Guck mal hier: Naturbeobachtungen mit Kindern

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Um Tiere anzuschauen, muss man nicht in den Zoo gehen. Das geht viel schön­er in unseren Wäldern. Die schön­sten Tipps für Naturbeobach­tun­gen mit Kindern: Wer Tiere sehen will, muss ruhig sein. Und möglichst auch still­sitzen. Je klein­er die Kinder sind, umso schwieriger ist das. Deswe­gen ein Trick: ein Flüster-Picknick. Dafür sucht man sich im Wald eine hüb­sche Lich­tung, in der man auf Baum­stäm­men sitzt und knus­pert Kekse, Erd­beeren oder Mel­one. Während des Essens wird nur geflüstert – das ist sowieso total span­nend für die Kleinen.

Vater und Sohn am Strand

Naturbeobachtung mit Kindern

Mach mal Piep: Vogelarten erraten

Wenn man wed­er lärmt noch zap­pelt, zeigen sich bald die ersten Vögel – Meisen, Kleiber oder Rotkehlchen. Jet­zt schnell (aber leise!) das Bes­tim­mungs­buch raus­holen, gemein­sam nach­blät­tern, um dem Wis­sens­durst der Kinder nachzukom­men. Nicht nur die Augen soll­ten aufges­per­rt wer­den, auch die Ohren. Bes­timmt klopft irgend­wo ein Specht. Und hört ihr die ver­schiede­nen Vogel­stim­men und ihre Gesänge her­aus?

Auch wenn es noch so ver­lock­end ist, eine App auf das Handy zu spie­len, um mit den Klan­gat­trap­pen Vögel anzu­lock­en – Fin­ger weg davon. Das ist zum einen aus Naturschutz­grün­den ver­boten und außer­dem ist der tech­nikfreie Wald viel schön­er. Es gibt übri­gens in vie­len Regio­nen Vogel­beobach­tungsplätze mit kleinen Häuschen zum Unter­stellen. Am besten ganz früh mor­gens in der Däm­merung hinge­hen, dann zeigen sich die meis­ten Tiere.

Spatz

Pfotenpfade: Spuren suchen

Kinder lieben es, Detek­tiv zu spie­len – und die Natur ist ein her­rlich­es Exper­i­men­tier­feld. Lupe mit­nehmen und los geht es. Am meis­ten ist zu erken­nen, wenn es zuvor gereg­net hat und anschließend nur wenige Men­schen unter­wegs waren. Trittsiegel von Reh und Hase lassen sich gut find­en, außer­dem natür­lich Hun­de­tatzen. Doch Spuren­le­sen muss nicht nur über Fußab­drücke passieren, son­dern ist auch über Losung, Fraßschä­den oder Haare möglich.

Abgekn­ab­berte Rinde zum Beispiel beweist, dass ein Tier in der Nähe war. Ist sie wurzel­nah von kleinen Zäh­nen freigelegt, deutet es eher auf Mini-Nager wie etwa Wühlmäuse hin. Größere Schä­den lassen auf Rehe schließen. Auch Eicheln, Nüsse und Zapfen sind oft bear­beit­et – beispiel­sweise von Eich­hörnchen, Maus oder Kleiber.

Nagerspuren

Hell erleuchtet: Glühwürmchennächte

Ende Juni/Anfang Juli sind die Glüh­würm­chen unter­wegs. Diese kleinen Wesen, die ausse­hen wie Elfen, faszinieren nicht nur Kinder. Gut zu sehen sind sie in feucht­en Wäldern – am besten bei ein­er Nacht­wan­derung. Nachts durch den Wald zu wan­dern, ist in diesen Tagen sowieso toll, da es jet­zt noch schön warm ist. Und mit etwas Glück hört man Füchse oder Rehe. Wer es so spät nachts nicht in den Wald schafft – eine Nacht im Schlaf­sack unter freiem Him­mel im Garten ist auch span­nend – und oft zeigen sich die Leuchtwe­sen auch hier.

Blütenbingo: Pflanzen bestimmen

Blät­ter haben unter­schiedliche For­men – herzför­mig, hand­för­mig, lanzenar­tig oder gefiedert. Blüten auch, manche ähneln Glock­en, andere eher Kör­bchen. Kinder­au­gen müssen nur wis­sen, worauf sie acht­en sollen. Ob Spitzwegerich oder Korn­blume – die Wiesen sind voller Vielfalt. Da macht es Spaß, unter­schiedliche Blüten anzuschauen und mit­tels Bes­tim­mungs­buch zu benen­nen. Bastelfans haben gle­ich eine Blu­men­presse dabei.

Rund, bunt und eckig: So unterschiedlich sind Samen

Nicht nur meine Kinder, auch ich staune oft, wie aus noch so kleinen Samenkörn­ern große Pflanzen und Bäume wer­den. Ab Juli/August sind die Wiesen und Wälder voll mit Samen­stän­den, etwa vom Springkraut, aber auch von Löwen­zahn, Lupine, Fichte, Mohn oder Dis­teln. Den Größeren kann man neben­bei außer­dem sin­nvolle Rechenauf­gaben stellen, etwa: Wenn eine Erb­sen­schote acht Samen enthält, wieviel Samen haben die Schoten von sieben Erb­sen? Und zum Pick­nick gibt’s dann Zuck­er­schoten – denn manche Samen kann man sog­ar essen. Wer im heimis­chen Garten aktiv wer­den möchte, für den ist vielle­icht ein schmuck­es Hochbeet zum Sel­ber­ma­chen etwas.

Abenteuerausbeute: Kästen füllen

Wenn die Kinder Ent­deck­ungs­touren durch den Wald machen und Eier­schalen, Fed­ern, Zapfen und andere Wald­schätze mit nach Hause brin­gen, sind die oft viel zu schade, um sie wegzuw­er­fen. Wie wäre es dann mit einem Set­zkas­ten? Es gibt im Kün­stlerbe­darf Kästchen mit ein­er schieb­baren dün­nen Glas­plat­te, die man leicht zu Schaukästen umfunk­tion­ieren kann, um den Schmetter­lings­flügel, die Amse­leier­schale oder das Mini-Wespennest aufzube­wahren. Per­fekt, um sich noch länger an den schö­nen Naturtag zu erin­nern und die kleinen Kost­barkeit­en seinen Fre­un­den zu zeigen.

Deutschlands beste Bio-Lieferservices

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Am Dienstag kam immer der regionale Bauer in meinen Ort. Mit seinem gut gefüllten Anhänger an frisch geernteten Kartoffeln, Tomaten, Gurken und saisonalem Obst läutete er mit seiner Glocke den Lebensmitteleinkauf bei uns ein. Was Bauer Hahn nicht in seinem Anhänger hatte, wurde anschließend einen Ort weiter, im Biomarkt besorgt. Heute gibt es diese Art des Einkaufens eher selten. Mit den Jahren wurde Bauer Hahn durch moderne Lieferservices ersetzt, die Bio-Produkte aller Art direkt zu uns an die Haustür bringen. Mit strengen Richtlinien versprechen die einzelnen Verbände und Unternehmen Bio-Qualität, guten und verlässlichen Service und einen nachhaltigen Transport der Produkte.…

Hallo, ich bin Andrea - und ich reise gerne. Keine Reise hat mich nachhaltiger beeindruckt als mein Aufenthalt in der Mongolei, von dem ich Euch hier auch erzähle. Doch es...

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