Natürliche Haarkur: Leinsamengel-Rezept

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Trock­ene, splis­sige oder feine Haare, dann brauchst du unser 5-Minuten-Leinsamengel-Rezept. Die natür­liche Haarkur pflegt und gibt tollen Halt.

Leinsamengel Rezept fuer natuerliche Haarkur

Ein Pro­dukt, das für jeden Haar­typ geeignet ist, und gle­ichzeit­ig nach­haltig, veg­an, gün­stig und sog­ar ein­fach selb­st herzustellen ist? Klingt unmöglich? Ist es aber nicht! Die Antwort sind Lein­samen. Ich habe ein sim­ples Leinsamengel-Rezept für ein inten­siv pfle­gen­des Styling-Gel für dich. Plus Anwendungs-Tipps und schnelle Hil­fe bei Gel­cast.

Warum Leinsamengel als natürliche Haarkur?

Leinsamen als natuerliche Haarkur

Lein­samen sind reich an ungesät­tigten Fettsäuren, Bal­last­stof­fen, Pro­teinen, Vit­a­mi­nen und Min­er­al­stof­fen und somit ein absolutes Super­food. Die nährre­ichen Samen sind aber nicht nur ein her­vor­ra­gen­der Bestandteil ein­er gesun­den Ernährung, son­dern auch in der Haarpflege ein echter Game Chang­er. Durch die enthal­te­nen Schleim­stoffe quellen die Lein­samen in Wass­er auf. Das so ent­standene Gel ist ein ide­al­er Feuchtigkeit­sliefer­ant für alle Haar­typen und hil­ft gegen Frizz. Beson­ders feines und lock­iges Haar hält es gut in Form und pflegt gle­ichzeit­ig ohne beden­kliche Zusatzstoffe, die sich in vie­len anderen Pro­duk­ten find­en. Lein­samen­gel sel­ber machen ist ganz ein­fach und auch bei der Anwen­dung kannst du nichts falsch machen. Propi­er deshalb unbe­d­ingt dieses schnelle Leinsamengel-Rezept und überzeuge dich selb­st.

Schnelles Leinsamengel-Rezept

Zutaten Leinsamengel Rezept

Möcht­est du Lein­samen­gel sel­ber machen, brauchst du nur ein wenig Zeit und sechs typ­is­che Küchenuten­silien. Die Zubere­itung ist völ­lig unkom­pliziert und unaufwendig. Los geht’s mit dem 5-Minuten-Leinsamegel-Rezept:

Das brauchst du:

  • 40 g ganze Lein­samen (Keine geschroteten, ich ver­wende am lieb­sten die dunkel­braunen Bio-Leinsamen.)
  • 470 ml Wass­er
  • 1 kleinen Topf
  • 1 großen Löf­fel
  • 1 feines Sieb
  • 1 Schüs­sel
  • 1 leeres Fläschchen oder eine Eiswür­felform
  • option­al: je nach Pflegebe­darf dein lieb­stes Öl, z.B. Arganöl oder Squalane Öl
Leinsamengel kochen

So geht’s:

  1. Gib die Lein­samen zusam­men mit dem Wass­er in einen Topf.
  2. Lein­samen auf mit­tlerer Hitze zum Köcheln brin­gen.
  3. Fünf Minuten unter ständi­gem Rühren köcheln lassen, bis die Kon­sis­tenz des Wassers schleimig wird. Das kann man gut am Löf­fel erken­nen: Wenn die Flüs­sigkeit zäh­flüs­sig vom Löf­fel rin­nt, ist das Gel fer­tig.
  4. Das Gel durch das Sieb ablaufen lassen und in der Schüs­sel auf­fan­gen.
  5. Wenn du möcht­est, kannst du nun ein paar Tropfen Öl hinzugeben.
  6. Das fer­tige Lein­samen­gel in ein kleines, sauberes Fläschen füllen oder mit der Eiswür­felform por­tion­ieren. Im Kühlschrank hält sich das selb­st gemachte Lein­samen­gel cir­ca eine Woche. Du kannst es aber auch ein­frieren und bei Bedarf auf­tauen.
Leinsamengel aufbewahren

Ich per­sön­lich mag es weniger dick­flüs­sig und lasse die Lein­samen nicht zu lange köcheln. So fließt das Gel bess­er durch das Sieb. Bei einem anderen Leinsamengel-Rezept habe ich gele­sen, dass das Gel dick­flüs­siger gekocht und dann abgekühlt durch einen Nylon­strumpf gepresst wird. Mir per­sön­lich ist das aber zu viel Aufwand und “Sauerei”. Ich gieße das rel­a­tiv dün­n­flüs­sige Gel also direkt nach dem Köcheln durch das feine Sieb ab.

