Rezepte aus der Campingküche

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Im Mai sind wir mit einem Lan­drover Defend­er mit Dachzelt vier Wochen lang durch Schot­t­land gefahren. Ein­fach mal raus, in die Natur, abschal­ten und alles andere vergessen.

Lei­den­schaftlich gerne kochen wir natürlich nicht nur zu Hause. Zum täglichen Ablauf gehörten daher auch unter­wegs drei leckere Mahlzeit­en. Auf Grund lim­i­tiert­er Platzver­hält­nisse im Van stand in erster Lin­ie der Geschmack der Grundzu­tat­en im Vorder­grund. Mit dabei war zum Beispiel Rotwei­nes­sig, ein gutes Pflanzenöl und Senf, daraus haben wir leckere Dress­ings gemixt. Mit dem Essig wur­den Lin­sen oder Rote Bete abgelöscht und aro­ma­tisiert, der Senf zu Kartoffel- oder Erbsenpüree gegeben. Neben Salz und Pfef­fer hat­ten wir noch ein geräuchertes Paprika­pul­ver dabei, welch­es viel­seit­ig ein­set­zbar ist. Zum Süßen haben wir Ahorn­sirup ver­wen­det. Alles in allem war das die per­fek­te Basis um mit frischem Gemüse in den vier Wochen leckere Campin­gerichte vom Grill, direkt aus dem Feuer oder dem Camp­ingkocher zu kreieren. Drei davon möcht­en wir euch gerne vorstellen.

Schottisches Frühstück 

Für 2 Per­so­n­en | Zubere­itungszeit: 20 – 35 Minuten

  • 2 mit­tel­große Kartof­feln (250 g)
  • 2 EL But­ter (25 g)
  • 1/2 TL Meersalz
  • 1/2 TL Backpulver
  • 6 EL Mehl (60 g)
  • etwas Pflanzenöl zum Ausbacken
  • 1 Schalotte
  • 1 TL Butter
  • 1 Hand­voll Champignons
  • Meer­salz, schwarz­er Pfeffer
  • 1 Dose Baked Beans
  • 1 Hand­voll Blattsalat

Was auf unser­er Tour durch Schot­t­land nicht fehlen durfte, ist natürlich ein klas­sis­ches Englis­ches Frühstück. In Schot­t­land gehören noch Tat­tie Scones, eine Art Kartof­felplätzchen, dazu. Die Basis hierfür ist Kartof­fel­stampf. Den haben wir sowieso immer mal wieder mit gebraten­em Kohl und Röstzwiebeln oder einem kurz gebraten­em Gemüse gegessen und für die Scones direkt ein biss­chen mehr davon gemacht. Damit hat­ten wir schon die per­fek­te Vor­bere­itung, sodass das Gericht aus mehreren Kom­po­nen­ten trotz­dem schnell in der Campingküche zubere­it­et war. Aber auch so ist es ein unkom­pliziertes Essen, das man mor­gens, mit­tags und abends genießen kann.

Die Kartof­feln schälen und würfeln, damit sie auf dem Camp­ingkocher schnell gar wer­den. In einen Kochtopf geben und fin­ger­bre­it mit Salzwass­er bedeck­en. Die Kartof­feln abgedeckt etwa 10-15 Minuten köcheln, bis sie weich sind. Abgießen und mit ein­er Gabel, oder einem Kartof­fel­stampfer, zerdrücken. Die But­ter zu den war­men Kartof­feln geben, schmelzen lassen und verrühren. Mit Salz abschmecken.

Für alle, die sich die ersten Schritte sparen kön­nen, weil sie bere­its Püree vom Vortag haben, geht es jet­zt los. Back­pul­ver und Mehl in den Stampf rühren bzw. am besten mit den Hän­den verkneten. Den Teig zu einem run­den Fladen flach drücken, der etwas klein­er ist als die zum Brat­en ver­wen­dete Pfanne. Ein wenig Pflanzenöl in die beschichtete Pfanne geben und den Fladen mit einem Pfan­nen­wen­der direkt vierteln. Die Stücke von bei­den Seit­en gold­braun anbrat­en. Zwis­chen zwei Teller gelegt, bleiben die Scones schön warm, bis der Rest zubere­it­et ist.

Die Schalotte fein hack­en und in der But­ter glasig anschwitzen. Die Champignons vierteln, hinzugeben und 5 Minuten anbrat­en. Danach mit Salz und Pfef­fer abschmeck­en. Die Baked Beans erwär­men und zusam­men mit den Tat­tie Scones, den Champignons und dem Salat als Gar­ni­tur servieren.

One-Pot Gemüse Pasta

Für 2 Per­so­n­en | Zubere­itungszeit: 30 Minuten

  • 1 Zwiebel
  • 1 EL natives Olivenöl
  • 1 rote Chilischote
  • 1 Aubergine
  • Meer­salz
  • 1 rote Paprika
  • 1 Hand­voll Champignons
  • 1 Dose stückige Tomaten
  • 1 Dose Wasser
  • 1 1/2 Dosen Nudeln
  • bei Bedarf etwas Ahornsirup
  • 1 Hand­voll Ruccola

Zu Hause hat man es ja schön bequem. Wir ver­suchen zwar die Küche schon während des Kochens möglichst sauber zu hal­ten aber einige Töpfe lan­den dann doch in der Spüle, das schmutzige Geschirr nach dem Essen ein­fach in der Spülmaschine. Beim Camp­en sieht das natürlich etwas anders aus. Da muss alles direkt gespült und weg­geräumt wer­den, wohin auch son­st mit dem dreck­i­gen Geschirr? Per­fekt ist es natürlich, wenn man erst gar nicht so viel Abwasch pro­duziert. Deshalb lieben wir One-Pot Gerichte! Wenn es hart auf hart kommt, schnap­pen wir uns ein­fach zwei Gabeln und essen direkt aus dem großen Topf. Das kann sog­ar ganz schön roman­tisch sein.

