Nachhaltiger Alleskönner: Bambus

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Bambus – vielseitig und nachhaltig

Extrem hart und doch sehr flex­i­bel, lan­glebig und schnellwach­send, nach­haltig und beson­ders viel­seit­ig. Klingt eigentlich zu gut, um wahr zu sein? Stimmt! Und den­noch trifft dies alles zu – auf Bam­bus. Inzwis­chen ist es der Stoff, aus dem auch in der west­lichen Hemis­phäre Träume sind, zumin­d­est dann, wenn es um eine möglichst ressourcens­parende Pro­duk­tion geht. In Asien war Bam­bus schon immer erste Wahl.

bambuspflanzen

Häuser, Möbel, Geschirr, Fußbö­den, Instru­mente und vieles mehr: Der sehr leichte und den­noch tragfähige Bam­bus ist so vari­abel ein­set­zbar, dass es ver­wun­dert, warum es so lange dauerte, bis sich dieses Mate­r­i­al auch bei uns durchge­set­zt hat. Vielle­icht liegt es aber auch ein­fach daran, dass Bam­bus in Europa nicht wächst und deshalb importiert wer­den muss(te).

Erst Mitte des 19. Jahrhun­derts kam der Bam­bus nach Europa. Händler, die Geschäfte mit Asien macht­en, führten die Pflanze hier ein. In Chi­na wurde der Bam­bus seit jeher verehrt und in der Kun­st the­ma­tisiert. Es gibt hym­nis­che Gedichte über diesen, ste­ht dieser doch als Sym­bol für Beschei­den­heit, Alter und Standhaftigkeit.

bambuspflanze

Mit Pflaume, Orchidee und Chrysan­theme bildet der Bam­bus die als „Vier Edle der Malerei“ beze­ich­neten Pflanzen. Den Japan­ern gilt der Bam­bus als Inbild san­fter Melan­cholie. Was für ein Gewächs! In Europa hinge­gen wurde Bam­bus zuerst nicht ernst genom­men und als bil­liger Nur-im-Notfall-Werkstoff verschmäht.

Dabei liegt es auf der Hand, Bam­bus ver­stärkt einzuset­zen, hat dieser doch einen unbe­stre­it­baren Vorteil: Er wächst viel schneller als hiesige Bäume. In tro­pis­chen Gefilden gibt es Bam­busarten, die inner­halb von 24 Stunden um 120 Zen­time­ter zule­gen. Herkömm­liche Laub- oder Nadel­hölz­er brauchen zwis­chen 80 und 100 Jahren, bis sie gefällt und deren Holz weit­er­ver­ar­beit­et wer­den kön­nen. Und dann müssen die Bäume nachgepflanzt werden.

Bam­bus ist anders. Bere­its nach fünf Jahren kann das Holz ver­wen­det wer­den. In diesem Zeitraum wächst der Bam­bus um bis zu 30 Meter. Der ver­holzte Stamm wird ent­nom­men, doch der Rest der Pflanze bleibt. Die Wurzel­stöcke (Rhi­zome) sind die Basis für das Nachwach­sen der Bam­bushalme. Ein geschlossen­er Kreis.

Bam­bus ist inzwis­chen hierzu­lande ein echt­es Top­pro­dukt, das sich hoher Akzep­tanz erfreut. Trend sind neuerd­ings Bam­bus­fasern, die in Kom­bi­na­tion mit anderen Mate­ri­alien als Ver­bundw­erk­stoffe dienen. Es wer­den auch Zahn­bürsten und Klo­brillen aus Bam­bus gefer­tigt. Bam­bus hat aber auch einen hohen Styling­fak­tor. Hochw­er­tige Par­ket­tbö­den, edle Möbel oder ele­gante Geschirrteile sind heute up to date. Ein echter Siegeszug!

Glück­licher­weise gab es Men­schen, die immer an Bam­bus als ökol­o­gis­che, weil nach­haltige Alter­na­tive geglaubt haben und sich für diesen Werk­stoff einsetzten.

Ach ja, und eines ist Bam­bus auch noch: leck­er. Die Sprossen sind unverzicht­bar­er Bestandteil viel­er asi­atis­ch­er Speisen.

Vom Reisanbau- zum Naturschutzgebiet

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Hallöchen, ich bin Christina. Ich wollte schon von klein auf die Welt retten. Und zwar die ganze. Zugegeben, das grenzt an Größenwahnsinn. Als ich älter wurde, beschloss ich, erstmal bei...

Zum Autor

Micha
Freitag, 9. November 2018, 19:39 Uhr

Die große Bam­buswelle erre­icht langsam Europa. Im deutschen Inter­nethandel find­en sich schon tausende Pro­duk­te aus Bam­bus. Viele für die Küche und auch für das Badez­im­mer, Schnei­d­bret­ter – all das ganz ohne Holz von Bäu­men zu verwerten.

Finde ich gut das auch bei Otto immer mehr Acces­soires aus Bam­bus zu find­en sind.