Kaffeesatz & seine Einsatzmöglichkeiten

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Bloß nicht wegschmeißen! Kaf­feesatz gehört nicht in den Müll, son­dern kann als Dünger, Peel­ing oder gegen schlecht­en Geruch genutzt wer­den. Wir ver­rat­en dir mehr über die Kaffeesatz-Verwendung und haben viele Tipps.

Kaffeesatz nicht wegschmeissen sondern verwerten

Eine heiße Tasse frisch gebrüht am Mor­gen, zum Brunch gemütlich einen Lat­te Mac­chi­a­to, nach­mit­tags ein leck­er­er Cap­puc­ci­no: Ob schwarz, mit Milch, Zuck­er oder Sahne – Kaf­fee ist für viele Genuss pur. Für die nach­haltigere Vari­ante emp­fiehlt sich Fair Trade oder Direct Trade Bio-Kaffee, eine Zero Waste Brüh­meth­ode sowie die Wiederver­w­er­tung des Kaf­feesatzes. Dieser ist näm­lich viel zu schade für den Bio­müll. Dank der zahlre­ichen Nährstoffe und wertvollen Min­er­alien, die im Kaf­feesatz schlum­mern, ist er viel­seit­ig in Haus, Garten und sog­ar im Beauty-Bereich einsetzbar.

Im Garten: Kaffeesatz als Dünger und Co.

Kaffeesatz als Duenger fuer welche Pflanzen

Wer seinen Pflanzen etwas Gutes tun will, greift im Garten und auf dem Balkon zu Kaf­feesatz. Er enthält Phos­phor, Kali­um und Stick­stoff. Dies sind Nährstoffe, die alle Balkonpflanzen lieben, aber auch die Pflanzen im Garten, die sauren Boden mögen. Dazu zählen zum Beispiel Hei­del­beeren, Tomat­en, Erd­beeren, Rhodo­den­dron, Narzis­sen, Orchideen, Farne und Mag­no­lien. Wichtig ist, den Kaf­feesatz aus der French Press, aus der Fil­ter­mas­chine oder aus der Espres­sokanne zunächst auf einem Teller oder einem Back­blech voll­ständig trock­nen zu lassen, bevor er als Blu­mendünger & Co. ver­wen­det wird. Anschließend kann er entwed­er zum Gießwass­er gegeben, auf den Kom­posthaufen gestreut oder in die Blumen­erde mit eingear­beit­et wer­den. Tipp: Nur kleine Men­gen ver­wen­den, da son­st die Schim­mel­ge­fahr steigt. Pflanzen, die eher alka­lis­chen Boden bevorzu­gen, soll­ten keinen Kaf­feesatz als Dünger bekom­men. Dazu gehören Laven­del, Zwiebeln oder Rosmarin.

Kaffeesatz als Blumenduenger

Zim­merpflanzen freuen sich eben­falls nicht beson­ders über eine Dün­gung mit Kaf­feesatz. Eine Alter­na­tive ist die Ver­wen­dung des Kaf­feesuds. Dazu den getrock­neten Kaf­feesatz kurz im Ver­hält­nis 1:1 mit Wass­er erneut aufkochen, dann im Topf abkühlen lassen, durch ein feines Sieb geben und diesen Auf­guss als Dünger für die Zim­merpflanzen ver­wen­den. Weit­ere Tipps, wie du natür­lichen Dünger sel­ber machen kannst, bekommst du in unserem Ratgeber.

Kaffeesatz gegen Schnecken

Kaf­feesatz gegen Sch­neck­en und Ungeziefer 

Kaf­feesatz schreckt zum Beispiel Sch­neck­en ab. Er ist unge­fährlich für die kleinen Weichtiere, aber sie machen einen großen Bogen um das schwarze Pul­ver. Ein­fach wie eine kleine Bar­riere rund ums Beet streuen. Kaf­feesatz neu­tral­isiert außer­dem die Duft­spuren von Ameisen, sodass sie sich neue Wege suchen. Dazu etwas Pul­ver um die entsprechen­den Stellen streuen, von denen sich die Ameisen fern­hal­ten sollen. Den oben erwäh­n­ten Auf­guss kann man auch ganz ein­fach auf Blat­tläuse sprühen. Da er keine Schad­stoffe enthält, kann er ganz unbe­sorgt auch im Haus einge­set­zt wer­den. Die unge­bete­nen Gäste ver­schwinden bere­its nach weni­gen Anwendungen. 

Stech­mück­en und Wespen sind auch nicht wirk­lich begeis­tert von Kaf­feesatz. Hier ein­fach das getrock­nete Pul­ver in eine feuer­feste Schale geben, zum Beispiel in einen Aschen­bech­er, anzün­den und so die unge­bete­nen Quäl­geis­ter ver­scheuchen. Selb­st fremde Katzen, die sich im Garten nach ein­er passenden Toi­lette umschauen, kann man mit Kaf­feesatz vom Beet fern­hal­ten. Im Gegen­satz dazu lockt Kaf­fee­duft aber Regen­würmer an, die die Erde daraufhin stärk­er durch­wühlen und durchlock­ern, sodass mehr Sauer­stoff in die Erde gelangt. Das tut deinen Pflanzen dop­pelt gut. Tipp: Möcht­est du nicht nur Ungeziefer, son­dern auch Unkraut bekämpfen, haben wir 7 Haus­mit­tel gegen Unkraut für dich – umweltscho­nend und nachhaltig.

Als Beauty-Waffe: Kaffeesatz als Peeling etc.

