Nachhaltigkeit und Van Life: 5 praktische Tipps!

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Nach­haltigkeit und Van Life geht das über­haupt? Zugegeben, mit einem Wohn­mo­bil oder einem Camper­van zu reisen, ist natür­lich nicht die nach­haltig­ste Form der Fort­be­we­gung. Trotz­dem kön­nen wir es mit unserem Ver­hal­ten so nach­haltig wie nur möglich gestal­ten. Denn wenn man ein paar Dinge berück­sichtigt und sich vorher Gedanken macht, kann man unter­wegs nicht nur seinen Abfall reduzieren, son­dern beispiel­sweise auch Sprit sparen. Und das ist gün­stiger für uns und gle­ichzeit­ig reduziert es auch die Abgase und ist somit umweltfreundlicher.

Tipps Nachhaltiges Camping Vanlife

1. Nachhaltig on-the-road

Mehrere Fak­toren sind entschei­dend dafür, wie nach­haltig du beim Road­trip unter­wegs bist. Schon mal den Reifendruck geprüft? Wenn du nicht mit dem richti­gen fährst, ver­brauchst du unsin­nig viel Sprit. Hier eine kleine Über­sicht, welche Aspek­te du beacht­en kannst, damit du dich möglichst umweltscho­nend fortbewegst.

Auswahl des Fahrzeugs

Die meis­ten Wohn­mo­bile oder Camper­vans haben einen rel­a­tiv hohen Treib­stof­fver­brauch, wodurch die Anreise wenig ressourcenscho­nend ist. Doch schon bei der Auswahl deines Fahrzeugs kannst du einen kleinen Beitrag in Sachen Nach­haltigkeit leis­ten, näm­lich, wenn du möglichst neue und sparsame Motoren wählst. Das Wohn­mo­bil sollte außer­dem nicht zu groß sein, denn je größer es ist, desto höher ist auch der Spritverbrauch.

Van Life Ressourcenschonend

Viele Mit­fahrer

Es soll­ten immer so viele Per­so­n­en wie möglich mit­fahren. Denn je mehr Per­so­n­en mit dem Wohn­mo­bil fahren, desto geringer fall­en die Pro-Kopf-Emissionen aus. Wenn man beispiel­sweise nur zu zweit unter­wegs ist, aber mehr Sitz­plätze zur Ver­fü­gung hat, kann man eine Mit­fahrgele­gen­heit anbi­eten oder einen Tram­per mitnehmen.

In der Kürze liegt die Würze

Die Länge der Anfahrt sollte auf die Länge des Aufen­thalts angepasst wer­den. Plant man also nur einen Kurzurlaub, ist es wenig nach­haltig, dafür eine sehr lange Strecke zurück­zule­gen, denn dadurch ver­braucht man unnötig viel Sprit. Unser Tipp: Für einen Kurzurlaub auch mal ein Reiseziel in der Umge­bung ans­teuern. Auch das kann sehr erholend und aben­teuer­lich sein.

Slow Trav­el

Bei der Reise sollte man darauf acht­en, schön gemäch­lich unter­wegs zu sein. Eine vorauss­chauende, gle­ich­mäßige Fahrweise wirkt sich eben­falls pos­i­tiv auf den Treib­stof­fver­brauch aus.

Van Life Nachhaltig Sprit Sparen

2. Umweltfreundliches Camping

Öko-Campingplätze

Auch die Wahl des Camp­ing­platzes ist entschei­dend. Es gibt ökol­o­gis­che Stellplätze, die sich für die Umwelt engagieren. Hier set­zt man beispiel­sweise auf einen effizien­ten Umgang mit Wass­er und auf mod­erne, sehr energieef­fiziente Tech­nik. Zudem sind umwelt­fre­undliche Camp­ing­plätze sehr natur­nah gestal­tet und unter­stützen so die Artenvielfalt.

Energie sparen

Wenn man campt, braucht man meis­tens auch Strom. Eine energies­parende Möglichkeit sind LED-Leuchten und instal­lierte Solaran­la­gen. Das Schöne daran ist außer­dem, dass man mit einem Solar Pan­el nicht nur umwelt­fre­undlich­er unter­wegs ist, son­dern auch unab­hängiger. Darü­ber hin­aus sollte man darauf acht­en, dass man nicht unnötig heizt oder die Kli­maan­lage benutzt. Eine gute Däm­mung kann da helfen.

Energiesparen Campingplatz

Ökol­o­gis­che Reinigungsmittel

Auch beim Campin­gurlaub muss beispiel­sweise das Geschirr gere­inigt wer­den. Damit das so umwelt­fre­undlich wie möglich erfol­gt, set­zt man hier am besten auf biol­o­gisch abbaubares Spülmit­tel. Eben­so sollte man auch mit Waschmit­tel ver­fahren. Wer möchte, kann sich auch sel­ber Öko-Waschmittel aus Kas­tanien herstellen.

