Nachhaltig gesund: Immer am Ball bleiben

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Hand aufs Herz – wie oft fahrt ihr mit dem Rad zur Arbeit? Wie oft nehmt ihr die Treppe statt den Aufzug? Wie oft kön­nt ihr euch dazu aufraf­fen, nach der Arbeit noch eine Runde Sport zu machen? Ich bewun­dere die Leute, die nach Feier­abend durch die Gegend joggen und dabei auch noch frisch und fröh­lich ausse­hen – bei jedem Wet­ter. Auch bei Sturm und Regen und dabei nicht ein­mal krank wer­den. Darin liegt wahrschein­lich der Schlüs­sel – Stich­wort Präven­tion. Genau­so wie Kinder am besten ordentlich im Dreck und Matsch an der frischen Luft spie­len sollen, um im Erwach­se­nenal­ter an weniger bzw. keinen Allergien zu lei­den, hil­ft Sport, Krankheit­en vorzubeu­gen. Sei es die Win­ter­grippe oder die Rück­en­schmerzen vom Sitzen im Bürostuhl.

Maria Höfl-Riesch als Präventionsbotschafterin

Maria Höfl-Riesch, dreifache Olympiasiegerin und zweima­lige Welt­meis­terin, stand im Alter von drei Jahren das erste Mal auf den Bret­tern, die die Ski-Welt bedeuten. Und seit­dem ist wohl kein Tag ver­gan­gen, an dem sie sich nicht in ihre Sportk­lam­ot­ten geschmis­sen hat. Seit sie im März 2014 ihre aktive Leis­tungss­portkar­riere an den Nagel gehängt hat, set­zt sie sich dafür ein, dass auch andere erken­nen, dass Sport und regelmäßige Bewe­gung bere­its im Kinde­salter helfen, langfristig etwas für die Gesund­heit zu tun.

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Deswe­gen ist sie auch für das Bun­desmin­is­teri­um für Gesund­heit aktiv – als Präven­tions­botschaf­terin. Im Juni dieses Jahres hat der Deutsche Bun­destag ein Gesetz zur Stärkung der Gesund­heits­förderung und der Präven­tion ver­ab­schiedet. Präven­tion durch Bewe­gung – Krankheit­en soll durch Bewe­gung und einen gesun­den Lebensstil vorge­beugt wer­den. Klar, man kann nicht ein­fach per Gesetz verord­nen, dass jed­er nach Feier­abend noch eine Runde Fußball spielt. Stattdessen sollen Bedin­gun­gen und Struk­turen geschaf­fen wer­den, die es jedem erle­ichtern, sich in seinem alltäglichen Umfeld gesund­heits­fördernd zu verhalten.

Immer am Ball bleiben

„Immer am Ball bleiben“ – so lautet die Devise des Bun­desmin­is­teri­ums für Gesund­heit. Wie das am besten funk­tion­iert und wie diese Bedin­gun­gen dafür geschaf­fen wer­den, erfährt man auf der gle­ich­nami­gen Home­page. Als Präven­tions­botschaf­terin sagt Maria Höfl-Riesch: „Präven­tion wird lei­der noch immer unter­schätzt. Und weil ich weiß, wie wichtig Vor­beu­gen ist, langfristig etwas für seine Gesund­heit zu tun, bin ich gern Präven­tions­botschaf­terin gewor­den. Das The­ma muss ein­fach präsen­ter wer­den. Es ist für jeden einzel­nen wichtig, für seine Gesund­heit, aber auch ins­ge­samt für uns als Gesellschaft. Also: möglichst in frühen Jahren anfan­gen und dann IMMER AM BALL BLEIBEN!“

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In frühen Jahren anfangen

Ihr habt es gehört, immer am Ball bleiben, für eine nach­haltige Gesund­heit! Selb­st, wenn ihr bish­er noch nicht unbe­d­ingt die höch­sten Berge erk­lom­men oder diverse Langstreck­en­läufe gemeis­tert habt – Bewe­gung kann man leicht in den All­t­ag inte­gri­eren. Genau das bringt Anni­ka Keller zum Beispiel auch ihren Reitschülern bei: ein­fach mal beim Zäh­neputzen zwei Minuten lang auf einem Bein ste­hen. Und wie überzeugt man neben dem inneren Schweine­hund auch noch bewe­gungsmuf­fe­lige Kinder davon? Ich habe ein paar Ideen für euch, wie das funktioniert.

