Innerlich aufräumen: Der mentale Frühjahrsputz

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Ein­mal im Jahr ste­ht der große Früh­jahrsputz an. Ein guter Moment, um auch Ord­nung in das innere Chaos zu brin­gen. Warum eine Großreini­gung auch auf men­taler Ebene sin­nvoll ist und wie es genau funk­tion­iert, erfährst du hier.

Mentaler Fruehjahrsputz

Ob als guter Vor­satz oder nicht: Ich halte es für wichtig, an sich selb­st zu arbeit­en. Manch­mal ste­ht uns aber – viel mehr als Dri­ve und Durch­hal­tev­er­mö­gen – das eigene Mind­set im Weg. Nicht immer geht es darum, sich etwas aktiv vorzunehmen, den inneren Schweine­hund zu über­winden. Manch­mal geht es auch ums Loslassen, um eine Tren­nung von Altem. So wie es befreiend ist, die Woh­nung oder den Klei­der­schrank auszu­sortieren, so gut tut es auch auf geistiger Ebene. Sprich: sich selb­st zu hin­ter­fra­gen und zu ver­suchen, belas­tende Gedanken und men­tale Gren­zen loszuw­er­den. Manche sollte man vielle­icht erset­zen, andere gehören ein­fach nur abgeschafft und wieder andere sind etwas kom­pliziert­er und müssen immer wieder neu hin­ter­fragt wer­den. 

Wie funktioniert ein mentaler Frühjahrsputz?

Anfangen

Eigentlich bist du erwach­sen und kannst auch mit schwieri­gen Sit­u­a­tio­nen oder Stress umge­hen. Eigentlich stehst du mit­ten im Leben und funk­tion­ierst ein­wand­frei. Ja, eigentlich. So ein­fach ist es aber nicht. Manch­mal ist eben nur Chaos im Kopf. Dann ist man tod­müde und find­et trotz­dem keinen Schlaf. Dann macht man sich Sor­gen und weiß gar nicht genau warum. Und dann schwirren einem tausend Fra­gen im Kopf herum, auf die man keine Antwort hat: Wie füh­le ich mich ger­ade? Was ist wirk­lich wichtig? In welche Rich­tung möchte ich mich bewe­gen? Und was für Pri­or­itäten habe ich? Wenn wir uns men­tal über­fordert fühlen, kostet uns das eine Menge Energie. Umso wichtiger ist es, wieder Klarheit, Struk­tur und einen neuen Fokus in unser Inner­stes zu bekom­men. Der klas­sis­che Weg zu diesem Ziel lautet Med­i­ta­tion. Doch das ist natür­lich nicht jed­er­manns Sache. Beim inneren Früh­jahrsputz kannst du zu viel radikaleren Meth­o­d­en greifen und es genau­so hand­haben, wie du auch beim Entrüm­peln dein­er Woh­nung vorgehst.

Sorieren Mit einer Liste

Wenn wir aufräu­men, unterteilen wir unseren Besitz oft in Kat­e­gorien, beispiel­sweise in „möchte ich behal­ten“, „kann weg“ und „ich bin mir noch nicht sich­er“. Dann wird sich jed­er Gegen­stand ganz genau ange­se­hen und geprüft, ob er einen Mehrw­ert ins Leben bringt oder nicht. So schaf­fen wir Platz für die Dinge, die wir wirk­lich brauchen und die uns glück­lich machen. Eine bewährte Meth­ode, die auch beim Aufräu­men im Kopf funk­tion­iert. Ver­such, deine inneren Energieräu­ber zu iden­ti­fizieren und schreib die Dinge auf, die dich belas­ten, die dich an dir selb­st stören oder die dich rat­los machen usw. Du kannst eigentlich alles auf­schreiben, was dir in den Kopf kommt, worüber du ständig grü­belst, aber auch was dich antreibt. Es gibt kein richtig oder falsch. Allein der Prozess des Auf­schreibens kann eine heilende Wirkung haben. Danach hast du qua­si all deine Gedanken, Sor­gen und Äng­ste auf einem Haufen und kannst auch sie ein­teilen. Wovon möcht­est du dich lösen? Was möcht­est du unbe­d­ingt anpack­en? Und wobei bist du dir noch nicht sich­er? Auf diese Art und Weise kannst du deine Gedanken neu sortieren und bekommst einen Überblick. Es braucht sicher­lich ein biss­chen, bis man klare Entschei­dun­gen trifft, aber es ist der erste wichtige Schritt, um in Kopf und Seele Ord­nung zu brin­gen.