3. Keine Chemie im Klo

Mit dem Toi­let­ten­gang beschäfti­gen sich früher oder später alle Camper: Denn dieses The­ma bet­rifft wirk­lich jeden. Die Chemietoi­lette ist die typ­is­che Vari­ante eines Klos, die direkt ins Wohn­mo­bil einge­baut ist. Doch manche dieser Chemikalien, die beispiel­sweise desin­fizieren oder die Geruchs­bil­dung ver­hin­dern, stellen sowohl für die Umwelt als auch für die eigene Gesund­heit eine Gefahr dar. Deswe­gen unser Tipp: Keine Chemie im Klo ver­wen­den. Es gibt auch ökol­o­gis­che San­itär­flüs­sigkeit­en. Wenn man sich auf einem Camp­ing­platz aufhält, bietet es sich an, die dor­ti­gen San­itäran­la­gen zu benutzen.

Campingplatz Toiletten

Anson­sten macht es Sinn, sich mit ein­er anderen Toiletten-Möglichkeit im Camper­van zu beschäfti­gen. Man kann beispiel­sweise eine Trock­en­toi­lette sel­ber bauen. Die ver­braucht nicht nur kein Wass­er, son­dern alle Hin­ter­lassen­schaften sind biol­o­gisch abbaubar. Wenn man aber auf das Chemiek­lo nicht verzicht­en kann und will, sollte man die Toi­lette immer fachgerecht entsorgen.

4. Müll vermeiden

Über­all wird Müll pro­duziert – auch beim Campin­gurlaub. Das Prob­lem auf den meis­ten Stellplätzen ist dabei, dass es eine Müll­tren­nung in den meis­ten Län­dern gar nicht gibt. Das bedeutet, dass man während seines Van-Life-Abenteuers nur beschränkt Möglichkeit­en hat, den Müll richtig zu entsor­gen. Die beste Lösung ist es also, Abfall möglichst zu vermeiden.

Muell Vermeiden Beim Campingurlaub

Das geht zum Beispiel, indem man auswaschbare Tüch­er statt der Küchen­rolle ver­wen­det, im Super­markt einen Jute­beu­tel mit dabei hat und so keine Plas­tik­tüten nehmen muss und indem man manche Ver­pack­un­gen ausspült und noch ein­mal benutzt. Beim Einkaufen sollte man ver­suchen, darauf zu acht­en, dass die Lebens­mit­tel so wenig wie möglich ver­packt sind. Weit­er­er Plas­tik­müll lässt sich ver­mei­den, wenn man wiederver­w­ert­bare Trink­flaschen mit dabei hat. Diese kann man dann immer mit Wass­er aus großen Kanis­tern auffüllen.

5. Umweltfreundliche Kosmetik

Nicht nur bei den Haushalt­spro­duk­ten, auch bei der Kör­perpflege sollte man auf biol­o­gisch abbaubare Pro­duk­te set­zen. Egal, ob es sich dabei um Duschgel, Sham­poo oder Zah­n­pas­ta han­delt – die meis­ten Drogerieartikel enthal­ten genü­gend uner­wün­schte und umweltver­schmutzende Bestandteile, wie beispiel­sweise Ten­side, Flourid oder Mikro­plas­tik. Gelan­gen diese chemis­chen Stoffe in den Umwelt- und Wasserkreis­lauf, kön­nen sie dort erhe­blichen Schaden anricht­en. Naturkosmetik-Produkte sind beim Van Life eine gute Alter­na­tive, um das zu verhindern.

Naturkos­metik find­est du hier:

Burt's Bees, »Almond Milk Hand Cream«, Handcreme, 57 g
Kappus Weizen Pflanzenölduschbad , 250 ml
Weleda, »Wildrose«, Verwöhndusche
Luvos Naturkosmetik mit Heilerde Haarshampoo , 200 ml
Luvos Naturkosmetik mit Heilerde Waschcreme , 100 ml

Noch nach­haltiger ist es allerd­ings, wenn man seine Kos­metikpro­duk­te selb­st her­stellt. Denn dann ist der Inhalt nicht nur umwelt­fre­undlich, son­dern es fällt auch viel weniger Ver­pack­ungsmüll an. Weit­ere Zero-Waste-Pflegeartikel find­est du hier. Eine gute Alter­na­tive zu ein­er herkömm­lichen Body­lo­tion sind reine, native Öle, wie Kokosöl, Arganöl oder Olivenöl. Auch natür­liche Kakao- oder She­abut­ter pflegt die Haut gut.

Oel Als Bodylotion

Klein­er Tipp für Frauen

Eine cle­vere Alter­na­tive zu Weg­w­er­far­tikeln wie Tam­pons und Binden ist die Men­stru­a­tion­stasse. Diese wird nach dem Benutzen nicht wegge­wor­fen, son­dern aus­ge­waschen und am Ende des Zyk­lus ein­fach ein­mal aus­gekocht. So entste­ht weniger Müll und man spart prak­tis­cher­weise auch noch Geld, da die regelmäßige Anschaf­fung von Damen­hy­gie­n­eartikeln wegfällt.

Second Hand Shopping: 7 Tipps

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Moin, ich bin Jana und ich möchte nicht in einer Welt leben, in der es bald mehr Plastik im Ozean gibt als Fische. Genau diese schreckliche Prognose hat mich dazu...

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