Minimalismus: 4 einfache Tipps für Anfänger

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Jed­er Men­sch in Deutsch­land besitzt durch­schnit­tlich rund 10.000 Dinge. Manche davon begleit­en uns jeden Tag, wer­den benutzt und machen uns sog­ar glück­lich.

Minimalismus

Den­noch gibt es auch viele Gegen­stände, die in unseren Schubladen ver­sauern oder im Keller langsam aber sich­er in Vergessen­heit ger­at­en. Denn oft­mals weiß man nicht ein­mal mehr, dass man diese Dinge über­haupt besitzt. Doch die Unord­nung, das Vollgestopfte und Ver­staubte sor­gen für per­ma­nente Reizüber­flu­tun­gen, die uns kon­tinuier­lich stressen. Wir klam­mern uns an Gegen­stände, haben Angst, etwas zu ver­lieren, was wir irgend­wann doch eventuell noch ein­mal brauchen kön­nten und  hegen gle­ichzeit­ig den Wun­sch nach mehr Ord­nung und Klarheit. Kennst du dieses Gefühl? Wir helfen dir Schritt für Schritt beim Aus­sortieren  – ohne, dass du gle­ich zum Hardcore-Minimalisten wer­den musst. Son­dern so, dass du es schaffst Platz zu machen, für die Gegen­stände im Leben, die du wirk­lich brauchst und die dich glück­lich machen.

„Jed­er Men­sch sucht nach Halt. Dabei liegt der einzige Halt im Loslassen.”
Hape Ker­kel­ing

Der Weg zum Minimalismus – Schritt für Schritt:

  1. Zielset­zung
  2. Das Entrüm­peln
  3. Geschafft: Und nun?
  4. Die Ord­nung hal­ten

1. Zielsetzung

Min­i­mal­is­mus ist eine total indi­vidu­elle Angele­gen­heit. Wie viele Dinge du besitzt, wie viele du aus­sortierst und wie viel Besitz dich glück­lich macht, kannst nur du selb­st entschei­den. Trotz­dem kann es helfen sich vorher ein Ziel zu set­zen, um über­flüs­sige Gegen­stände loszuw­er­den. Das kann eine konkrete Zahl sein, an Gegen­stän­den, die man loswer­den möchte. Es kann aber auch nur beispiel­sweise die Vorstel­lung von einem aufgeräumten, clea­nen Klei­der­schrank sein, die hil­ft auszu­sortieren und sich zu reduzieren. Denn ein Klei­der­schrank ist ein guter Beginn, um ordentlich auszu­mis­ten. Hat das gut geklappt, kann man sich ein neues Ziel in der Woh­nung set­zen und sich so langsam einem min­i­mal­is­tis­chen Lebensstil näh­ern.

Aussortieren Kleidung

Um sich dahinge­hend zu motivieren, kön­nen Bilder von min­i­mal­is­tis­chen, aufgeräumten Woh­nun­gen helfen. Es klingt vielle­icht banal, aber so wird das Ziel visu­al­isiert. Und wenn wir ein konkretes Ziel als Bild vor Augen haben, steigert das gle­ichzeit­ig auch den Anreiz, die Umset­zung so schnell wie möglich zu erledi­gen. Wie würde die Woh­nung ausse­hen, wenn du nur noch die Hälfte besitzt? Wie viel klar­er wären deine Gedanken, wenn deine Umge­bung aufgeräumt ist? Wie sin­nvoll kön­ntest du diese überge­bliebene Energie dann nutzen? Wenn du anfängst, dir diese Fra­gen zu beant­worten, begin­nt langsam aber sich­er der Prozess des Aus­sortierens und Entrüm­peln.

2. Das Entrümpeln

Entrüm­peln bedeutet Loslassen und Abschied nehmen – und das fällt uns in der Regel nicht leicht. Aber wie bei so vie­len Din­gen im Leben macht Übung auch beim Aus­sortieren den Meis­ter. Zunächst soll­test du dir einen Bere­ich aus­suchen, den du entrüm­peln möcht­est. Starte am besten nicht gle­ich mit der Abstel­lka­m­mer oder dem Keller, denn hier wer­den meis­tens so viele Dinge gebunkert, sodass man schnell den Überblick ver­liert und Minimalismus-Anfänger schnell über­fordert sind. Ein­fach ist es sich Regal für Regal vorzuar­beit­en. Dabei ist das Prinzip immer gle­ich: Ver­schaff dir als erstes einen Überblick über alle Hab­seligkeit­en. Nun nehme jeden Gegen­stand in die Hand und über­lege dir, ob er dir fehlen würde, wenn er weg wäre.

Aussortieren Entruempeln
„Was kann weg und was nicht?”

Gegen­stände, die kein Gefühl aus­lösen und außer­dem auch noch kaputt sind, kön­nen direkt in den Müll. Dinge, die zwar gut erhal­ten sind, aber trotz­dem keinen konkreten Nutzen für dich haben und keinen emo­tionalen Wert, wer­den eben­falls aus­sortiert. Diese Sachen kannst du später ver­schenken oder verkaufen. Das ist nicht nur nach­haltig, son­dern es ist auch schön zu wis­sen, wenn diese Gegen­stände ein zweites Leben bekom­men und sich ein ander­er darü­ber freut. Bist du dir bei manchen Din­gen unsich­er? Dann über­lege, ob du diese in den let­zten 12 Monat­en gebraucht oder benutzt hast. Wenn nicht, dann weg damit.