Eigene Ansprüche überdenken

Sich Von Anderen Nicht Beeinflussen Lassen

Wenn wir men­tal aufräu­men, ver­suchen wir, uns von Äng­sten, Sor­gen und energier­auben­den Gedanken zu lösen. Was wir dabei aber nicht vergessen dür­fen: Oft­mals ste­hen wir uns selb­st mit unseren eige­nen Ansprüchen im Weg. Das heißt aber grund­sät­zlich nicht, dass uns diese pauschal nicht gut­tun. Es gibt aber einen Unter­schied zwis­chen Per­fek­tion­is­mus, der uns unzufrieden macht, und einem gesun­den Anspruch an sich und das Leben. Beschei­den­heit ist sym­pa­thisch, trotz­dem brauchen wir Pri­or­itäten und Ziele. In manchen Lebens­bere­ichen macht Beschei­den­heit wed­er Spaß noch Sinn. Den Gedanken oder die Aus­sage, dass man wohl ein­fach zu anspruchsvoll sei, höre ich viel zu oft! Hohe Stan­dards zu haben, bedeutet nicht, kom­pliziert zu sein. Es bedeutet, dass man sich nicht abfind­et mit den Din­gen, die nicht gut genug sind. Würdest du ein­er Fre­undin oder einem Fre­und rat­en, den let­zten Flirt im Club unbe­d­ingt zu heirat­en, weil er schon ganz ok war? Ist ein biss­chen weniger Umweltver­schmutzung schon aus­re­ichend? Wieso soll­ten wir beim eige­nen, zeitlich begren­zten Leben noch mehr Gren­zen akzep­tieren? Wieso nicht das Beste anstreben, dass diese Welt zu bieten hat? Das bedeutet: Ansprüche zu haben, kann uns antreiben und uns dabei helfen, eigene Ziele zu for­mulieren. Wichtig ist dabei nur, das Ganze nicht zu ver­bis­sen zu sehen. Denn wer mit Druck unbe­d­ingt etwas erre­ichen will, wird scheit­ern.

Warum ständi­ges Ver­gle­ichen unglück­lich macht

Staendiges Vergleichen Macht Ungluecklich

Beson­ders fies ist: Manch­mal ist man in manchen Din­gen tat­säch­lich nicht so gut aka schlechter als andere und diese ver­gle­ichen­den Gedanken sind gar nicht unbe­d­ingt falsch. Man möchte ja nicht naiv sein. Das Gute ist: Es ist gar nicht so wichtig.

„Viel wichtiger ist, zu wis­sen, was wir wirk­lich kön­nen und was uns wirk­lich aus­macht.”

Das Wichtig­ste gle­ich vor­weg: Am Ende geht es im Leben nicht immer darum, der oder die Beste zu sein. Glaub mir, ich mache viel Sport und ich kenne gesunde Konkur­renz. Natür­lich kann ein Ver­gle­ich auch zur Ori­en­tierung oder als Ans­porn dienen. In den meis­ten Fällen führt ständi­ges Ver­gle­ichen allerd­ings zu Min­der­w­er­tigkeits­ge­fühlen, Unzufrieden­heit und Frust. Fakt ist: Ständi­ges Ver­gle­ichen macht unglück­lich, raubt Energie und Zeit, die du für sin­nvolle Dinge benötigst. Jed­er von uns ist ein Indi­vidu­um und das ist auch gut so. Es tut gut, an sich selb­st zu arbeit­en. Aber nur, wenn diese Verän­derung auch aus deinem Inneren angestrebt wird.

Löse dich von den Mei­n­un­gen ander­er

Ansprueche An Sich Selbst

Bei fast jed­er Entschei­dung, die wir tre­f­fen, spielt es eine große Rolle, wie etwas nach außen wirkt, aussieht oder rüberkommt. Was denken die anderen? Kann man das machen/tragen/sagen? Ist das glaub­würdig? Dabei kann es helfen, sich sein­er eige­nen Ansprüche, Ziele und Vor­lieben bewusst zu sein und darauf zu acht­en, dass man nicht ver­gisst, es sich selb­st recht zu machen. Diese Sou­veränität strahlt auch nach außen. Ich bin felsen­fest davon überzeugt: Wenn ich mit mir selb­st im Reinen bin, dann wer­den die anderen das sehen. Im besten Fall bin ich so überzeu­gend, dass sie mich und meine Entschei­dun­gen nicht hin­ter­fra­gen. Warum sollte ich mir also Gedanken darü­ber machen, was sie über mich denken oder ob ich mich richtig präsen­tiere? Sich davon zu lösen, kann sehr befreiend sein.

Fazit

Mental Befreien

Der men­tale Früh­jahrsputz ist eine sehr indi­vidu­elle Angele­gen­heit. Wie du dabei vorgehst und wie viel Ord­nung und Struk­tur du über­haupt brauchst, kannst nur du selb­st entschei­den. Aber: Ganz egal, wie du aufräumst und welche Ziele du dabei ver­fol­gst, es tut wahnsin­nig gut, sich mit sich selb­st auseinan­derzuset­zen und sich von belas­ten­den Gedanken zu lösen. Denn nur so schaf­fen wir men­tal Platz für die wirk­lich wichti­gen Dinge. Fülle den neuge­wonnenen Raum mit schö­nen Gedanken, die dich motivieren und antreiben.

12 gute Vorsätze für 12 Monate

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Laut einer Studie glauben 20% der Deutschen, dass die Umwelt zu den wichtigen Themen in Deutschland gehört. Zwei Drittel denken sogar, dass der Umweltschutz ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt ist, um die Probleme weltweit in den Griff zu bekommen. Wie schön! Dann fangen wir doch bei uns an und ändern im Alltag das eine oder andere. Wir alle können nämlich einen Beitrag leisten. Wir entscheiden durch unseren Lebensstil und Konsum auch über Umweltschutz und die Zukunft der Erde mit. Gerade wir in Deutschland leben schon ein bisschen über unsere Umweltverhältnisse. Das bedeutet ja nicht, dass wir das ganze Leben umkrempeln…

Es ist viel nachhaltiger, in das zu investieren, das wir lieben, als diese Leidenschaft durch falsche Ideale und Konsum zu ersetzen. Hi, ich bin Vera und blogge seit 2012 auf...

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