Mütter sind auch Menschen

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Vie­len Müt­tern fällt es schw­er, noch auf die eige­nen Bedürfnisse zu hören und ignori­eren diese oft. Warum es aber wichtig ist, sich bei aller Mut­ter­liebe nicht selb­st zu vergessen, erfährst du hier.

Muetterrechte

„Mit meinem Kind geht das nicht.“ – Ich weiß nicht, wie oft ich diesen Satz schon gehört habe. Ich kenne Müt­ter, die nicht mehr zum Sport gehen, keine Hob­bys mehr haben, jahre­lang nicht mehr im Café oder Restau­rant waren oder über mehrere Jahre sämtliche Reise­pläne gestrichen haben. Natür­lich verän­dern Kinder das Leben und bes­tim­men über unsere Zeit, aber gle­ichzeit­ig wird Mut­ter­liebe doch nicht in Stunden gemessen. Wir dür­fen nicht vergessen: Wir sind per­fek­te Müt­ter, weil wir unsere Kinder lieben. Punkt. Mehr braucht es nicht. Damit wir unsere Kinder immer und in jedem Moment lieben kön­nen, müssen wir auch uns selb­st und unser Leben lieben kön­nen. Das geht aber nur, wenn wir zwis­chen­durch Raum für unsere eige­nen Bedürfnisse im Leben haben. 

Warum auch Mütter nur Menschen sind:

Warum auch Mütter Rechte haben

So viele Müt­ter gehen abends nicht weg, weil die Kleinen sich nur von Mama ins Bett brin­gen lassen. Sie nehmen sich keine Pausen, weil die Kleinen jed­erzeit und immer spie­len wollen oder weil das Kind sich schw­er damit tut, zu warten, bis Mama ihren Kaf­fee fer­tig gekocht hat. Ich kenne Müt­ter, die bis mit­tags im Schlafanzug durch die Bude laufen, weil das Kind keine fünf Minuten alleine in seinem Bettchen liegen möchte.

Mutter Und Kind Im Bett

Natür­lich haben ger­ade kleine Kinder oder Babys ziem­lich genaue Vorstel­lun­gen von dem, was sie wollen und äußern diese auch entsprechend deut­lich. Natür­lich wollen wir immer, dass unsere Kinder glück­lich sind. Natür­lich übernehmen wir eine Ver­ant­wor­tung, wenn wir Kinder bekom­men und lassen uns bewusst auf dieses Aben­teuer ein. Deswe­gen haben wir die Pflicht, uns best­möglich, liebevoll und gut um unsere Kinder zu küm­mern. Aber genau­so natür­lich ist es doch auch, dass wir Müt­ter Bedürfnisse haben. Es ist okay, wenn das Kind zwis­chen­durch fünf Minuten warten muss, während wir uns duschen und anziehen. Es ist okay, wenn wir erst spie­len, wenn wir den Kaf­fee gekocht haben und es ist okay, wenn wir auch mal zwei Stunden weg sind, um zum Sport zu gehen.

Morgenkaffee

Natür­lich ist es auch unser Job, für die Kinder da zu sein. Denn sie sind klein und brauchen mehr Aufmerk­samkeit und Zeit als wir Erwach­sene. Wir kön­nen uns auch zurück­nehmen, wenn das Kind uns braucht. Aber es ist genau­so wichtig, dass Müt­ter sich nicht selb­st aufgeben und im Fam­i­lien­wahnsinn ver­lieren. Es schadet keinem Kind, wenn die Leses­tunde an manchen Tagen fünf Minuten später anfängt oder es einen Nach­mit­tag bei der Oma verbringt.

Enkelkind Bei Grossmutter

Dass viele Müt­ter sich selb­st so oft vergessen, liegt auch an unser­er inneren Ein­stel­lung. Wir Frauen sind gerne Per­fek­tion­is­ten und wollen per­fek­te Müt­ter sein, die in per­fek­ten Woh­nun­gen leben, per­fekt erziehen, per­fekt spie­len, unsere Kinder und uns per­fekt anziehen und per­fekt kochen. Dass das aber nicht immer möglich ist, müssen wir erst ler­nen. Es ist viel wichtiger, zwis­chen­durch mal durchzu­at­men, als die Woh­nung auch noch zu saugen oder den Brei immer selb­st zu kochen. Nur wenn Müt­ter zwis­chen­durch entspan­nen kön­nen, kön­nen sie auch entspan­nte Müt­ter sein. 

Muetter Haben Eigene Hobbys

In meinem All­t­agswahnsinn als Start-Up-Mitbegründerin unseres nach­halti­gen Pfer­deshops, selb­st­ständi­ger Jour­nal­istin und Mut­ter von zwei Kindern ist es nicht nur okay, son­dern auch nötig, dass ich mir zwei Stunden täglich für mich selb­st gönne. Dann küm­mere ich mich um mein Pferd. Es erdet mich, schenkt mir Ruhe, Kraft und Gelassen­heit. Genau diese Gefüh­le nehme ich dann wieder mit zu den Kindern und in meine Familie. 

Ein Lernprozess – auch für die Kinder

Lernprozess Mutter Kind
„Aus Kindern, die nichts erleben, wer­den Erwach­sene, die nichts können.” 

Kinder müssen ler­nen, dass nicht immer alles nach ihrem Kopf geht. Das ist ein span­nen­der und nicht ganz unwichtiger Neben­ef­fekt. Denn: Nur wenn Kinder ler­nen, mit Ent­täuschun­gen umzuge­hen, wer­den aus ihnen stand­feste Erwach­sene. Das klingt vielle­icht erst ein­mal gemein, aber das ist schlicht und ein­fach Päd­a­gogik und dient der Bil­dung neuer Gehirn­sy­napsen. Kindern nützt es nichts, wenn die Mut­ter 24 Stunden täglich für sie da ist. Müt­ter sind auch Men­schen mit Bedürfnis­sen, Hob­bys und Gefühlen. Und es ist wichtig, dass das auch Kinder von Anfang an lernen.

Fazit

Relaxed

Deswe­gen der Appell an alle Müt­ter da draußen: Nehmt euch Zeit für euch. Sucht euch Hil­fe bei eur­er Fam­i­lie, traut euch, eure Kinder zu ein­er guten Kita zu geben oder gön­nt euch einen guten Babysit­ter. Eure Kinder wer­den davon prof­i­tieren, weil sie von anderen Men­schen anderen Input bekom­men und weil ihr zufrieden­er und gelassen­er zurückkommt. 

Mutter Spielt Mit Kind

Gön­nt euch in der Zeit lieber eine kleine Pause, entspan­nt euch mit euren Kindern und ohne sie, wenn sie in Betreu­ung sind. Eine glück­liche Mut­ter mit eige­nen Hob­bys und mit ein biss­chen weniger Zeit, ist für Kinder bedeu­tend bess­er, als eine unzufriedene Mut­ter, die immer zu 100% anwe­send ist.

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Hi, ihr Lieben! Mein Name ist Petra und ich blogge auf „Hollightly“ über Fashion, Design und grünen Lifestyle. Ich bin bekennendes Modemädchen mit Hang zu schönen Dingen und überzeugt davon,...

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