Remote Work: So geht
arbeiten von überall aus

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Einige Jobs lassen sich nicht nur am Arbeit­splatz, son­dern von über­all aus erledi­gen. Wir zeigen dir, wie das geht und was du beacht­en muss.

Hier sitze ich nun in meinem Arbeit­sz­im­mer in Ham­burg. Eigentlich sollte ich nicht hier sein sollen, son­dern im Flieger nach New York, wo ich die näch­sten Wochen bei Fre­un­den ver­brin­gen wollte. Aber Coro­na hat mir einen Strich durch die Rech­nung gemacht. Ich wollte über Worka­tions schreiben, über remote Arbeit­en von über­all auf der Welt. Denn das gehört für mich zu meinem Lebens- und Arbeit­sall­t­ag, ist also selb­stver­ständlich für mich. Wie das genau geht? Hier find­est du einige Tipps zum ort­sun­ab­hängi­gen Arbeit­en. Denn zum einen arbeit­et ein großer Teil von uns inzwis­chen im Home­of­fice (und da braucht es die gle­ichen Struk­turen wie beim Arbeit­en aus aller Welt!) und zum anderen glaube ich ganz fest daran, dass sich die Dinge wieder ein­spie­len wer­den. Neu, anders, hof­fentlich in eini­gen Din­gen bedachter – aber trotz­dem mit ein­er Band­bre­ite von Möglichkeit­en, ger­ade was die Frei­heit des Arbeit­ens bet­rifft.

Homeoffice, Workation und Co. – So klappt es mit dem flexiblen Arbeiten:

Gadgets – was brauche ich zum Arbeiten?

Remote Work Gadgets

Fan­gen wir mit den wichtig­sten Din­gen an: unserem „Arbeits­ma­te­r­i­al“. Hier find­et du meine Pack­liste (von der ich übri­gens auch fast alles im Home­of­fice benötige):

  • Lap­top
  • Wasserdichte Lap­top­tasche (vor allem wichtig während der Regen­zeit in Asien)
  • Ladek­a­bel (ein ver­längertes, falls im Café die Steck­dosen weit ent­fer­nt sind)
  • Handy
  • Ladek­a­bel Handy
  • Pow­er Bank
  • Externe Fest­plat­te
  • USB-Adapter
  • Kleine Tas­tatur und Maus (wenn ich mehrere Monate weg bin)
  • Kopfhör­er (super wichtig für den Sound bei Video­calls)
  • Notizbuch (denn ja, ab und zu, ger­ade bei Calls, mache ich mir gerne ana­log Noti­zen)

Must-haves für’s remote Arbeit­en find­est du auch auf otto.de:

Worauf muss ich beim Arbeiten im Ausland achten?

Henrietta auf Fiji
Arbeiten In Den Strassen Von New York

Ger­ade wenn ich weit­er wegreise, möchte ich länger vor Ort sein. Denn wenn ich schon in den Flieger steige, soll es sich auch lohnen (ich kom­pen­siere meine Flüge übri­gens bei atmos­fair, aber es gibt auch andere Anbi­eter). Außer­dem finde ich es schön, sich ganz auf einen Ort einzu­lassen und dafür braucht es meist ein biss­chen Zeit. Ich habe lange als Free­lancerin gear­beit­et, meine Kun­den wussten immer, wo ich bin, das war also kein Prob­lem. Nun bin ich seit einiger Zeit angestellt, habe aber das Glück, einen sehr flex­i­blen Arbeit­ge­ber zu haben und zudem einen Job, der sich gut dig­i­tal erledi­gen lässt.

Wichtig dabei:

  •  Kom­mu­nika­tion – alle Kol­le­gen und Kun­den soll­ten wis­sen, wie der Deal ist, zu welchen Stunden du erre­ich­bar bist (Achtung, Zeitver­schiebung!) und woran du ger­ade arbeitest. Ich ver­suche, mich min­destens ein­mal am Tag via Video­call ins Büro zu schal­ten. Nicht um zu „beweisen“, dass ich arbeite, son­dern damit ich ein Gefühl für die aktuelle Stim­mung bekomme und dem Team zeige, dass sie sich auch auf mich ver­lassen kön­nen, wenn ich nicht vor Ort bin. Das gilt für das Arbeit­en irgend­wo auf der Welt genau­so wie für das Home­of­fice.
Arbeiten In Einem Cafe
  • Inter­netverbindung – klingt logisch, ist aber ger­ade beim Arbeit­en im Aus­land nicht zu unter­schätzen. Ich arbeite meist aus Cafés, aber selb­st in Hochbur­gen für dig­i­tale Nomaden kann das mal schief gehen. Wenn ich also weiß, dass ich eine wichtige Kon­ferenz habe, set­ze ich meist einen Hotspot mit dem Handy (wenn ich irgend­wo länger bin, hole ich mir eine SIM-Karte vor Ort), das ist oft zuver­läs­siger als das WLAN. Außer­dem verzichte ich, ger­ade wenn ich weiß, dass ich sel­ber viel Sprechanteil habe, auf kleine Cafés – du glaub­st nicht, wie laut das Zubere­it­en eines Kaf­fees sein kann. Auch wichtig: Wenn du ein neues Café zum Arbeit­en raus­suchst, erkundi­ge dich wie die Bedin­gun­gen sind – manche Betreiber möcht­en keine Lap­tops am Woch­enende oder nur an bes­timmten Plätzen (was ich übri­gens total ok finde. Nicht vergessen, das ist immer noch ein Café, in dem du kosten­los arbeit­en kannst – kon­sum­iere also großzügig). Achte außer­dem darauf ob – und wo – es Steck­dosen gibt.

Wo arbeitet es sich besonders gut?

Arbeiten Von Unterwegs

Ob im Home­of­fice, für eine Woche aufs Land oder direkt über den großen Teich: Viele Berufs­bilder kön­nen inzwis­chen dig­i­tal aus­geübt wer­den, aber natür­lich muss jed­er für sich selb­st her­aus­find­en, welche Arbeitsweise am besten passt – und die Bedin­gun­gen mit dem Arbeit­ge­ber absprechen (zum Beispiel in der näch­sten Gehaltsver­hand­lung – ver­such doch mal, Remote Tage mit auszuhan­deln). Bei der konkreten Wahl deines Workation-Ziels achte auf jeden Fall auf die Zeit­zone und Arbeits­be­din­gun­gen vor Ort (gutes WLAN, Cafés zum Arbeit­en, Shops, in denen du ggf. Hil­fe bekommst, wenn zum Beispiel der Rech­n­er streikt).

Ueberall Arbeiten

Eine gute Über­sicht find­est zum Beispiel bei nomadlist.com, Inter­net­geschwindigkeit­en teste ich mit speedtest.net. Klas­sis­che Hotspots für dig­i­tale Nomaden sind Chi­ang Mai in Thai­land oder Bali (gute Infra­struk­tur, gutes Inter­net, geringe Leben­skosten und eine aktive Com­mu­ni­ty sprechen für diese Ziele – sie sind aber dementsprechend hoch fre­quen­tiert). Ich bin aus pri­vat­en Grün­den viel in den USA, auch dort – vor allem in Metropolen wie LA oder New York – gehört das Arbeit­en in Cafés nahezu zum Lifestyle. Achtung: Wenn du angestellt bist, kläre mit der HR ab, was es ver­sicherung­stech­nisch bedeutet, wenn du aus dem Aus­land arbeitest. Häu­fig brauchst du eine zusät­zliche Aus­landsver­sicherung (was eh eine gute Idee ist, wenn du häu­fig und über län­gere Zeiträume im Aus­land bist).

Wie bleibe ich motiviert und strukturiert?

Strukturiert Und Motiviert Arbeiten

Egal ob du aus New York, Thai­land oder eben – wie aktuell viele von uns – aus dem Home­of­fice arbeitest: Es ist nicht immer ein­fach, konzen­tri­ert und motiviert zu bleiben. Ich habe für mich klare Struk­turen entwick­elt, die mir dabei helfen, nicht den Fokus zu ver­lieren und dabei trotz­dem auf mich und meine Gesund­heit zu acht­en:

