschmack­sner­ven hellwach. Es passiert nicht oft, aber hin und wieder wird die Milch trotz kor­rek­ter Lagerung schlecht und das schmeck­en wir sofort. Saure Milch ist unge­nießbar und gehört deshalb wed­er in den Kaf­fee noch ins Müs­li. Wegkip­pen soll­test du sie trotz­dem nicht. Denn tat­säch­lich gibt es einige sim­ple Möglichkeit­en, um deine saure Milch zu verwerten.

Saure Milch – was ist das überhaupt?

Saure Milch die aus unbehandelter Milch entsteht kann man noch trinken

Um zu ver­ste­hen, was saure Milch über­haupt ist, musst du zwis­chen unbe­han­del­ter Milch und pas­teurisiert­er Milch unter­schei­den. Unbe­han­delte Milch bekommst du beim Bauern. Nach dem Melken wurde die Milch lediglich kühl gestellt und wird deswe­gen auch als Rohmilch beze­ich­net. Wird die Rohmilch zu lange bei warmer Tem­per­atur auf­be­wahrt, set­zt die Milch­säuregärung ein: Die enthal­te­nen Bak­te­rien zer­set­zen den Milchzuck­er zu Milch­säure, die Milch bekommt eine dick­liche Kon­sis­tenz und einen sauren Geschmack. Du kannst sie aber weit­er­hin ohne Bedenken trinken bzw. mit Zimt und Zuck­er als süßen Snack essen.

Anders ist es bei Milch, die du im Super­markt find­est. Diese ist pas­teurisiert, das heißt, sie wurde erhitzt, um ihre Halt­barkeit zu ver­längern. Je nach­dem, wie lange sie erhitzt wurde, entste­ht entwed­er Frischmilch, ESL-Milch oder die beliebte H-Milch. Supermarkt-Milch wird zwar wesentlich langsamer sauer, aber spätestens, wenn du sie zu lange ungekühlt auf­be­wahrst oder Bak­te­rien hineinkom­men, wird auch sie unge­nießbar. Die saure Milch ist in diesem Fall allerd­ings nicht durch natür­liche Milch­säuregärung ent­standen, son­dern durch die Bak­te­rien aus der Umge­bung und sollte deshalb nicht mehr getrunk­en wer­den. Du kön­ntest son­st Magen­prob­leme oder Durch­fall bekommen.

Saure Milch erkennst du an der Konsistenz und der Farbe

So erkennst du saure Milch 

Angst davor, aus Verse­hen zu viel saure Milch zu trinken, brauchst du allerd­ings nicht haben. Du erkennst schlecht gewor­dene Milch ziem­lich schnell an ihrem Ausse­hen, Geruch und Geschmack. Eine ver­dor­bene Milch­pack­ung wölbt sich nach außen. Öffnest du saure Milch, wird dir meis­tens schon ein säuer­lich­er Geruch ent­ge­genkom­men. Auch die Farbe und die Kon­sis­tenz sind gute Kri­te­rien, um zu erken­nen, ob du deine Milch noch bedenken­los trinken kannst. Zuerst ein­mal sollte Milch immer weiß sein. Das kannst du prüfen, indem du einen Schluck in ein Glas schüttest und es gegen das Licht hältst. Saure Milch wird sich ver­mut­lich schon beim Schüt­ten out­en, denn sie ist nicht mehr schön flüs­sig, son­dern hat eine flock­igere Kon­sis­tenz. Mitunter enthält sie kleine Klüm­pchen. Einen let­zten Hin­weis darauf, ob du deine Milch noch bedenken­los trinken kannst, liefert der Geschmack­stest. Nimm einen kleinen Schluck. Ist die Milch sauer, wirst du sie umge­hend ausspuck­en. Doch kein Grund zum Ärg­ern, du kannst saure Milch ver­w­erten – bei der Hautpflege, zum Putzen, etc.

Ver­wen­dungsmöglichkeit­en für saure Milch

Saure Milch ist als Lebens­mit­tel zwar nicht mehr zu gebrauchen, aber auch kein Fall für die Tonne. Weil jedes Jahr ohne­hin viel zu viele Lebens­mit­tel weggeschmis­sen wer­den, soll­test du deine saure Milch ver­w­erten, statt sie wegzuschüt­ten. Die Ein­satzmöglichkeit­en sind vielfältig: Als Hautpflege oder Gar­tendünger kannst du saure Milch ver­ar­beit­en. Aber auch zum Putzen eignet sich deine schlecht gewor­dene Milch sehr gut.

