Bäume für die nächste Generation: Nachhaltige Forstwirtschaft

| von 
„Wer Bäume setzt, obwohl er weiß, dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird, hat zumindest angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.”
Rabindranath Tagore

Nicht umsonst hat der Begriff Nachhaltigkeit seinen Ursprung in der Forstwirtschaft. Nachhaltigkeit hat also mit Vorausschauen zu tun. Wir müssen dafür sorgen, dass die Ressourcen der Erde für die kommenden Generationen erhalten bleiben – und vor allem nachwachsen.

Nachhaltiges Holz
© FSC® Deutschland

„Wälder. Für immer. Für alle.“ – so lautet der Slogan des FSC®. Hinter dieser Abkürzung verbirgt sich der Forest Stewardship Council®. Das Siegel habt ihr bestimmt schon einmal gesehen. Es kennzeichnet weltweit Holz- und Papierprodukte, die aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft stammen.

Wer oder was steckt hinter FSC®?

Der Forest Stewardship Council® ist eine unabhängige und gemeinnützige Nichtregierungsorganisation (NGO). Gegründet wurde der FSC® im Jahr 1993 als Ergebnis der Konferenz „Umwelt und Entwicklung“ in Rio de Janeiro. Weltweit ist der FSC® in über 80 Ländern mit nationalen Arbeitsgruppen vertreten – in Deutschland seit 1998. Ziel ist „die Förderung einer umweltfreundlichen, sozialförderlichen und ökonomisch tragfähigen Bewirtschaftung von Wäldern“.

Welche Kriterien muss ein Wald erfüllen, um eine FSC®-Zertifizierung zu erhalten?

Die Kriterien für eine FSC®-Zertifizierung sind vielfältig und steht vor allem für eine Waldwirtschaft, die den Wald nicht überbeansprucht. Das bedeutet:

  • keine Kahlschläge
  • keine Pestizide
  • keine Gentechnik

Stattdessen wird die Mehrung natürlicher Mischwälder gefördert, der Schutz von Ökosystemen und seltenen Arten in den Vordergrund gestellt und die Arbeiter erhalten eine faire Entlohnung. Die Produkte, die aus zertifiziertem Holz entstehen, sind außerdem über die gesamte Verarbeitungs- und Handelskette definitiv nicht mit unzertifiziertem Holz oder Papier vermischt.

FSC Abholzung
© FSC® Deutschland

Entwickelt wurden diese Kriterien mithilfe der weltweit einheitlichen Grundprinzipien des FSC. So bürokratisch sich diese Zertifizierungen immer anhören, so leicht verständlich sind die zehn Prinzipien, die eine ganze Reihe unterschiedlicher Bereiche einschließen:

  1. Prinzip: Einhaltung der Gesetze und FSC-Prinzipien
  2. Prinzip: Besitzansprüche, Landnutzungsrechte und Verantwortlichkeiten
  3. Prinzip: Rechte indigener Völker
  4. Prinzip: Beziehungen zur lokalen Bevölkerung und Arbeitnehmerrechte
  5. Prinzip: Nutzen aus dem Walde
  6. Prinzip: Auswirkungen auf die Umwelt
  7. Prinzip: Bewirtschaftungsplan
  8. Prinzip: Kontrolle & Bewertung
  9. Prinzip: Erhaltung von Wäldern mit hohem Schutzwert
  10. Prinzip: Bewirtschaftung von Plantagen
Forstwirtschaft FSC
© FSC® Deutschland

Die Vergabe des Zertifikats erfolgt dann durch unabhängige Dritte. Ob die Kriterien erfüllt werden, wird regelmäßig, und zwar einmal im Jahr überprüft. Diverse Umwelt- und Sozialverbände, wie z. B. WWF, Greenpeace, NABU und IG BAU, IG Metall, unterstützen den FSC®. Aber nicht nur große Verbände, auch Einzelpersonen, Forstbetriebe und Unternehmen sind Mitglied.

Wie viele zertifizierte Wälder gibt es bereits?

Heute sind weltweit über 200 Millionen Hektar Wald zertifiziert .In Deutschland sind gut 10% der Waldfläche nach FSC zertifiziert. Eine Waldkarte auf der Homepage des FSC® Deutschland zeigt anschaulich, wie es mit der Zertifizierung bei uns aussieht.

FSC Wald Deutschland
© FSC® Deutschland

Worauf kann ich als Verbraucher achten?

Ganz simpel: Wenn man Möbel oder Papier kauft, sollte man nach dem FSC®-Siegel Ausschau halten. Alle Verbraucher, die FSC-Produkte kaufen, leisten einen aktiven Beitrag zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder auf der ganzen Welt. Auch bei OTTO gibt es GOODproduct-Möbel, die FSC®-zertifiziert sind und man somit guten Gewissens in die eigenen vier Wände stellen kann.

Titelbild: © FSC® Deutschland

Der OTTO-Klimaschutz: Das bringt er wirklich

| von 
„Inwiefern hilft es der Umwelt, wenn Altgeräte durch energieeffizientere Neue ersetzt werden?”

Durch den Austausch der alten Geräte sparen die Haushalte, die im vergangenen Jahr am OTTO-Klimaschutz teilnahmen, insgesamt 3.644 Tonnen CO2. Also richtig viel! Mehr Beispiele findet ihr in unserer Grafik:

Für weitere Informationen zu OTTO's Nachhaltigkeitsengagement klicke hier.

Moin, ich bin Marie. Waschechte Hamburgerin und nordisch by nature. Hier bei OTTO halte ich für re:BLOG Ausschau nach spannenden Ideen und Menschen, coolen Eco-Outfits und berichte für euch von...

Zum Autor