  • Rou­ti­nen: Aktuell sieht bei mir jed­er Mor­gen gle­ich aus: kleines Work-out, Med­i­ta­tion, Dusche, Kaf­fee und dann der erste Team Call. Anschließend starte ich mit dem Erstellen ein­er täglichen To-do-Liste in den Arbeit­stag. Mit­tags mache ich – auch im Aus­land – eine Stunde Pause (super wichtig, der Kopf braucht das!). Zum Feier­abend gehe ich raus und laufe eine halbe Stunde durch die Nach­barschaft. Diese Rou­ti­nen sind unheim­lich wichtig, damit ich einen Überblick über meinen Tag habe – und abends auch bewusst in den Feier­abend gehe. Finde also Rou­ti­nen, die dir gut­tun. Und zieh es durch!
Listen Erstellen Arbeiten
  • Lis­ten: Ger­ade in mein­er Zeit als Free­lancerin hat­te ich ver­schiedene Kun­den und Pro­jek­te gle­ichzeit­ig. Um da nicht durcheinan­der zu kom­men, hil­ft es, sich ver­schiedene Lis­ten anzule­gen. Mit langfristi­gen Zie­len, Wochen­zie­len und Dai­ly Doings. Wichtige Calls trage ich zusät­zlich mit Erin­nerung im Handy ein, denn ger­ade beim Arbeit­en aus dem Aus­land ist Zuver­läs­sigkeit super wichtig, wenn man nicht physisch vor Ort ist. So wer­den auch mis­strauis­che Team-Mitglieder überzeugt, dass man aus der Ferne 100 Prozent im Ein­satz ist. Pro-Tipp für die To-do-Liste: Alles, was nicht länger als zwei Minuten braucht (wie kurze Mails, Mini-Recherchen), kommt NICHT auf die Liste, selb­st wenn das Abhak­en Spaß macht.
  • Deep-Work-Phasen: Ja, wenn ich in Cafés arbeite, ist die Ver­suchung der Ablenkung natür­lich groß, aber bitte nicht vergessen: Jet­zt ist Arbeit­szeit! Und da ist es wichtig, dass wir uns ganz bewusst auf unsere Auf­gaben konzen­tri­eren. Ich nutze dafür gerne Deep-Work-Phasen, also Arbeit­szeit­en, in denen ich mich wirk­lich von nichts ablenken lasse. Handy weg, Slack und Mail-Programm aus und ganz fokussiert an ein­er Sache arbeit­en – sehr befriedi­gend.
Deep Work
  • Regelmäßige Team-Calls: Ja, ich ver­misse meine Kol­le­gen. Beson­ders jet­zt im Home­of­fice. Darum finde ich regelmäßige Video Calls, min­destens ein­mal am Tag zu ein­er fes­ten Zeit mit dem ganzen Team, sehr wichtig. Macht einen kurzen Check, wie es jedem Einzel­nen geht oder gön­nt euch abends mal zusam­men einen Drink. Teamge­fühl geht näm­lich auch über Dis­tanz!

Fazit zur Remote Work

cafe Auf Bali

Konzen­tri­ertes Arbeit­en geht auch von zuhause oder von jedem x-beliebigen Ort aus. Voraus­ge­set­zt natür­lich, du arbeitest auch in einem Beruf, in dem Lap­top und eine sta­bile WLAN-Verbindung meist aus­re­ichend sind, um die Arbeit zu erledi­gen. Meis­tens sind das Jobs, in denen vor­wiegend geplant, geschrieben, tele­foniert, designt oder pro­gram­miert wird. Wer von unter­wegs oder im Home­of­fice arbeit­et, sollte aber vor allem eins haben: Diszi­plin und Struk­tur. Wenn du es schaffst, dir eigene Rou­ti­nen anzueignen und dir Wochen- oder Tagesziele zu set­zen, dann kannst du von über­all aus pro­duk­tiv arbeit­en.

Mütter sind auch Menschen

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Vielen Müttern fällt es schwer, noch auf die eigenen Bedürfnisse zu hören und ignorieren diese oft. Warum es aber wichtig ist, sich bei aller Mutterliebe nicht selbst zu vergessen, erfährst du hier.

Muetterrechte
„Mit meinem Kind geht das nicht.“ – Ich weiß nicht, wie oft ich diesen Satz schon gehört habe. Ich kenne Mütter, die nicht mehr zum Sport gehen, keine Hobbys mehr haben, jahrelang nicht mehr im Café oder Restaurant waren oder über mehrere Jahre sämtliche Reisepläne gestrichen haben. Natürlich verändern Kinder das Leben und bestimmen über unsere Zeit, aber gleichzeitig wird Mutterliebe doch nicht in Stunden gemessen. Wir…

Ich bin Henrietta und ich bin Nachhaltigkeits-Anfängerin. Nicht, dass ich früher Müll in die Natur geschmissen hätte, stundenlang mit dem Auto um den Block gefahren wäre oder kiloweise Billigfleisch gegessen...

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