Paleo: Die 30-Tage-Challenge der Steinzeiternährung

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Mein Paleo Erfahrungsbericht: Paleo in aller Munde

Paleo Erfahrungsbericht

Das The­ma bewusste und gesunde Ernährung beschäftigt mich immer, beson­ders auch weil ich sportlich rel­a­tiv aktiv bin und gesund bleiben möchte. Bei mein­er Arbeit hier bei OTTO habe ich Michaela und Nico von Paleo360 ken­nen­gel­ernt, die uns von der Paleo-Diät, also Steinzeit­ernährung, erzählten. Leck­er und gesund essen, die Bedürfnisse des eige­nen Kör­pers bess­er ver­ste­hen ler­nen und dabei, wer mag, auch noch gesund abnehmen.

Was bedeutet eine Paleo Ernährung für mich?

Paleo konzen­tri­ert sich auf solche Lebens­mit­tel, die schon unsere Ur-Ur-Ur… ach, ihr wisst schon-Vorfahren in der Steinzeit zur Ver­fü­gung hat­ten. Damals gab es natür­lich keinen Weizen, kein Zuck­er, keine Milch, keine ver­ar­beit­eten Pro­duk­te. Stattdessen aber Gemüse, Eier, Fisch und Fleisch. Eine Ernährung, die den Men­schen gesund gehal­ten und sich ganz offen­sichtlich bewährt hat.

Klingt span­nend, nick­ten wir uns hier im Social Media Team zu. Ich spitze die Ohren, als ich höre, dass eine Ernährung­sum­stel­lung auf Paleo auch gegen Kopf­schmerzen helfen kann. Dass ich manche Lebens­mit­tel nicht so gut ver­trage weiß ich wohl, aber welche genau, wollte ich nie wis­sen: „Dann kann ich ja vielle­icht gar nix mehr essen“, knur­rte mein stur­er Magen immer, und mein Gau­men murmelte zustimmend.

Aber auf eine natür­liche Art her­auszufind­en, was mir wirk­lich gut tut und was nicht, darauf kann ich mich ein­lassen. Ich möchte ler­nen, die Botschaften meines Kör­pers bess­er wahrzunehmen. Und so bewusster zu essen und zu leben.

Meine Paleo 30-Tage-Challenge

Michaela und Nico haben uns die Paleo 30 Tage Chal­lenge vorgestellt, bei der sowohl die Grundzüge der Ernährung als auch neue, gesunde Lebensweisen eingeübt wer­den. Denn auch aus­re­ichend Schlaf, viel Bewe­gung und die wun­der­bare Qual­i­ty time gehören dazu. Man sam­melt Punk­te, indem man gut zu sich selb­st ist. Da mache ich gern mit! Und lest ihr nun meine Erfahrun­gen mit der 30 Tage Paleo Ernährung­sum­stel­lung.

Es geht ums Durch­hal­ten und Sündi­gen, um schoko­ladi­ge Tagträume und um über­raschend ein­deutige Erkenntnisse. 

Paleo Challenge

Es geht los – die erste Woche Paleo

Nach­dem ich gel­ernt habe, was genau ich essen darf und soll und was nicht, und mir schon einige appeti­tan­re­gende Paleo Rezepte her­aus­ge­sucht habe, starte ich die Chal­lenge mit ein­er echt­en Her­aus­forderung: Meinen Kühlschrank soll ich aus­räu­men. Na gut. Hin­aus mit dir, du leck­er­er Bergkäse, tschüss, geliebte Erd­beer­marme­lade und adieu, du knus­priges Müs­li mit den kleinen Schokoflöckchen. Die Nach­barin übern­immt die Sachen entzückt. Und dann gehe ich einkaufen: Früchte und Gemüse, Bio-Lachs und ungesüßte Man­delmilch. Auf Fleisch möchte ich weitest­ge­hend verzichten.