Die Anwendung von selbst gemachtem Leinsamengel

Leinsamengel Anwendung

Das Lein­samen­gel ver­wen­d­est du am besten direkt nach der Haar­wäsche, denn die Anwen­dung eignet sich nur für nass­es Haar. Dafür arbeitest du Strähne für Strähne ein biss­chen Lein­samen­gel mit den Fin­gern ins Haar. Gründlich­es Einar­beit­en ist wichtig, damit später kein weißer Film zurück­bleibt. Entwed­er ver­wende ich dafür das Gel im Fläschchen oder ich taue ein paar Stunden vor der Haar­wäsche ein bis zwei Eiswür­fel Lein­samen­gel auf. Je nach Haarstruk­tur brauchst du mehr oder weniger Gel. Da musst du ein wenig pro­bieren, um die für dich per­fek­te Menge her­auszufind­en. Sehr glat­te Haare prof­i­tieren natür­lich auch von der Pflegewirkung und dem zusät­zlichen Halt des Gels, doch hier braucht man wirk­lich sehr wenig Pro­dukt. Nimm lieber erst ein­mal weniger und taste dich langsam her­an. Stärkere, dicke Lock­en freuen sich natür­lich über eine größere Por­tion Lein­samen­gel. Nach ein bis zwei Mal hat man den Dreh raus. Am Ende knete ich immer noch ein­mal vor­sichtig durchs Haar. Danach unbe­d­ingt die Haare luft­trock­nen lassen oder höch­stens mit dem Dif­fu­sor vor­sichtig trock­en föh­nen.

Was tun bei Gelcast?

Tipps gegen Gelcast

Nach dem Trock­nen kann sich, wenn du etwas zu viel Lein­samen­gel ver­wen­det hast, ein soge­nan­nter Gel­cast auf deinem Haar bilden. Das heißt, dass das Lein­samen­gel Haarsträh­nen umschließt und die Haare sich dann hart anfühlen und nass ausse­hen, obwohl sie trock­en sind. Aber keine Sorge: Knete die einzel­nen Sträh­nen ein­fach mit den Hän­den weich oder bürste das Haar mit einem groben Kamm aus. Mit ein paar Tropfen Haaröl geht das Ganze noch schneller. Ver­wen­d­est du extra viel Lein­samen­gel, um deinem Haar beispiel­sweise über Nacht beson­ders viel Pflege zu geben, musst du am Mor­gen nicht mehr viel machen. Durch die Bewe­gun­gen in der Nacht wird der Gel­cast automa­tisch aus­geknetet. Ein­fach wie immer bürsten, das war’s.

Fazit zum Leinsamengel-Rezept

Natuerliche Haarpflege mit Leinsamengel

Dieses Gel ist ein Muss für alle Haar­typen, aber vor allem für Lock­en. Es pflegt, ist gün­stig und ein­fach in der Her­stel­lung. Du musst es auch nicht jeden Tag anwen­den. Ich ver­wende es höch­stens ein­mal die Woche, manch­mal nur ein­mal im Monat als Inten­sivpflege. Für dünne, glat­te Haare kann das Lein­samen­gel bei zu großer Anwen­dungs­menge zu beschw­erend sein. Das musst du ein­fach selb­st aus­pro­bieren. Es ist aber für jede Haarstruk­tur eine wun­der­bare Pflegekur und soll sog­ar für stärk­eres Haarwach­s­tum sor­gen. Die schleimige Kon­sis­tenz mag gewöh­nungs­bedürftig sein, aber nach der ersten Anwen­dung wirst du begeis­tert sein, das wette ich! Die natür­liche Haarkur, frei von Zusatzstof­fen, ist ein­fach genial.

Hast du Lein­samen­gel bere­its ein­mal aus­pro­biert? Wie hat es dir gefall­en? Ich freue mich, von deinen Erfahrun­gen zu lesen.

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