  • Zuallererst: Ein Aktivitäten-Konto anle­gen. Für jede sportliche Betä­ti­gung bekom­men die Kleinen ein Sternchen. Das soll natür­lich nicht zu streng gese­hen wer­den und eher ein Anreiz sein, keine Demo­ti­va­tion. Sind zehn Sternchen gesam­melt, darf sich das Kind eine Aktion etwas wün­schen. Wichtig: Keine Süßigkeit­en oder einen Kinobe­such als Beloh­nung – son­dern stattdessen einen Besuch im Klet­ter­park für die ganze Familie.
  • Der Klas­sik­er: Ein­fach mal die Trep­pen nutzen. Dabei die Stufen zählen. Welch­es Fam­i­lien­mit­glied hat am Ende des Tages die meis­ten Stufen zusam­men? Sind die Kinder schon größer kann man das Trep­pen­steigen auch erweit­ern: Nur jede zweite Stufe benutzen und das Gelän­der links liegen lassen.

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  • Auf dem Spielplatz ein­fach mal den Sand­kas­ten in eine Weit­sprung­grube umfunk­tion­ieren. Natür­lich nur, wenn sich anson­sten kein­er gestört fühlt … Eine Lin­ie in den Sand ziehen und schauen, wer am weitesten sprin­gen kann. Die anderen Kinder vom Spielplatz kann man ganz ein­fach mit einbeziehen.
  • Das Auto ein­fach mal ste­hen­lassen und den Weg zum Bäck­er oder zum Super­markt zu Fuß zurück­le­gen. Auch wenn ihr denkt, dass es länger dauert: Park­platz­suche ist manch­mal auch ganz schön zeitraubend und ner­ve­naufreibend. Wenn Kinder dabei sind, kleine Spielchen inte­gri­eren – z. B. darf man nur jede zweite Gehweg­plat­te betreten, oder wie auf einem Schachbrett nur diag­o­nal laufen.
  • Und zu Hause? All­t­ags­ge­gen­stände ein­binden. Schon mal Ball im Wohnz­im­mer gespielt? Und das Nudelsieb ist der Korb, welch­er getrof­fen wer­den muss. Auch schön: Luft­bal­lon­vol­ley­ball. man sitzt sich auf Stühlen gegenüber und ver­sucht, sich den Luft­bal­lon gegen­seit­ig zuzus­pie­len. Der Hin­tern muss dabei auf der Sitzfläche bleiben!

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  • Und anson­sten? Ein­fach mal in der Umge­bung schauen, es gibt so viele Ver­anstal­tun­gen für Kinder und Erwach­sene, bei denen es nicht ums bloße Kon­sum­ieren, son­dern ums Mit­machen geht. Ein­fach die Augen offen hal­ten. Und son­st funk­tion­iert auch immer noch der gute alte Wal­daus­flug, auf dem hin­ter Bäu­men ver­steck­en gespielt wer­den kann.

Also, immer am Ball bleiben!

Ohne Worte: Eine Woche im Schweigekloster

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Letztes Jahr habe ich mir einen Urlaub der besonderen Art gegönnt. Ich hatte gerade meinen festen Job gekündigt und war kurz davor, mich mit einem Buchvertrag und einigen Aufträgen in die Selbstständigkeit zu stürzen. Aber zuvor wollte ich nur eins: Ruhe, Rückzug und raus aus meinem Alltag. Schnell war klar, dass ich dafür für einige Tage in ein Schweigekloster gehen wollte. Einige Freunde hatten mir schon davon erzählt und ich war jedes Mal sehr fasziniert gewesen. Genau die richtige Zeit, das selbst auszuprobieren. Nie wirklich still – dank zahlreicher Kommunikationskanäle Gleich vorweg: Ich rede gerne und ich rede gerne viel. Aber…

Moin, ich bin Marie. Waschechte Hamburgerin und nordisch by nature. Hier bei OTTO halte ich für re:BLOG Ausschau nach spannenden Ideen und Menschen, coolen Eco-Outfits und berichte für euch von...

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