Mein erstes Paleo Früh­stück beste­ht aus Rührei mit Tomat­en und frischem Basi­likum. Mit­tags gibt’s Salat in der Kan­tine, allerd­ings ohne Moz­zarel­la und ohne Joghurt-Dressing. Gegen das Nach­mit­tagstief gibt es selb­st geback­ene Kirschmuffins von der Kol­le­gin. Ich schnup­pere daran und marschiere davon – ich will doch nicht gle­ich am ersten Tag schwach wer­den. Am frühen Abend meldet sich wütend mein Bauch und ver­langt ein Notfall-Büro-Knäckebrot. Er bekommt stattdessen eine Hand­voll Nüsse und das Knus­pern macht auch mich glück­lich. Abends koche ich mir zum ersten Mal seit ein­er gefühlten Ewigkeit­en wieder etwas Warmes. Nur für mich. Eine ganze Gemüsep­fanne, bunt und knack­ig. Noch ein kurz­er Lauf um den nahen See, dann falle ich ins Bett. Tag eins ist über­standen, volle Punk­tzahl für mich.

In den darauf­fol­gen­den Tagen habe ich Kopf­schmerzen und bin hun­demüde. Durch­hal­ten, heißt es nun, das sind nur die Fol­gen des Zuck­er­entzugs. In der Kan­tine quen­gele ich, dass ich Nudeln mit Käs­esoße möchte, greife aber tapfer zur Kartof­fel mit Salat. Zum Gemüse­bratling. Zu geback­e­nen Auberginen. Leck­er! Eigentlich …

Meine Erfahrungen mit der zweiten Woche Paleo – Ernährung

In der zweit­en Woche Paleo esse ich täglich und mit zunehmen­dem Appetit Gemüse: Ich ent­decke neue Sorten (z. B. Top­inam­bur – nein, das ist kein Edel­stein) und altver­traute neu (Rosenkohl! Schmeckt her­rlich! Wenn man ihn richtig zubere­it­et …), und pro­biere unbekan­nte Lebens­mit­tel aus, z. B. Chia-Samen. Super­food? Gut! Zunge und Bauch freuen sich, auch die Kopf­schmerzen nehmen deut­lich ab. Ich nehme mir Zeit, um zu kochen und zu essen. Ger­ade abends über­fie­len mich son­st oft Heißhunger­at­tack­en, die mit ein­er Nudelauflauf-Orgie und anschließend fiesem Bauch­weh ende­ten. Jet­zt greife ich zu Frücht­en und Nüssen und füh­le mich gut.

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Natür­lich ist es schw­er, an den Ver­lock­un­gen, die über­all duften und auch im Büro in Form von Schokokek­sen  und Frucht­gum­mi auf mich warten, vor­beizukom­men. Ein Teilchen schnappe ich mir dann doch und bin kurz im Gum­mi­tierchen­him­mel. Mein Gewis­sen über­sieht den Fehlgriff geflissentlich. Die Kol­le­gin nicht. Das gibt Punkteabzug.

Am Woch­enende jogge ich um die Alster. Ich bin voller Energie und flitze ger­adezu durch Sturm und Regen, nichts tut mir weh, ich kön­nte ewig weit­er­laufen. Offen­sichtlich geht es meinem Kör­p­er ger­ade gut. Sehr gut sogar.

Beim Brunchen mit Fre­un­den bestelle ich mein Rührei ohne das oblig­a­torische But­ter­toast und erzäh­le von meinem Paleo-Abenteuer. Wir sind uns einig, dass der Verzicht auf Zuck­er unbe­d­ingt sin­nvoll ist, und dass es selb­stver­ständlich auch ohne Brot geht. Doch als ich das Vol­lko­rn­brötchen mit dick But­ter und Emmen­taler in der Hand mein­er Fre­undin sehe, jaule ich heim­lich auf. Bauch gegen Kopf.

Die dritte Woche Paleo – Durchhalten ist angesagt

Woche drei, ich mag nim­mer. Paleo ist doof. Ich will, ich brauche Schoko­lade. Wehe, sagt die Kol­le­gin. Paleo macht Pick­el. Quatsch, sagt die Chefin. Du bist bloß bock­ig, kon­sta­tiert die Mut­ter und fragt mich nach Kopf­schmerzen. Lange nicht mehr gehabt. Kannst du gut schlafen? Ja, schon. Was ist mit Sport? Läuft. Ja, eigentlich geht es mir pri­ma. Mein Kör­p­er fühlt sich fit und kraftvoll an.  Doch ich ver­lange eine Beloh­nung und gönne mir ein Baguette mit Käse und viel Knoblauch­soße. Mein Bauch wehrt sich umge­hend und ich erin­nere mich seufzend daran, warum ich mit der Paleo-Sache ange­fan­gen habe. Challenge-Punkte in dieser Woche? Fragt lieber nicht.