Putzmittel aus saurer Milch

Saure Milch verwenden zum Kalk entfernen

Beim Anblick und Geruch von saur­er Milch ist oft­mals der erste Gedanke: Wie entsorge ich das weiße Etwas am besten. Schnell führt der logis­che Weg zur Spüle, die saure Milch wird in den Abfluss gekippt. So ver­mei­dest du zwar keine Essen­sreste, iro­nis­cher­weise erfüllt die Milch beim Wegschüt­ten jedoch einen nüt­zlichen Zweck. Denn saure Milch enthält viel Milch­säure, die wiederum ein her­rlich­es und vor allem umwelt­fre­undlich­es Putzmit­tel gegen Kalk ist. Gib­st du saure Milch in deinen Abfluss, sorgst du dementsprechend für Entkalkung. Das Wass­er wird anschließend wieder bess­er fließen. Auch ver­schmutzte Ober­flächen lassen sich mit einem Spritzer saur­er Milch auf dem Put­zlap­pen sauber schrubben. Gle­ich­es gilt für das Bad: Hier ist saure Milch eben­falls ein natür­lich­es Haus­mit­tel gegen Kalk auf Fliesen oder in der Toi­lette. Auch um ange­laufenes Sil­berbesteck wieder auf Hochglanz zu brin­gen, kannst du saure Milch ver­w­erten. Lege Mess­er, Gabel und Co. ein­fach über Nacht in ein Bad aus saur­er Milch und staune am näch­sten Tag, wie es glänzt.

Hautpflege mit saurer Milch 

Saure Milch verwerten in der Gesichtscreme

Saure Milch ist außer­dem ein natür­lich­es Haus­mit­tel für die Haut. Ver­ant­wortlich für die pos­i­tive Wirkung auf das Haut­bild ist die enthal­tene Milch­säure. Sie soll Feuchtigkeit spenden und die Haut weich­er machen. Deswe­gen eignet sich saure Milch unter anderem als Zusatz für Cremes oder Gesichts­masken. Verdünnst du saure Milch mit etwas warmem Wass­er, kannst du damit auch dein Gesicht waschen. Anschließend soll­test du die Haut gut abspülen. Doch nicht nur für das Gesicht kannst du saure Milch ver­w­erten, auch dem Rest des Kör­pers tut sie gut. Pro­biere es aus und kippe beim näch­sten Bad eine Tasse saur­er Milch ins Bade­wass­er. Saure Milch ist damit nur eines von vie­len unter­schätzten natür­lichen Pflege­pro­duk­ten.

Saure Milch im Garten verwenden

Saure Milch verwerten um Maulwuerfe zu vertreiben

Genau­so wie Nudel­wass­er oder Bohnen­wass­er ist auch saure Milch ein echter Alleskön­ner und sollte deshalb dort hingeschüt­tet wer­den, wo sie einen sin­nvollen Nutzen hat. Und dazu gehört der Garten: Saure Milch ist ein wirk­sames und chemiefreies Düngemit­tel. Mis­che die ver­dor­bene Milch ein­fach in einem Ver­hält­nis von 1:8 mit Wass­er und gieße damit deine Pflanzen. Allerd­ings nur die, die auch einen sauren Boden mögen. Saure Milch hil­ft übri­gens auch gegen Pflanzenkrankheit­en, wie zum Beispiel Mehltau. Eben­so kannst du saure Milch ver­w­erten, um Maulwürfe oder Wühlmäuse aus deinem Garten zu vertreiben. Gieße dafür die saure Milch in die umge­grabenen Löch­er. Das hält die Tiere fern, schadet ihnen aber nicht.

Fazit: Saure Milch ist kein Fall für die Tonne 

Saure Milch verwerten anstatt trinken

Ver­wen­d­est du deine saure Milch weit­er, kommst du dem Pro­jekt Zero Waste in der Küche auf jeden Fall einen guten Schritt näher. Du ver­mei­dest nicht nur Reste im Kühlschrank, die anson­sten weggeschmis­sen wer­den müssten, son­dern sparst gle­ichzeit­ig unter anderem Geld für teure Dünge- oder Putzmit­tel. Und ganz neben­bei schützt du die Umwelt, wenn du saure Milch als natür­lich­es Haus­mit­tel weiterverwendest.

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