Matcha: Alle Facts über das grüne Power-Pulver

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Neuerd­ings greife ich anstatt zu Kaf­fee immer öfter zu Matcha-Tee. Anders als beim Kaf­fee, habe ich das Gefühl, dass das giftgrüne Pul­ver meinen Geist beruhigt und auf eine san­ftere Art belebt. Es fängt schon bei der Zubere­itung an: Anstatt hek­tisch für den schnellen Koffein-Kick zu sor­gen, nehme ich mir bei der Zubere­itung von Matcha sehr viel Zeit. Es ist nahezu ein Rit­u­al, das mich auf die anre­gende, aber gle­ichzeit­ig beruhi­gende Wirkung des Matcha vor­bere­it­et. Nach­weis­lich steckt in ein­er Schale Matcha genau­so viel Kof­fein wie in einem Espres­so. Trotz­dem ist das Kof­fein im Tee sehr viel verträglicher und sehr gesund.

matcha-pulver

Woher kommt Matcha?

Matcha bedeutet übersetzt so viel wie gemahlen­er Tee. Zwar stammt das Wort aus dem Japanis­chen, der Tee wurde aber erst­mals in bud­dhis­tis­chen Klöstern in Chi­na als tra­di­tionelle Medi­zin einge­set­zt. Im 12. Jahrhun­dert wurde das grüne Pul­ver von einem japanis­chen Mönch, der in Chi­na auf Reisen war, nach Japan gebracht und während der tra­di­tionellen Tee-Zeremonie genossen. Zu Beginn war Matcha nur für den Adel und Mönche zugänglich. Heute ist das Pul­ver auch bei uns in Europe angekom­men und als Matcha-Latte zum Kult-Getränk avanciert.

japanische-landschaft
Latte-art-matcha-latte

Darauf solltest du beim Kauf achten:

Matcha ist nicht gle­ich Matcha, denn nur die aus den grünen Teesorten Ten­cha und Gyokuro gewonnenen Blätter sind gesund­heitlich wertvoll. Ten­cha macht nur knapp ein Prozent aller japanis­chen Grüntee-Sorten aus. Ein Grund, warum das rare Pul­ver auch seinen Preis hat. Bevor du also Matcha Pul­ver kauf­st, soll­test du auf fol­gende Qualitätsmerkmale acht­en:

  • Die Farbe sollte kräftig sein, denn das spricht für eine hohe Qualität. Die Grüntee-Pflanzen wer­den vor der Ernte einige Wochen lang beschat­tet, sodass sich viel Chloro­phyll in den Blättern bilden kann, was wiederum für eine giftgrüne Farbe sorgt.
  • Achte auf den Geschmack: falls das Pul­ver bit­ter schmeckt, lieber die Fin­ger davon lassen.
  • Matcha sollte mild und frisch sein.
  • Auf Fein­heit acht­en: je fein­er das Pul­ver, desto höher ist die Qualität des Matcha.
  • Bevor du dich für ein Pul­ver entschei­dest, achte auf den Geruch. Matcha sollte nach Grüntee riechen und nicht nach künstlichen Aromen. Auch bei Matcha gilt: auf Bio-Qualität set­zen, damit das Pul­ver frei von Pes­tiziden ist.
japanisches tee geschirr

Das kann das grüne Pulver:

Grüntee und Matcha haben grundsätzlich die sel­ben Inhaltsstoffe. Da bei der Her­stel­lung des Matcha Pul­vers aber das ganze Blatt ver­ar­beit­et und im Wass­er aufgelöst wird, wer­den beim Verzehr alle Nährstoffe aufgenom­men. Matcha enthält die Vit­a­mine B1, B2 und B3 sowie Vita­min E, Vita­min C und Vita­min K, Cal­ci­um, Kali­um und ist beson­ders reich an Vita­min A, was beson­ders gut für Haut, Haare und Stof­fwech­sel ist. Das Geheim­nis für eine gesunde und aus­ge­wo­gene Ernährung sind aber die im Matcha enthal­te­nen bioak­tiv­en Sub­stanzen, die soge­nan­nten Phylphe­nole. Man sagt ihnen nach, dass sie chro­nis­chen Krankheit­en vor­sor­gen und ihre Antiox­i­dantien kreb­svor­beu­gend und entzündungshemmend sind.

japanischer matcha-tee

Regionale Alternativen:

Matcha hat eine beruhi­gende Wirkung, senkt den Blut­druck und verbessert den Stof­fwech­sel. Das kann aber nicht nur das japanis­che Grünpulver, son­dern auch viele Kräuter und Pflanzen die bei uns im Land wach­sen. Teil­weise sind diese Alter­na­tiv­en sog­ar kosten­los. Vor allem aber haben sie keine lan­gen Trans­portwege hin­ter sich und damit keine neg­a­tiv­en Auswirkun­gen auf unsere Umwelt:

  •  Die Blüten von Kamille und Laven­del haben eben­falls eine beruhi­gende Wirkung.
  •  Als Blut­druck­senker bietet der Knoblauch eine echte Alter­na­tive zum Matcha.
  •  Antiox­i­dantien können auch in Form von Kürbis, Löwenzahn, Karot­ten oder Sauerkirschen aufgenom­men wer­den.

So wird Matcha richtig zubereitet:

Die Japan­er trinken ihren Matcha während der tra­di­tionellen Tee-Zeremonie. Ohne Hek­tik und mit viel Gelassen­heit kom­men dabei auch Körper und Geist zur Ruhe. Für die Zubere­itung des Tees braucht es etwas Zeit, Übung und das richtige Zubehör:

  • große Tee-Schale aus Porzel­lan
  • Bambuslöffel
  • Bam­bus­be­sen (Chasen)

Step by Step zum vollen Matcha-Genuss:

  1. Gebe zwei Bambuslöffel Matcha-Pulver in die Tasse (ca. 1 Gramm)
  2. Verrühre mit Hil­fe des Bam­bus­be­sens und ein­er kleinen Menge Wass­er das Pul­ver zu ein­er dünnen, klumpen­freien Paste.
  3. Anschließend wird die Paste mit ca. 70-100 Mil­li­liter heißem Wass­er aufgegossen. Achte darauf, dass das Wass­er nicht mehr kochend heiß ist, son­dern eine Tem­per­atur von 80° Cel­sius hat.
  4. Zulet­zt wird das Getränk mit dem Bam­bus­be­sen solange geschla­gen, bis es schau­mig ist und kann dann gegossen wer­den.
zubereitung von matcha tee

Frau Ultrafrisch: Gesundes Essen aus der Tüte!

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„Iss hochwertiger, nicht billiger!”

Anja Heuschkel von der CR, der Abteilung Corporate Responsibility bei OTTO, und ich treffen die Jungunternehmerin Janina Otto an einem grauen Vormittag Ende Januar zum Gespräch. Die 32-Jährige hat das Food-Start-up „Frau Ultrafrisch“ gegründet, das uns mit innovativen Produkten hilft, auch dann gesund zu essen, wenn wir zum Kochen eigentlich keine Zeit haben. Mit viel Esprit und Humor tritt sie ein für mehr Interesse und Leidenschaft am ehrlichen, nachhaltigen Essen und knipst ein Licht in unseren Köpfen an. Wir sprechen über die Strategien der Food-Giganten, die Chancen erfindungsreicher Start-ups und die Lust, die Lebensmittelbranche aufzurütteln.

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Hallo, mein Name ist Michael, ich komme aus dem wunderschönen Bayern und arbeite als freier Journalist, Blogger und DJ. Am liebsten schreibe ich über Reisen, Kultur, Lifestyle, Musik und Mode,...

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