Tipps für den Natur-Sandkasten

| von 

Es gibt ver­mut­lich kaum ein Kind, das nicht gerne stun­den­lang im Sand herumwühlen möchte. Deswe­gen kom­men Eltern mit Garten oder Balkon nicht um das The­ma Sand­kas­ten herum. Wir haben Tipps für den Natur-Sandkasten und ökol­o­gis­ches Sand­spielzeug.

Sandburg mit Foermchen bauen

Kinder lieben Sand. Er rin­nt so schön durch die Fin­ger, es lassen sich damit end­los viele Fig­uren bauen und wieder zer­stören, sie kön­nen Sand­kuchen back­en oder Sandeis kreieren. Außer­dem dient er als Miniatur-Baustelle und Grund­sub­tanz für Bur­gen und Schlöss­er. Aber Sand­kas­ten ist nicht gle­ich Sand­kas­ten und Sand nicht gle­ich Sand. Es gibt Sand­kästen in allen Vari­a­tio­nen und es ist defin­i­tiv möglich, einen Sand­kas­ten fürs Kind mit dem ökol­o­gisch schla­gen­den Herzen der Eltern zu verbinden. Wir zeigen dir, wie du einen Natur-Sandkasten gestal­ten kannst und worauf du bei ökol­o­gis­chem Sand­spielzeug acht­en soll­test.

Der nachhaltige Sandkasten

Sandkiste fuer Kinder

Die Sand­muschel aus Plas­tik ist zwar prak­tisch, weil sie rel­a­tiv platzs­parend ist und ein echter Klas­sik­er, aber sie ist alles andere als ökol­o­gisch. Denn sie beste­ht aus frisch hergestell­tem und chemisch schön durchge­färbtem Plas­tik. Das stellt eine Belas­tung für unsere Umwelt und unsere Ressourcen da. Pro­duk­te aus recycel­tem Plas­tik gibt es zwar, beim Spie­len oder durch die Wit­terung kön­nen sich aber kleine Plas­tik­teilchen lösen und verse­hentlich von den Kindern beim Sand­kuchen­back­en ver­schluckt wer­den. Ganz davon abhal­ten, sich Sand in den Mund zu steck­en, kön­nen wir die Kleinen lei­der nicht. Ist auch nicht schlimm, wenn du einen Natur-Sandkasten oder zumin­d­est einen nach­halti­gen Sand­kas­ten hast.

Kind im Sandkasten

So ein Sand­kas­ten ist im Ide­al­fall min­destens 100×100 cm bre­it, damit die Kids genug Platz zum Sandeln haben und vielle­icht willst du auch ein paar Pflaster­steine drumherum ver­legen, weil IMMER (wirk­lich IMMER) Sand neben den Kas­ten fliegt. Absichtlich oder nicht … So kannst du ihn ein­fach auf­fe­gen und wieder in die Sand­kiste pack­en. Der per­fek­te Sand­kas­ten hat unbe­d­ingt eine Abdeck­ung, damit er nicht als Katzen­k­lo miss­braucht wird und der Sand vor anderen Ver­schmutzun­gen, Regen etc. geschützt wird. Wichtig ist ein schat­tiges Plätzchen, nicht direkt neben einem Baum, damit die Wurzeln den Sand­kas­ten nicht zer­stören und wenn du keinen Schat­ten­platz hast, dann soll­test du unbe­d­ingt einen großen Son­nen­schirm daneben stellen. Oder einen Sand­kas­ten kaufen, der ein kleines Son­nen­dach hat. So bekom­men die Kleinen keinen Son­nen­brand.