Für unsere ein­fache One-Pot Pas­ta die Zwiebel schälen, fein hack­en und in dem Olivenöl glasig anschwitzen. Die Chilischote entk­er­nen und fein hack­en, die Aubergine in Würfel schnei­den. Bei­des zu den Zwiebeln geben, salzen und 5 Minuten brat­en. In der Zwis­chen­zeit die Papri­ka entk­er­nen und in Würfel schnei­den, die Champignons putzen und vierteln. Bei­des mit in den Topf geben und kurz anbraten.

Die stückigen Tomat­en zum Gemüse geben, die leere Kon­ser­ven­dose mit Wass­er füllen und die Sauce damit aufgießen. Kurz aufkochen. Die Pas­ta eben­falls direkt in der Toma­ten­dose abmessen, gut mit der Sauce ver­mis­chen und zugedeckt, je nach Pas­ta­sorte, etwa 15 Minuten köcheln lassen. Unsere Far­falle haben eine reg­uläre Kochzeit von 10 Minuten. Durch das Kochen in der Sauce brauchen sie etwas länger bis sie weich sind. Wichtig ist es, gele­gentlich umzurühren, damit nichts anbren­nt. Gegebe­nen­falls noch etwas mehr Wass­er hinzugeben. Zum Schluss mit Salz und eventuell etwas Ahorn­sirup abschmeck­en und mit frischem Ruc­co­la garnieren.

Auf otto.de find­est du nüt­zliche Begleit­er für den Camping-Trip:

Overnight Oats mit Beeren

Für 2 Per­so­n­en | Zubere­itungszeit: 10 Minuten | Ziehzeit: 6-8 Stunden

  • 1/2 Tasse Nüsse und Kerne (z.B. Man­deln, Walnüsse, Haselnüsse, Sonnenblumenkerne)
  • 6 Dat­teln oder andere Trockenfrüchte
  • 1 Tasse Haferflocken
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 1/2 Tassen Man­delmilch oder andere Pflanzenmilch
  • 1 Tasse gemis­chte Beeren

Overnight Oats sind für uns das per­fek­te Frühstück vor ein­er Wan­derung! Sie machen lange satt und sind reich an kom­plex­en Kohlen­hy­drat­en, wertvollen Vit­a­mi­nen und Min­er­al­stof­fen, gesun­den Fet­ten und Eiweiß. Noch dazu wer­den sie am Vor­abend zubere­it­et, sodass es mor­gens direkt los­ge­hen kann. Bei lan­gen Wan­derun­gen, für die wir sehr früh raus müssen, nehmen wir uns die eingewe­icht­en Hafer­flock­en ein­fach mit und genießen sie auf der ersten Etappe mit schön­er Aussicht.

Am ein­fach­sten ist Campingküche, wenn man die Zutat­en direkt mit dem abmessen kann, was man sowieso dabei hat. Wir benutzen für das Rezept unsere Camp­ing­bech­er, sie fassen 350 ml. Die Nüsse und Dat­teln hack­en und mit den Hafer­flock­en und dem Zimt ver­mis­chen. Die Man­delmilch einrühren und das Ganze über Nacht abgedeckt quellen lassen. Am näch­sten Mor­gen die gemis­cht­en Beeren mit ein­er Gabel zerdrücken oder im Ganzen auf den Hafer­flock­en verteilen.

Drei weit­ere Rezepte für den Camp­ingkocher und Tipps für eine gute Küchenausstattung für unter­wegs find­et ihr im Artikel von Laura.

Fazit Camping Rezepte

Auch wenn man bei weit­em nicht den Stau­raum wie zuhause hat, heißt das nicht, dass man beim Camping-Trip Abstriche bei der Qual­ität von Essen und Geschmack machen muss. Es ist alles eine Frage der richti­gen Auswahl an Gewürzen und Zutat­en. Wichtig ist außer­dem, sich im Vorhinein Gedanken zu machen, welche Mahlzeit­en man pla­nen möchte.

Kinderwagen Made In Germany: 100% öko bitte!

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Babys sind kleine Öko-Wunder. Sie kommen perfekt auf die Welt, sind 100% natürlich und als überzeugte Öko-Mum denke ich, dass sie es so weit wie möglich auch bleiben sollten. Soweit so gut. Und dann fängt die Suche an ... Nach ökologisch korrekten Kleidern, Biobaumwollwickelbodies und Saugflaschen aus Stahl oder Glas ohne BPA oder andere Weichmacher. Gibt es zum Beispiel hier. In diesem Dschungel der Must-haves und Möglichkeiten immer eine ökologisch einwandfreie Variante zu finden, die Babyhaut, Babyköpfchen oder Babykörper gut tut, ist gar nicht so einfach. Die moderne Öko-Mum will ja nicht, dass ihr Baby in einem Bettchen made in China…

Hi, wir sind Susann und Yannic, seit 2006 ineinander verliebt, leben und arbeiten wir als Fotografen in Berlin. Wir lieben es zu essen und zu kochen, ernähren uns seit vielen...

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