merijula – Faire Teile mit hippem Design

| von 

Mer­i­ju­la bedeutet Frieden. Ein freier Geist, ein klar­er Kopf.
Lebe Aben­teuer und höre niemals auf. (…) Behan­dle die Natur und jedes Lebe­we­sen mit Respekt. Ver­sprühe Frieden und Tol­er­anz.“

Der Wun­sch nach ökol­o­gisch nach­halti­gen Pro­duk­ten wächst täglich. Die Ein­stel­lung, tier­fre­undlich zu leben, zu essen und seinen ökol­o­gis­chen Fußab­druck zu verklein­ern, ist schon lange kein klas­sis­ch­er Trend mehr. Der Wun­sch nach Trans­parenz wächst und ist eines der Qual­itätsmerk­male unser­er Zeit: Woher kom­men die Dinge, die wir kon­sum­ieren? Wer hat die Pro­duk­te pro­duziert? Viel schwieriger gestal­tet sich jedoch diese Trans­parenz, sofern man über den Teller­rand schaut und das neue T-Shirt betra­chtet, das man ger­ade erstanden hat.

Fair trade: Transparenz und Kontrolle der Materialien

An dieser Stelle präsen­tieren wir euch das Label Mer­i­ju­la, die kreativ­en Weltverbesser­er der Tex­til­branche: Mer­i­ju­la hat es sich zur Auf­gabe gemacht, faire, biol­o­gis­che und nach­haltige Mode in liebevoller Han­dar­beit zu pro­duzieren. Die meis­ten Stoffe und Fer­ti­gun­gen kom­men aus Bangladesh, Indi­en, der Türkei und Tan­za­nia und wer­den dort von zer­ti­fizierten Händlern bezo­gen, die fair und auf Bio Cot­ton Basis pro­duzieren.

Faire und trendige Mode in Hamburg

Die Ziel­gruppe sind derzeit vor allem junge, trendi­ge Men­schen, die wis­sen wollen, woher ihre Mode kommt und denen es wichtig ist, eine Botschaft mit den in Siebdruck-Technik hergestell­ten Shirts, zu ver­mit­teln: Schon der Name ste­ht für die Werte der Grün­der Sarah und Julian: Mag­ic, Edu­ca­tion, Respect, Inde­pen­dence, Jus­tice, Uni­ty, Love und Art.

Foto: Jim Gram­ming

Heute kön­nen Sarah und Julian auf eine bewegte Ver­gan­gen­heit zurück­blick­en. Gepackt von der ide­ol­o­gis­chen Idee, den Klei­der­markt zu rev­o­lu­tion­ieren, eine echte Alter­na­tive bieten zu kön­nen und getrieben von dem Gedanken, dass es einzi­gar­tige Mode geben muss, die fair pro­duziert und gehan­delt wird, ent­stand die Idee von mer­i­ju­la. Mer­i­ju­la ste­ht für Frei­heit, Einzi­gar­tigkeit, das Leben, Liebe und Kun­st.

Foto: Jim Gram­ming

merijula in St. Pauli

Sarah und Julian leben das Konzept von mer­i­ju­la und ver­brin­gen jede freie Minute in ihrem Ate­lier in Ham­burg. Heute beschäfti­gen sie Prak­tikan­ten und eine Auszu­bildende und kön­nen ab Jan­u­ar 2017 erst­mals in St. Pauli in der Wohlwill­straße 24 ihre Teile der Laufkund­schaft präsen­tieren. Das näch­st­größere Ziel der bei­den ist es, in die richtige Pro­duk­tion zu gehen: Por­tu­gal erscheint ein guter Pro­duk­tion­sort für die fairen und organ­is­chen Pro­duk­te zu sein, die mit viel Liebe zum Detail hergestellt wer­den.

merijula-crew Foto: Julian Schmitz

Wenn ihr wis­sen wollt, welche Schwierigkeit­en die Grün­der des Start-Ups in der hart umkämpften Tex­til­branche hat­ten und welche Visio­nen sie für die Zukun­ft hegen, lest doch ein­fach unser Inter­view mit Sarah!

merijula-Gründer im Interview

Wer bist du und warum hast du merijula gegründet? Was ist die Idee dahinter?

Wir sind Sarah und Julian, ein etwas ver­rück­tes Paar. Ich bin gel­ernte Grafik­erin und gebür­tige Ham­burg­erin, Julian Quere­in­steiger beim Film, im Rhein­land geboren und fast sieben Jahre jünger. Ger­ade haben wir nach vier Jahren Beziehung Nach­wuchs bekom­men. Man kön­nte fast sagen auf dem Sieb­druck­tisch, denn am drit­ten Tag nach der Ent­bindung saßen wir schon wieder in unserem zweit­en Zuhause, dem Stu­dio. In diesem Stu­dio ver­brin­gen wir die meiste Zeit, um unseren Traum zu ver­wirk­lichen.

Damals auf dem Sofa kam uns, wie vie­len Anderen, die Idee „Shirts“ zu machen. Aber unser Anspruch war, dies fair & organ­ic zu tun. Mit ein­er klaren Botschaft in der Kom­mu­nika­tion und Klam­otte. Ein­er Idee von Frieden, gepaart mit Angriff­s­lustigkeit. Alles auf eine eher philosophis­che Art.