Unbe­den­kliche Sand­kästen für den Garten:

Beim Sand­kas­ten hast du die Wahl zwis­chen Sand­kästen aus Holz, einem selb­st gebaut­en Sand­kas­ten oder Sand­kästen aus Recycling-Plastik. Sie alle haben defin­i­tiv einen besseren ökol­o­gis­chen Fußab­druck, als der gün­stige Muschel-Sandkasten aus neuem Kun­st­stoff, den du im Bau­markt oder bei Dis­coun­tern in jed­er Sai­son wieder ange­boten bekommst. Ger­ade Sand­kästen aus Holz sind echte Klas­sik­er. Aber auch da ist es wichtig, zwis­chen „guten“ und „schlecht­en“ Holzsand­kästen zu unter­schei­den:

  • Der Sand­kas­ten sollte nicht aus Tropen­holz sein
  • Das ver­wen­dete Holz stammt aus heimis­chen Wäldern
  • Das Holz ist robust, z. B. Lärche oder Dou­glasie
  • Das Holz ist FSC-Zertifiziert
  • Der Sand­kas­ten ist nicht mit chemis­chen Far­ben bemalt, son­dern aus Naturholz oder mit unbe­den­klich­er Lasur vor Wind und Wet­ter geschützt

Die Sand­kästen von Dobar aus der „Good Product“-Serie sind genau aus solchem Holz. Der Look ist klas­sisch und sie sind die per­fek­te Basis für einen gelun­genen Sand­tag im Garten.

Worauf musst du beim Sand achten?

Sand fuer Sandkasten

Kleine Kinder steck­en sich gerne Sachen in den Mund, deshalb soll­test du nicht nur beim Sand­kas­ten darauf acht­en, dass mit unbe­den­klichen Mate­ri­alien gear­beit­et wird, son­dern vor allem beim Inhalt, dem Sand. Der wichtig­ste Punkt: Der Sand sollte frei von Schad­stof­fen und Verun­reini­gun­gen sein. Beim Sand geht es weniger um ökol­o­gisch oder nicht, son­dern um die Kör­nung und die Schad­stoff­frei­heit. Wenn Umwelt­gifte enthal­ten sind, weil er zum Beispiel Ble­ich­mit­tel enthält oder chemis­che Zusätze, dann sollte er nicht im Sand­kas­ten lan­den. Die ide­ale Kör­nung reicht von 0,02 bis etwa 2 mm. Warum? Weil der Sand, wenn er zu fein ist, nicht so gut bappt oder sich for­men lässt. Ist die Kör­nung zu große, kann die empfind­liche Kinder­haut sog­ar Schaden nehmen, wenn der Sand daran scheuert.

Spielsand fuer Sandkasten

Vor Kurzem waren in der Zeitschrift Ökotest auch 10 Spielsand-Marken im Test. Die wichtig­ste Aus­sage: Alle getesteten Pro­duk­te waren schad­stoff­frei. Zudem zeigten sich alle Spiel­sand­sorten frei von Fremdteilen wie Glass­cher­ben oder Plas­tik­stückchen. Auch Pflanzen­reste oder andere poten­ziell übel­riechende organ­is­che Bestandteile waren kein Prob­lem. Die Pro­duk­te beste­hen über­wiegend aus Körn­ern in der emp­fohle­nen Größe bis zwei Mil­lime­ter – darunter immer kleine Anteile fein­er Körn­er im toni­gen und schluffi­gen (Fein­bö­den mit min­er­alis­chen Bestandteilen) Größen­bere­ich, die für die Bindigkeit des Sandes zuständig sind.

Seepferdchenform fuer Sandkasten
Sandkasten Eimer und Giesskanne

Sand ist schlicht und ein­fach ein Pro­dukt, bei dem kein Man­gel herrscht. Deswe­gen gibt es keine speziellen ökol­o­gis­chen Punk­te zu beacht­en. In aller Regel wird der Spiel­sand in Kieswerken in ganz Europa pro­duziert. Deswe­gen kann man den Öko­fak­tor beim Sand im Grunde lediglich ein biss­chen hochschrauben, indem man auf Sand aus heimis­chen Kieswerken set­zt. Im Ide­al­fall gibt es sog­ar einen nahe gele­ge­nen Baustoffhändler, wo Spiel­sand in großer Menge gün­stig erwor­ben wer­den kann. So lässt sich beim Abholen mit einem Eimer oder einem großen Sack sog­ar noch die Plas­tikver­pack­ung ver­mei­den. Damit hätte er dann einen sehr guten ökol­o­gis­chen Fußab­druck.

