Natur in Perfektion: die Südseeinsel Samoa

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„Auf Samoa suchen wir nicht nach Geschwindigkeit. Wir suchen nach Schön­heit und Perfektion.“

Bam! Da war er, der eine Satz. Er lässt mich nicht los und läuft mit mir mit. Fünf Monate Wel­treise sind Zeit genug, damit dieser eine Satz die Chance hat, nach­haltig zu wirken. Er ist wichtig. Er ist bedeut­sam. Er sagt viel über uns West­ler und unseren Lebensstil aus. Er sagt gle­ichzeit­ig viel darü­ber aus, wo unsere Pri­or­itäten liegen und wo sie vielle­icht lieber liegen sollten.

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Ich möchte euch diesen Satz schenken und mit­geben. Für jede Minute eures Lebens. Geschwindigkeit sollte nicht der Fak­tor sein, der euch antreibt. Das Leben ist zu kurz, um durchzurasen. Es ist es wert, immer wieder innezuhal­ten, die Schön­heit der Natur, der Men­schen und der Momente wahrzunehmen. Es ist zu kurz, um sich über alltägliche Prob­leme aufzuregen.

Mir hat dieser Satz ein Lächeln geschenkt. Immer wieder. Mach, was du machen willst. Aber mach es mit Hingabe und Liebe. Das ist im Grunde der Gedanke, der dahin­ter steckt. Dieser Satz aus Samoa hat mir einen Moment der Erken­nt­nis geschenkt. Eine Ahnung davon, worum es im Leben eigentlich geht. Deswe­gen möchte ich ihn euch weiterschenken.

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Gesagt hat ihn mir ein Samoan­er. Am Rande ein­er kul­turellen Ver­anstal­tung mit­ten in Apia, Samoas Haupt­stadt. Er hat­te etwas, das viele Men­schen hier in Europa nicht haben. Zufrieden­heit und Hingabe. Auf Samoa tick­en die Uhren schein­bar langsamer, die Men­schen lächeln mehr und das Leben scheint bunter. Zeit spielt keine Rolle. Schön­heit ist der Fak­tor, der die Insel­be­wohn­er mehr antreibt als alles andere.

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Anders als in Europa oder Ameri­ka oder den anderen Län­dern der soge­nan­nten west­lichen Welt. Da ist Zeit der Fak­tor, der uns antreibt. Sie ist das Maß aller Dinge. Wir haben unseren Job gut gemacht, wenn wir ihn schnell gemacht haben. Wir sind gut, wenn wir möglichst viel in möglichst kurz­er Zeit schaf­fen. Wir sind immer auf dem Sprung. Auf dem Weg irgend­wo hin und wehe, jemand stellt sich uns in den Weg. Dann wer­den wir aggres­siv, gen­ervt oder gestresst. Wir blick­en öfter auf die Uhr als uns gegen­seit­ig in die Augen. Das ist anders auf Samoa.

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Es kann sein, dass der Bus kommt. Es kann aber auch sein, dass er nicht kommt. Es ist aber nicht wichtig. Weil anderes zählt. Lebens­freude zum Beispiel. Es kann sein, dass der Bus über­füllt ist. Es ist aber nicht wichtig, dann rückt man eben zusam­men. Und plöt­zlich sitze ich eingek­lemmt zwis­chen ein­er übergewichti­gen Süd­seeschön­heit in einem blu­mi­gen Gewand und einem falti­gen älteren Mann, der mich zahn­los anlächelt, während mir der Brud­er oder Onkel oder Cousin der Süd­seeschön­heit den Reis­sack auf den Schoß legt, den die Fam­i­lie im Bus mit­trans­portiert. Die Musik schallt durch den Bus, der Wind weht durch die offe­nen Fen­ster durch unser Haar und wir lächeln uns an. Das ist Samoa. Egal wie eng es wird, die Men­schen haben ein Lächeln übrig, sie rück­en zusam­men. Sie helfen sich gegenseitig.

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Auf Samoa lebt ein Großteil der Bevölkerung noch in den ursprünglich typ­is­chen Beach Fales. Offene Strand­hüt­ten, die auf Ste­len, also auf Pfählen, gebaut sind. Da ste­ht das Sofa, da ste­ht der Küchen­herd und manch­mal auch der Flach­bild­schirm. Ohne Türen und Wände. Geklaut wird nichts. Weil entwed­er die Fam­i­lie auf­passt, oder der Nach­bar. Manch­mal auch zu sehr, ver­rät mir der zahn­lose Alte in gebroch­en­em Englisch. Und lacht dann. Dann zum Beispiel, wenn das eigene Haus das Einzige mit einem Fernse­her ist und ger­ade Sport im Fernse­hen kommt. Dann kichert er.

