Kulinarische Harmonie: Gnocchi, Bohnen und Wunderlauch

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Sven­da von Brausez­imt hat in ihrem let­zten Beitrag darü­ber berichtet, wie nahrhaft Bohnen sind. Auch wir find­en, dass die Hülsen­früchte mehr Aufmerk­samkeit ver­di­enen und haben deswe­gen mit weißen Bohnen als cremige, veg­ane Soße exper­i­men­tiert. Durch den Eigengeschmack der Bohnen entste­ht ein deftiger Begleit­er zu Nudeln und Co. Passend zum Früh­ling haben wir uns dazu ein Gericht mit Bär­lauch über­legt. Dieser kommt in Nord­deutsch­land sehr sel­ten vor und ste­ht in Berlin und Umge­bung sog­ar auf der Liste der gefährde­ten Arten und darf somit nicht gepflückt werden.

Als Berlin­er braucht man darü­ber aber nicht so trau­rig zu sein, denn statt des echt­en Bär­lauchs find­et man hier Unmen­gen an Wun­der­lauch (Alli­um para­dox­um) in den Wäldern und Parks. Die Blät­ter sind schmaler, was die Ver­wech­slungs­ge­fahr mit Maiglöckchen auss­chließt, und er schmeckt nicht ganz so kräftig wie der große Brud­er Alli­um ursinum. In unserem Rezept ist das Knoblaucharo­ma also eher dezent. Es wird mit echtem Bär­lauch etwas kräftiger und Knoblauch­lieb­haber kön­nen das Ver­hält­nis von Spinat zu Bär­lauch auch noch ein­mal anpassen.

Für die Gnoc­chi braucht ihr:

  • 600 g Kartof­feln, mehlig kochend
  • 1/2 TL Meersalz
  • schwarzen Pfef­fer
  • Abrieb ein­er Muskatnuss
  • 125 g Hartweizengrieß
  • 50 g Weizen­mehl (Typ 550)

Für die Soße braucht ihr:

  • 1 EL Olivenöl
  • 225 g weiße Bohnen, gekocht
  • 1 EL Weißwein
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • 1 TL Zitronensaft
  • Meer­salz, schwarzen Pfeffer
  • 250 g Spinat
  • 150 g (Berlin­er) Bärlauch
  • 1 EL Olivenöl
  • Meer­salz, schwarzen Pfeffer
  • Olivenöl zum Beträufeln
  • 20g Pinienkerne

Die Kartof­feln ungeschält in Salzwass­er weich kochen. Während­dessen für die Soße das Olivenöl in einem Topf erhitzen, die Bohnen dazu geben und andün­sten. Mit Weißwein ablöschen, danach die Gemüse­brühe aufgießen. Die Bohnen für etwa zehn Minuten köcheln, anschließend cremig püri­eren und mit Zitro­nen­saft, Salz und Pfef­fer abschmeck­en. Die Kartof­feln etwas abkühlen lassen, schälen und durch eine Presse drück­en. Mit Salz, Pfef­fer und Muskat­nuss würzen und die Masse mit Grieß und Mehl zu einem glat­ten Teig verkneten. Der Gnoc­chiteig sollte nicht mehr kleben und braucht dafür, je nach Kartof­fel, mal mehr und mal weniger Grieß und Mehl. Zum Schluss eventuell noch nachsalzen.

Wir rollen den Teig für dieses Gericht zu wal­nuss­großen Kugeln über ein Gnocchi-Brett. Einen großen Topf mit reich­lich gesalzen­em Wass­er erhitzen bis es siedet. Die Gnoc­chi im sieden­den Wass­er garen, bis sie an der Wasser­ober­fläche schwim­men. Spinat und Bär­lauch in ein­er großen Pfanne mit Olivenöl anschwitzen, bis die Blät­ter zusam­men­fall­en, mit Salz und Pfef­fer würzen. Die Gnoc­chi mit ein­er Schöpfkelle aus dem Wass­er nehmen. Jet­zt kön­nte man die Kartof­felk­lößchen auch direkt zum Blattgemüse geben, mit der Soße aufgießen und kurz einkochen lassen. Fer­tig wären die cremi­gen Spinat-Gnocchi. Da wir unsere Gnoc­chi aber schön knus­prig mögen, verteilen wir Spinat, Bär­lauch und Sauce in ein­er Auflauf­form, schicht­en die Gnoc­chi darü­ber und besprenkeln sie mit etwas Olivenöl. Bei 180°C im vorge­heizten Ofen 25-30 Minuten back­en. Pinienkerne mahlen und für die let­zten 5 Minuten Backzeit über die Gnoc­chi streuen und fer­tig ist das wun­der­bare Frühlingsgericht.

Bohnen: Viel mehr als nur das Fleisch des armen Mannes

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Es ist Frühling und auch wenn es recht ungemütlich draußen sein kann, gibt es einiges, was man bereits jetzt im Garten oder für den Garten tun kann. Auf der Seite der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis gibt es einen schönen phänologischen Kalender mit zeitlichen Empfehlungen für Aussaat, Pflege und Ernte. Für mich stand dieses Jahr die Entscheidung fest, unterschiedliche Bohnensorten auszuprobieren. Neben den frischen grünen Bohnen, die ich sehr mag, können die Samen im Winter eine wichtige Versorgung leisten. Bohnensamen selbst sind nicht nur gesund, sondern auch hübsch anzuschauen. Denn die Samen weisen eine unglaubliche Vielfalt an Formen und Farben auf. Ich habe online…

Hi, wir sind Susann und Yannic, seit 2006 ineinander verliebt, leben und arbeiten wir als Fotografen in Berlin. Wir lieben es zu essen und zu kochen, ernähren uns seit vielen...

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