Mehr Bewegung – So klappt es mit dem guten Vorsatz

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Wir bewe­gen uns immer weniger. Der deutsche Durch­schnitts­men­sch kommt nicht mal auf 2.000 Schritte pro Tag. Dabei empfehlen Sportmedi­zin­er und die Welt­ge­sund­heit­sor­gan­i­sa­tion täglich min­destens 10.000 Schritte. Autos und öffentliche Verkehrsmit­tel, Com­put­er­ar­beit­splätze und Fernse­her, Roll­trep­pen und Aufzüge, die Tech­nisierung und Mod­ernisierung haben uns zu Faulpelzen par excel­lence gemacht. Schon vor 200 Jahren schrieb der Schrift­steller und Weit­wan­der­er Johann Got­tfried Seume: „Ich bin der Mei­n­ung, dass alles bess­er gehen würde, wenn man mehr gin­ge.“ Wie wahr! Kör­per­liche Aktiv­ität ist für die Gesund­heit und das Wohlbefind­en sehr wichtig. Bewe­gungs­man­gel gilt – noch vor dem Rauchen und der schlecht­en Ernährung – als die häu­fig­ste Ursache für Krankheit­en. Natür­lich musst du dich nicht gle­ich im Fit­nessstu­dio anmelden oder die Lauf­schuhe schnüren. Gehen, die min­i­mal­is­tis­chste Art der Fort­be­we­gung, tut es auch. Das Schöne daran ist, dass das Gehen auch recht ein­fach in den All­t­ag inte­gri­ert wer­den kann.

10 Gründe, warum du dich mehr bewegen solltest

Mehr Sport Fit Gehen

Kör­per­lich aktiv zu sein, ist eine Win-win-Situation. Nicht nur du selb­st prof­i­tierst, son­dern auch deine Mit­men­schen und die Umwelt. Mehr Bewe­gung:

  • ver­hin­dert Krankheit­en wie Herz-Kreislauferkrankung, Rück­en­schmerzen, Dia­betes mel­li­tus, Krebs, Osteo­porose, Arthrose, Allergien und Depres­sio­nen.
  • heilt oder lin­dert diese Krankheit­en.
  • beugt Übergewicht vor bzw. hil­ft beim Abnehmen.
  • steigert das Wohlbefind­en und Selb­stver­trauen.
  • verbessert die Leis­tungs­fähigkeit und Fit­ness.
  • sorgt für einen guten Schlaf.
  • ent­lastet die Gesellschaft, da sie sich um weniger Kranke küm­mern muss.
  • trägt zum Umweltschutz bei, weil fast keine Ressourcen ver­braucht und Emis­sio­nen verur­sacht wer­den.
  • ver­ringert den Lärm, denn schließlich ist das Gehen die leis­es­te Fort­be­we­gungsart.
  • hil­ft beim Geldsparen, da Auto und öffentliche Verkehrsmit­tel weniger benutzt wer­den.

Bewegung in den Alltag integrieren

Fahrrad Fahren Alltag

Die emp­fohle­nen 10.000 Schritte ergeben je nach Schrit­tlänge eine Strecke von sechs bis acht Kilo­me­tern. Das entspricht ein­er reinen Gehzeit von etwa einein­halb Stunden. Keine Panik – mit den fol­gen­den Tipps und Tricks schaffst du das Pen­sum:

  • Das Auto möglichst oft ste­hen lassen, v. a. auf Kurzstreck­en.
  • Ein paar Hal­testellen vor dem Ziel aussteigen und den Rest zu Fuß gehen.
  • Öfter mal einen Umweg machen.
  • Anstelle Roll­treppe und Fahrstuhl die Treppe nehmen.
  • In der Mit­tagspause eine Runde um den Block laufen.
  • Im Büro min­destens ein­mal pro Stunde auf­ste­hen und sich Bewe­gung ver­schaf­fen, z. B. den Kol­le­gen nicht anrufen, son­dern in seinem Büro vor­beis­chauen.
  • Zu Fuß zum Einkaufen gehen.
  • Einen Abendspazier­gang machen. Mit ein­er Stirn­lampe klappt das auch im Win­ter­hal­b­jahr.
  • Am Woch­enende wan­dern gehen. Es gibt kein schlecht­es Wet­ter, nur falsche Klei­dung. Wan­der­muf­fel find­en hier ein paar orig­inelle Vorschläge.
  • In den Ferien eine Fer­n­wan­derung unternehmen, z. B. im deutschen Mit­tel­ge­birge, auf dem Jakob­sweg oder über die Alpen. Sei selb­st kreativ.

Über­lege dir, wie du mehr Bewe­gung in deinen All­t­ag inte­gri­eren kannst. Auch Rad­fahren ist eine gute Alter­na­tive. Eine halbe Stunde Rad­fahren wird mit 3.000 Schrit­ten belohnt.