Paleo Challenge

Endspurt – Letzte Motivations fürs Experiment

End­spurt, es geht aufwärts mit der Moti­va­tion! Mor­gens früher aufzuste­hen um Sport zu machen, das fällt mir plöt­zlich leicht. Meine Haut sieht frisch­er aus als zuvor. Am Abend bleibe ich länger wach, endlich Zeit, um das Buch zu lesen, das schon so lange auf mich wartet, und das näch­ste auch gle­ich noch. Gut gelaunt starte ich am Woch­enende in das Ham­burg­er Nachtleben und wache ohne Kater auf, so eine Rhabar­ber­schor­le hat es eben in sich. Ka-Ching, volle Punk­tzahl in der let­zten Paleo-Woche!

Was habe ich mitgenommen während der Steinzeiternährung?

Paleo Challenge

Am Ende der 30 Tage Chal­lenge habe viel mehr über Ernährung nachgedacht als je zuvor. Manch­mal war es wirk­lich hart, nicht das zu essen, worauf ich ver­meintlich Appetit hat­te. Wie oft war ich zick­ig und frus­tri­ert, wollte mich in einen Schokoladen-Brunnen fall­en lassen und nie wieder Broc­coli essen. Essen gehen war schwierig, feiern auch. Wie soll man denn bloß den Lieblingskuchen ver­weigern, den die Oma mir zum Geburt­stag geback­en hat? Das geht gar nicht. Allerd­ings hät­ten es nicht gle­ich drei Stücke sein müssen.

Mich strikt an die Ernährungsregeln von Paleo zu hal­ten, das habe ich nicht geschafft. Und das werde ich auch zukün­ftig nicht. 

Was ich aber jet­zt mit­nehme, ist das pos­i­tive Gefühl zu wis­sen, wie es bess­er geht. Wenn ich merke, dass sich mein Bauch nach dem Essen wohl fühlt. Wenn ich ohne Prob­leme Sport treiben kann und mich von Beginn an fit füh­le. Wenn ich bewusst abschal­ten kann und mich entspanne. Ich habe dazugel­ernt, was mir gut tut und was nicht. Ach ja, abgenom­men habe ich nicht, Paleo ist keine Diät, son­dern eine Ernährung­sum­stel­lung. Dazu esse ich auch ein­fach viel (!) zu gerne. Apro­pos Leck­er: Hier find­et ihr meine Paleo-Lieblingsrezepte zum Nachkochen, die wir im Küchen­stu­dio von Küche & Co. zusam­men­brutzeln durften.

Wie erg­ing es euch, habt ihr ähn­liche Erfahrun­gen mit Paleo gemacht?

Über die Paleo-Ernährung hin­aus, habe ich span­nende Rezepte für selb­st­gemachte Paleo Beauty-Produkte im All­t­ag gefun­den. Wenn ihr weit­ere Infor­ma­tio­nen rund um die Steinzeit­ernährung möchtet, empfehle ich euch diese span­nende Dokumentation.

Indisches Street Food für die kalte Jahreszeit: Mumbai Burger

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Street Food ist in aller Munde und weil wir große Burger Fans sind, kommt uns das gerade recht! Vor allem asiatische Burger mit gedämpften Brötchen und mariniertem Tofu haben es uns in letzter Zeit angetan. Da wir aber immer wieder auf der Suche nach neuen Geschmackserlebnissen sind, kamen wir auf die Idee, zur Abwechslung einen indischen Burger zu kreieren. Eine grobe Vorstellung hatten wir bereits: Die Burgerbrötchen wollten wir aus einem Naan-Teig zubereiten und, wie auch das Fladenbrot, in einer Pfanne backen. Der Bratling sollte aus Kartoffeln sein und diverse Chutneys dürfen in der indischen Küche natürlich auch nicht fehlen.…

Moin, ich bin Marie. Waschechte Hamburgerin und nordisch by nature. Hier bei OTTO halte ich für re:BLOG Ausschau nach spannenden Ideen und Menschen, coolen Eco-Outfits und berichte für euch von...

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