Damals waren wir sehr blauäugig und hochmo­tiviert, die Welt zu ändern. Grün­de­ten die Fir­ma und legten los – fie­len allerd­ings ziem­lich schnell auf die Nase. Fehlin­vesti­tio­nen, Unwis­senheit, Beziehungsstress, nähen, sieb­druck­en, den Web­shop auf­stellen, Kon­tak­te suchen, pro­duzieren, Wer­bung und Aktio­nen machen.

Allmäh­lich wurde uns klar, dass das ein viel größeres Pro­jekt ist als angenom­men. Wir ließen uns nicht unterkriegen und macht­en weit­er, wobei wir einige Male kurz davor waren, alles hinzuschmeißen.

Allmäh­lich kristallisierte sich aber eine Rich­tung her­aus und nun sind wir dieses Jahr erst­mals bess­er aufgestellt was unseren Sup­port ange­ht. Wir haben Prak­tikan­ten und eine Auszu­bildende und sind seit jeher sowieso geseg­net von wun­der­baren Men­schen, die uns seit Beginn in jeglich­er Art unter­stützen.

Fotografen, Blog­ger, Redak­teure, Mod­elle, Fre­unde und natür­lich unsere Crewmit­glieder im Bere­ich Surf, Skate, Wake­board­ing, Tanz und Kun­st, die wir ausstat­ten und die uns im Social Media-Bereich repräsen­tieren. Wir wollen Men­schen zum Nach­denken anre­gen. Vielle­icht auf einen anderen Weg brin­gen oder gar motivieren, etwas Unglaublich­es umzuset­zen.

Was treibt dich an, wie motivierst du dich?  

Was treibt uns an… Ich denke die Momente, in denen die Leute an deinem Stand oder Shop ste­hen und deine Sachen anpro­bieren und natür­lich das pos­i­tive Feed­back von Kun­den, die dir sagen, wie toll der Style ist und sie die Sachen lieben. Wenn man selb­st die Idee zu etwas hat­te, etwas umge­set­zt hat und jemand anderes darin etwas sieht und es mit Stolz trägt, dann ist das unglaublich.

Let­ztens habe ich wieder jeman­den auf der Straße gese­hen, der etwas von uns anhat­te und ich hätte mir vor Freude fast in die Hose gemacht. Durch die Schwanger­schaft war ich natür­lich jet­zt län­gere Zeit auch etwas über­e­mo­tion­al. Aber generell ein schönes und stolzes Gefühl.

Woran verzweifelst du manchmal auf deinem Weg?

Ger­ade jet­zt. Mit Baby und ab und an einem Neben­job ist es kaum zu wup­pen, ger­ade weil das Pen­sum steigt und es vorher schon zu viel war. Abgeben heißt also die Devise.

Welche Herausforderungen der Branche siehst du?

Den fairen Textil-Markt, die Trans­parenz dahin­ter. Nicht immer ein­sichtig und schw­er zu kon­trol­lieren. Und natür­lich das Startkap­i­tal. Hast du keines, wird es sehr, sehr hart wer­den und viel länger dauern, erfol­gre­ich zu sein. Lei­der gibt es in Deutsch­land wenig Inve­storen, die noch risikobere­it sind. In Ameri­ka ist das noch anders.

Deine Tipps für ein erfolgreiches „Social Startup“?

Nev­er give up! Stelle von Anfang an einen Buch­hal­ter ein! Und nev­er give up!

Wunschdenken: Wo geht’s hin, wo steht ihr in 5 Jahren?

Ab Jan­u­ar 2017 haben wir nicht mehr nur unseren Showroom/Store im Stu­dio, son­dern sind in der Wohlwill­straße 24/St. Pauli mit einem richti­gen Ladengeschäft und Laufkund­schaft. Da wird sich dann auch noch wieder einiges tun. Anson­sten ist der Schritt, der ger­ade anste­ht, in richtige Pro­duk­tion zu gehen. Vorzugsweise in Por­tu­gal. In 5 Jahren möcht­en wir gerne im richti­gen Ver­trieb, in mehreren Stores, sowohl online als auch im Geschäft, zu find­en sein.

Weit­ere span­nende Infos und Bilder über die aktuellen Kollek­tio­nen find­et ihr hier.

Warum es gut tut, einen Baum zu pflanzen

| von 

Spaten in die Hand und los geht’s: Das Loch ist schnell ausgehoben und der neue Baum wurzelt im Garten. Eigentlich nichts Besonderes? Doch ist es. Dieses alte Ritual hat tiefe Wirkung. Denn Bäume haben eine große Symbolik. Nicht erst in heutigen esoterischen Kreisen gilt der Baum als Gleichnis für menschliches Wachsen und Werden, er war es schon immer. Etwa als Weltenbaum, den die indogermanischen Völker einst verehrt haben und der Himmel, Erde und Unterwelt miteinander verbinden soll. Vielleicht ist es eben diese Verbindung, die Bäume zu etwas so Besonderem für uns Menschen macht.

Es scheint,…

Moin, ich bin Marie. Waschechte Hamburgerin und nordisch by nature. Hier bei OTTO halte ich für re:BLOG Ausschau nach spannenden Ideen und Menschen, coolen Eco-Outfits und berichte für euch von...

Zum Autor