3 Ideen für den Do-it-Yourself Sandkasten

Ideen Sandkasten selber bauen

Wenn du selb­st einen Natur-Sandkasten basteln willst, bieten sich Upcy­clings zum Beispiel aus einem alten Kinder­bett, einem großen alten Reifen oder einem kleinen alten Boot an. Du kannst auch etwas anderes nehmen – es muss ein­fach nur etwas sein, dass einen fes­ten Rand hat und vielle­icht auch einen Boden.

1. Der DIY-Sandkasten aus Palet­ten ist eine kostengün­stige Möglichkeit, einen eige­nen Sand­kas­ten zu bauen. Palet­ten gibt es schon ab ca. zehn Euro online zu kaufen. Wie genau du den Sand­kas­ten baust, erfährst du im Video. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung ist gar nicht schw­er.

2. Wenn du einen Garten hast, kannst du auch einen echt­en Natur-Sandkasten anle­gen. Dazu gräb­st du ein entsprechend großes Loch z. B. 3×3 m bre­it und 40 cm tief. Lege den Boden mit Kies aus. Er dient als Drainage und ver­hin­dert Wasser­stau. Als Umran­dung kannst du große Steine, Holzstämme oder Bret­ter ver­wen­den. Du kannst aber auch darauf verzicht­en und die Sand­kuh­le ein­fach flach in den Rasen aus­laufen lassen. Über den Kies legst du ein Vlies. So wuchert kein Unkraut hin­durch und der Sand ver­mis­cht sich nicht mit den Steinen. Fehlt nur noch der Sand und schon kann gespielt wer­den.

3. Du kannst auch zum Beispiel bei eBay stöbern und ver­suchen, ein altes Boot aufzutreiben. Ein kleines Rud­er­boot oder eine winzige alte Segeljolle wären per­fekt. Dann gräb­st du eine Kuh­le in der Größe des Bootes in deinen Garten und füllst als Drainage eine Kiess­chicht ein, damit das Regen­wass­er gut ablaufen und in der Erde ver­sick­ern kann. Dann sägst du zwei oder drei kleine Löch­er in den Boden des Bootes, sodass auch dort das Wass­er bei Regen abläuft. Anschließend set­zt du das Boot in die Kuh­le und füllst es mit Sand. Fer­tig. So funk­tion­iert der Sand­kas­ten­bau übri­gens auch mit Reifen, Bett und Co.

Eco Spielzeug für den Sandkasten

Oekologisches Sandspielzeug

Die schlechte Nachricht: Spielzeug ist in aller Regel aus Plas­tik. Klar! Weil Plas­tik halt­bar ist, weniger schmerzt als Met­all, wenn es Kid­dy 1 doch mal von Kid­dy 2 über den Kopf gehauen wird. Zudem kann es feuchte Regen­t­age und nasse Sand­kästen gut über­leben. Die gute Nachricht ist, dass es genug Marken gibt, die auf nach­haltige Pro­duk­tion acht­en. Es gibt Her­steller, die Holzreste unter das Plas­tik mis­chen und so den Plas­tikan­teil in den Sand­spiel­sachen geringer hal­ten. Dann gibt es Her­steller, die auf Bio­plas­tik aus natür­lich nachwach­senden Rohstof­fen wie Mais­stärke oder Zuck­er­rohr set­zen. Und natür­lich gibt es auch Her­steller, die ihr Plas­tik aus recycel­ten Flaschen pro­duzieren. Ger­ade das Bio­plas­tik ist nahezu immer kom­plett recycel­bar und oft auch biol­o­gisch abbaubar.