Einen Vorsatz zur Gewohnheit werden lassen

Sportspaß Gemeinsam Fit

Laut ein­er aktuellen Studie ist mehr Bewe­gung und Sport der drit­thäu­fig­ste Vor­satz der Deutschen (knapp hin­ter Stress ver­mei­den und mehr Zeit für Familie/Freunde). Ger­ade zum Jahreswech­sel ist die Moti­va­tion hoch. Auf lange Sicht fällt vie­len jedoch schw­er den guten Vor­satz einzuhal­ten. Denn der innere Schweine­hund meldet sich meis­tens spätestens im Feb­ru­ar zurück und lässt einen in alte Muster zurück­fall­en. Das kannst du ver­hin­dern, wenn du min­destens zwei Monate eis­ern am Ball bleib­st. So lange dauert es näm­lich im Schnitt bis eine neues Ver­hal­ten in Fleisch und Blut überge­gan­gen ist. Ich kön­nte einen ganzen Blog­a­r­tikel darü­ber füllen, wie man etwas zur Gewohn­heit macht. Kurz zusam­menge­fasst:

  • For­muliere ein konkretes Ziel, etwa 10.000 Schritte täglich.
  • Konzen­triere dich auf ein neues Ver­hal­ten. Wenn es dir nach zwei Monat­en zur Gewohn­heit gewor­den ist, kannst du dich dem näch­sten zuwen­den.
  • Kon­trol­liere dich. Ich kann die kosten­lose App „Pac­er“ für Android und iOS empfehlen. Andere tra­gen einen Pedome­ter und notieren jeden Abend die Anzahl der Schritte.
  • Lass dich nicht von einem Rückschlag ent­muti­gen. Auch wenn du mal einen Son­ntag auf der Couch ver­bringst, kannst du das neue Ver­hal­ten noch immer etablieren.
  • Hole dir jemand ins Boot. Gemein­sam macht es mehr Spaß und ist es ein­fach­er, sich gegen­seit­ig zu motivieren. Wenn du nie­man­den find­est, soll­test du zumin­d­est deinem Umfeld von deinem Vorhaben bericht­en.

Möcht­est du dich eben­falls in diesem Jahr mehr bewe­gen? Wie schaffst du es, dieses Ver­hal­ten in den All­t­ag zu inte­gri­eren?

Mach es dir
kuschelig - 5 Wege zu mehr Gemütlichkeit

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In Dänemark sollen ja mitunter die glücklichsten Menschen der Welt leben. Warum das so ist? Weil die Dänen ein Geheimrezept namens Hygge haben. Hygge kann man mit Gemütlichkeit und Heimeligkeit übersetzen. Das Adjektiv hyggelig hat viele weitere positiv konnotierte Bedeutungen wie geborgen, häuslich, innig, tröstend, lieblich, malerisch und niedlich.

5 Schritte für mehr Gemütlichkeit

Scrabble oder Malefiz Mit dem Lieblingsbuch und dem Lieblingsgetränk in die Lieblingsecke Wandern - aber nicht zu hügelig Couch, Kopfhörer, Kerzenschein Mit Freunden kochen und schlemmen

1. Scrabble oder Malefiz, das ist hier die Frage

Scrabble
Lade ein paar Deiner (Sandkasten-)Freunde zum sonntäglichen…

Hallo, ich heiße Christof und schreibe auf meinem Blog über Minimalismus und Nachhaltigkeit. Ohne materiellen Überfluss, negative Beziehungen und unnötige Verpflichtungen zu leben, führt zu persönlichem Glück und gesellschaftlichem Gewinn....

Zum Autor

Freitag, 19. Januar 2018, 9:08 Uhr

In den All­t­ag ein­bauen klappt wirk­lich gut. Viel bess­er, als sich zu zwin­gen, etwa ins Fitness-Center zu gehen.
Seit einiger Zeit laufe ich 3-4 Mal pro Woche die 3,5 km vom Büro zum Bahn­hof (um dort in meinen Pendler-Zug zu steigen). Für diese Strecke benötige ich nur knapp 10 min länger, als mit der S-Bahn. 🙂

Freitag, 5. Januar 2018, 14:50 Uhr

Bewe­gung in den All­t­ag einzubauen, hat bei mir auch am besten und ein­fach­sten funk­tion­iert. Mit guten Vorsätzen hat es bei mir noch nie geklappt. Aber: Das Auto ist seit län­gerem verkauft, ÖPVN nutze ich nur mit einzel­nen Tick­ets – da bewegt es sich fast von alleine. Ein­mal zur Arbeit und zurück und der Online-Umrechner ( (Link ver­bor­gen ) sagt mir, dass ich schon fast die Hälfte der 10000 Schritte gelaufen bin – Dann Einkäufe, Trep­pen, Spaziergänge, Wan­derun­gen und was ich son­st so durch die Gegend laufe. Das schaf­fen dann auch so eigentlich eher unsportliche Leute wie ich ohne Prob­leme.