Kaffeesatz Peeling selber machen

Der Ein­satz von Kaf­feesatz als pfle­gen­des Peel­ing ist im Beauty-Bereich am beliebtesten. Ein­fach einen Teelöf­fel mit Kokosöl oder einem anderen pfle­gen­den Öl ver­men­gen und für angenehm weiche Haut direkt auf­tra­gen. Das Kaffeesatz-Peeling eignet sich am besten für sehr raue Stellen, wie am Ellen­bo­gen, an den Knien und an den Füßen. Im Gesicht sollte es aber ver­mieden wer­den, da die kleinen Kaf­feekrüm­mel zu aggres­siv für die dünne Gesicht­shaut sind. Hier eignet sich ein Matcha Peel­ing bzw. eine Gesichts­maske besser.

Auch die Haare freuen sich über eine extra Por­tion Kof­fein: Dafür einen Löf­fel Kaf­feesatz mit 2-3 Löf­feln Wass­er ver­men­gen, um eine Paste anzurühren. Diese gut in die Kopfhaut ein­massieren, 5 Minuten ein­wirken lassen und anschließend gut ausspülen. Dieses DIY soll die Haar­wurzeln stim­ulieren und gegen glan­zlos­es Haar wirken. Kaf­feesatz für die Haare sollte ein­mal pro Woche angewen­det werden.

Kaffeesatz gegen Augenringen DIY Creme

Kof­fein kann nicht nur wach machen, son­dern auch in Cremes gegen Augen­ringe helfen. Dazu Kokosöl, Kaf­feesatz und nach Belieben weit­ere pfle­gende Öle im Ver­hält­nis 1:1 auf niedriger Stufe für 30 Minuten in einem kleinen Topf leicht erwär­men. Die Mis­chung durch ein feines Sieb geben und abkühlen lassen. Es soll­ten sich keine Kaf­feesatzstücke mehr in der Lotion befind­en. Kaf­feesatz gegen Augen­ringe hil­ft schon nach weni­gen Minuten und kann täglich angewen­det werden.

Praktischer Helfer: Kaffeesatz gegen Geruch

Kaffeesatz gegen Geruch

Die Ein­satzbere­iche für Kaf­feesatz sind immer noch nicht aus­geschöpft: Da Kaf­feep­ul­ver zwar ein starkes, eigenes Aro­ma hat, aber gle­ichzeit­ig auch andere Gerüche leicht bindet, eignet es sich sehr gut als Geruch­sneu­tral­isier­er. Frisches Kaf­feep­ul­ver wäre dafür aber viel zu schade, da man es danach nicht mehr zum Kaf­feeauf­brühen ver­wen­den kann. Deshalb eignet sich Kaf­feesatz am besten.

In Kühlschränke, die dank Schim­melkäse, Auf­schnitt und Essen­sresten nicht son­der­lich appeti­tlich riechen, ein­fach ein kleines Schälchen mit getrock­netem Kaf­feesatz stellen. Auch für Toi­let­ten eignet sich ein kleines Schälchen als Geruch­sneu­tral­isier­er. Wer unbe­d­ingt Zwiebel- oder Knoblauchgeruch von seinen Hän­den loswer­den möchte, kann etwas getrock­neten Kaf­feesatz zwis­chen den Hän­den ver­reiben. Außer­dem kann man auch etwas Kaf­feesatz in unan­genehm riechende Schuhe streuen und über Nacht ein­wirken lassen. Am näch­sten Tag ein­fach mit dem Staub­sauger entfernen.

Fazit: Kaffeesatz ist vielseitig einsetzbar

Kaffeesatz verwenden und nicht wegschmeissen

Kaf­feesatz gehört auf jeden Fall nicht in den Müll, son­dern sollte wiederver­wen­det wer­den. Die Anwen­dungs­bere­iche sind sehr viel­seit­ig und der Ein­satz kinder­le­icht. Wer selb­st keinen Kaf­fee trinkt, kann bei Fre­un­den, der Fam­i­lie oder selb­st im näch­st­gele­ge­nen Café nach­fra­gen und sich so Kaf­feesatz besor­gen. Immer eine Dose mit getrock­netem Kaf­feesatz zu Hause ste­hen zu haben, lohnt sich jeden­falls enorm, egal, ob du den Kaf­feesatz als Blu­mendünger, als Peel­ing, gegen Augen­ringe bzw. für die Haare oder gegen Sch­neck­en und schlechte Gerüche ver­wen­d­est. Übri­gens: Du kannst auch Orangen­schalen ver­w­erten und daraus Beauty- und Haushalt­shelfer machen.

Upcycling alter Weinflaschen – so geht’s!

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Der tolle Abend mit Freunden ist vorbei. Was bleibt, sind leere Weinflaschen. Normalerweise bringst du die nach der Feier zum Altglascontainer, wo sie gesammelt und später abgeholt werden.

kerzenlicht diy weinflasche

Eine schöne Alternative zum Altglascontainer ist es, durch Upcycling aus den Weinflaschen neue Produkte zu machen. Zum Beispiel kannst du Trinkgläser, schicke Vorratsbehälter, Vasen, ein Pflanzen-Bewässerungssystem, Windlichter, Kerzen, Lampen, Besteckgefäße für die nächste Party und noch vieles mehr aus den alten Weinflaschen machen. Kleiner Tipp: Diese Upcyclingprodukte sind übrigens auch tolle Geschenkideen, besonders für Weinliebhaber. Wir zeigen euch hier einfache DIYs für alte Weinflaschen, los gehts!

Die Glaschflasche…

Ich heiße Mia und bin Bloggerin, PR Beraterin, Psychologin, Sport- und Food-Vernarrte aus Berlin. Ich habe meinen Blog 2010, inspiriert von der New York Fashion Week, in den USA gestartet,...

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