Dem Suchen ein Ende bereiten: Wie du mehr Lebenszeit gewinnst

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„Wir ver­legen oder ver­lieren täglich bis zu 9 Gegen­stände, nach denen wir dann anschließend bis zu ein­er Stunde suchen.”

Das ergaben ver­schiedene Stu­di­en und Umfra­gen im englis­chsprachi­gen Raum. Pro Jahr sind wir also bis zu 15 Tage und im Erwach­se­nen­leben bis zu zweiein­halb Jahre damit beschäftigt, Haus- und Autoschlüs­sel, Handys und Tick­ets, Büch­er und Doku­mente, Sock­en und Son­nen­brillen, sog­ar das Auto und vieles mehr wiederzufind­en. Da kann man schon mal die Ner­ven, die Fas­sung und den Glauben an sich selb­st ver­lieren! Auch wenn Stu­di­en mit Vor­sicht zu genießen sind und die Such­dauer indi­vidu­ell unter­schiedlich aus­fällt, wird eines deut­lich: Wir ver­schwen­den dadurch unglaublich viel Zeit.

Keine Gegenstände mehr verlegen/verlieren

Ich möchte dir ein paar Tools an die Hand geben, mit denen du das ewige Suchen been­den oder zumin­d­est ein­schränken kannst. Die gewonnene Leben­szeit von bis zu zweiein­halb Jahren sollst du mit Sin­nvollerem ver­brin­gen – etwa mit deinen Lieben oder deinen Lei­den­schaften.

Zeit Mit Freunden
  • Lebe aufmerk­samer, acht­samer und bewusster. Wir ver­legen Gegen­stände meist, wenn wir nicht bei uns oder der Sache sind oder mehrere Dinge gle­ichzeit­ig tun. Ent­ge­gen ein­er weit ver­bre­it­eten Mei­n­ung erledi­gen wir Auf­gaben im Sin­gle­task­ing ein Vier­tel bis ein Drit­tel schneller, in besser­er Qual­ität und gelassen­er als im Mul­ti­task­ing.
  • Weniger besitzen, weniger suchen. Mit ein­er frei­willig ein­fachen oder min­i­mal­is­tis­chen Lebensweise ver­bannst du Über­flüs­siges aus deinem Leben, um dich auf das Wesentliche zu konzen­tri­eren. Es wird also nicht ver­sucht, ein­er Vielzahl an Gegen­stän­den, Men­schen und Auf­gaben gerecht zu wer­den. Man beschränkt sich auf weniger Optio­nen, um sich diesen mit genü­gend Zeit, Aufmerk­samkeit und Liebe zu wid­men. Besitzt du nur Gegen­stände, die du auch wirk­lich (ge)brauchst, geht weniger ver­loren bzw. find­est du etwas viel schneller wieder.
  • Lege für jeden Gegen­stand einen fes­ten sin­nvollen Platz fest. In den meis­ten Fällen bietet es sich an, ähn­liche Gegen­stände zusam­men aufzube­wahren. Die Schlüs­sel ans Board neben dem Ein­gang, die Gewürze ins Gewürzre­gal, offene Rech­nun­gen in die Ablage, bezahlte Rech­nun­gen in den Ord­ner, Medika­mente ins Schränkchen im Bad, die Fernbe­di­enun­gen auf den Couchtisch … Wenn du dir dann angewöhnst, etwas nach dem Gebrauch wieder an seinen fes­ten Platz zu brin­gen, wirst du nie mehr danach suchen müssen. Das Auf­be­wahren gle­ich­er oder ähn­lich­er Gegen­stände am sel­ben Platz hil­ft übri­gens auch beim Aus­mis­ten. Du bekommst einen Überblick über deinen Besitz und kannst Dublet­ten und nicht mehr Benötigtes weggeben.
Wohnung Aufgeraeumt
  • Bei Samm­lun­gen emp­fiehlt sich eine passende Sortierung. Büch­er kannst du z. B. nach dem Nach­na­men des Autors sortieren, DVDs nach dem Filmti­tel, Knöpfe nach Far­ben und Gewürze nach Län­derküchen
  • Sprich dich mit deinen Mit­be­wohn­ern und Kol­le­gen ab. Mit den vier Schrit­ten oben soll­test du das Ver­legen und Ver­lieren auf ein Min­i­mum reduzieren kön­nen – sofern du alleine leb­st. In einem Haushalt oder auf der Arbeit mit mehreren Per­so­n­en ist die Organ­i­sa­tion eine weitaus kom­plexere Angele­gen­heit, weil viele Gegen­stände gemein­sam ver­wen­det wer­den. Am besten über­legt ihr euch zusam­men feste sin­nvolle Plätze (siehe 3. oben) sowie ggf. eine Sortierung (siehe 4.). Bei der Gele­gen­heit kön­nt ihr gle­ich euren Haus­stand reduzieren (siehe 2.).

Gegenstände ganz einfach wiederfinden

Ist es doch mal passiert, hast du also etwas Wichtiges ver­legt, machen die fol­gen­den Tipps dich wieder geschwind zu einem „kom­plet­ten“ Men­schen:

Mann Mit Lupe
  • Nicht um des Suchens willen suchen. Wir leben in hek­tis­chen Zeit­en, in denen es zum guten Ton gehört, beschäftigt zu sein. Nur wozu und wofür? Ich habe es mir zur Gewohn­heit gemacht, Käufe, Tätigkeit­en und sog­ar neg­a­tive Gedanken kurz zu hin­ter­fra­gen, ehe ich mich ihnen widme. Vor ein­er müh­samen Suche kön­ntest du diese Fra­gen beant­worten: Erle­ichtert oder bere­ichert der Gegen­stand mein Leben? Kann ich im Moment nicht genau­so gut auf ihn verzicht­en?
  • Entspann dich. Atme ein paar Mal langsam und tief durch. Om. Ein klar­er Geist sucht erfol­gre­ich­er als ein panis­ches Kän­gu­ru.
  • Über­lege, wann und wo du den Gegen­stand das let­zte Mal ver­wen­det oder gese­hen hast. Stelle ihn dir vor dem inneren Auge vor.
  • Konzen­triere dich bei der Suche auf die unor­dentlichen Bere­iche, etwa den Wäscheberg oder den Stapel mit den Doku­menten. Wis­senschaftler der Uni­ver­si­ty of Aberdeen haben her­aus­ge­fun­den, dass wir in den ordentlichen Bere­ichen genau­so inten­siv suchen wie in den unor­dentlichen. Wäre der Gegen­stand an dem offen­sichtlichen Ort, hättest du ihn wahrschein­lich schon gefun­den.
Suchen
  • Lass dir bei der Suche helfen. Vier Augen sehen mehr als zwei. Außer­dem hat eine andere Per­son oft noch Ideen, wo sich der Gegen­stand befind­en kön­nte.
  • Denke auch darü­ber nach, ob du den Gegen­stand an jeman­den aus­geliehen haben kön­ntest.
  • Erkundi­ge dich in der Sam­mel­stelle für Fund­sachen, wenn du etwas an einem öffentlichen Ort ver­loren hast. Die meis­ten Städte, Verkehrs­be­triebe, Kaufhäuser und Großver­anstal­tun­gen haben so eine Ein­rich­tung.
  • Erstelle ein Such­plakat mit ein­er genauen Beschrei­bung des Gegen­stands und deinen Kon­tak­t­dat­en und hänge es in der entsprechen­den Gegend an Ampeln und Schwarzen Bret­tern auf. Ein Find­er­lohn kann die Chance erhöhen, den Gegen­stand zurück­zubekom­men.

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