re:MIND – Nachhaltige Wohnkonzepte von Earthships bis Tiny House

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Wir freuen uns schon wieder riesig auf den bevorste­hen­den Hamburg-Besuch Anfang Novem­ber, wenn wir der Ein­ladung von re:BLOG fol­gen. Wir haben so richtig Lust auf die Stadt, haben Bock auf viele nette Gespräche mit den anderen re:BLOGGERN und sind natür­lich beson­ders auf den re:MIND Work­shop mit vie­len tollen Speak­ern gespannt.

re:MIND ist das Stich­wort, die Head­line, der Hash­tag für diesen Tag. Wir haben uns gefragt und er:INNERT, was eigentlich bei uns der Aus­lös­er war, sich inten­siv­er mit dem „Nachhaltigkeits-Ding“ auseinan­derzuset­zen und einen eige­nen Blog ins Leben zu rufen. Ergeb­nis: Ein Artikel über Earth­ships im Print-Magazin des schwedis­chen Möbel­haus­es vor etlichen Jahren war unser Anstoß, sich näher mit nach­halti­gen und alter­na­tiv­en Wohnkonzepten, mit Recy­cling und Upcy­cling zu beschäftigen.

Das Konzept von Earthships

In diesem Artikel wurde beschrieben, wie man mit natür­lichen und recycel­ten Baustof­fen, mit Zivil­i­sa­tion­s­müll (Autor­eifen, Dosen, Flaschen,…), ein völ­lig autarkes Haus bauen kann. Das klang fast unwirk­lich: die völ­lige Selb­st­ständigkeit in Bezug auf Wärme, elek­trisch­er Energie, Wass­er und Abwass­er – und das in einem Haus, das nur aus den oben genan­nten Mate­ri­alien bestand.

Was sollen wir sagen, wir waren ange­fixt, woll­ten mehr erfahren und der Wun­sch, so ein Earth­ship mal in „real“ zu sehen, wurde größer. Zwei Jahre nach Veröf­fentlichung des Artikels im blau-gelben Mag besucht­en wir dann tat­säch­lich die „Earthship-Hochburg“ in Taos/New Mexiko und waren fasziniert von dem alter­na­tiv­en Wohnkonzept.

Earthship in den USA
© Earth­ship Biotecture
Ein Earthship von innen
© Hen­ry Farkas
© Hen­ry Farkas

Aber nicht nur die Earth­ships selb­st hat­ten es uns ange­tan, son­dern auch der Erfind­er Michael Reynolds, ein Architekt, der es sich zur Leben­sauf­gabe gemacht hat, diese nach­halti­gen Baut­en  ein­er bre­it­eren Masse näherzubringen.

Von den ersten Anfän­gen in den 1970ern war es für ihn ein langer, steiniger Weg mit zahlre­ichen Hür­den, inklu­sive Entzug sein­er Architekten-Lizenz, bis etliche Jahre später das Konzept durch ein zunehmendes Bewusst­sein für Kli­maschutz und nach­haltige Baumeth­o­d­en ver­bre­it­et und auch akzep­tiert wurde. Solche Typen, die an ihre Sache glauben und sich nicht abbrin­gen lassen, sind unsere Nachhaltigkeits-Helden. Wir brauchen mehr davon!

Tiny Houses als neuartiges Wohnkonzept

Für uns stand nach dem USA-Trip fest, dass wir mehr über andere, einzi­gar­tige, alter­na­tive Wohnkonzepte erfahren woll­ten und sind dann auch schnell bei der Tiny-House-Bewegung gelandet, die auch ihre Ursprünge in den USA hat. Durch amerikanis­che Small Liv­ing Blogs haben wir tolle, zu Wohn­raum umge­baute, Schiff­s­con­tain­ern ent­deckt, haben die News auf dem Sek­tor Mini-und Microa­part­ments ver­fol­gt und freuen uns heute, dass diese Wohnkozepte auch in Deutsch­land immer bekan­nter werden.

© 2002-2015 Tum­ble­weed Tiny House Company

Ger­ade in Sachen Tiny House geht es ja aktuell in Deutsch­land richtig vor­wärts. Vielle­icht haben wir ja mit unseren zahlre­ichen Artikeln ein Stück weit dazu beigetragen.

Von Recycling bis Upcycling

So kam ein Wohn-Thema zum anderen, die Zah­n­räder haben ineinan­derge­grif­f­en. Wir haben uns auch bren­nend für tolle Upcycling-Ideen im Interior-Bereich inter­essiert. Viele Dinge, wie zum Beispiel Möbel aus Palet­ten, Tis­che aus alten Wein­fässern, Kerzen und Gefäße aus alten Wein­flaschen, Garder­oben aus Fahrradteilen haben wir sel­ber hergestellt.

DIY Fahrradhalter

Seit dem Earthship-Artikel zieht sich das The­ma nach­haltiges Wohnen wie ein rot­er Faden durch unser Leben. Wir haben ein altes Haus gekauft, es „upge­cycelt“, also vorhan­denes Bau­ma­te­r­i­al genutzt, neu ver­wen­det und auf die vorhan­de­nen Ressourcen zurück­ge­grif­f­en. Einen aus­ge­baut­en Eichen­balken aus der alten Küchen­decke haben wir zum Beispiel zu ein­er Sitzbank für den Hof umfunk­tion­iert .Einen Hausum­bau und die Nutzung vorhan­den­er Rohstoffe fan­den wir nach­haltiger, als kom­plett neu zu bauen, zumal unver­ständlicher­weise ständig Neubauge­bi­ete entste­hen, Grün­flächen ver­siegelt wer­den, im Gegen­zug aber alte Häuser im Ortskern vor sich hingam­meln und darauf warten, neues Leben einge­haucht zu bekommen.

So, nun wisst ihr, wie wir zur Nach­haltigkeit gekom­men sind, aber wie sieht es bei euch aus? Gab es auch einen bes­timmten Auslöser?

Alastair Humphreys – bei ihm wird jeder Trip zum Abenteuer

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Was macht eigentlich einen „preisgekrönten“ Abenteurer aus? Alastair Humphreys muss es wissen, schließlich wurde er 2012 von National Geographic zum „Abenteurer des Jahres“ gekürt. Was er dafür alles gemacht hat? Mit dem Fahrrad um die Welt So einiges. Nach seinem Zoologie-Studium, da war er gerade 24 Jahre jung, beschloss Alastair, dass es an der Zeit war, ein großes Abenteuer zu erleben. Sein Problem: Wenig Geld und kaum Erfahrung im Reisen. Doch schon damals wusste er: „Getting going ist the hardest part but you have to begin.“ Also stieg er vor seiner Haustür in England auf sein Fahrrad und fuhr einfach…

Wir sind Sig und Sven und schreiben seit 2009 auf unserem Blog wohn-blogger.de über nachhaltige und alternative Wohnkonzepte gemixt mit DIY- und Upcycling-Ideen. Tiny Houses, umgebaute Schiffscontainer und Earthships haben...

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