Aussortieren Minimalismus

Irgend­wann kommt man zu dem Punkt, dass das Entrüm­peln zum Spaß wird. Es befre­it, man fühlt sich hin­ter­her leichter und man weiß seinen Besitz viel mehr zu schätzen. Wenn man es erst ein paar Mal gemacht hat, geht es einem immer leichter von der Hand. Schön ist es, wenn man am Ende des Aus­sortierens den Ide­alzu­s­tand erre­icht hat. Doch meis­tens bleiben beim Entrüm­peln ein paar Gegen­stände über, bei denen man sich ein­fach nicht sich­er ist, was man mit ihnen anfan­gen soll. Tipp: Packe diese Sachen in eine Kiste und ver­staue sie in Reich­weite. Alle Gegen­stände, die du im näch­sten Monat ver­misst, holst du aus dem Kar­ton. Der Rest wird nach den vier Wochen entsorgt.

3. Geschafft: Und nun?

Man befind­et sich auf der Ziel­ger­aden: Über­flüs­siger Besitz ist aus­sortiert und kann final entsorgt wer­den. Doch auch, wenn der Ide­alzu­s­tand zum Greifen nah ist, lauern in der End­phase ein paar Gefahren. Denn während der Zwis­chen­lagerung begin­nen viele mit ihrer Entschei­dung zu hadern. Ein paar aus­sortierte Gegen­stände wan­dern dann doch wieder in die Woh­nung. Was da hil­ft? Direkt han­deln.

Flea Market

Um die Dinge loszuw­er­den gibt es jet­zt fol­gende Optio­nen:

  1. Lass die Sachen von einem Schrot­thändler o.Ä. entsor­gen oder bringe sie zu einem Wert­stoffhof.
  2. Ver­schenke gut erhal­tene Gegen­stände an Fre­unde und Bekan­nte oder spende sie.
  3. Verkaufe die Sachen auf einem Flohmarkt oder im Inter­net.

Alle Optio­nen führen let­z­tendlich zum Ziel. Alles in allem kann man aber sagen: Je schneller das Entsor­gen durchge­führt wird, desto effek­tiv­er ist das Entrüm­peln. Irgend­wann fällt das Abschied nehmen und tren­nen von Gegen­stän­den nicht mehr so schw­er. Näm­lich dann, wenn man begreift, dass das Reduzieren von Besitz mehr Leben­squal­ität bedeuten kann.

„Das Glück liegt in uns, nicht in den Din­gen.”
Sid­dhartha Gau­ta­ma Bud­dha

4. Die Ordnung halten

Wenn das Entrüm­peln und Entsor­gen abgeschlossen ist, begin­nt der schöne Teil: Eine neue Ord­nung zieht Zuhause ein. Das passiert fast schon automa­tisch, weil du jet­zt nur noch ganz aus­gewählte Sachen besitzt. Sie wer­den geliebt, haben eine Funk­tion und soll­ten deswe­gen auch einen ganz neuen bes­timmten Platz in der Woh­nung bekom­men. Sortiere dich neu und ver­suche dich an diese neue Ord­nung zu hal­ten.

Ordnung Halten

Lei­der dauert es manch­mal nur wenige Tage bis man wieder alte schlechte Gewohn­heit­en annimmt. Damit Unord­nung jet­zt gar nicht erst entste­ht, soll­test du dir angewöh­nen jeden Gegen­stand, den du benutzt, danach wieder an seinen Platz zu räu­men. Fällt das dir schw­er? Dann ver­suche jeden Tag ca. 15 Minuten einzu­pla­nen, um Ord­nung zu hal­ten. Halte dir dabei ein­fach vor Augen, wie viel Zeit du sparst, weil du nicht mehr nach Sachen suchen musst, son­dern genau weißt, wo sie sich befind­en. Das motiviert und hil­ft den inneren Schweine­hund zu über­winden. Langsam aber sich­er verin­ner­licht man die neue Ord­nung und fühlt sich auch inner­lich neu sortiert.

Ordnung halten

Min­i­mal­is­mus ist ein Prozess. Um die Ord­nung langfristig zu hal­ten, hil­ft nicht nur aufräu­men, son­dern auch das eigene Kon­sumver­hal­ten zu über­denken. Wenn die unnöti­gen Dinge aus­sortiert sind, ver­suche nicht die „Lück­en“ zu schließen und wieder einkaufen zu gehen. Ver­suche in Zukun­ft nur noch Dinge zu kaufen, die du wirk­lich brauchst oder die dich nach­haltig glück­lich machen. Schön­er Neben­ef­fekt: Du sparst nicht nur viel Bal­last und Zeit, son­dern neben­bei auch ganz schön viel Geld. Du brauchst noch mehr Inspi­ra­tion? Dann schau dir unbe­d­ingt Sarahs Room­sto­ry an.

Entdeckungstour auf Kuba: Das Ökodorf Las Terrazas

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Wenn wir eines aus den Nachrichten zur Umweltpolitik mitnehmen sollten, dann den Fakt, dass es noch nicht zu spät ist mit unserer wunderbaren Erde. Noch immer haben wir die Möglichkeit das Ruder rumzureißen. Es ist nicht einfach, aber es ist möglich – und es kann wunderschön werden, wie ein Ökodorf in Kuba beweist.

„Las Terrazas ist der wahr gewordene Traum von Naturfreunden und Umweltschützern. ”
Kuba Palmen
Doch vor 1968 sah es ganz anders aus: Raubbau und ein großes Feuer zerstörten große Teile der Waldflächen. Die Region war kahl und hatte, neben vielen Arten, auch wichtige Ressourcen verloren. Nur der…

Moin, ich bin Jana und ich möchte nicht in einer Welt leben, in der es bald mehr Plastik im Ozean gibt als Fische. Genau diese schreckliche Prognose hat mich dazu...

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