Ökol­o­gis­ches Sand­spielzeug:

Wenn Kun­st­stoff ver­wen­det wird, leg­en immer mehr Her­steller Wert darauf, dass es BPA-freier Kun­st­stoff ist und keine weit­ere schädliche Chemie im Plas­tik ver­wen­det wird. Hier ein paar Beispiele:

  • Ein echter Liebling ist das Label Dan­toys – es pro­duziert alle seine Sand­sachen aus Bio­plas­tik. Dieses Spezialplas­tik wird aus Mais­stärke und Zuck­er­rohr hergestellt. Die Far­ben sind nicht so knal­lig, dafür ohne schädliche chemis­che Zusätze.
  • Die Marke „Lena“ pro­duziert haupt­säch­lich in ihrem Werk in Tschechien. Dort gibt es strenge ökol­o­gis­che Stan­dards. Außer­dem hat sie eine eigene Eco-Linie. Der Holzan­teil im Plas­tik macht das Spielzeug beson­ders leicht und gle­ichzeit­ig nach­haltiger, weil weniger Plas­tik ver­wen­det wer­den muss, um es zu pro­duzieren. Der ver­wen­dete Kun­st­stoff ist natür­lich BPA-frei.
  • Die Her­steller von „Spiel­sta­bil“ haben auss­chließlich lebens­mit­t­elecht­en Kun­st­stoff ohne schädliche Stoffe – 100 Prozent BPA- und PVC-frei: Ein echter Klas­sik­er in jedem Sand­kas­ten sind die Eis­for­men und Eis­löf­fel. Auch cool, weil Kids gerne stem­peln und Tier­spuren zu suchen extrem viel Spaß macht: Die „Geheimnisvollen Tier­spuren“ von Spiel­sta­bil.

Fazit zum Natur-Sandkasten

Oekologisches Sandkasten Spielzeug

Kinder lieben es, im Sand zu bud­deln und zu spie­len. Weil dabei auch schon mal der eine oder andere Sand­kuchen im Mund lan­den kann, ist es beson­ders wichtig, auf schad­stoff­freie Mate­ri­alien zu acht­en. Beim Sand ist das meist kein Prob­lem. Der Spielsand-Test von Ökotest fiel sehr pos­i­tiv aus. Keines der getesteten Pro­duk­te enthielt beden­kliche Stoffe, Glas- oder Plastik-Splitter. Beim Sand­kas­ten ist es da etwas schwieriger. Wenn du darü­ber nach­denkst, einen nach­halti­gen oder Natur-Sandkasten für die Kinder zu kaufen, soll­test du vor allem einen Blick auf die Ver­ar­beitung leg­en. Es gibt Plas­tik­sand­kästen aus recycel­tem Kun­st­stoff. Bess­er sind aber Sand­kisten aus unbe­han­del­tem, heimis­chem Holz. Das schont Ressourcen und hält den ökol­o­gis­chen Fußab­druck ger­ing. Zudem musst du dir keine Sor­gen machen, dass der Sand durch chemis­che Far­ben, Lacke, Impräg­nierun­gen etc. verun­reinigt wird. Eine Plane oder ein Deck­el schützen vor stre­unen­den Katzen und deren Geschäft.

Sommerhitze: 5 Tipps zum Abkühlen

| von 

Lange haben wir auf ihn gewartet, endlich ist er da und sogar intensiver als erwartet: Der diesjährige Sommer bringt uns ganz schön zum Schwitzen.

Abkuehlen

Die hohen Temperaturen machen nicht nur jede Bewegung zur Herausforderung, sondern lassen unseren Kreislauf auch Überstunden schieben. Müdigkeit, Schwäche, Antriebslosigkeit und sogar Schwindel sind keine seltenen Begleiterscheinungen. Für unseren Organismus ist diese Hitze nämlich extrem anstrengend. Doch zum Glück haben wir praktische Tipps zum Abkühlen, mit denen man den Kreislauf in Schwung bringen und den Sommer wieder richtig genießen kann!

Was tun bei Hitze? 5 Tipps! Trinken, trinken, trinken! Luftige Kleidung Abkühlen mit Wasser Leicht…

Hi, ihr Lieben! Mein Name ist Petra und ich blogge auf „Hollightly“ über Fashion, Design und grünen Lifestyle. Ich bin bekennendes Modemädchen mit Hang zu schönen Dingen und überzeugt davon,...

Zum Autor