Im Bus­ra­dio läuft Reggae-Musik und ich denke kurz, dass ich mit­ten in einem Klis­chee bin. Aber es ist schön. Die Pal­men und die weißen Sand­strände ziehen an mir vor­bei und plöt­zlich hat sie mich. Die samoanis­che Gelassen­heit. Während ich zwis­chen der übergewichti­gen Süd­seeschön­heit und dem Alten eingek­lemmt dasitze und der Bus auf den Schot­ter­pis­ten rumpelt, beginne ich zu ahnen, was wir von den Men­schen auf Samoa ler­nen können.

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Samoa ist deswe­gen die empfehlenswerteste aller Süd­seein­seln, weil sie sich eine Per­sön­lichkeit jen­seits der Bet­ten­bur­gen und Resorts bewahrt hat. Hier wird man nicht mit Blu­men­ket­ten begrüsst, dafür mit einem Lächeln und mit Gelassen­heit. Musik und der Duft von Blu­men liegt in der Luft. Samoa ist sowieso speziell. Ein Grund warum wir uns für Samoa entsch­ieden haben, ist die Tat­sache, dass die Strände und die Natur den Fam­i­lien und Dör­fern gehören. Das ist hier sog­ar geset­zlich geregelt. Sie betreiben die Strand­hüt­ten für Touris­ten nach alter samoanis­ch­er Tradition.

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Es gibt nur eine Matratze und ein Mosquito-Netz, Kalt­wasser­dusche in einem Gemein­schaft­sraum und Bett­tüch­er. Die Hüt­ten sind offen, haben oft keinen Strom. Sie sind aus Holz und geflocht­e­nen Palm­blät­tern. Bei schlechtem Wet­ter schützten früher Rol­los aus Palm­blät­tern, heute sind es oft Vorhänge aus LKW-Plane. Tele­fonisch sind die Hüt­ten meist nicht zu erre­ichen. Auch nicht per Inter­net. Man steigt in den Bus in der Haupt­stadt, sagt dem Bus­fahrer den Strand, an den man will, steigt aus und fragt sich so lange durch, bis das erste Fales eine freie Hütte hat. Ganz ein­fach. Gefrüh­stückt wird gemein­sam an ein­er großen Tafel. Genau wie auch das Aben­dessen ist Essen­szeit gemein­same Zeit. Die Fam­i­lie sitzt mit am Tisch. Die Teller wer­den herumgereicht.

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Wir brauchen nichts auf Samoa. Die Natur ist das High­light, das wir den ganzen Tag betra­cht­en. Das Meer ist wie eine türk­is­far­bene lauwarme Bade­wanne, der Strand ist so weiß, dass er fast die Augen blendet. Die Pal­men rascheln leise im Wind. Eine frisch aufgeschla­gene Kokos­nuss ste­ht vor mir. Ich möchte mich kurz kneifen. Aber ich kann in diesem Moment sehr gut ver­ste­hen, warum die Men­schen auf Samoa Schön­heit bedeut­samer find­en als Geschwindigkeit.

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Tag der Wassermelone: So baut ihr sie selbst an

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Tadaaa!! Endlich ist er da. Der Tag. DER Tag! Ja, welcher denn? Genau, der Tag der Wassermelone! Gibt's ja nicht, war der erste Gedanke. Doch, gibt es. Klug gewählt, fällt der Termin für den Tag der Wassermelone direkt in den Sommer. Denn im Sommer ist es natürlich ausnahmslos immer heiß. Tiefenentspannt aalt man sich auf einem Liegestuhl im Halbschatten, die Sonnenbrille auf der Nase und einen schönen Schmöker in der Hand. Was fehlt da noch? Natürlich ein lässiges Stück Wassermelone – einmal reingebissen und schon durchflutet ein wohliger Schauer unsere erhitzten Körper. Wassermelone selber anbauen - so geht´s: Da blitzt mir…

Hi, ihr Lieben! Mein Name ist Petra und ich blogge auf „Hollightly“ über Fashion, Design und grünen Lifestyle. Ich bin bekennendes Modemädchen mit Hang zu schönen Dingen und überzeugt davon,...

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